DE974489C - Vorrichtung zum Verstaerken von elektromagnetischen Zentimeterwellen - Google Patents
Vorrichtung zum Verstaerken von elektromagnetischen ZentimeterwellenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen zum Verstärken elektromagnetischer Zentimeterwellen, bei
denen die Verstärkung auf der Wechselwirkung zwischen einem Elektronenstrahl und einem der
Welle zugeordneten elektrischen Wanderfeld beruht. Zur Verwirklichung einer solchen Vorrichtung bedient
sich die Erfindung einer Laufzeitröhre mit Mitteln für die Aussendung eines Elektronenstrahls und mit
Mitteln für die Führung dieses Strahls durch ein elektrisches Wanderfeld, welches von einer Hochfrequenzwelle
ausgeht, die längs eines Übertragungsweges wandert; der Strahl verläuft dabei koaxial zum
Übertragungsweg, so daß durch Energieübertragung von der Welle zum Strahl und von dem Strahl zur
Welle eine Verstärkung der Welle stattfinden kann. Dabei ist der Übertragungsweg so gestaltet, daß ein
gewünschtes räumliches Geschwindigkeitsverhältnis zwischen der Welle und dem Strahl zustande kommt.
Die Erfindung geht insbesondere von bekannten Anordnungen aus, bei welchen ein den Elektronenstrahl
umgebender Verzögerungsweg Verwendung findet, welcher aus einzelnen, miteinander gekoppelten,
in der Fortpflanzungsrichtung des Elektronenstrahls aneinandergereihten leitenden Gliedern besteht. Bei
dieser bekannten Anordnung sind die gekoppelten leitenden Glieder in zwei Gruppen aufgeteilt, die so
schwach wie möglich miteinander gekoppelt sind.
Diese Kopplungsstellen wirken als Diskontinuitäten, die zu störenden Reflexionen führen.
Bei ähnlichen Anordnungen ist es auch schon bekanntgeworden, den Verzögerungsweg zwecks Vermeidung
von Reflexionen an beiden Enden abzuschließen, um das Auftreten stehender Wellen zu
ίο verhindern.
Von dieser letzteren Maßnahme macht die Erfindung bei der erstgenannten Anordnung in Abweichung
davon Gebrauch und empfiehlt darüber hinaus, den Verzögerungsweg derart auszubilden, daß er als von
inneren reflektierenden Diskontinuitäten freies Bandfilter wirkt. Damit wird erreicht, daß die Röhre in
einem erheblich breiteren Band arbeiten kann als die bekannte Anordnung.
Für den erfindungsgemäßen leitenden Aufbau des Verzögerungsweges (Wellenleiter) stehen mehrere
Ausführungsmöglichkeiten zur Verfügung, für welche nachstehend einige Beispiele in Verbindung mit der
Zeichnung erläutert werden sollen.
Fig. ι veranschaulicht eine Ausführungsform der Erfindung, bei der der Verzögerungsweg der Welle
aus einem metallischen Hohlzylinder besteht, der Querwände enthält, die in festgelegten Abständen den
Querschnitt des Hohlzylinders einengen;
Fig. 2 veranschaulicht eine Abwandlung von Fig. 1, bei der die Mittelöffnungen in den Querwänden mit
kleinen Zylindern ausgestattet sind, die sich in Längsrichtung des Leiters erstrecken, um dem Kreis die
Merkmale eines Filters zu geben;
Fig. 2 A und 2 B veranschaulichen abgewandelte Formen für die Öffnungen, wie sie bei den Querwänden
nach Fig. 1 oder 2 benutzt werden mögen;
Fig. 3 zeigt eine weitere Abwandlung von Fig. 1, bei der die Querwände auf leitende Streifen oder
Ständer reduziert sind, durch die die Zylinder nach Fig. 2 getragen werden;
Fig. 3 A zeigt eine Abwandlung von Fig. 3, bei der die Zylinder mit Zwischenverbindungen versehen sind,
um die Filtercharakteristik des Kreises abzuwandern und Mittel zur Einstellung der Charakteristik zu
schaffen;
Fig. 3 B zeigt einen anderen Weg, um die zusätzlichen Zwischenverbindungen nach Fig. 3A herzustellen;
Fig. 4 und 5 sind erläuternde zeichnerische Darstellungen zu den Ausführungsformen nach Fig. 2 und 3.
