DE89108C - - Google Patents
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01B—SOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
- A01B3/00—Ploughs with fixed plough-shares
- A01B3/74—Use of electric power for propelling ploughs for rotary cultivators or the like
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Soil Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Arrangement Or Mounting Of Control Devices For Change-Speed Gearing (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Stromzuführung ist besonders
für elektrisch angetriebene Pflüge bestimmt, kann aber auch bei anderen Acker- und Erdbearbeitungsmaschinen,
wie z. B. zum Antreiben von Eggen und Säemaschinen, sowie bei Verrichtung von Bergwerksarbeiten angewendet
werden. Bei den bisher in der Praxis verwendeten elektrischen Pflügen war die Anordnung
so getroffen, dafs an jeder Seite eines zu bearbeitenden Feldes ein Elektromotor vorgesehen
war, welchem der Strom durch eine Doppelleitung von der Primärmaschine zugeführt
wurde, in der Weise, dafs die beiden Elektromotoren hierbei vollkommen unabhängig
von einander arbeiteten. Diese Einrichtung zieht viele Uebelstä'nde nach sich, indem
sehr viel Leitungsmaterial verbraucht wird, ferner die Leitungen äufserst gleichmäfsig gespannt
sein müssen, damit der Contactwagen ordnungsmäfsig laufen kann, und schliefslich
wird sehr viel Zeit und Geld bei einer derartigen Anlage erfordert. Diese Uebelstände
sollen durch die neue Stromzuführung beseitigt werden; durch dieselbe soll der elektrische Antrieb
für Pflüge gegenüber den Dampfpflügen concurrenzfähig werden.
Im wesentlichen besteht die Erfindung darin, dafs für jeden Elektromotor nur eine einzige
Leitung zur Primärmaschine hingeführt wird, während die beiden Elektromotoren durch das
zum Bewegen des Pfluges dienende Zugseil elektrisch leitend mit einarider in Verbindung
stehen.
Die Vortheile dieser Einrichtung sind augen^ scheinlich, indem das Verlegen einer einfachen
Leitung eine bedeutende Materialersparnifs einerseits herbeiführt, andererseits auch ein
bedeutend einfacheres Aufstellen der Anlage ermöglicht, weil man' auf die gleichmä'fsige
Spannung des Drahtes kein Gewicht zu legen braucht, wenn nur der Contactwagen einen
sicheren Eingriff mit der Leitung hat, während schliefslich das Verlegen der Leitung, was bei
der Feldarbeit häufig erforderlich ist, mit geringem Zeit- und Arbeitsaufwand erfolgen kann.
An der Hand der beiliegenden Zeichnung soll die Erfindung nunmehr ausführlich erläutert
werden.
Es bedeutet:
Fig. ι einen schematisch veranschaulichten elektrischen Motorwagen,
Fig. 2 bis 4 schematische Darstellungen, welche den Stromverlauf bei verschiedenen
Lagen der in Betracht kommenden Arbeitsorgane veranschaulichen und
Fig. 5 bis 7 sind Schnitte bezw. Ansichten durch einen Theil des eigentlichen Schaltapparates.
Von dem Elektromotor α wird eine Riemscheibe
b des Motorwagens angetrieben, welche auf einer Achse mit einem Kegelrade c sitzt.
Das letztere greift in ein gröfseres Kegelrad d ein, dessen Achse e ein Stirnrad f trägt, welches
mit einem zweiten Stirnrade g kämmt. Das letztgenannte Rad sitzt auf einer Trommel h,
um welche das Zugseil des Pfluges aufgewickelt werden kann.
An jeder Seite des zu bearbeitenden Feldes wird ein derartiger Motorwagen aufgestellt.
Für die Motoren werden Nebenschlufsmaschinen verwendet, welche, wie schon oben erwähnt,
durch das quer um die beiden Trommeln h gewundene Zugseil mit einander in elektrisch
leitender Verbindung stehen. Der Strom kann entweder einfach durch das aus Stahldraht bestehende
Seil geschickt werden, oder das letztere wird noch, um den Widerstand zu verringern,
in der Mitte von einer. Kupferader durchzogen. Würde man die Einrichtung einfach in der
obenbeschriebenen Art treffen, so wären die an den Elektromotoren beschäftigten Arbeiter
in der Lage, beide unabhängig von einander ihren Motor in Antrieb zu setzen. Die Folge
davon wäre die, dafs beide Motoren gleichzeitig zu arbeiten anfangen und das Zugseil in
entgegengesetzten Richtungen ziehen könnten.
Um diesen Uebelstand zu vermeiden, ist eine Riegelvorrichtung in Anwendung gekommen,
mit deren Hülfe der Schalthebel des einen Motors in der Weise in seiner Bewegung begrenzt
wird, dafs man die zu der betreffenden Station gehörige Maschine nicht in den Stromkreis
einschalten kann, wenn durch die zweite Maschine der Strom läuft und diese den Pflug
zieht.
