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Verfahren zum satzweisen Betrieb einer Schleuder und Vorrichtung zur
Durchführung desselben Die Erfindung betrifft eine neue und verbesserte satzweise
arbeitende Schleuder und Einzelelemente derselben. Sie bezieht sich insbesondere
anfsolche Schleudern, die zum Trennen der Flüssigkeit von Feststoffen im Groß@betrieih
verwendet werden, wie b,eispielsNv,eis,e !di.e Herstellung-, Raffination oder das
Trocknen von Zucker, Dextrose oder anderen kristallinen oder körnigen Feststoffen.
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Es sind Schl,ewdern,dies,er Artbekannt, bei denen die Scihleusderzeiten,
selbsttätig in der Weisse gesteuert werden, daß der Antrieb, dias Auswaschen und,das.
Abbremsen in geeigneter Weise aufeinander abgestimmt sind. Das Austragen :der Feststoffe
erfolgt j-cdoch im allgemeinen unter manueller Kontrolle, da keine geeibneten Einrichtungen
zur Verfügung stellen, die bei selbsttätiger Steuerung genügend sicher, zuverlässig
und wirkungsvoll arbeiten.
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Wenn nach einer Schlewderperiodedie Scnslewder angehalten wird, so
bleiben die heliandelten Feststoffe im allgemeinen in der Trommel als eine mehr
oder weniger harte Wand am Trommelmantel zurück, ,die ,bei lanigs;amer Umd@rehuna
,d"r Tromme1, in,der Regel mit q.o bis -6o Urnidr./min, ausgetragen wird. Hierbei
wird die Feststoffm@asse gegen die Spitze oder das vordere Ende eines mechanischen
Austrags-chuhes geführt, während,dieser gleichzeitig in die Feststoffe hineingedrückt
wird. Das Herablassen des Schuhes in die Trommel und @d.ie Schrneidbewegung desselben
werden von einer Bedienungspers.
on durchgeführt, die auch .den
Antrieib bedienen muß, um eine geeignete Langsame Trommelumadrehung zu ,erhalten.
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Das Austragen in dieser Weise ist nicht nur langwierig und teuer,
- sondern auch häufig Ursache ernster Schwierigkeiten bei der Bedienung (der Maschine.
Es kommt verhältnismäßig oft vor, daß die Trommelsiebe beschädigt werden und @daß
die Au.stragvorrichtungen sich verbiegen oder brechen,, wenn feinkörnige zusammenhaftende
Feststoffe ausgetragen werden müssen, nachdem diese einer sehr großen Fliehkraft
ausgesetzt gewesen sind-. -Die harte Oberfläche der Masse führt vielfach dazu, daß
die Bedienungsperson die Austragvorrichtung zu kräftig .betätigt oder die Trommel
zu schnell umlaufen läßt, was zur Folge hat, daß .der Austragschuh in dieeTrommellauskleiidung
selbst einschneidet oder sogar diese zusammen mit .der behandelten Masse aus der
Trommel austrägt.
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Eine noch weit größere Gefahr besteht,darin"daß die Austragvorrichtung
mit der Trommel oder dem Material in Eingriff kommt, während die Trommel mit hoher
Geschwindigkeit umläuft. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es vorkommen, daß eine
Austragvorrichiung in die umlaufende Trommel hineinfällt oder unbeabsichtigt in
dieselbe hineinbewegt wird. Wenn dieser Fall eintritt, werden mit großer Wahrscheinlichkeit
!die Austraggvorrichtung selbst und. auch andere Teile der Schleuder auseinan(dergerissen.
Hierdurch können schwere, unter Umständen sogar tödliche Verletzungen von Personen
auftreten, -die sich in de #r Nähe der Maschine befinden.
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Die Erfindung hat eine satzweise arbeitende Schleuder zum Gegenstand,
.die im Betrieb vollkommen sicher ist und auch 'bei Fehlern .in der Be dienung nücht
zu Unfällen führt.
