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Reifenfelge mit schrägen Wulstaufsitzflächen Die Erfindung bezieht
sich auf Reifenfelgen, im besonderen auf Felgen für Luftreifen, die mit verhältnismäßig
geringem Luftdruck aufgepumpt werden, wie dies bei Reifen der Fall ist, die für
landwirtschaftliche und besondere militärische Zwecke gebraucht werden.
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Auf Grund der hohen Verdrehungsbeanspruchung, welcher derartige Reifen
oft ausgesetzt sind, ist es erwünscht, daß beide Reifenwülste auf den Wulstsitzen
der Reifenfelge einen Preßsitz haben. Dies ist bei Verwendung von Tiefbettreifenfelgen
oder bei quer geschlitzten Felgen ein einfaches Problem, dpa bei-de Wulsts.itze
geneigt oder konisch sein können. Wenn jedoch endloseReifenfelgen mit abnehmbaren
endlosen oder geschlitzten Seitenringen verwendet werden, ist die Konstruktion nicht
so einfach, da der Außendurchmesser der Reifenfelge, wenigstens auf einer Seite,
kleiner als der Wulstdurchmes.ser des Reifens sein muß, damit letzterer darübergleiten
kann. Demgemäß :ist dieVerwendung eines aib@nehmbaren Klemmrings zwischen Reifenfelge
und einem der Reifenwülste vorgeschlagen worden, damit genügend Reihung zwischen
Felge und Wulst erzeugt wird, um -dem Antriebsid'rehmoment zu widerstehen.
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Der Hauptzweck dieser Erfindung besteht darin, daß auf einfache Weise
beide Reifenwülste fest auf einer Felge gehalten werden, auf welche der Reifen montiert
ist, ohne d;aß maßgebliche Änderungen der Reifenfelge einer üblichen Ausführungsform
nötig werden, idaß ein fester Wulstsitz bei Niederdruckreifen erzielt wird, daß
das- Schaben der Wülste, welches oft Reifenpannen verursacht, verringert wird, daß
ein einfacher, abnehmbarer Teil
vorgesehen wird, welcher einen auf
die Felge montierten Reifen durch Keilwirkung zwischen Felge und Wulst festklemmt,
-und daß ferner auf einfache Weise ein Wandern des. Klemmstücks am Umfang der Reifenfelge
verhütet wird. Andere Zwecke werden bei fortschreitender Beschreibung klar.
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In der Zeichnung beideutet -Fig. r einen Teilquerschnitt der Reifenfelge
der Erfindung mit aufmontiertem Reifen unter Fortlassung des Schlauches, Fig. 2
einen Ausschnitt einer Seitenansicht eines Klemmringes Fig. 3 eine Draufsicht der
Fig. 2, Fig. 4 einen Schnitt nach ,der Linie 4-4 der Fig. 2 und FinG. 5 einen Schnitt
nach der Linie 5-.5 der Fig. 2. In Fig. z wird eine Reifenfelge io von üblicher,
endloser, abmontierbarer Art dargestellt. Diese Felge besteht aus dem Felgenboden
i i, ,des.sen einer Rand in einen radial vorstehenden Flansch 12 übergeht, welcher
-der Seitenfläche einer Wulst 13 eines Reifens 14, welcher auf diese Felge montiert
ist, angepaßt ist. An den Flansch 12 angrenzend ist der Wulstsitz .des Felgenbodens
i i, auf welchem der Innenumfang der Reifenwulst aufgenommen wird, konisch nach
außen zum Flansch 12 ansteigend, so daß sich die Reifenwulst fest auf diesen Teil
der Felge preßt, wenn sie durch das Aufpumpen des Reifens seitlich gegen den Felgenflansch
12 gedrückt wird.
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Der gegenüberliegende Rand des Felgenbodens i i weistamUmfangeine
radial nach innen vorstehende Farm 16 auf, welche mit einer außen angebrachten Rinne
17 versehen ist, in welcher ein abnehmbarer Flansch 18 aufgenommen wird. Letzterer
kann geschlitzt oder endlos sein., wobei er so geformt- ist, daß er an der Seitenfläche
der anderen Wulst 13 des Reifens 14 anliegt. Der an die Rinne 17 angrenzende Wulstsitz
des Felgenbodens i i unterscheidet sich von dem Wulstsitz iam'Flansch 12 dadurch,
daß er nicht konisch ist, sonderneinengleichbleibenden Durchmesser aufweist, welcher
etwas kleiner als der Wulstdurchmesser des Reifensi4 ist, so daß die Wulst 13 des
letzteren beim Montieren des Reifens auf die Felge oder beim Abmontieren von derselben
leicht darübergleitet. Der Felgenboden ii ist mit einem Querschlitz i9 versehen,
welcher von der Mitte des Bodens bis zu einer Stelle in der Rinne 17 reicht. Dieser
Schlitz gestattet, d@aß das Ventil (nicht dargestellt) des Schlauches oder des Reifens
durch die Felge ragt.