Zur Erklärung dieser Einrichtung dienen die Leitungsschemata Fig. 2 bis 4.
Wie bei den bisher bekannten Pflügen mit elektrischem Antriebe, so ist auch hier eine
Primärmaschine vorgesehen, von welcher aus die beiden Elektromotoren zum Aufwinden des
Zugseiles gespeist werden. Die Elektromotoren sind Nebenschlufsmaschinen, deren Feldmagnete
durch die punktirt angedeutete Leitung mit dem übrigen Stromkreise verbunden sind, während
die Ankerwindungen an den durch volle Linien dargestellten Leitungsenden angeschlossen sind.
Die Riegelvorrichtungen bestehen im wesentlichen aus Solenoiden, deren Kerne den eigentlichen
Riegel bilden und den Schalthebel nicht vorbeilassen, wenn der die zugehörige Spule
umkreisende Strom stark genug ist, den Kern zu heben und dadurch in die Bahn des Schalthebels
zu bringen.
Es sei nun zunächst angenommen, dafs sich sowohl in Station I als auch in Station II die
Maschinen in Ruhe befänden, in welchem Falle die bei den Führerständen vorgesehenen Schalthebel
k auf dem isolirten Nullklotz 0 ruhen würden.
Der von der Primärmaschine kommende Strom würde nun bei 1 über den Contactwagen
die Zuleitungsschnur 2 passiren und von da aus über Leitung 3,4, Riegelvorrichtung
i1, Leitung 5, Feldmagnete 6 des Motors, Leitung 7, 8, über Trommel h9, Zugseil 10,
Trommel A11, Leitung 12 in Station II, über Leitung 13 zu den Feldmagnetwindungen 14,
Leitung 15, Riegelvorrichtung ta, Leitung 16, 17,
über den Contactwagen zur Leitung 18 und von hier aus zurück zur Primärmaschine
fliefsen.
Da sich beide Schalthebel k auf den Nullklötzen befinden, so sind die Riegelvorrichtungen
t und i2 aus dem Stromkreise ausgeschaltet,
aber auch die Riegelvorrichtungen t1 und t9 können nicht wirken, da die Widerstände
der Feldmagnete beider Maschinen hinter einander geschaltet sind und daher einen so
grofsen Widerstand darbieten, dafs der Strom nicht stark genug wirken kann, um die Riegelvorrichtung
if1 und t3 in Wirksamkeit zu setzen.
Sowohl die Eisenkerne der Riegelvorrichtungen t und f2 als auch diejenigen von tl
und t3 werden also ihre gesenkte Lage einnehmen, so dafs die Schalthebel k beider
Stationen nach jeder Richtung frei spielen könnten, wenn nicht die Riegelvorrichtungen t1
und t3 eigenartig construirt wären und es verhinderten, dafs die Schalthebel auf die Widerstände
gelangen.
Die Riegelvorrichtungen i1 und ts sind in
Fig. 5 bis 7 dargestellt.
Der Solenoidkern η der Riegelvorrichtung tl
und if3 besitzt eine Nuth m, welche dem Schalthebel k bei gesenktem Kern ermöglicht, nach
demKurzschlufscontacts hinzugelangen, während
ein hakenförmiger Riegel / das Verstellen des Schalthebels k in der Richtung nach den Widerständen
w unmöglich macht. Die Folge davon ist also, dafs der. Schalthebel^ k, sobald er
sich in beiden Stationen auf der Nullstellung befindet und demzufolge sämmtliche Riegelvorrichtungen
aufser Thätigkeit sind, wohl nach der Kurzschlufsstellung s gebracht, jedoch
nicht auf die Widerstandscontacte w hingeleitet werden kann.
Ergreift nun einer der beiden Arbeiter seinen Schalthebel k und bringt ihn auf die Kurzschlufsstellung
s, was ihm nach dem Vorstehenden möglich ist (vergl. Fig. 3), so fliefst
der bei 1 eingeführte Strom über 2, 3, 19, 20 zur Riegelvorrichtung t, über Schalthebel k
zur Trommel h9, Zugseil 10, Trommel h11,
Leitung 12, 13, 14, 15, Riegelvorrichtung i3,
Leitung 16, 17, 18 zurück zur Primärmaschine.
Die Riegelvorrichtung ta ist nun in Wirkung
gekommen, demzufolge der zu derselben gehörige Eisenkern η hochgezogen wurde, so
dafs der hakenförmige Theil / dem Hebel k ermöglicht, auf die Widerstände w zu gelangen,
während gleichzeitig durch den Kern η ein Bewegen des Schalthebels k zu dem Kurzschlufscontacte
s ausgeschlossen ist. Der Schalthebel in Station I ist also jetzt in der
Kurzschlufslage und der Schalthebel in Station II in der Null- bezw. Widerstandslage verriegelt.