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Diese Schleuder führt .die für die Austragung erforderlichen Arbeitsgänge
selbsttätig in der richtigen Folge und .innerhalb weitgehend. verstellbarer Zeiten
durch, wobei die Steuerung dieser Arbeiten mit der selbsttätigem Steuerung der übrngen
Schleuderarbeiten kombiniert werden kann.
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Die Erfindung hat außerdem einen verbesserten. Antrieb zum Gegenstand,
mit .dem .die Trommdl auf eine für .die mechanische Austragung geeignete konstante
niedrigeDrelhzahl :gebracht und auf dieser gehalten werden kann.
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Die Erfindung ermöglicht es ferner, eine leistungsfähige Austra:,gvorrichtung
mit Kraftantrieb zu schlaffen, die nicht nur sicher in der Arbeit und unempfindlich
gegen Bedienungsfehler ist, sondern auch so gedrungen ausgebildet ist, da.ß sie
keinen größeren Raum in der Maschine benötigt als die üblichen, von Hand betätigten
Austragvorrichtungen.
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Schließlich wird gemäß .der Erfindung ein leistungsfähiger Mech.an@s#mus
zurn Heben und Senken eines Bodenventils (der Trommel erhalten, der in Verbindung
mit der Austragung arbeitet. Dieser :Mechanismus arbeitet mit einem Mindestaufwand
an Bewegung und kann. dauernd im Innern der Schleudertrommel belassen -,werden.
Er ist über der Trommel gelagert und behindert die anderen Elemente oder Funktionen
der Maschine nicht.
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Es wurde festgestellt, daß .die Gefahren und Schwierigkeiten beim
Austragen von Feststoffen aus Schleudern der behandelten Art .dadurch vermieden
werden können, d@aß man die Trommel während der Schleuderzeit in einer Richtung
umlaufen läßt und während der Austragung in der entgegengesetzten Richtung. Die
Bewegungsumkehrung erfolgt nach .der normalen Verzögerung. Hat die Trommel,die gewünschte
negativeDre.hzahl erreicht, so wird die Austrag@vorrichtung in Betrieb gesetzt.
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Zu diesem Zweck wird das Antriebssystem der Maschine nicht nur mit
dem üblichen Hauptantrieb ausgerüstet, .der in .der normalen Richtung arbeitet,
sondern auch mit einem Antrieb, .der drei Trommelwelle mit konstanter niedriger
Drehzahl in urigekehrter Richtung antreibt. Die Austragvorrichtung wird inngekehrt
wie bei der normalen Ausführung angeordnet, d. h. der Austragschuh in der Trommel
zergt in Richtung der normalen Trommeldrehung. Er kann daher Feststoffe nur austragen,
wenn die Trommel in entgegengesetzter Richtung gedreht wird. Infolgedessen kann
der 2@ustragschuh niemals in die Feststoffe eindringen, solange die Maschine in
der normalen Richtung umläuft. Es ist sogar unmöglich, Iden Schuh absichtlich in
(die umlaufende Mrasse einzuführen, da diese ihn durch Druck auf seine Rückseite
zurückstößt. Andererseits ist beii Ader entgegengesetzt gerichteten Trommelidrehung,
welche jedem Schl#eudiern folgt, die Austragvorrichtung voll wirksam, wobei jedoch
keine Gefährdung auftreten kann, da die Drehung in der umgekehrten Richtung nur
zum Austragen dient und endgültig auf eine sichere niedrige Dreh zahl begrenzt ist.
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Gemäß einern weiteren Merkmal der Erfindung ist .ein Antrieb für niedrige
Drehzahl vorgesehen, der eine druckbetätigte Rei@bungskupplung enthält und mit einer
für den Austragvorgang geeigneten Drehzahl umläuft. Dieser Antrieb arbeitet mit-einer
Trommelwelle zusammon, die- durch .den Hauptantrieb mit der für das Schleudern erforderlichen
hohen, Drehzahl angetrieben -wird. Er wird nach jeder Arbeitsperiode des Hauptantriebes
b@efä@tigt. Infolgedessen i-st es nicht nötig, die umlaufende Trommel vor dem Einschalten
des Antriebes für niedrigej Drehzahl zum Stillstand. zu bringen, da dieser Antrieb
ohne Gefahr bei einer beliebigen Drehzahl der Trommelivel.le auf dieselbe zur Einwirkung
gebracht werden kann. Durch -die Gleitwirkung wird dabei die Trommel allmählich
von ihrer anfänglichen D.relhzahl auf die erforderliche konstante Austragdrehz hlgebracht.
