DE89427C - - Google Patents

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DE89427C
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    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F2/00Filters implantable into blood vessels; Prostheses, i.e. artificial substitutes or replacements for parts of the body; Appliances for connecting them with the body; Devices providing patency to, or preventing collapsing of, tubular structures of the body, e.g. stents
    • A61F2/50Prostheses not implantable in the body
    • A61F2/60Artificial legs or feet or parts thereof
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Description

6,k^<MU'lMil· ύ,. Ι
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
Firma F. SCHWABE in MOSKAU. Fufsgelenk für künstliche Beine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. Februar 1896 ab.
Die meisten der bisher bekannt gewordenen Fufs- bezw. Knöchelgelenke an künstlichen Beinen besitzen einen Unterstützungspunkt, dessen Lage unveränderlich ist und den Träger des künstlichen Beines zwingt, um diesen feststehenden Punkt zu pendeln.
Bei dem natürlichen Gange jedoch finden wir, dafs sich der LTnterstützungspunkt entsprechend der jeweiligen Lage der Schwerpunktslinie des Körpers bei Ausführung eines Schrittes von hinten nach vorn verlegt. Zu Anfang eines Schrittes fällt die Schwerpunktslinie mit dem Unterstützungspunkte in der Ferse zusammen, während bei Beendigung des Schrittes sich das Gleiche ungefähr in der Gegend des grofsen Ballens vollzieht.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Fufsgelenk, welches dem natürlichen Vorgange beim Schreiten entsprechen soll und zugleich den Vorzug seitlicher Beweglichkeit besitzt, wodurch sowohl beim Gehen auf unebenem Boden als bei Ausführung von Kraftanstrengungen dem Träger eines künstlichen Beines sehr wesentliche Vortheile geboten werden.
Die beiliegenden Zeichnungen veranschaulichen die Ausführung der Erfindung.
Fig. ι stellt einen Seitenschnitt des Gelenkes in dem Augenblick dar, in welchem der Fufs ausgestreckt auf dem Boden ist, sich also im Anfang des Schrittes befindet.
Fig. 3 stellt in theilweisem Schnitt den Fufs in der Mitte des auszuführenden Schrittes dar.
Fig. 3 zeigt den Fufs bei Beendigung des Schrittes.
Fig. 4 zeigt einen Querschnitt, in welchem die seitliche Verbiegung des Gelenkes nach links veranschaulicht ist,
Fig. 6 die Verbiegung nach rechts,
Fig. 5 die senkrechte Stellung.
Das Gelenk besteht aus einem Obertheil a, an welchem sich die Lederhülsen nebst Schienen zur Aufnahme des Strumpfes anschliefsen, sowie aus dem Untertheil b. Ein dem Gelenk entsprechend gestalteter Metallring c dient dazu, bei den sich bewegenden Theilen ein Einklemmen des Leders des Schuhzeuges zu verhindern. Der Obertheil α ist bis zu dem Untertheil b durchbohrt. Durch diese Bohrung geht eine Schraubenfeder^/", welche den oberen Theil mit dem unteren Theil verbindet und durch die Stifte d und e in dem gespannten Zustande erhalten wird. Diese Feder bewirkt die Beweglichkeit des Ober- und Untertheiles sowohl nach vorn oder hinten als auch seitlich.
Das untere Ende des Obertheiles α ist verbreitert und hat krummflächige, nach der Längsrichtung und den Seiten des Fufses gekrümmte Gestalt. Das krummflächige Ende des Obertheiles α berührt den Untertheil b nicht an seiner ganzen Fläche, vielmehr bildet der Untertheil nur die Berührungsebene an der von dem Obertheil gekrümmten Fläche. Der Obertheil trägt zwei Zapfen g, welche in dem Längsschlitz h des Untertheiles b Platz finden. Die Zapfen g sind ebenso wie der Längsschlitz h kegelig geformt. Die Zapfen tragen die Grundfläche des Kegels oben, der Querschnitt dagegen unten. Durch diese Krümmung nach der Seite wird eine seitliche Beweglichkeit ermöglicht.
Die Veränderlichkeit des Unterstützungspunktes für die Schwerpunktslinie des Körpers wird in der vorliegenden Erfindung also dadurch erreicht, dafs die Lagerfläche der oberen Theile des künstlichen Fufses gewölbt ist, sich auf dem entsprechend ausgehöhlten Untertheile bewegen kann und durch die Zapfen an ein Ausweichen von dem Untertheile verhindert wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Fufsgelenk für künstliche Beine, dadurch gekennzeichnet, dafs der obere, vom Fufsgelenk gebildete Theil α curvenförmige Basis besitzt, keinen festen, unverrückbaren Drehpunkt hat, sondern seinen Stützpunkt der beweglichen, fortschreitenden Schwerpunktslage des Körpers bei Ausführung eines Schrittes anpafst und sich auf dem mit dem Obertheil durch eine Schraubenfeder f verbundenen und die curvenförmige Basis desselben berührenden Untertheil b rollen kann, wobei kegelförmig gestaltete Zapfen g in entsprechend geformte Ausschnitte der Fläche des Untertheiles eingreifen, derart, dafs infolge der Kegelgestalt der Zapfen und der Abschrägung der Curvenfläche eine seitliche Beweglichkeit erzielt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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