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Reklameapparat mit schwenkbaren, auswechselbaren Schildern Es sind
Werbeapparate bekannt, die zur Zurschaustellung von verschiedenen Reklametexten,
Bildern, Annoncen, Zeichnungen, Photographien oder anderen Gegenständen dienen.
Es geschieht dies .bei solchen Apparaten so, daß dieser eine Reihe von Blättern
aufweist, welche um eine Mittelwelle schwenken und bei Antrieb dieser Welle eine
bestimmte Zeit so gehalten werden, daß sie in einer.Schauöffnung des Apparates zur
Schau gestellt werden und bei Weiterdrehen der Welle unter Federwirkung selbsttätig
umgewendet werden.
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Zu diesem Zweck hat man in einem Tragrahmen, der auf einem Sockel
befestigt ist, eine senkrecht stehende, drehbare Antriebswelle angeordnet, auf der
zwei Haltescheiben befestigt sind, die ein Bündel von strahlenförmig angeordneten
Blättern oder Halterungen für die Werbetexte, Platten. u. ä. umschließen. Diese
Blätter sind dabei an ihrer inneren senkrechten Kante am Umfang dieser Tragscheiben
drehbar gelagert.
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Die Schaublätter bzw. deren Halterung stehen dabei unter Federeinwirkung
im Sinne des Umwendens dieser Blätter. Wird nun bei einer solchen Vorrichtung die
Antriebswelle langsam angetrieben, so. werden die Schaublätter zunächst von Haltern
in dem Tragrahmen so lange festgehalten, bis bei Weiterbewegung der Welle das jeweilig
zur Schau gestellte Schaublatt aus .den Haltern gezogen und unter Einwirkung der
Federwirkung umgewendet wird, wonach es sich gegen an der anderen Seite des Tragrahmens
vorgesehene Halter anlegt. Dieses Wechselspiel wiederholt sich bei solchen Vorrichtungen
ständig und ergibt die
Möglichkeit, selbsttätig so viele Werbetexte
od. ä. für bestimmte, festlegbareZeit zurSchau zu stellen, als Schaublätter zwischen
den Haltescheiben der Antriebswelle angeordnet sind. Dabei ergibt sich noch die
Möglichkeit, eine größere Anzahl von Werbetexten abwechselnd sichtbar zu machen,
da die Schaublätter auf beiden Seiten zur Schau gestellt werden.
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Durch,die Wirkungsweise solcher Vorrichtungen entsteht sonach der
Eindruck, als ob ein Buch zur Schau gestellt wird, das selbsttätig in bestimmten
Zeitintervallen umgeblättert wird.
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Derartige Vorrichtungen in ihrer .bekannten Ausführungsform weisen
nun aber verschiedene Nachteile auf und lassen vor allem eine handliche und leichte
Bedienbarkeit hinsichtlich des Auswechselns der Werbetexte, Bilder u. a. vermissen.
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Gegenstand der Erfindung ist eine solche Vorrichtung, .die gegenüber
den bisher bekannten. Aufbauformen wesentliche Verbesserungen aufweist, die nachfolgend
im einzelnen beschrieben werden sollen.
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Bei den bekannten Vorrichtungen dieser Art hat man gewöhnlich, vor
allem wenn es darum geht, die Werbetexte, Bilder u. ä. .auswechseln zu können, Blätter
aus Metall oder einer Leichtlegierung verwandt, die .an ihren Rändern Gleitschienen
@besitzen, wobei .die Gleitschiene des oberen Randes zum Auswechseln der Werbetexte
abnehmbar ist. Da nun diese Schaublätter, wie beschrieben, zwischen. Haltescheichen
.auf der Antriebswelle .drehbar gelagert sind, ist es nicht ohne weiteres möglich,
es sei denn durch Lösen der oberen Haltescheibe, die obere Gleitschiene zum Auswechseln
der Werbetexte abzuziehen. Ebenso muß bei diesen bekannten Vorrichtungen, um ein
Auswechseln der Schaublätter überhaupt zu ermöglichen, ebenfalls eine .der Haltescheiben
von der Antriebswelle abgezogen werden.
