DE892467C - Hochfrequenzdoppelleitung mit veraenderbarem Dielektrikum - Google Patents

Hochfrequenzdoppelleitung mit veraenderbarem Dielektrikum

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Publication number
DE892467C
DE892467C DET2296D DET0002296D DE892467C DE 892467 C DE892467 C DE 892467C DE T2296 D DET2296 D DE T2296D DE T0002296 D DET0002296 D DE T0002296D DE 892467 C DE892467 C DE 892467C
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DE
Germany
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dielectric
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change
line
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Expired
Application number
DET2296D
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English (en)
Inventor
Walter Wendt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Telefunken AG
Original Assignee
Telefunken AG
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Publication date
Application filed by Telefunken AG filed Critical Telefunken AG
Priority to DET2296D priority Critical patent/DE892467C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE892467C publication Critical patent/DE892467C/de
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B11/00Communication cables or conductors
    • H01B11/02Cables with twisted pairs or quads
    • H01B11/12Arrangements for exhibiting specific transmission characteristics

Landscapes

  • Control Of Motors That Do Not Use Commutators (AREA)

Description

  • Hochfrequenzdoppelleitung mit veränderbarem Dielektrikum Es ist bereits bekannt, daß die Fortpflanzungsgeschwindigkeit elektromagnetischer Wellen auf einer Hochfrequenzdoppelleitung dadurch gegenüber der Lichtgeschwindigkeit verringert werden kann, daß man in das elektrische Feld der Leitung ein Dielektrikum einführt, dessen Dielektrizitätskonstante größer als Z ist. Mit abnehmender Fortpflanzungsgeschwindigkeit verringert sich die Wellenlänge der Schwingung auf der Leitung, während sich die elektrische Länge entsprechend erhöht.
  • Es ist nun häufig erwünscht, die Fortpflanzungsgeschwindigkeit während des Betriebes entweder sprunghaft zwischen zwei Werten oder stetig in einem Bereich zu ändern. Hierbei tritt jedoch der Nachteil auf, daß bei der Einführung des Dielektrikums gleichzeitig der Wellenwiderstand geändert wird,. wodurch die Anpassungsverhältnisse verschlechtert werden und unerwünschte Reflexionen auftreten.
  • Die Erfindung sieht Mittel vor, durch welche die bei der Änderung der Fortschreitungsgeschwindigkeit gleichzeitig auftretende Änderung des Wellenwiderstandes der Leitung ganz oder teilweise ausgeglichen wird, und zwar soll zu diesem Zweck gleichzeitig mit der Vergrößerung der wirksamen Dielektrizitätskonstante auch der Abstand der beiden Leiter der Doppelleitung in passender Weise vergrößert werden.
  • Die grundsätzliche Wirkungsweise der Erfindung ergibt sich aus folgendem: Der Wellenwiderstand einer Doppelleitung ist gegeben durch den Ausdruck wobei L die Selbstinduktion und C die Kapazität je Längeneinheit darstellt. Durch Einführung eines Dielektrikums in das elektrische Feld wird bei gleichbleibendem Leiterabstand die Kapazität vergrößert und dadurch der Wellenwiderstand Z verkleinert. Wird erfindungsgemäß gleichzeitig der Leiterabstand vergrößert, so wird einerseits die Vergrößerung des C teilweise rückgängig gemacht und gleichzeitig die Selbstinduktion L vergrößert. Hierdurch läßt sich erreichen, daß der Wellenwiderstand Z konstant bleibt.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist schematisch in Abb. ra und zb dargestellt. Die beiden im Querschnitt dargestellten Zylinderleiter L1 und L2 bilden eine symmetrische Zweidrahtleitung. Längs des Leitungsstückes, auf dem die Fortpflanzungsgeschwindigkeit beeinflußt werden soll, ist ein prismatischer Körper K aus Dielektrikum mit dreieckigem Querschnitt angeordnet, der zwischen die beiden Leiter eingeschoben werden kann und dabei, wie Abb. z b zeigt, den Leiter L2, z. B. gegen eine Federkraft, nach rechts drückt, also den Leiterabstand vergrößert. Hierdurch läßt sich eine stetige Verringerung der Fortpflanzungsgeschwindigkeit bei gleichbleibendem Wellenwiderstand erzielen.