Deir Antrieb für niedrige Drehzahl kann außerdem ein treibendes Reibungsglied narben,
das allmählich mit dem getriebenen Glied in Eingriff tritt, so daß ein kleiner Antriebsmotor
für .das erstere Glied seine volle Drehzahl erreichen kann, bevor -er die ganze
Last aufnimmt. Ein weiterer wesentlicher Vorteil dieser Anordnung besteht (darin,
daß der langsam laufende Antriebsmotor entsprechend den allgemeinen Belastungsbedingungen
der Maschine gewählt werden
kann. Das für ein ln bestimnlte:n Zweck
erforderliche Antriebsmoment wird :diann in Abhängigkeit von der Art tder:auszutragernden
Feststoffe und ides Austragvorganges durch entsprechende Bemessung .des Kupplungsdruckes
eingestellt. Bei einem iderartigen System kann ein gemeinsamer Antriebsmotor für
niedrige Drehzahl verwendet werden, der über eine Transmission eine Gruppe gleicher
Maschinen antreibt.
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Durch Anwendung des Austragsystems nach .der Erfindung ist es ferner
möglich, während aller .Arbeitsgänge .der Maschinen Iden Austnagschuh in der Trommel
zu,,belassen, ohne daß irgendwelche Gefahren auftreten können. Hierdurch erhält
man eine derartige Vereinfachung in der Bewegung des für die Austragung erforderlichen
Mechanismus, daß eine leistungsfähige Austragvorrichtung mit Kraftantrieb, verwendet
werden kann, idie mit größerer Genauigkeit arbeitest als die bekannten Einrichtungen.
Diese Austragvorrichtung entlastet die Bedienungsperson von,der -bisher erforderlichen
schweren Anstrengung und gestattet es, den Austragvorgang automatisch zu machen,
wus von größtem praktischem Vorteil ist.
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Da der Austragschu'h ohne Gefahr zu jeider Zeit im Innern der Trommel
verbleiben kann, besteht nicht die Notwendigkeit, ihn während der Schleuid'erzeit
herauszunehmen und an einer .sicheren Stelle außerhalb der Trommel aufzubewahren.
Für den Schuh sind nur zwei Arten von Bewegungen erforderlich, von denen die eine
in einer radialen Auswärts- und Einwärtsbeivegung gegenüber der Trommelwan@d!ung
und (die (andere aus einer axialen bzw. vertikalen Bewegung längs der Trommelw:and'u'ng
besteht. Diese B'ewegunge in haben beide für eine Trommelsohleuider gegebener Größe
bestimmte Begrenzungen. Sie können id aber in einfacher Weise durch ein Druckmittel
herbeigeführt werden, das auf üie Kolben n. Druckzylindern zur Einwirkung gebracht
wind-, wobei @di@e Kolben entsprechenid ,der gewünschten Bewegung (des Schuhes ganz
bestimmte Hübe ausführen. Es isst auch möglich, einen Zahnraidarntrieb mit bestimmten
Bewegungsgrenzen zu verwenden. Für :die Steuerung der Schuhbacvebrung sind daher
keine komplizierten Mechanismen oder Sicherheitseinrichtungen erforderlich.
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Ein weiteres Merkmal (der Erfindung .besteht aus einer Aus.tragvorri.ahtung
mit Kraftantrieb, die nach den vorstehenden Grundsätzen gebaut ist. Diese Austragvorrichtung
wird vorteilhaft durch ein Druckmittel gesteuert. Sie ist mit @ziner eingebauten
Dämpfung versehen, welche die auftretenden Stöße aufnimmt und .die horizontale Auswärtsbewegung
--des Austragschuhes verzögert, wenn dieser sich der Trommelauskleidung nähert,
so idaß man ein einwandfreies Austragen mit einstellbarer Geschwindigkeit erhält.
