DE893194C - Elektrolysiervorrichtung mit regulierbarem Elektrodenabstand - Google Patents
Elektrolysiervorrichtung mit regulierbarem ElektrodenabstandInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Elektrolysiervorrichtung
mit horizontaler Wanne, die derart eingerichtet ist, daß sie ein bequemes Einstellen der Höhenlage
der Anoden und damit des Abstandes der Anoden von der Kathode gestattet ohne Unterbrechung des
Ganges der Elektrolyse.
Bekanntlich hat die fortschreitende Abnutzung der Anoden, insbesondere der Graphitanoden, mit
der Zeit eine Vergrößerung der Entfernung
ίο Anode—Kathode und damit eine Vermehrung der
Energie zur Folge, die von der Vorrichtung selbst (als Widerstand) verbraucht wird. Man hat seit
langem versucht, diese Abnutzung durch eine Verschiebung der Graphitplatten auszugleichen. Die
ersten Verfahren erzielten die Höhenregelung durch eine die Anoden tragende Platte, die im Innern der
Vorrichtung angeordnet war. Sie mußten bald infolge Auftretens mechanischer Schwierigkeiten
aufgegeben werden.
Neuere Verfahren haben die Einzelregulierung der Stellung der horizontalen Anoden zum Ziel. Zu
diesem Zweck wurden die Anoden mit senkrechten Stäben zur Stromzuführung versehen, die den
Deckel des Elektrolyseurs durchquerten. Eine Lagerung dieser Barren ließ sie durch die Löcher des
Deckels gleiten. Diese Anordnung benötigte eine Vielzahl von Regelorganen, die wenig zugängliche
Dichtungsstellen, ergaben und damit Schwierigkeiten, die Vorrichtung dicht zu halten: Wenn die
Platten durch mehr als einen Stromzuleitungsstab getragen wurden, war es schwierig, ein Verkohlen
zu vermeiden, wodurch Brüche der Anoden,
insbesondere wenn diese abgenutzt waren, hervorgerufen wurden. Man kann zwar diese Gefahr vermeiden,
indem man gleichzeitig die Gesamtheit der Verbindungen der gleichen Gruppe von Anoden
frei macht, aber man gestattet dann einen Eintritt von Luft, die die durch die Elektrolyse erzeugten
Gase verdünnt.
Die Erfindung hat zum Ziel, die Übelstände der bekannten Vorrichtungen zu beseitigen. Zu diesem
ίο Zweck sind nach der Erfindung die Anoden an den Fliesen oder Platten befestigt, die den Deckel der
Wanne bilden. Diese Fliesen oder Platten sind derart aufgehängt, daß sie in Rahmen gleiten
können, mit denen eine gasdichte Verbindung herstellbar ist. Diese Rahmen können durch ein
äußeres, auf der Wanne angeordnetes Gestell mit Längs- und Querwänden oder durch die Wannenwände
selbst und Querwände, die dauernd auf dem oberen Teil- der Wannenwände befestigt sind, gebildet
werden.
Die einstellbaren Platten werden vorteilhafter weise in der gewünschten Stellung durch Bügel gehalten, die außen an der Wanne derart befestigt
•sind, daß jede Anode oder jede an der gleichen Platte befestigte Gruppe von Anoden sich leicht in
der Höhe einstellen läßt.
In den Zeichnungen ist beispielsweise eine Ausführungsform dargestellt.
Die Fig. 1 zeigt eine Elektrolysierwanne mit dem Anodenträger im Querschnitt gemäß der Linie I-I
der Fig. 2, die eine Aufsicht darstellt.
Die dargestellte Vorrichtung besteht aus einer länglichen Wanne a, deren Boden eine die Kathode b
darstellende Quecksilberschicht trägt. Die Wanne ist oben durch Fliesen oder Platten c geschlossen,
an denen die Graphitanoden d, die in den Elektrolyt
e eintauchen, mittels der Stromzuführungsstäbe g befestigt sind. L- oder T-Eisen, von denen die
einen, h, auf den Längsrändern der Wanne ruhen und die anderen, k, sich quer über die Wanne erstrecken,
bilden zusammen Rahmen, in die die Deckelplatten c eingepaßt sind.
Die Platten c sind mittels Schraubenbolzen i und
Muttern j an Bügeln / aufgehängt, die außen an der Wanne befestigt sind. Es sind zwei Anoden d dargestellt,
von denen jede durch zwei Zuführungsstäbe g an einer Platte c befestigt sind. Das Spiel
der Muttern j erlaubt, nach Belieben die Höhe dieser
Platten und damit der Anoden zu regeln, wobei die Platten in den Rahmen h, k gleiten. Die Dichtungsstellen/
befinden sich zwischen den Rändern der Platte c und den senkrechten Flächen des Rahmens,
so daß sie leicht zugänglich, leicht einzurichten und zu unterhalten sind.
Anstatt außen auf der Wanne befestigt zu sein, können die Rahmen, in welche die die Anoden tragenden
Platten eingepaßt sind, am oberen Teil der Wanne angeordnet sein. Sie können· auch durch die
Seitenwände der Wanne selbst und durch zwischen diesen Wänden befestigte Querwände gebildet sein.
In diesem letzteren Fall kann man zu diesem Zweck die Querwände benutzen, die als Absperrungen für
die Gase dienen, wie es in der Patentschrift 888 092 beschrieben ist.
Andere Modifikationen können augenscheinlich für die Anordnung der Plattenträger und die Art
der Aufhängung angewendet werden, ohne aus dem Rahmen der Erfindung- herauszukommen.
Claims (4)
1. Elektrolysiervorrichtung mit regulierbarem Elektrodenabstand, dadurch gekennzeichnet, daß
die Anoden, an Fliesen oder Platten befestigt sind, die den Deckel der Wanne bilden, und daß
diese Fliesen oder Platten eingepaßt sind und gleiten können in Rahmen, mit denen eine dichte
Verbindung herstellbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge- >
kennzeichnet, daß die Rahmen durch ein äußeres, auf der Elektrolysierwanne ruhendes
Gestell gebildet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rahmen durch die Seitenwände der Wanne selbst und durch an den Wannenwänden befestigte Querwände gebildet
sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die die Anoden tragenden Fliesen oder Platten in regelbarer Weise an
Bügeln aufgehängt sind, die außen an der Wanne befestigt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 5467 10.33
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