Die im Schnitt dargestellte Ausführungsform der Erfindung nach Fig. 1 ist ein Ultrakurzwellenverstärker,
der so ausgebildet ist, daß er in ein koaxiales Übertragungssystem eingeschaltet werden kann. Die
koaxiale Leitung ist unterbrochen; die Leiter 53, 54 sind an den Eingang der Anordnung angeschlossen;
in ähnlicher Weise ist der Ausgang der Anordnung mit dem mit 55 und 56 bezeichneten Ende der Leitung
verbunden. Die Anordnung enthält eine evakuierte Hülle, in der eine Elektronen aussendende Kathode 6
untergebracht ist, die nach der Darstellung indirekt geheizt wird. In der Hülle befinden sich außerdem
eine die Elektronen bündelnde Elektrode 7, eine Beschleunigungselektrode 52 und eine Sammelelektrode
9. Die Kathode wird aus einer Spannungsquelle 16 gespeist, und die bündelnde Elektrode 7 erhält ihre
Vorspannung aus einer Spannungsquelle 17. Die Elektroden 52 und 9 sind gegenüber der Kathode 6
positiv vorgespannt, und zwar durch Verbindungen zur Spannungsquelle 18. Infolgedessen wird von der
Kathode ein Elektronenstrom mit einer geeigneten Geschwindigkeit in Richtung zu dem Sammler 9
geschleudert.
Die evakuierte Hülle setzt sich aus einem Glasteil 51 und einem Wellenleiter 49 in Form eines
metallischen Hohlzylinders 50, der leitende Querwände besitzt und den Verzögerungsweg des Verstärkers
bildet, zusammen. Der die Hülle umfassende Schirm 37 besteht aus weichem Eisen und
schützt die Anordnung gegen den Einfluß äußerer magnetischer Felder. Der Schirm kann durch eine
Magnetspule ergänzt oder ersetzt werden. Die Trennoder Bremswände 58 des Zylinders 50 wirken als
Umwege, die die Geschwindigkeit der durch den Wellenleiter hindurchgehenden Wellen herabsetzen,
so daß die Axialgeschwindigkeit der Welle und die Geschwindigkeit des Elektronenstromes längs der
Achse etwa gleich groß sind. Der Metallzylinder 50 des Wellenleiters 49 ist mit dem Glasteil 51 der
Hülle durch Einschmelzung verbunden. An der Einführungsstelle der Leiter 53 und 54 bzw. der
Leiter 55 und 56 sind isolierende Perlen 57 angebracht; auch dort, wo die Zuleitung zu dem Sammler 9
in den Wellenleiter eingeführt ist, ist eine Perle 57 angebracht. Die Perlen gewährleisten die Abdichtung
der evakuierten Hülle. Die inneren Leiter 53 und 55 endigen in den dargestellten Schleifen, welche die
Ankopplungsmittel bilden und dafür sorgen, daß Hochfrequenzenergie zu dem Wellenleiter und von
diesem weg übertragen wird. Es können natürlich auch andere Arten von äußeren Zuleitungen zu dem Wellenleiterteil
der Anordnung benutzt werden und ebenso auch andere geeignete Kopplungsmittel.