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Auf dem Umfang des Felgenbodens i i ist ein Klemmring 21 angebracht,
welcher bei 22 schräg quer geschlitzt ist. Neben dem Schlitz ist der Ring mit einer
in den Ring genieteten Nase 23 versehen, welche radial vom Innenumfang nach innen
gerichtet vorsteht. Wenn der Ring auf den Felgenboden gelegt wird, wird die Nase
23 im Ventilschlitz ig. aufgenommen, wobei die Anordnung- so gehalten ist, daß eine
Umfangsbewegung des Klemmringes gegenüber dem Felgenboden verhindert wird. Im Querschnitt
ist der Klemmring 21 vom einen zum anderen Rand keilförmig ausgebildet, I wobei
die Steigung etwa 4 bis 5°' beträgt. Der Ring ist verhältnismäßig dünn und biegsam,
wobei sein dünnerer Rand abgerundet oder abgestumpft vst, so daß er nicht so leicht
verformt oder beschädigt wird oder den Reifen, mit dem er in Berührung kommt, verletzt.
Der dickere Randdes Klemmringes ist bei 24 radial nach außen umgebördelt, so daß
er sich glatt an die runde Kante der Reifenwulst 13 anschmiegt. Bei gebrauchsfertigem
Aufbau, wie in Fig. i dargestellt, steht der gebogene Teil 24 des Klemmringes vor
und liegt an dem seitlich vorstehenden Teil 1811 des abnehmbaren Flansches 18, und
zwar an dem Teil, welcher in der Rinne 17 aufgenommen wird, an.
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Beim Montieren eines Reifens 14 auf .die verbesserte Felge sind der
Klemmring :2i und der Flansch 18 vom Felgenboden i i entfernt, um den Reifen mit
eingelegtem Schlauch von der Binnenseite her auf die Felge auflegen zu können, wobei
das Schlauchventil durch den Schlitz ig gesteckt wird. Als nächstes wird der Klemmring
21 so auf den Felgenboden gelegt, daß der umgebördelte Rand 24 seitlich nach außen
steht, wobei die Nase 23 in den Ventilschlitz ig reingreift. Beim Auflegen des Wulstringes
ist es nicht notwendig, den Ring unter die Wulst 13 des: Reifens zu -drücken, sondern
die Wulst kann, falls erwünscht, in die durch die gestrichelten Linien der Fig.
i gekennzeichnete Lage gebracht werden, um das Auflegen des Klemmringes zu erleichtern.
Hiernach wird der Flansch 18 in der bekannten Weise auf der Felge angebracht. Der
Zusammenbau ist fertig, wenn der Reifen 14 aufgepumpt wird, wodurch die Reifenwülste
13 seitlich fortgedrückt werden. EineReifenwulst wird auf den konischen Teil des
Felgenbodens ii und gegen den festen Flansch desselben gedrückt, wodurch auf Grund
der Klemmwirkung des konischen Teils eine starke Reibungsverbindung der Reifenwulst
mit dein Felgenboden erzielt wird. Wenn sich die andere Reifenwulst gegen den Klemmring
bewegt, wird, letzterer zunächst gegen den vorspringenden Teil i811 des Flansches
18 -gedrückt, worauf darin die Reifenwulst auf und über den Klemmring rutscht, bis
sie seitlich am Flansch anliegt. Auf Grund der konischen Form des Klemmringes wird
die Reifenwulst beim Aufrutschen so darauf festgeklemmt, daß beim Fahren des Reifens,
selbst bei verhältnismäßig geringem Reifendruck, keine Bewegung zwischen der Reifenwulst
und dem Klemmring auftritt. Weiterhin- wird der Klemmring durch die Reifenwulst
fest auf den Felgenboden ii gedrückt, wodurch irgendeiner Drehbewegung zwischen
Ring und Felgenboden Widerstand entgegengesetzt wird. Hierdurch wird die Beanspruchung
der Nase 23, welche auf alle Fälle eine derartige Bewegung verhindert, vermindert.
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Zum Abnehmen des Reifens 14 ist es lediglich notwendig, die Luft abzulassen
und dann die Reifenwulst vom Flansch 18 fort vom Klemmring 21 zu drücken. Der Flansch
18 .sowie der Klemmring 2 i können dann leicht von der Felge entfernt werden, worauf
der Reifen in der üblichen Weise abgenommen wird.
Die Erfindung
ist von einfacher Konstruktion, sie erfordert keineÄnderungen der üblichen Felgenkonstruktion,
sie verlängert durch die Verhinderung des Scheuerns der Wülste die Lebensdauer der
Reifen, wobei ferner die anderen vorerwähnten Vorteile erzielt werden.
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Die Ausführung nach der Zeichnung ist nur ein Beispiel.
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Mit den Merkmalen nach den folgenden Patentansprüchen sind auch andereAusführungen
möglich.