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Biermengen-Anzeiger für undurchsichtige Bierkrüge Die bekannten Maßkrüge
sind zumeist aus undurchsichtigem Material, wieTon., Porzellan u.dgl., hergestellt.
Beim Einschenken des Bieres steigt der Schaum im Krug so nach oben, d.aß der Bierspiegel
im Kruginnern nicht zu sehen ist. Der Schankwirt kann mit dem Abstreicher wohl den
Schaum iiber dem Bierkrug abstreichen, aber nicht den, Schaum im Krugin:nern so
zur Seite schieben, daß der Bierspiegel zu sehen ist. Die Folge davon ist, daß der
Bierkrug in .den meisten Fällen, nicht die erforderliche: Biermenge enthält. Das
wird immer wieder bei großen Festlichkeiten, z. B. in Festzelten, beobachtet. In
solchen Lagen. ist der Ausschenker gezwungen, die Krüge möglichst rasch zu füllen
ohne Rücksicht darauf, ob der Krug die erforderliche Biermenge enthält oder nicht.
Beanstanden die Gäste die nicht vorschriftsmäßig gefüllten Krüge, dann bringt der
Einschenker immer wieder die Unmöglichkeit ,des Überpmüfens der im Krug enthaltenen:
Biermenge als Entschuldigung vor. Gewissenhafte Zapfer füllen die Krüge in zwei
Abschnitten, und zwar so, daß zuerst mehrere Krüge gefüllt und so, lange weggestellt
werden., his der Schaum so eingefallen ist, daß der Bierspiegel sichtbar ist und
der Krug nachgefüllt werden kann. Diese Methode ist für Schankbetriebe mit großem
und schnellem Ausstoß sehr umständlich und. zeitraubend. Der Einschenker hilft sich
dann auf einfachere Art, indem er den Schaum zur Seite bläst, damit er die Höhe
des Bierspiegels feststellen und den Krug erforderlichenfalls nachfüllen: kann.
Diese Methode ist aber nicht nur unästhetisch, sondern auch gesundheitswidrig. Zudem
ist sie auch nicht weniger zeitraubend, zumal auch beim Hinein blasen das Einfüllen
des Kruges unterbrochen und der Krug schließlich nachgefüllt werden muß.
Keine
dieser beiden Methoden vermag aber die Gewähr zu geben, ,daß der Krug tatsächlich
die erforderliche Biermenge enthält.
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Es ist, zwar eine Vorrichtung bekannt, die zur Kontrolle von Bier
u..dgl. schaumbildenden: Getränken in undurchsichtigen Gefäßen bzw. Krügen bestimmt
ist. Sie besteht aus einer mit seitlichen Zacken. versehenen, auf der Schwimmerachse
verschiebbar befestigten Hülse. Die Zacken, bilden. die Teilstriche, die dem Eichstrich
am Krug entsprechend auf der Meßs.tange eingestellt werden können. Bevor man die
Vorrichtung in den Bierkrug senkt, hält man sie mit der Schwimmeroberkante an. den
Eichstrich, stellt die unterste Zacke der Hülse gleich der Krugciberlcante und läßt
dann den Schwimmer durch den Schaum in das Bier gleiten. Stimmt die unterste Zacke
mit dem Krugrand überein, so ist der Krug richtig gefüllt. Diese Vorrichtung hat
aber den Nachteil, d.aß sie während des Füllens des Kruges nicht eingelegt werden
kann, weil sie bzw. der Schwimmer im Krug frei henlmschwimmt und den Bieneinschenker
beim Einschenken behindert. Ein wesentlicher Nachteil ist der, daß sich die: Zacke
vom Krugrand entfernt und im Schaum derart verschwindet, daß siie vollkommen unsichtbar
wird und als Anzeiger nicht mehr angesprochen werden, kann. Bekanntlich wird der
Krug beine Einschenken etwas schräg gehalten, um eine zu große Schaumbildung zu
verhindern. Dabei kann natürlich der Schwimmer nicht ruhig stehenbleiben. Aber auch
)dann, wenn der Krug beim Einschenken gerade gehalten wird, steigt der Schaum immer
über den Krugrand hinaus. und bildet ein Schaumhaube. Die Zacke ist dann nicht mehr
sichtbar. Auch ist die Reinigung der auf der Schwimmerachse angeordneten Hülse umständlich.
Zudem erübrigt sich die Möglichkeit des Verstellens der Hülse ganz; weil der Eichstrich
an allen Steinkrügen fast in gleicher Höhe liegt oder nur um ein geringes -differiert,
was: beim Einschenken des Bieres keinesfalls von Bedeutung ist.