  • Der Wellenwiderstand bleibt dann genau konstant, wenn zu jedem Leiterabstand eine ganz bestimmte wirksame Dielektrizitätskonstante e", gehört, d. h. bei gegebener Dielektrizitätskonstante s des Körpers K ein ganz bestimmtes Aufteilungsverhältnis des Leiterabstandes in einen vom Isolierkörper und einen von Luft eingenommenen Teil. Für eine Zweidrahtleitung gilt angenähert die Gleichung wobei a der Leiterabstand und d der Durchmesser jedes der beiden Leiter ist. Hieraus ergibt sich als Beziehung zwischen der wirksamen Dielektrizitätskonstante a", und dem Abstand a die wirksame Dielektrizitätskonstante a", läßt sich in grober Annäherung (strenger gültig nur für bandförmige Doppelleitungen aus der Dielektrizitätskonstanten des Körpers K und den von der Luft bzw. vom Körper eingenommenen Anteilen a1 bzw. a2 des Gesamtabstandes a) berechnen nach der Gleichung Hierdurch ist das Aufteilungsverhältnis a,: a2 in Abhängigkeit vom Gesamtabstand a = a1 -E- a2 gegeben. Allgemein kann man noch sagen, daß bei einer Vergrößerung von a die Breite des Luftspaltes a1 stets kleiner werden muß, da bei einer Vergrößerung des Leiterabstandes C tatsächlich etwas größer werden muß; um die gleichzeitige Vergrößerung von L zu kompensieren.
  • Um den Wellenwiderstand.Z konstant zu halten, ist also eine bestimmte Beziehung zwischen dem Leiterabstand und der wirksamen Dielektrizitätskonstanten bzw. dem oben definierten Aufstellungsverhältnis in Luft und Dielektrikum längs des ganzen Hubweges des Körpers K erforderlich. Jedoch hat man durchaus die Freiheit, den Leiterabstand und das Aufteilungsverhältnis auf dem Hubweg beliebig zu verteilen, d. h. man kann in weiten Bereichen nach einem beliebigen Gesetz verlaufende sprunghafte oder stetige Änderung der Fortschreitungsgeschwindigkeit in Abhängigkeit von der jeweiligen Stellung des ,Körpers K erhalten. Man kann beispielsweise die Änderung allmählicher, sinusförmig oder auch sprunghaft erfolgen lassen.
  • Es ist nicht unbedingt notwendig, den Abstand der beiden Leiter L1, L2 wirklich zu ändern. Vielmehr kann man den wirksamen Abstand der beiden Leiter auch durch ein eingeschobenes Metallstück ändern, ohne daß eine Beeinflussung der Fortschreitungsgeschwindigkeit stattfindet. Eine derartige Anordnung zeigen die Abb. 2a und 2b. Der zwischen den Leitern verschiebbare prismische Körper K ist hier aus einer Metallplatte M und einer etwas dickeren Platte D aus Dielektrikum, z. B. Keramik, zusammengesetzt. In der Stellung nach Abb. 2 a, bei der sich das Metall zwischen den Leitern befindet, ist der wirksame Abstand gegenüber dem natürlichen Leiterabstand um die Dicke der Platte M verringert. In der. Stellung nach Abb. 2b ist diese Verringerung des Abstandes durch die Metallplatte nicht mehr wirksam. Der Wellenwiderstand Z würde an sich größer werden, was aber durch Einschiebung der Keramikplatte D wieder ausgeglichen wird. Die Wellengeschwindigkeit ist im ersteren Falle gleich der Lichtgeschwindigkeit c, im zweiten Falle gleich Zwischen diesen beiden Werten wird die Fortpflanzungsgeschwindigkeit sprunghaft geändert. Wünscht man diese sprunghafte Änderung periodisch vorzunehmen, so empfiehlt sich eine Anordnung nach Abb. 3. Bei dieser wird eine Scheibe, die aus einer metallischen HalbscheibeM' und einer aus Keramik bestehenden etwas dickeren Halbscheibe D' zusammengesetzt ist, zwischen einer aus zwei Bändern L1', L2' bestehenden Doppelleitung gedreht. Die Bandleitung ist längs des halben Umfanges der Scheibe entlang geführt und an den Enden derart gekröpft, daß auf der ganzen Länge Sprünge des Wellenwiderstandes vermieden werden.