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Diesen Nachteil beseitigt die Vorrichtung nach der Erfindung, indem
sie als Halterung für die Werbetexte keine Metallplatten mit ,Gleitschienen verwendet,
sondern U-förmige, nach :außen offene Tragrahmen, die beispielsweise aus Stangen
gefertigt sein können, deren senkrechter, den Steg bildender Teil als Drehachse
dient und .bei denen die äußeren frei tragendem Enden der waagerechten Teile und
die am Stegteil befestigten Endenderselben durch schlitzartige Führungen für die
zur Verwendung kommenden Platten, Bilder od. dgl: überbrückt sind. Auf diese Weise
ist es ohne Ausbau der Halterungen ohne weiteres möglich, _ von außen her die Werbetexte,
Bilder od. dgl. auszuwechseln.
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Um nun die in den Haltescheiben auf .der Antriebswelle drehbar gelagerten
Halterungen für die Werbetexte, ohne eine der Haltescheiben abziehen zu müssen,
ausbauen zu können, sind die Stegteile der Halterungen an ihren Enden zur Bildung
von Drehzapfen, die in @entsprechenden Bohrungen der Haltescheiben der Antriebswelle
sitzen., abgesetzt und der obere abgesetzte Drehzapfen in seiner Länge so bemessen,
daß die Halterungen durch einfaches Anheben aus den auf der Antriebswelle oben und
unten sitzenden Haltescheiben ausgebaut werden können. Um hierbei auch ein leichtes
Ein- und Ausbauen der zum Wenden der Blätter benötigten Federn zu ermöglichen, werden
Wendelfedern verwendet, die um das untere freie (Ende des Stegteiles der Halterungen
gewunden sind und sich mit ihren abgebogenen Enden einmal gegen .den waagerechten
unteren Teil -der Halterung, zum anderen am Rande .der unteren, auf der Antriebswelle
sitzenden Haltescheibe abstützen. Durch .diese deichte Ein- und Ausbaumöglichkeit
der Halterungen in bzw. aus .ihrer Führung in ihren Haltescheiben wird ermöglicht,
daß von Fall zu Fall die eine oder die andere Halterung leicht ausgebaut werden
kann, mit .der Wirkung, daß einzelne Bilder einen längeren Zeitraum zu sehen sind,
als wenn die Haltevorrichtungen vollzählig sind und danach in dichterer Folge zum
Wenden kommen. Dies ist dann besonders wertvoll, wenn einzelnen Bildern ein großer
Text beigegeben ist, und es kann damit auch die wertvolle Wechselwirkung erzielt
werden, daß das Umwenden ungleichförmig erfolgt, was einen zusätzlichen Blickfang
bildet.
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Bei,den Vorrichtungen. bekannter Bauart werden in dem Tragrahmen .der
Vorrichtung Halteorgane für die Schaublätter an. .den senkrechten Rahmenteilen vorgesehen
in Form von zwei in der Mitte der senkrechten Rahmenteile sitzenden Winkeln, die
entgegengesetzt angeordnet sind und von denen ein Schenkel an der Innenwand des
Rahmens befestigt ist. An dem in die Schauöffnungen hereinragenden anderen Schenkel
dieser Winkel legen sich die Schaublätter so lange an, .bis die Schwenkachse des
anliegenden jeweiligen Blattes infolge der Drehung der Haltescheibe einen hinreichenden
Winkelweg zurückgelegt hat, um von dem frei in die Schauöffnung ragenden Schenkel
des Winkels freizukommen.. Diese Art der Halteorgane wird als störend empfunden,
weil der als Rast für die Schaublätter ,dienende, frei in die Schauöffnung ragende
Schenkel der Haltewinkel in .den Werbetext oder die .zur Schaugestellten Bilder
hineinragt.
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Hier hilft .die Erfindung dadurch ab, daß .die senkrechten seitlichen
Kanten der Schauöffnung des Apparates selbst, vorzugsweise durch den Tragrahmen
von oben nach unten überbrückende Randstreifen, als Halteorgane für die Schaublätter
Ibzw. deren Halterung dienen. Es werden hierdurch die zur Darstellung kommenden
Motive nicht durch das Halteorgan gestört, und es wird vor allem, wenn .die senkrechten
Kantender Schauöffnung der. Verkleidung des Tragrahmens als Halteorgane verwendet
werden, um so mehr den Anschein eines aufgeschlagenen Bilderbuches erweckt.