Die Bremswände oder Querwände 58 bestehen aus leitendem Material und stehen in elektrischer Verbindung
mit dem Metallzylinder 50 des Wellenleiters, so daß jede Bremswand den Wellenleiter quer abschließt,
bis auf die darin befindlichen Öffnungen, wie beispielsweise die Öffnungen 59 und 60. Die
Öffnungen 59 sind längs der Achse des Wellenleiters angeordnet. Sie ermöglichen den Durchgang der
Hochfrequenzwellen durch den Wellenleiter sowie das Durchtreten des Elektronenstromes längs der
Achse. Dieser soll mit dem axialen elektrischen Feld zusammenarbeiten, das mit der wandernden Welle
verbunden ist. Die Öffnungen 60, die außerhalb des Mittelpunktes, d. h. außerhalb der Achse des
Wellenleiters, angeordnet sind, können vorhanden sein, sie können aber auch wegbleiben. Die nur mit
Mittelöffnungen 59 versehenen Querwände dienen dazu, die Axialgeschwindigkeit der Hochfrequenzwelle
durch den Wellenleiter bis auf diejenige des Elektronenstromes in der gleichen Richtung herabsetzen,
so daß die bereits erwähnte und erstrebte wechselseitige Beeinflussung stattfinden kann. Die
Öffnungen 60 können vorgesehen sein, um eine zusätzliche, unmittelbare Kopplung zwischen den beiden
Seiten jeder Trennwand zu schaffen, dem Wellenleiter eine gewünschte Charakteristik eines Bandfilters zu
geben und die Verstärkung eines breiten Frequenzbandes zu erleichtern. Um die gewünschte Hochfrequenzdämpfung
zu schaffen, ist Verlustmaterial 61 im Inneren des Wellenleiters angeordnet. Dieses
Material läßt sich längs des Wellenleiters so verteilen, wie es für die geeignete Aufteilung des Übertragungsverlustes notwendig ist. Der gewünschte Verlust kann
ίο auch mit Hilfe anderer Mittel erzielt werden, wie
beispielsweise durch die Verwendung von Material mit hoher Verlustwirkung für den Aufbau des Wellenleiters
oder dadurch, daß Teile desselben mit Material von hoher Verlust wirkung überzogen werden.
Fig. 2 zeigt eine Abwandlung der Anordnung nach Fig. i, und zwar sind die mittleren Öffnungen in den
Trennwänden und den Enden des Wellenleiters in der dargestellten Weise mit Stücken von leitenden
Hohlzylindern oder Rohren 65 und 66 ausgestattet.
Diese Zylinder dienen dazu, die Räume zwischen den Trennwänden gegeneinander abzutrennen, so daß der
Wellenleiter eine Aufeinanderfolge von toroidförmigen Resonatoren darstellt, die mit ihren Enden zueinander
angeordnet und durch die Öffnungen zwischen ihnen miteinander gekoppelt sind. Die Charakteristik des
Übertragungsweges durch den Wellenleiter ist auch hier die eines Bandfilters. Die Geschwindigkeit der
Hochfrequenzwelle längs der Achse der Zylinder 65 ist verringert, um sich derjenigen der hindurchgeschleuderten
Elektronen anzunähern. Wie bei der Ausführungsform nach Fig. 1 wird dadurch auch hier
eine Verstärkung der Welle erzielt.
Fig. 2 A und 2 B sind Stirnansichten einer der Trennwände 58 der Fig. 2. Fig. 2A läßt deutlicher die
Form der Öffnungen 60 erkennen. Fig. 2 B zeigt bei qo, 91 und 92 Öffnungen, die wahlweise an Stelle der
Öffnungen 60 benutzt werden können, wenn es erwünscht ist, die Filtercharakteristik durch Änderung
der Resonanzcharakteristik der die einzelnen
Filterabschnitte miteinander koppelnden Öffnungen zu beeinflussen, wie später erläutert werden wird.
Fig. 3 zeigt eine Abwandlung der Fig. 2, bei der die Zylinder 65 anstatt durch die Trennwände durch
leitende Stäbe 68 getragen werden. Dieser Fall kann
so aufgefaßt werden, daß die Öffnungen 60 der Fig. 2 so vergrößert worden sind, daß die Trennwände 58
der Fig. 2 zusammengeschrumpft sind, bis sie die Form der stabförmigen Träger 68 angenommen haben.
Ähnlich wie bei der Anordnung nach Fig. 2 ist auch hier die Charakteristik der Hochfrequenzübertragung
diejenige eines Bandfilters. Die Anschlüsse für die koaxialen Zuleitungen zum Eingang und zum Ausgang
des Wellenleiters werden durch Anzapfen der zentralen koaxialen Leiter an geeigneter Stelle der an den
Enden befindlichen Tragstäbe hergestellt. Es wird auch hier Verlustmaterial 69 eingefügt, so wie es
notwendig ist, um eine gewünschte Verteilung der Dämpfung innerhalb des Übertragungsweges zu
erzielen. Der Elektronenstrom längs der Achse der Anordnung wird wie bei den vorher gezeigten Ausführungsformen
erzeugt. Auch die Verstärkung einer durch die Anordnung hindurchgehenden Hochfrequenzwelle
wird in der gleichen Weise erzielt, indem man die axiale Geschwindigkeit der Welle und die des
Elektronenstromes einander gleichmacht.
