DE89118C - - Google Patents

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DE89118C
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Germany
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soda
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D7/00Carbonates of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D7/38Preparation in the form of granules, pieces or other shaped products

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.^
Der einzige Nachtheil der Ammoniaksoda der Leblanc-Soda gegenüber besteht in deren Structur, welche praktisch dadurch zum Ausdruck kommt, dafs erstere specifisch leichter ist als die Leblanc-Soda. Die Ammoniaksoda wird bekanntlich durch Verjagen , des zweiten Aequivalents Kohlensäure aus Bicarbonat hergestellt, während die Leblanc-Soda durch Eindampfen und Aussoggen von Sodalauge gewonnen wird. Aus dieser fällt die Leblanc-Soda mit einem Aequivalent Wasser aus, welches dann durch mäfsiges Erwärmen verdrängt wird und beim Entweichen das Molecül nur wenig lockert, so dafs die Leblanc-Soda ein hohes specifisches Gewicht behält, während bei der Ammoniaksodafabrikation das Austreiben des zweiten Aequivalentes Kohlensäure die Structur des Molecüls bedeutend lockert und deshalb eine Soda von niedrigerem specifischen Gewicht resultirt.
Die gewöhnliche Ammoniaksoda hat ein specifisches Gewicht von 0,85 bis zu 1,00, die Leblanc-Soda 1,20 bis 1,45. Für manche Industrien, wie für die Glasindustrie, hat man versucht, die Ammoniaksoda dadurch schwerer zu machen, dafs man sie zweimal calcinirte oder in besonderen Oefen sehr stark überhitzte, um sie zum Sintern zu bringen; niemals ist aber dabei das specifische Gewicht der Leblanc-Soda erreicht worden, sondern man bekommt eine Ammoniaksoda mit einem specifischen Gewichte von etwas über 1,10. Aufserdem ist der Kohlenverbrauch für das Calciniren dieser sogenannten harten Soda der doppelte wie für die gewöhnliche Ammomaksoda, das Hartcalciniren deshalb wenig lohnend. Das schwere Gewicht der Soda wird vielfach deshalb verlangt, um sie leichter ins Schmelzen zu bringen, und um die grofsen Calciriirkosten zu sparen, hat man deshalb auch versucht, dieses leichtere Schmelzen insbesondere bei der Glasfabrikation durch einen Zusatz von einigen Procent Natriumsulfat zu erreichen. Niemals aber sind die. Eigenschaften voll erreicht worden, welche die Leblanc-Soda durch ihr hohes specifisches Gewicht auszeichnet, so dafs es heute noch Industrien giebt, wie z. B. die Ultramarinfabrikation, die noch Leblanc-Soda beziehen und davon nicht abzubringen sind.
Es wurde nun ein sehr einfaches Mittel und billiges Verfahren gefunden, der Ammoniaksoda die Structur und das specifische Gewicht der wasserfreien (calcinirten) Leblanc-Soda zu geben. Das Verfahren besteht bei vorhandener Einrichtung (Pfannen hinter den Rohsodaöfen) darin, dafs man in eine Sodalösung, welche durch Abhitze erwärmt ist, Ammoniaksoda einträgt, diese sich dort lösen und wieder ausfallen läfst und ausfischt, wie dies in der Leblanc-Sodafabrikation geübt wird, und diese so ausgefischte oder ausgesoggte Soda nun wie bei der Darstellung wasserfreier Leblanc-Soda durch mäfsige "Wärme oder Abhitze vom Wasser befreit.
Einfacher aber und selbstständig gestaltet sich die Erreichung des hohen specifischen Gewichts dadurch, dafs man die Ammoniaksoda mit Wasser oder mit Sodalauge irgend
welcher anderer Herkunft zu einem Brei anrührt und diesen bei mä'fsiger oder höherer Temperatur je nach Wunsch oder vorhandener Einrichtung wasserfrei macht: Es genügt z. B., um schqri ein verhältnifsmäfsig hohes specifisches Gewicht zu bekommen, wenn man.diesen Sodabrei in Retorten bringt, die zufällig vorhanden und in die Feuerkanäle vor Eintritt der Gase in den Schornstein eingemauert sind.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung dichter Ammoniaksoda, darin bestehend, dafs man Ammoniaksoda in Sodalauge oder Wasser auflöst und aussoggt oder mit Sodalauge oder Wasser zu einem Brei anrührt und die auf die eine oder andere Weise erhaltene Masse durch Erhitzen wieder wasserfrei macht.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE931649C (de) * 1952-01-26 1955-08-16 Diamond Alkali Co Verringerung des Anhaftens von Natriumbicarbonatkristallen an den Transportvorrichtungen beim Ammoniaksodaverfahren

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE931649C (de) * 1952-01-26 1955-08-16 Diamond Alkali Co Verringerung des Anhaftens von Natriumbicarbonatkristallen an den Transportvorrichtungen beim Ammoniaksodaverfahren

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