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In einer weiteren Ausbildungsform der Erfindung können die waagerechten
Teile .der Halterungen für die Werbetexte od. dgl. als Rasten an .den senkrechten
Kanten der Schauöffnung über die Bildfläche hinaus verlängert sein. Hierdurch kann
die Bildfläche selbst vergrößert werden, andererseits
aber .in
jedem Fall wirksam vermieden werden, daß eine teilweise Abdeckung des Werbetextes,
vor allem bei Betrachtung der Vorrichtung von einem spitzen Gesichtswinkel aus,
erfolgt.
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Die bekannten Apparate dieser Art weisen bereits in der Verkleidung
des Tragrahmens der Vorrichtung Beleuchtungseinrichtungen auf. Die Erfindung schlägt
nun hinsichtlich dieser BQleuchtung vor, die Antriebswelle mit Nocken oder ähnlichen
Schalteinrichtungen zu versehen, durch die die Beleuchtung selbsttätig ein- und
ausgeschaltet wird, und zwar derart, daß das Licht so lange aufleuchtet, als die
Blätter des Drehbuches zur Betrachtung aufgeschlagen sind, und in dem Augenblick
kurzfristig ausgeht, wenn jeweils ein Blatt unter Federwirku.ng umgewendet wird.
Daß hierdurch die Werbewirkung durch Erhöhung des Blickfanges wesentlich verbessert
wird, ist ohne weiteres verständlich.
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Als weitere Verbesserung gegenüber den bekannten Ausführungsformen
schlägt die Erfindung vor, die Antriebsachse nach oben so weit zu verlängern, daß
sie den Tragrahmen der Vorrichtung durchsetzt, und am Ende dieser Welle eine Drehplatte
zu befestigen, die zur Darstellung von Waren, Firmenzeichen usw. in Verbindung mit
dem auf den Blättern des Drehbuches angebrachten Text dient. Nach einer weiteren
Ausbildungsform der Erfindung kann .diese Drehplatte nicht unmittelbar auf .der
Antriebsachse befestigt sein, sondern es kann ihr Antrieb durch ein zwischengeschaltetes
Getriebe im gleichen oder umgekehrten Drehsinn gegenüber der Antriebswelle in beliebiger
Umlaufgeschwindigkeit erfolgen.
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Der Antrieb der Vorrichtung wird nach der Erfindung selbsttätig bzw.
durch einen in dem Sockel der Vorrichtung waagerecht gelagerten Elektromotor, der
die Antriel).sw#-lle über ein Kegelräder-oder Schneclenrädergetriebe antreibt, oder
ein Federwerk od. dgl. bewirkt.
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In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand an einem Ausführungsbeispiel
dargestellt, und zwar zeigt Abb. i eine schaubildliche Ansicht des auf einen Sockel
sitzenden Tragrahmens des Apparates ohne äußere Verkleidung, Abb. 2 die Antriebswelle
mit .den beiden Haltescheiben und einer in diesen drehbar federnd gelagerten Halterung
für die Werbetexte mit teilweisem Schnitt durch die Haltescheiben, Abb. 3 einen
Schnitt nach der Linie A-A der Abb. 2, Abb. q. schematisch die Vorrichtung mit Verkleidung
des Tragrahmens, teilweise abgebrochen, Abb. 5 einen waagerechten Schnitt der Verkleidung
des Apparates gemäß Ab:b. ,4 nach der Linie B-B im Grundriß; Abb. 4. und 5 verdeutlichen
die Art des Festhaltens der Schaublätter durch die senkrechten Seitenkanten der
Schauöffnung.
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In dem Tragrahmen i ist die senkrechte Antriebswelle 2 drehbar :gelagert.