Fig. 3 A zeigt eine Abwandlung der Anordnung nach Fig. 3, um zu erläutern, wie Leiter 70, die die Zylinder
65 und 66 verbinden, benutzt werden können, um induktive Elemente hinzuzufügen und die Filtercharakteristik
des Übertragungsweges abzuwandeln. Die Charakteristik kann gewandelt werden, indem
man die Längen und andere wesentliche Merkmale der Leiter 70 ändert, um dadurch die durch diese
eingeführte Induktivität zu ändern.
Fig. 3 B zeigt eine Abwandlung der Anordnung nach Fig. 3 A. Hier nehmen die Leiter 95, die die benachbarten
Zylinder miteinander verbinden, die Stelle der Leiter 70 in Fig. 3 A ein und schaffen dadurch
ähnliche Vorteile.
Bei allen beschriebenen Ausführungsformen der Erfindung ist dafür Sorge zu tragen, daß der Verzögerungsweg
eingangs- und ausgangsseitig möglichst reflexionsfrei abgeschlossen ist und daß er, bei Verwendung
sich wiederholender Glieder, zwischen diesen Abschlüssen derart ausgebildet ist, daß er als von
inneren reflektierenden Diskontinuitäten freies Bandfilter wirkt.
Es ist bereits gezeigt worden, daß beim Betrieb der verschiedenen Ausführungsformen nach der
Erfindung die Geschwindigkeit der Hochfrequenzwelle und die des Elektronenstromes längs des gemeinsamen
Weges im wesentlichen gleich sein sollen. Wenn die zu verstärkende Energie sich über einen breiten
Frequenzbereich erstreckt, so ist es wünschenswert, daß die genannte Beziehung über die ganze Bandbreite
hinweg gilt. Das bereitet keine Schwierigkeiten, wenn der Verzögerungsweg einen gleichförmigen
Leiter darstellt. Wenn indessen eine Anordnung gemäß der Erfindung, wie beispielsweise die nach
Fig. 2 oder 3, die Charakteristik eines Bandfilters besitzen soll, so sind besondere Vorkehrungen notwendig,
um der gestellten Bedingung soweit wie irgendmöglich nahezukommen. Das gilt insbesondere dann,
wenn das benutzte Frequenzband einen nennenswerten Teil des Durchlaßbereiches des Filters darstellt, und
ist auf die Tatsache zurückzuführen, daß die Phasenwechsel zwischen Abschnitten des Filters über den
Durchlaßbereich hinweg das Bestreben haben, die Phasenbeziehung zwischen den Elektronen und der
elektrischen Welle längs ihres Weges durch die Anordnung zu ändern.
Es sei zunächst der bekannte Fall einer gleichförmigen Übertragungsleitung betrachtet, längs deren
eine Welle mit der Geschwindigkeit ν wandert. Der Phasenunterschied oder Phasenwinkel zwischen zwei
beliebigen Punkten längs der Leitung sei in Abhängigkeit von der Kreisfrequenz zeichnerisch dargestellt,
wie es Fig. 4 zeigt. Hierin ist
Φ = der Phasenwinkel oder die Phasendifferenz,
Φ = der Phasenwinkel oder die Phasendifferenz,
j. „ . - ^r ω · L
ω = die Kreisfrequenz Φ = ,
L = der Abstand längs des Leiters zwischen den beiden Punkten und
ν — die Geschwindigkeit der Welle längs des Leiters.
Damit nun die Elektronen »Schritt halten«, d. h. bei allen Frequenzen mit der gleichen Geschwindigkeit
wandern wie die "Welle, ist es nur notwendig, dafür zu sorgen, daß die Geschwindigkeit der Elektronen U0
die gleiche ist wie die Geschwindigkeit der Welle υ
Un = O .
Da die Kurve in Fig. 4 eine gerade Linie ist und unter der Voraussetzung, daß U0 = υ ist, ergibt sich
ω · L , . , gleich
daß die Phasendifferenz der Elektronen
«0
ist der Phasendifferenz
co ■ L
für jede Weglänge
oder Frequenz.