Es wird nun der Arbeiter in Station II den Hebel k auf die Widerstände w bewegen,
worauf der Strom nicht nur durch die Feldmagnetwindungen 14, sondern von 21 aus
auch über Schalthebel k, über die Widerstände jp, Leitung 22, 23 zum Anker 24 und
von da aus über 17 zur Primärmaschine fliefst. Die Maschine der Station II arbeitet nun und
zieht den Pflug ρ von fr9 nach hn. Die
Nebenschlufsverriegelung t1 (Station I) ist nicht
in Wirkung, weil nur ein sehr schwacher Strom durch die zugehörige Spule geht, während sich t, die stärker mit Strom versorgt
wird, in Wirksamkeit befindet. Ist der Pflug weit genug nach h11 herübergezogen, was der
Arbeiter in Station Il ohne Weiteres merkt, was ihm aber auch noch eventuell durch eine
Klingelvorrichtung angezeigt werden kann, so ergreift er seinen Hebel k und bringt ihn auf
die Nullstellung (vergl.Fig. 4). In Station I befindet sich der Schalthebel k immer noch in
der Kurzschlufsstellung. Die Riegelvorrichtungen t und t1 sind dort aufser Thätigkeit,
und zwar t1, weil sie im Nebenschlufs liegt, und t, weil in der Station II der Strom nur
durch die jetzt hinter einander geschalteten Feldmagnetwindungen 14 geht und daher die
Gesammtleitung einen zu grofsen Widerstand aufweist, so dafs demzufolge die zu t gehörige
Spule einen zu geringen Strom erhält. In Station II ist i2 aufser Wirksamkeit und t3
hoch, d. h. in Wirkung, weil ihre Spule mit den Feldmagnetwindungen 14 hinter einander
geschaltet ist und zu ihrer Erregung nicht einen so starken Strom erfordert, wie dies für
die Spule der Verriegelung t der Fall ist. Der Arbeiter in Station II kann also bei dieser
Stellung der Organe wohl seinen Schalthebel auf die Widerstände n>, jedoch nicht auf die
Kurzschlufsstellung bringen. Es ist demzufolge ausgeschlossen, dafs entweder an beiden
Stationen gleichzeitig Kurzschlufs hergestellt oder die Maschine gleichzeitig an beiden
Stationen angelassen werden kann. Dieser Umstand bietet aufserordentliche Vortheile, wenn
man bedenkt, dafs bei der Landarbeit häufig Leute verwendet werden, welche nicht die
genügende Geschicklichkeit und Uebersicht besitzen , um den Schalthebel der Instruction
entsprechend zu bedienen, und aus diesem Grunde leicht Schaden anrichten können.
Claims (2)
1. Stromzuführung für elektrische Acker- und Erdbearbeitungsmaschinen, bei welchen die
Arbeitsmaschine (Pflug) durch zwei Elektromotoren, welche abwechselnd arbeiten, unter Verwendung eines Zugseils von einer
zur anderen Seite der zu bearbeitenden Fläche hingeführt wird, dadurch gekennzeichnet,
dafs dieses Zugseil selbst den Strom von dem einen zu dem anderen Motor hinleitet, demzufolge jeder Motor
nur durch eine einzige Leitung mit der Primärmaschine verbunden zu werden braucht.
2. An der unter 1. gekennzeichneten Stromzuführung eine Einrichtung, um sowohl einen
Kurzschlufs als auch das gleichzeitige Arbeiten beider Elektromotoren zu verhindern,
darin bestehend, dafs bei jedem Motorstande ein Umschalter angebracht ist, dessen Schalthebel unter der Einwirkung
zweier magnetischen Verriegelungsvorrichtungen (t und i1, i2 und t3) steht, welche
in der Weise in dem Stromkreis eingeschlossen sind, dafs der Schalthebel des
einen Motors in der Kurzschlufsstellung mittels eines Riegels (t, Fig. 3) verriegelt
wird, während der Schalthebel der anderen Station gleichzeitig durch die entsprechende
Klinkenvorrichtung (t3) verhindert wird, in die Kurzschlufsstellung zu gelangen, hingegen
über die Widerstandscontacte (w) zu spielen vermag.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE89108T | 1895-10-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE89108C true DE89108C (de) | 1896-11-07 |
Family
ID=360953
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE189589108D Expired DE89108C (de) | 1895-10-13 | 1895-10-13 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE89108C (de) |
-
1895
- 1895-10-13 DE DE189589108D patent/DE89108C/de not_active Expired
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