  • Wünscht man bei der Anordnung nach Abb.2b eine stetige Änderung der Fortpflanzungsgeschwindigkeit zu erzielen, so empfiehlt sich eine Anordnung nach Abb. q., bei der die beiden Platten M" und D" keilförmigen Querschnitt besitzen. Eine entsprechende Anordnung läßt sich auch bei der Ausbildung als Drehscheibe entsprechend Abb. 3 treffen.
  • Abb. 5 a und 5 b zeigen eine Anordnung, bei welcher der eine Leiter L2 in den Umfang eines angenähert zylindrischen Keramikkörpers K' eingelassen ist. Dieser wird um eine parallel zur Leitung liegende exzentrische Achse A gedreht. Die genaue Form des Körpers ist einerseits durch die notwendige Beziehung zwischen Gesamtabstand der Leiter L1 und L2 und dem Aufteilungsverhältnis in einen Luftspalt und einen Keramikspalt, andererseits durch die beliebig wählbare Abhängigkeit der Fortpflanzungsgeschwindigkeit von dem Drehwinkel der Anordnung gegeben.
  • Bei der koaxialen Leitung kann man die Anordnung gemäß Abb. 6 treffen. Der Außenleiter L' ist auf der Außenseite eines Keramikzylinders E aufgebracht, der eine exzentrische zylindrische Bohrung besitzt. Im Innern dieser Bohrung ist der Innenleiter L" um eine Achse A' drehbar, die exzentrisch in der Bohrung liegt. In der mit ausgezogenen Linien dargestellten Stellung ist der Abstand der Leiter L' und L" am größten und gleichzeitig das Verhältnis der Keramikstrecke zur Luftstrecke, gemessen in der Richtung des kleinsten Leiterabstandes, gleichfalls am größten. In der entgegengesetzten, gestrichelt dargestellten Stellung ist der Leiterabstand am kleinsten und das Verhältnis von Keramikstrecke zur Luftstrecke in Richtung dieses kleinsten Abstandes ebenfalls am kleinsten. Der Luftabstand ist also größer, der Keramikabstand kleiner, im vorliegenden Falle also praktisch gleich Null geworden. Zwischen den beiden Stellungen findet ein stetiger Übergang statt. Die gleiche Stellung wird natürlich auch erzielt, wenn der Innenleiter L' mit dem Keramikzylinder E um die exzentrische Achse A' gedreht wird.
  • Es ist auch möglich, mittels eines einzigen, teilweise aus Metall und teilweise aus Keramik bestehenden Körpers die Fortpflanzungsgeschwindigkeit auf zwei oder mehr Doppelleitungen gleichzeitig, und zwar z. B. gegensinnig oder mit einer beliebigen Phasendifferenz zu beeinflussen. Eine derartige Anordnung zeigt Abb. 7. In dieser sind zwei symmetrische Doppelleitungen dargestellt, die aus den beiden Bändern B1 und B2 bestehen. Als gemeinsame geerdete Rückleitung dient ein Metallzylinder B, der exzentrisch in einem Keramikzylinder E' eingesetzt ist. Der Keramikzylinder wird um eine sowohl zu ihm wie auch zum Metallzylinder B exzentrisch liegende Achse A" gedreht, die ihrerseits genau in der Mitte zwischen den Bandleitern Bi und B2 liegt. Die Wirkungsweise ist ähnlich wie bei den bereits dargestellten Ausführungsbeispielen. Bei einer Drehung des Zylinders E' ändern sich die Fortpflanzungsgeschwindigkeiten auf den beiden Doppelleitungen angenähert sinusförmig, und zwar mit einer Phasenverschiebung von i8o°. Ist also die Fortpflanzungsgeschwindigkeit auf der Leitung Bi, B groß, so ist sie auf der andern Leitung B2, B klein und umgekehrt. Würde man die beiden Bänder Bi und BZ um go° versetzt anordnen, so würde man eine Phasenverschiebung von go° erhalten. In entsprechender Weise lassen sich noch weitere Leitungen anordnen. Die ganze Anordnung kann gegebenenfalls durch einen Zylindermantel nach außen hin abgeschirmt werden.