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Allen diesen: Übeln wird durch die Erfindung abgeholfen. Der Erfindungsgegenstand
wird wie folgt beschrieben,: Vor dem Einschenken wird über den Bierkrug ein Gerät
aufgesteckt, das die Bierm-einge schon während des Füllens des. Kruges un!beeinflußt
von,der Schaumdichte unti#üglich anzeigt. Es ist so konstruiert, daß es beim Einschenken
vom Krug nicht herabgleiten kann. Ist der Krug gefüllt, so kann es mit einem Griff
wieder abgenommen und am nächstfolgenden Krug aufgesteckt werden. Es ist so. ausgebildet,
daß es den Einschenker beim Einschenken keinesfalls irgendwie behindert. Dadurch
fällt die bisherige, primitive, zeitraubende und unzulängliche, auf unästhetische
und gesundheitswidrige Art vorgenommene Überprüfung des Bierkruges ,auf seinen Inhalt
:gänzlich fort. Eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist beispielsweise
in den Zeichnungen dargestellt. Es zeigt Abb. i die Vorderansicht, Abb. 2 den Schnitt
nach Linie A-B der Abb. i, Abb.3 ein anderes Ausführungsbeispiel im Schnitt und
abgebrochen, Abb.4 eine Einzelheit im Schnitt und abgebrochen, Abb. 5 die Vorderansicht
eines anderen Ausführungsbeispiels, Ab. 6 den: Schnitt nach Linie G-D der
Abb. 5, Abb. 7 die Ansicht eines anderen Ausführungsbeispiels abgebrochen.
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Gemäß den Abb. i und 2 ist an einem aus Holz oder sonstigem Material
hergestellten. Anfaßklötzchen i eine Feder 2 befestigt, die an der inneren Anp,reßfläche
mit einem Filzstreifen 3 od. dgl. versehen isst. Im Anfaßklötzchen i ist ein Führungsarm
bzw. Anzeigearm 4 frei gelagert, welcher einen frei gelagerten Schwimmer 5 trägt.
Das Ganze wird so über den Bierkrug gesteckt, daß die Feder 2 am Kruginnern und
@dtr Filzstreifen 3 mit dem Anfaßklötzchern i außen am Krugumfang anliegen. Die
Feder :2 mit dem Filzstreifen 3, womöglich auch das Anfaßklötzchen i sind der Wölbung
.des Kruges angepaßt. Bei leerem Bierkrug hängt der Anzeigearm 4 herunter und. fällt
dabei in,die untere Schräge des Anfaßklötzchens i ein. Mit dem steigenden Bierspiegel
im Krug steigt dann auch naturgemäß der Schwimmer 5 bis in die Waagerechte hoch
und zeigt . dadurch die erforderliche Biermenge im Krug an.
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Gemäß der Abb. 3 ist das Anfaßklötzchen i nicht im Einfall das Anzeigearmes
4, sondern mit umgekehrter Neigung abgeschrägt. In diesem Fall hängt der Anzeiigearm
4 mit dem Schwimmer 5 ebenfalls. herunter, aber der Anzeig@earm 4 liegt dann auf
der Feder 2 auf. In Tätigkeit steigt der Schwimmer so hoch, daß er in die Schräge
des Anfaßklötzchens einfällt und dadurch die Biermenge im Krug anzeigt. Wenn also
der Anzeigearm 4 die in den Abb. 1,:2 und 3 dargestellte Stellung einnimmt, dann
ist die erforderliche) Biermenge im Krug vorhanden. Nach Abb. 4 ist das Anfaßklötzchen
i ebenfalls abgeschrägt. Die Schräge dagegen verläuft so, daß der Führungsarm 4
tiefer einfällt und dadurch auch die Überbiermenge im Krug anzeigt. Gemäß den Abb.
5 und 6 ist ein Aufsteckbügel 6 mit einer Feder 7 versehen, welche denselben am
Krug unverrückbar festhält. In einer U-förmigen Kröpfung .des Aufsteckbügels 6 ist
der Schwimmer 8 geführt. Die Schwimmersäule weist die zum Anzeigen der Biermenge
erforderliche Skala bzw. Markierung ii auf. Ein Kopf io ist entweder wie eine Mutter
an der Säule aufgeschraubt oder in die Säule eingeschraubt oder unverrückbar aufgesteckt.
Auch kann der Kopf i o durch einen: Stift ad. dgl. ersetzt werden. 9 stellt einen.
Griff dar. In der Abb. 7 wird, ein Gerät dargestellt, das über den Krug so aufgelegt
wird, daß zwei Laschen 14 im Bierkruginnern einfallen. Auf einer die beiden Laschen.
14 verbindenden Leiste 12 befindet sich ein den Schwimmer 8 aufnehmender Bügel 13.
Der Schwimmer 8 ist ebenfalls mit einer Anzeigemarkierung ii und einem Kopf io versehen.
Eine Verlängerung der Leiste 12 bildet einen Griff 15. Der Anzeigevorgang ist bei
allen beschriebenenAusführun@gsformerr der gleiche. Die! Schwimmer 5, 8 und das
Anfaßklötzehen, i mit dem Anzeigearm
4 können aus Hartholz, Metall,
Kunststoff oder sonisti.gen Materialien hergesteillt werden. Der Schwimmerkörper
.kann: massiv oder hobd ausgebildet sein und mitder Schwimmersäule ein Ganzes bilden
oder auf der Säule abnehmbar befestigt, z. B. aufgeschraubt werden. Zweckmäßig kann
der Schwimmerkörper auch aus Kork bestehen. Die Erfindung ist selbst.verständl.ich
nicht nur auf die beschriebenen und in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
beschränkt. Sie umfa.ßt vielmehr auch alle Abarten der dargestellten Einzelheiten,
ganz besonders, was. die Ausbildung und Anordnung des Schwimmers anbetrifft, und
auch hinsichtlich der Anzeige.möglichkeiten. Es ist auch vorgesehen, das Gerät zum
Anzeigen anderer Flüssigkeiten zu verwenden und das Ganze entsprechend den jeweils
vorhandenen Gefäßen und Behältern auszubilden.