Die Steuerung (der Horizontal- und Vertikalbewegung des Austragschuhes erfolgt zweckmäßig
durch entsprechende Drosselung des Druckmittels. Ferner ist eine Verriegelung vorgesehen,
die unter (dem Schuh liegt, wenn dieser am Ende der (Einwärts- und Auswärtsbewegung
seine obere Ruhestellung erreicht hat und unter allen Umständen verhintd@ert, @daß
der Schuh in idie Trommel herabfällt, --bevor er in horizontaler Richtung so weit
ausgeschwenkt ist, idaß er in eine in der Trommelbefindliche Beschickung eindringt.
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Die Austragvorrichtung der vorstehend beschriebenen Art kann: mit
einer weiteren Vorrichtung zusammenarbeiten, (die mit :der Steuerung ;der Austragvorrichtung
verbunden ist und dieses selbsttätig in ider unwirksamen Stellung hält, bis ,die
niedrige Drehzahl der Trommel erreicht ist. Es kann sich hierbei um eine auf idie
Drehzahl ansprechende Vorrichtung handeln, idie zusammen mit der Trommel--welle
umläuft. Bei einer Austragvorrichtung, die erst bei einer Umkehrung der Drehrichtung
wirksam wird, kann beispielsweise ein auf die Drehzahl ansprechender Schalter verwendet
wenden, der idie Austragsieuerwng einschaltet, wenn die Drehzahl der albgebremsten
Trommel sich dem Wert Null nähert. Wenn -diese Vorrichtung anspricht., wird zunächst
%der mit Gleitkupplung versehene Antrieb für niedrige Drehzahl auf idie Trommehvelle
zur Einwirkung gebracht, worauf dann, nachdem die Trommel die gewünschte Austragdrehzahl
erreicht hat, die Austragvorrichtung selbst im richtigen Augenblick in Tätigkeit
tritt.
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In der Öffnung des Trommelbodens, (durch welche die Feststoffe ausgetragen
wenden, ist zweckmäßig ein in vertikaler Richtung bewegliches Ventil besonderer
Form angeordnet. Zum Heben und Senken dieses Ventils ist im Innern der Trommel eine
Vorrichtung vorgesehen, die mittels eines Schwenkarmes :dieses Bodenventil von seinem
Sitz abhebt und es dann gegenüber der Trommelwelle derart kippt, daß es Idas Arbeiten
der Austragvorrichtun@g sowie Idas Umlaufen bzw. Austragen der in der Trommel befindlichen
Feststoffe nicht behindert. Auf Grund,der für das Ventil gewählten Form und' der
von demselben auszuführenden Bewegung kann ,die Vorrichtung zum Heben des Ventils,in
besonders einfacherWeise ausgebildet werden. Zur Betätigung dieser Vorrichtung kann
ein Druckmittel (dienen, wobei das Arbeiten durch, Elemente kontrolliert wenden
kann, die mit der selbsttätigen Steuerung des Austragvorganges derart zus-ammenRVirken,
daß das Bodenventil selbsttätig gehoben wird, bevor der Austragschuh in Wirksamkeit
tritt, und selbsttätig gesenkt wind, nachdem Idas Arbeiten (desselben beendet ist.
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Der langsame Antrieb der Maschine kann nicht nur dazu idi@einen, die
Trommel auf eine konstante Au.stragdrehzahl zu bringen und auf (dieser zu halten,
sondern er kann auch als Bremse wirken, um einen we'sentl'ichen Teil der Verzögerung
von der hohen auf die niedrige Drehzahl bzw. auch die ganze Verzögerung aufzunehmen.
Infolgedessen kann einTeil ,derSbeuerungen-.und Stufen wegfallen, die sonst für
Idas Umschalten von Abbremsen auf langsamen Antrieb erforderlich sind. Auch die
übliche Reibungsbremse kann eingespart werden.. Zu. diesem Zweck kann ein Antrieb
mit eingeschalteter Gleitkupplung für niedrige Drehzahl, der an der Trommelwelle
mit einer konstanten Austragdrehzahl
angreift, -als Hochleistungsiantrieb
ausgebildet werden, welcher idie Bremswärme aufnimmt und ableitet und an Stelle
der sonst üblichen Reinbungsibremse arbeitet. Unter seiner Einwirkung geht,das Verzögern
allmählich und kontinuierlich in ,das Beschleunigen für,das Austragen über, ohne
daß eine Unterbrechung erfolgt oder andere Mittel dazwischen zur Anwendung kommen.