  • Es ist auch möglich, die Fortpflanzungsgeschwindigkeit durch Beeinflussung der Permeabilitätskonstanten zu beeinflussen. Zu diesem Zweck könnte ein Ferromagnetikum zwischen die Leiter eingeschoben werden. Die Änderung des Wellenwiderstandes kann dann erfindungsgemäß durch gleichzeitige Änderung des Leiterabstandes kompensiert werden. An Stelle der Verschiebung eines Ferromagnetikums kann auch eine rein elektrische Veränderung der wirksamen Permeabilitätskonstanten bei feststehendem Ferromagnetikum durch Vormagnetisierung erfolgen. Hierbei muß natürlich die unter Umständen gleichzeitig erfolgende Änderung durch die Abstandsänderung ausgeglichen werden. Es ist sogar möglich, die Änderung der wirksamen Permeabilität bei konstantem Leiterabstand lediglich durch gleichzeitige Änderung der wirksamen Dielektrizitätskonstanten auszugleichen, da in diesem Falle der Wellenwiderstand proportional die Fortpflanzungsgeschwindigkeit proportional ist (,u = Permeabilitätskonstante). Schließlich ist es möglich, eine L-Änderung durch Beeinflussung des Kineffektes zu erzielen, indem etwa die beiden aus einem Ferromagnetikum bestehenden Leiter der Doppelleitung mehr oder weniger stark vormagnetisiert werden. Dies kann benutzt werden, um ohne Veränderung des Leiterabstandes die C-Veränderung, die bei Einschieben eines Dielektrikums entsteht, hinsichtlich des Wellenwiderstandes auszugleichen.
  • Der allgemeine Erfindungsgedanke besteht also darin, daß wenigstens zwei der drei Größen, wirksame Dielektrizitätskonstante und wirksamer Leiterabstand, derart gleichzeitig geändert werden, daß die Änderung des Wellenwiderstandes ganz oder teilweise ausgeglichen wird und trotzdem eine Veränderung der Fortschreitungsgeschwindigkeit erzielt wird.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Hochfrequenzdoppelleitung mit veränderbarem Dielektrikum (oder Ferromagnetikum) zwecks Beeinflussung der Fortschreitungsgeschwindigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß die Änderungsmittel derartig ausgebildet sind, daß wenigstens zwei der drei Größen, wirksame Dielektrizitätskonstante, wirksame Permeabilitätskonstante und wirksamer Leiterabstand, in der Weise gleichzeitig geändert werden, daß die Änderung des Wellenwiderstandes ganz oder teilweise ausgeglichen wird.
  2. 2. Hochfrequenzdoppelleitung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch Mittel, welche in das elektrische Feld der Leitung ein Dielektrikum einführen und gleichzeitig den Leiterabstand vergrößern.
  3. 3. Hochfrequenzdoppelleitung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in dem elektrischen Feld der Leitung ein zum Teil aus Metall, zum Teil aus Dielektrikum bestehender Körper verschiebbar angeordnet ist, derart, daß in den verschiedenen Stellungen in verschiedenem Verhältnis Metall und Dielektrikum im elektrischen Feld wirksam sind. q.. Anordnung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch deren Verwendung zur gleichzeitigen Änderung der Fortpflanzungsgeschwindigkeit auf zwei oder mehr Doppelleitungen in der Weise, daß der zu einem Teil aus Metall und zum andern Teil aus Dielektrikum oder Ferromagnetikum bestehende Körper das elektrische Feld dieser Leitungen gleichzeitig beeinflußt.
DET2296D 1941-01-09 1941-01-09 Hochfrequenzdoppelleitung mit veraenderbarem Dielektrikum Expired DE892467C (de)

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DE (1) DE892467C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2831169A (en) * 1954-07-31 1958-04-15 Patelhold Patentverwertung Microwave line with variable electrical length

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2831169A (en) * 1954-07-31 1958-04-15 Patelhold Patentverwertung Microwave line with variable electrical length

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