Wenn gemäß der Erfindung an Stelle eines gleichförmigen
Leiters ein Bandfilter vorgesehen ist, so liegt der Fall etwas anders. Durchwandert man den
Frequenzbereich, so ändert sich die Phasendifferenz zwischen den Abschnitten des Filters um einen
bestimmten Betrag. Bei vielen Filtern dreht sich die Phase innerhalb des Durchlaßbereiches um i8o°,
d. h. um den Wert π. Wenn die Phasendifferenz in Abhängigkeit von der Frequenz für solch ein Filter
gezeichnet wird, so entstehen Kurven, wie sie in Fig. 5 gezeigt sind. Hierin bedeutet
Φ = den Phasenwinkel oder Phasenunterschied, co. = die Kreisfrequenz,
O)0 = die Kreisfrequenz in der Mitte des Durchlaßbereichs,
caa = die Kreisfrequenz bei der unteren Grenzfrequenz
des Filters,
b = die Kreisfrequenz bei der oberen Grenzfrequenz
des Filters.
Es sind drei Kurven a, h und c gezeigt, bei denen
die Phasenänderung Φ zwischen den Filterabschnitten zwischen 0 und π, 2π und 3π sowie zwischen 4π und ζπ
über die Bandbreite ωα, bis cob hegt. Die gleiche Art
derArbeitsweiseerhältman,d. h. die Phasenänderungen von 0 bis π, von 271 bis j,n, von /\.π bis 5π oder von
ο + 2ηπ bis π + 2ηπ, worin η eine ganze Zahl ist,
weil bei einer vorgegebenen Frequenz eine Phasenänderung um 2ηπ im Endergebnis keine Änderung des
Phasenwinkels bedeutet. Infolgedessen sind für den Zweck dieser Betrachtung die Kurven a, b und c alle
gleich gute Darstellungen der Phasencharakteristik des Filters.
Um die Geschwindigkeit der Welle festzulegen, möge die Phasendifferenz zwischen den Abschnitten bei
der Frequenz co0 in der Mitte des Bandes den Wert
φη = φ0 4- 2 η π darstellen. So ist Φο + 2 η π ein
allgemeiner Ausdruck für die Phasenänderung in einem Abschnitt des Filters bei der Frequenz in der
Mitte des Bandes, wobei η irgendeine ganze Zahl bedeuten möge. Dann muß die Geschwindigkeit ν
der Welle so groß sein, daß folgende Bedingung erfüllt ist:
= Φ0+ 2 «π,
ν =
ω0Ί
Φο + 2 η π
In letzterer Gleichung bedeutet I den Abstand
zwischen den Abschnitten des Filters, der in den Fig. 2 und 3 den Abstand zwischen entsprechenden Punkten
in zwischen den Zylindern 65 aufeinanderfolgenden Räumen bedeutet.
Unter mehreren Geschwindigkeiten kann irgendeine ausgewählt werden, indem man verschiedene Werte
von η annimmt. Wenn den Elektronen eine Geschwindigkeit
gegeben wird, die
Φ0 + 2ηπ
dann ist die Phasendifferenz der Elektronen gleich der Phasendifferenz des Kreises bei der Frequenz co0
in der Mitte des Durchlaßbereiches. Um nun diese Phasenunterschiede über ein Frequenzband, das die
mittlere Frequenz einschließt, einander gleichzumachen, muß der Grad der Änderung der beiden
innerhalb dieses Bereiches übereinstimmend gemacht werden.
Die Phasenänderung der Elektronen über eine Strecke I bei irgendeiner Frequenz U0, wie sie nach
obenstehendem ausgewählt wurde, ist
Φ =
ω - L co-L (Φο + 2 η π)
CO0-L
COn
Der Grad der Änderung der Elektronenphase mit der Frequenz ist
δ Φ Φ0 + 2ηπ
δ ω
COn
Der Grad der Änderung der Kreisphase mit der Frequenz, d. h. ^—^- muß dann im wesentlichen
<5 ω
gleich dem Grad der Änderung der Elektronenphase mit der Frequenz gemacht werden, d. h., es gilt
folgende Forderung:
δ Φ · Kreis Φο + 2 η π
δ ω
COn
Es gibt nun zwei Wege, um diese Bedingung zu erfüllen: erstens, indem man η ändert, und zweitens,
·■> δ Φ ■ Kreis .. , ,
indem man 5 ändert.