Das Arbeiten eines derartigen Abbrems- und Austragan:tri.e'bes kann bei voller Drehzahl
der Trommel beginnen, sofern die Schleuder keine Wirbel.s'tromb,rems:ung besitzt,
oder auch nach einer derartigen Bremsung, wenn. Tals Antrieb der Maschine ein Elektromotor
dient, der mit einer elektrischen Abbremsung arbeitet. Im ersteren Fall wird zweckmäßig
der Motor für den Austragantrielb mit Wirbel.strombremsung ausgerüstet.
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In den Zeichnungen, sind verschiedene Ausfüh:rungsbei.sp'ie'le der
Erfirndung ,dargestellt.
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Feg. i zergt in Seitenansicht eine Schleuder nach der Erfindung, bei
ider einige Teile weggebrochen und. andere im senkrechten Querschnitt idargestellt
sind; Fig. i A ist eine vordere Teilansicht, von der Linie i A- i A der Fig. i aus
gesehen, die in schematischer Weise verschiedene Steuerelemente der Maschine zeigt;
Fi:g. 2 ist eine Teilansicht längs der Linie 2-2 der Feg. i, beii der einige Teile
weggebrochen und andere im horizontalen Querschnit dargestellt sind. Diese Figur
zeugt idie Trommel mit dem sie umgebenden stationären Gehäuse, (die Austragvorrichtung,
die Anhe'bevorrichtung,des Ventils und die Spritzdüse in der Maschine; ,-Fig. 3
zeigt in Seitenansicht die Austragvorrichitung mit der Trommel und dem Gehäuse,
wo(b,ei (die letzteren im senkrechten Querschnitt dargestellt sind; Fig. 4 ist eine
Ansicht der gegenüberliegenden Seite des teilweise geschnittenen Austragmechanismus.;
Fig. 5 ist ein waagerechter Querschnitt durch den Austragmechanismus nach der Linie
5-5i der Fig. 3, wobei Teile 'der Oberseite der Trommel und des Gehäuses weggebrochen
sind"um ,den Schuh "in ider Trommel erkennen zu lassen; Fig. 6 .ist eine Seitenansicht
eines Austragschubes. Sie- zeigt idie Verbindung ,desselben mit einem Kolben, der
zur Aufundabbewegung des Schuhes dient; Fig. 7 zeigt einen Teil eines vertikalen
Längs -sohnittesdurch den Austragmechanismus, von der Seite der Fig. 3 aus gesehen;
Fig. 8 ist ein senkrechter Querschnittlurch dien Austragmechanismus längs der Linie
8-8 der Fig.7; Fig. g ist eine Teilansicht und ein Teilschnitt durch das
eingebaute Bodenventil und die Vorrichtung zum Anheben desselben; Fig. io ist eine
Teilansicht cdes gleichen Ventils, bei der der Arm zum Anheben desselben gerade
im Begriff ist, das Bodenventil von seinem Sitz abzuheben; Fig. i i ist eire Ansicht,des
gleichen, teilweise ge-
schnittenen Ventils., bei der ider Heibearm in der
Ruhestellung und außerdem inngestrichelten Linien in-der Arbeitsstellung wiedergegeben'
ist; Fng. 12 ist einsenkrechter Schnitt .durch (den langsamenAustragantrieb,der
sich am Kopf des Haup'tantriebsmotors ider'Schleuder befindet; Fig. 13 ist eine
von der Linie 13-r3 der Fig. i2' aus gesehene Teilansicht eines Schalters, oder'
anspricht, Wenn die Drehzahl sich. dem Wert Null nähert; Fig. 14 ist ein horizontaler
Schnitt längs der Linie 14-1q. ider Fig. ii2; Fig. 15 isst ein Schaltplan für die
Steuerung der Maschine; Fig. 16 ist ein Scbraltplan für das Antriebssystem; Fig.
