DE89261C - - Google Patents

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DE89261C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06HMARKING, INSPECTING, SEAMING OR SEVERING TEXTILE MATERIALS
    • D06H3/00Inspecting textile materials
    • D06H3/02Inspecting textile materials visually
    • D06H3/04Inspecting textile materials visually wherein the material is supported on a table

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. April 1895 ab.
Um gewisse Seidenstoffe,, z. B. halbseidene Schirmstorfe, sowie alle die Stoffe, welche von grofser Dichtheit und Undurchsichtigkeit sein müssen, diesen Bedingungen entsprechend fabriciren zu können, werden die Stoffe frei oder auf einer Unterlage aufliegend gescheuert.
Hierbei macht sich aber der Uebelstand sehr fühlbar, dafs Webefehler, helle Streifen, Fadenstellen, steife Fäden etc. in so auffälliger Weise hervortreten, dafs die Waare fast unbrauchbar ist.
Zweck der 'vorliegenden Erfindung ist, eine Beseitigung dieser Fehler zu ermöglichen.
Der zu lesende Stoff wird über eine Glasplatte geleitet, die entweder durch das Tageslicht oder durch künstliche Beleuchtung mit Hülfe eines geeigneten Reflectors von unten erleuchtet wird. Das glatt auf ihr liegende noch so dichte Gewebe erscheint infolgedessen durchsichtig, und man kann die erwähnten, leicht entdeckten Fehler etwa vermittelst eines stumpfen Messers sorgfältig ausbessern.
Von der Glasplatte entfernt, hat der Stoff dann ein tadelloses Aussehen neben der gewünschten Dichtigkeit.
Zur Ausübung dieses Verfahrens bedient man sich der auf beiliegender Zeichnung dargestellten Maschine, welche in Fig. 1 in Seitenansicht, in Fig. 2 in Vorderansicht und in Fig. 3 im Grundrifs dargestellt ist, während die Fig. 4 und 5 Horizontalschnitte nach den Linien I-I, II-II der Fig. 1 bezw. 2 bilden.
Die Maschine, deren besondere constructive Durchbildung an sich keinen Theil der Erfindung ausmacht, besteht aus den zum gröfsten Theil säulenartigen Ständern A B, welche oben durch eine Traverse C, unten durch Versteifungsbolzen D solide mit einander verbunden sind. Am Kopfe der Ständer sind nach hinten heraus Lagerböcke E befestigt, welche den Waarenbaum F tragen, von dem der Stoff zwecks Belesung abgezogen wird. Hierbei wird der Baum in bekannter Weise mittelst Schnüre und Gewicht gebremst oder er wird an seinen Enden mit· einer Bremsscheibe H versehen, über welche ein einerseits am Lagerbock, andererseits mit einem doppelarmigen Hebel J verbundenes Bremsband K gelegt ist, welches durch am Hebel aufgehängte Gewichte L mehr oder weniger gespannt wird und demententsprechend die Walze bremst.
Von ihr gelangt der Stoff zum Beleseapparat.
Dieser besteht aus einem zwischen . den Ständern A B angeordneten Rahmen Q., welcher an dem Schlitten M mittelst der Zapfen m radial einstellbar ist. Der Schlitten M ist am Gestell auf schwalbenschwanzförmigen Führungen vertical verstellbar, zu welchem Zweck an dem ersteren im Innern des Gestells angeschraubte Zahnstangen N von in sie eingreifenden Getrieben O mittelst der Kurbeln P in der Verticalen verstellt werden.
Der Rahmen Q, dessen Querleisten Rollen q bilden, ist mit einer mit seiner Oberfläche bündig liegenden Spiegelglasscheibe i? versehen, über welche der von F kommende Stoff mittelst der Rollen q so geleitet wird, dafs er glatt aufliegt. Von hier wird der Stoff nach
unten zur Aufbäumwalze g geleitet und auf dieser in später zu erläuternder Weise aufgebäumt.
Durch das Aufliegen des Stoffes auf der Glasscheibe kann man, wenn die Maschine vor ein Fenster gestellt wird, noch nicht mit Sicherheit die im Gewebe vorhandenen Webe- und sonstigen Fehler erkennen. Dagegen ist dieses sofort möglich durch Anordnung eines geeigneten Lichtreflectors (Fig. i).
Dieser besteht aus einem aus Stäben gebildeten Rahmen S, welcher mit einem weifsen Carton oder Leinwandstück bekleidet ist und gegen den durch die oben erwähnten Mechanismen einstellbaren Beleseapparat gleichfalls eingestellt werden kann, so dais die Lichtstrahlen gesammelt werden und ihr Reflectionswinkel in der vortheilhaftesten Weise regulirt werden kann.
Nachdem so' die günstigste Lichtbildung erzeugt ist, können die mit denkbar gröfster Schärfe wahrnehmbaren Fehler mit Hülfe eines geeigneten Instrumentes, etwa eines stumpfen Messers und dergl., auf das Sorgsamste ausgemerzt werden; der Stoff kann also tadellos hergestellt werden.
Nach Belesung des Stoffes erfolgt ein selbstthätiger Abzug desselben, und zwar auf folgende Weise:
In den Ständern ist die Antriebswelle T getragen, auf welcher sich die Los- und Festscheibe UV befinden; mittelst des Ausrückens wird der Riemen von einer zur anderen geleitet, und zwar durch den Griff hebel W, der durch die Verbindungsstange X und den Winkelhebel Y mit dem Ausrücker Z verbunden ist.
Die durch den Hebel in Umdrehung versetzte Achse ist durch Kette s und Kettenräder t mit der Aufbäumwelle g verbunden, so dafs der Abzug des Stoffes mit angemessener Geschwindigkeit vor sich gehen bezw. unterbrochen werden kann.
Gegen willkürliches Einrücken ist der Hebel durch einen Sperrstift gesichert, ebenso wird die gespannte Lage des Stoffes durch Sperrrad und Klinke k I erreicht.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Verfahren zum Belesen von Seiden- und sonstigen Geweben, darin bestehend, dafs die Waare in gespanntem Zustande über eine von der Rückseite ohne oder mit Hülfe eines geeigneten Reflectors erleuchtete Glasplatte geführt wird, auf welcher die in ihr vorhandenen Fehler leicht aufgefunden und mittelst eines geeigneten Instrumentes durch Scheuern, Vertheilen von Kettfäden etc. beseitigt werden können.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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