0(0
Der Grad der Änderung der Kreisphase mit der Frequenz -= kann beeinflußt werden, indem
man die in FiIt er anordnungen bekannten w-Filterglieder
verwendet. Wenn m kleiner gemacht wird, so
wird 5—^- in der Mitte des Bandes kleiner. Wenn
δω
man also m in geeigneter Weise auswählt, so kann
der vorstehend angegebenen Bedingung genügt werden.
In dem Kreis nach Fig. 2 kann m dadurch beeinflußt
werden, daß in den Trennwänden 58 nach Fig. 2 B eine oder mehrere Resonanzöffnungen, wie z. B. 90, 91
oder 92, zur Kopplung zwischen den Resonatoren oder Filterabschnitten benutzt werden, m wird dann
dadurch beeinflußt, daß die Resonanzfrequenzen und das Verhältnis von Induktivität zu Kapazität der
Öffnungen passend gewählt werden.
In der Anordnung nach Fig. 3 mit der Abwandlung nach Fig. 3 A oder 3 B kann m durch Anpassen der
Länge, Höhe und Dicke des zusätzlichen Leiters 70
bzw. 95, der die Abschnitte verbindet, beeinflußt werden.
Claims (6)
1. Vorrichtung zum Verstärken von elektromagnetischen
Zentimeterwellen durch Wechselwirkung zwischen einem Elektronenstrahl und
ι ο einem der Welle zugeordneten elektrischen Wanderfeld unter Verwendung eines den Elektronenstrahl
umgebenden, zwecks Vermeidung von Reflexionen an beiden Enden abgeschlossenen Verzögerungsweges, welcher aus einzelnen, miteinder gekoppelten,
in der Fortpflanzungsrichtung des Elektronenstrahls aneindergereihten, sich wiederholenden
leitenden Gliedern besteht, gekennzeichnet durch eine derartige Ausbildung des Verzögerungsweges,
daß er als von inneren reflektierenden Diskontinuitäten freies Bandfilter wirkt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Verzögerungsweg aus einem Wellenleiter mit äußerem leitendem Zylinder besteht, welcher mittels leitender Querwände in
as Kammern aufgeteilt ist, die in Richtung der
Zylinderachse Öffnungen für den Durchtritt des Elektronenstrahls besitzen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede Querwand zwecks Kopplung
benachbarter Abschnitte des Verzögerungsweges eine zusätzliche Öffnung aufweist, welche von der
Öffnung für den Durchgang des Elektronenstrahls abgerückt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß jede Querwand einen die
Öffnung für den Elektronenstrahl durchsetzenden leitenden Zylinder aufweist, so daß die von den
Wänden begrenzten Räume des Wellenleiters eine Reihe von ringförmigen Hohlraumresonatoren
bilden.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Verzögerungsweg aus einem Wellenleiter mit äußerem leitendem Zylinder besteht, der an seinem Eingangs- und Ausgangsende
je einen in der Achsrichtung verlaufenden leitenden Hohlzylinder kleineren Durchmessers
aufweist und innerhalb dessen in Achsrichtung und in bestimmten Abständen röhrenförmige
Koppelelektroden angeordnet sind, die über Verbindungsstäbe an den äußeren Zylinder angeschlossen
sind und vom Elektronenstrahl durchflossen werden.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, wobei die Elektronenstrahlquelle und der
Verzögerungsweg in einer evakuierten Hülle liegen, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens
ein Teil der Hülle den Wellenleiter bildet, welcher die Querwände bzw. die in Abstand angeordneten
Stäbe enthält.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschriften Nr. 2 064 469, 2 300 052, 2367295;
USA.-Patentschriften Nr. 2 064 469, 2 300 052, 2367295;
britische Patentschrift Nr. 488 094;
australische Patentschrift Nr. in 937;
schweizerische Patentschriften Nr. 201 773, 224 052.
australische Patentschrift Nr. in 937;
schweizerische Patentschriften Nr. 201 773, 224 052.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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