17 .ist ein Plan der Tafeln. für die Steuer-, Einstellungs- und Kontaktrelais ,des
Motors.
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Wie aus Iden Figuren hervorgeht, besitzt 'die große Schleudertrommel
i eine gelochte Seitenwandung 2, eine Kappe 3 und einen Boden 4. Die Trommel isst
am unteren Ende einer vertikalen Antriebswelle 5 angeordnet, die in einem Kopf 6
derart gelagert ist, idaß sie Kreiselbewegunigen ausführen kann, wobei der Kopf
6 .durch einen Teil 7 des Rahmens F getr2gen wird. Diese Ausbildung ist an sich
bekannt. Als Hauptantrieb der Maschine 'dient ein großer Elektromotor M111, der
zweckmäßig mit Kurzschlußl,äufer ausgerüstet ist. Es kann jedoch auch jeder andiene
geeignete Antrieb verwendet werden. Die Welle ides Motors MM steht Tiber den Kopf
6 in an .sich bekannter Weise unmittelbar mit ider Welle 5 Inn Vetbindung.
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Der -Hauptantrieb treibt die Trommelwelle, von oben gesehen, -im Uhrzeigers:inn
an, so,daß sieh die Trommel normalerweise in der durch den in Fig. 2 nach rechts
geiriehteten Pfeil bezeichneten Richtung ,dreht. Diese normale Drehung erfolgt mit
der Schleuderdrehzahl, ,die (durch id'ie Daten des Motors gegeben ist. Die gleiche
Drehrichtung wird, auch während ider Verzögerungsperiode- beibehalten, die sich
(an jede Schleuderpefriode anschließt.
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Die Verzögerung wind, zweckmäßig '.durch eine kombinierte elektrische
Wirbelstrombremsung und Reibungsbremsung herbeigeführt. Erwünschtenfalls kann jedoch.
auch eine Rei(bungsibreimsung allein angewendet werden. Für (dieWirbelstrombremsun'g
ist der Motor Mild sowohl mit Wicklungen( für hohe Drehzahlbeispielsweise i8ioao
Umdr./min) als auch für niedrige Drehzahl (von beispielsweise goo Umd'r./min) ausgerüstet.
Diese Wicklungen werden über Kontakte H und L (Big. r7) @durch weiter
untein beschriebene Steuerungen erregt. Es genügt, hier zu erwähnen, daß am Ende
der Periode hoher Drehzahl der Motor von hoch auf niedrig umgeschaltet wird, so
:daß infolge der verzögernden Wirkung ,des Magnetfeldes für niedrige Drehzahl ein
.geeigneter Zeitraum elektrischen Bremsens auftritt. Am Ende dieses Zeitraumes ist
der Motor vollkommen entmagnetisiert. Es schließt sich dann eine reine Reibungsbremsung
an, -um die normale Verzögerung der Trommel zu: beenden. Hierzu dient eine Bremströ.mmel
8, die auf der Trommelwelle sitzt und, mit Bremsbändern g zusammenarbeitet. Die
letzteren können mit Hilfe von Druckluftzylindern
io auf @die Trommel
zur Einwirkung gebracht werd:zu. Sie werden normalerweise adurch Federn von
der Trommel aba halten. Zum Anziehen der Bänder wird den Zylindern über :eine Leitung
i i, die von einem solenoidgestenerten Ventil BSV ausgeht (Fig. i A), Druckluft
zugeführt.
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Nach jeder Schleuderperiode müssen diie Lehandelt-n Feststoffe durch
eine mechanische Aus-. tragvorrichtung aus :der Trommel entfernt werden. Um die
Welle 5 herum besitzt -der Trommel.boLden .4 eine mittlere Öffnung 4a, -die zum
Austragen der Feststoffe dient. Die Kappe 3 der Trommel hat ebenfalls :eine mittlere
Öffnung 3a, die den Zutritt zu dem Innern der Trommel ermöglicht. Ein als Kegelstumpf
ausgebildetes Glockenventil i2, das in die AuslaßöfFnung 4a paßt, umgibt die Welle
5. Es kann in vertikaler Richtung derart bewegt werden, das während jedes Aus,tragvorganges,
die Au.straggöffrnung freiliegt. Die ganze Trommel ist von einem stationären Gehäuse
14 umgeben, welches die während des Schleuderns austretende Flüssigkeit auffängt.