Die Antriebswelle 2 trägt zwei Haltescheiben 3 und q., die strahlen -förmig angeordnete
Tragrahmen 5 für die Bilder, Platten. u. ä. umschließen. In der Abb. i sind zur
Verdeutlichung nur zwei dieser Tragrahmen dargestellt. Diese Tragrahmen 5 sind mit
ihrem senkrechten Stegteil am Umfang der Haltescheiben 3 und q. federnd drehbar
gelagert. Die Tragrahmen 5 bestehen aus nach außen offenen U-förmigen Rahmen, die
beispielsweise aus Stangen od. dgl. gefertigt sein: können. Zur Aufnahme der Werbetexte,
Bilder od. ä. sind die waagerechten Teile dieses Rahmens an den äußeren frei tragenden
Enden und an ihren an dem Stegteil6 befestigten Enden mit schlitzartigen, die waagerechten
Teile verbindenden Führungen 7 und $ ausgerüstet.
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Der senkrechte Stegteil der Halterung selbst ist an seinen Enden zur
Bildung von Drehzapfen, die in entsprechenden Bohrungen der Haltescheiben 3 und
q. sitzen, abgesetzt, und der obere Drehzapfen 15 weist eine Absetzung derartiger
Länge auf, daß die Halterungen 5 durch Anheben ohne Lösen der Haltescheiben ausgebaut
werden können.
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Die Federn, durch die das Umwenden der Blätter bewirkt wird, sind
als Wendelfedern 9 ausgebildet, die um das untere Ende des senkrechten Stegteils
6 der Halterung gewunden sind und sich mit ihren abgebogenen Enden einerseits gegen
den unteren waagerechten Teil .der Halterung, andererseits gegen die Haltescheibe
,. auf der Antriebswelle 2 abstützen.
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Die senkrechten Begrenzungskanten. der Schauöffnung dienen selbst
als Halteorgane für die Schaublätter. Dies kann durch den Tragrahmen von oben nach
unten überbrückende Randstreifen io und ii geschehen. Es können jedoch auch, falls
der Tragrahmen i mit einer Verkleidung 12 umgeben ist, die Begrenzungskanten der
Schauöffnung dieser Verkleidung als Halteorgane dienen. Eine solche Ausführungsform
ist in den Abb. q. und 5 verdeutlicht. Bei diesr Ausführungsform wird, da die Schaublätter
bzw. die Tragrahmen 5 an den senkrechten Begrenzungskanten der Schauöffnung so anliegen,
daß sie in ihrem Verlauf von der an der Verkleidung anliegenden Kante der waagerechten
Teile der Halterung zu ihrer Drehachse etwas nach rückwärts geneigt sind, mehr der
Anschein eines aufgeschlagenen Buches erweckt.
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Als Anschlag bzw. Rasten der Halterungen .5 für die Werbetexte, Bilder
u. ä. können die Enden der waagerechten Teile dieser Halterungen selbst dienen,
oder es können auch diese Enden über die Schlitzführüng7 als Rasten 16 und 17 verlängert
sein. Dadurch kann gegebenenfalls die Bildfläche vergrößert oder aber vermieden
werden, daß von der senkrechten Kante der Verkleidung oder der den Tragrahmen überbrückenden
Fläche io bei Betrachtung des Apparates von einem spitzen Gesichtswinkel aus der
Text teilweise abgedeckt wird.
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Ferner kann durch die den Tragrahmen nach oben durchsetzende Antriebswelle
2 eine Drehplatte 1d. zur Darstellung vom Waren- und Firmenzeichen od. ä. unmittelbar
oder unter Zwischenschaltung eines Getriebes im gegenüber .der Antriebsw
°lle
gleichen oder entgegengesetzten Drehsinn mit beliebiger, gegebenenfalls veränderbarer
Geschwindigkeit in Umlauf gehalten werden. Diese Platte 14 weist in ihrem Umfang
Bohrungen auf, in denen Firmenzeichen o.d. ä. befestigt werden können.
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Der Antrieb der Vorrichtung erfolgt selbsttätig, und zwar kann dieser
beispielsweise durch einen im Sockel des Rahmens angeordneten, waagerecht gelagerten
Elektromotor über ein Kegelräder- oder Schneckenrädergetriebe oder auch durch ein
Federwerk od. dgl. erfolgen.