Das. Gehäuse besitzt eine in der Mitte offene Oberseite i5., die die A;ustragvo.rrichtuiig
r6 trägt. Ferner sind eine Vorrichtung 17 zum Anheben des Ventils und eine üblich:
Spritzeinrichtung 18 zum Auswaschen der mit der Trommel umlaufenden Feststoffe vorgesehen.
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Das Hauptelement der Austragvorrichtun.g ist ein Schüh,2o, der auf
einer senkrechten Welle 2 1 sitzt. Der Schuh ist im Innern der Trommel in vertikaler
Richtung beweglich, so daßseine Spitze' 22 :die Trommelwandung über die .ganze axiale
Länge zwischen der K appe 3 uni -dem Baden 4 bestreichen kann (s. Fi:g. 3). Auße@ndem
kann er in. horizontaler Richtung geschwenkt werden, wobei seine Spitze 22 sich
gegenüber der Trommelwandung 2 in: radialer Richtung einwärts und auswärts bewegt
(s. Fig.5).
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Wie aus Fig. 2 und 5 zu ,entnehmen ist, erstreckt sich der Austragschuh
von seiner Welle in Richtung der Trommelwandung, d. h.. für idie in der Trommel
befindlichen Feststoffe ,gerechnet, in der normalen Drehrichtung der Trommel während
der Schleuderzeit. Der Schuh kann nur :dann die Feststoffe austragen, wenn bei der
Drehung der Trommel der Inhalt derselben gegen die Schuhspitze geführt wird, wenn
also :die Trommel sich. in entgegengesetzter Richtung dreht. Während der normalen
D,reliung der Trommel kann der Schuh dagegen nicht wirksam werden, und: zwar auch.
:dann nicht, wenn jemiand versuchen sollte, -ihn in die umlaufende Beschickung hineinzudrücken,
cda die in. ider normalen Richtung umlaufenden Feststoffe geigen die Rückseite :des
Schuhes :drücken und ihn. in radialer Richtung nach dem Trommelinnern hin bewegen
würden. Das Eingreifen der Austrajgvorrichtung kann daher nurdurcheine Umkehrung
der Trommeldrehung herrbeigeführt w@,-:nden derart, .daß di:e Trommel sich in d,er
durch :den nach links gerichteten Pf-il der Fig. 2 und 5 angezeigten Richtung dreht.
Zu diesem Zweck ist das Antriebssystem der Maschine mit einem besonderen, langsam
lauf end,-,n Austragantrizib DD versehen, .d:er, w;ie Fig. i rnd 12 zeigen,
über :dem Motor JIM angeordnet ist. Bei der dargestellten Ausführungsform besitzt
der Austragantrieb: DD ein Geliläu's"e 3i, Idas am oberen Ende 30 des Hauptmotorra:hmen:s
gelagert ist und eine obere und untere Kammer 32 bzw. 33 aufweist. In der unter@cn
Kammer befindet sich eine ReibungskupplunigDC"d!ie ,mit einem Übersetzungsgetriebe
in der oberen Kammer verbunden ist. Die nicht :dargestellte Hauptmotorwelle besitzt
eine Verlängerung 34. (die in die Kammer 32 hineinragt. Die Welle trägt ein Speichenrad
35 mit einer Reibungstrommel 36. In gleicher Richtung mit der Verlängerung, jedoch
von dieser getrennt, befindet sich eine kurze Welle 37, die in Lagern 38 bzw. 39
in der oberen bzw. unteren Wand der Kammer 33 geführt wird. Das untere Ende der
kurzen Welle 37 trägt eine Kupplungsscheibe q:o, die sich im Innern der Reibungstrommel
36, befindet. Um Idas Raid 4o herum ist ein hohles:, aufbLasbaries, RinggliCd
42 angeordnet, welches ReihungseleMente 41 trägt, die sich gegen die Trommel
36 anlegen können. Das aufblasbare Gli-eid 42 .i.s:t normalerw,eis,e luftleer,
so daß :diie Reibungselemente 4i nich-t gegen @d:"e Tro.mm"el3.6 anliegen. Wird'
dagegen Druckluft indas Glied 42 einsgeführt, so wird dieses aufgeblasen und legt
:sich gegen die Reibungselemente mit .einer Kraft an, die von dem Luftdruck abhängt.
Eine Druckluftleitung 46, die außerhalb des Gehäuses 31 zu einem_solenoidgesteuerten
Ventil DCSV,dier Austragkupplung führt (Fig. i und i A), ist über einen axialen
Verbindungskanal 45 in der kurzen, Welle. 37, einen Kanal 44 im Speichenrad
40 und eine Leitung 43 zum Innern :des Gliedes 42 geführt. Das Ventil DCSV kann
in der nachstehend b@e:sc:hnie:b,enen Weise gesteuert wenden. Es wird im allgemeinen
gleichzeitig mit dem Austragmotor DM
erregt, wodurch :das Ventil geöffnet
wird. Dabei dauert es jedoch eine geraume Zeit, bis das Glied 42 so weit aufigepumpt
is-t"daß die Kupplung zum Eingriff kommt. Diese Zeit ist größer als diejenige, welche
der Motor DA7 benötigt, um seine volle Drehzahl zu erreichen. Der Motor wird diah@er
erst dann belastet, wenn er auch in der Lage isst, @diie volle Last aufzunehmen.
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Auf der kurzen Welle 37 sitzt im Innern der Kammer 33 :ein Schneckenriad48,
welches: von einer Schnack :e 49 auf der Welle 4911 angetrieben wird. Dic Schneckenwelle
ist im Gehäuse 31 in Lagern 5o und: 51 geführt. Ihr Endie 52 ragt aus :dem Gehäus@°
hieraus und wird durch den kleinen Austragmot.or D .Il .angetrieben. Eine
derartige Anordnung ermöglicht eis, Idas Getriebe für :den langsamen Antrieb dauernd
zu schmieren, ohne daß Öl Verlorengehen kann. Der Motor D,11 treibt @die Söhnecke
49 mit konstanter Drehzahl an. Hierdurch wind das Kupplungsgl.i:sd auf der kurzen
Welle 37 rihenfalls mit einer konstanten niedrigen Drehzahl von etwa 4o, ib,i,s
6o tUmdr./mim angetrifeben, wie sie für das Arbeiten Ader mechanischen Aus.tragvorrichtung
erforderlich ist. Die Schnecke wird beispielsweise durch Keilriemen 56 angetriceIben,
:.die- einerseits über die Antriebsscheibe 55 der Motorwelle 54 und andererseits
über dieAntriebsscheibe 57 am Ende 52 der Schreck :enw-,11,e laufen. Der A@ustragmotor
D.11
sitzt zweckmaßdg auf einer Grundplatte 58, die an ihrem unteren
Ende auf einer horizontalen Achse 59 drehbar gelagert ist und an ihrem oberen Ende
unter ,der Einwirkung einer Zugfeder 6o steht. Die Spannung der Keilriemen 56 kann
daher in einfacher Weisse mit Hilfe einer Stellschrau.'Ie 61 geregelt werden. .
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Der Austragmotor treibt (die Welle 37 und die Reibu:ngselem:ente 41
in Richtung des Pfeiles. in Fi:g. 14 an, welcher dem nach links gerichteten Pfeil
in Fig. 2 entspricht. Der Antrieb erfolgt mit einer konstantem niedrigen Drehzahl,
-die im Verbäslthis zu der vom Hauptantrieb iUlW lemvirkten Trommeldrehung negativ
ist. Wird daher der Austragantrieb betätigt, wenn- die Trommel i sich dem Ende der
normalen Verzögerung nähert bzw. nachdem sie dieses Ende ,reicht hat und die Reiburigebremse
9 gelöst ist, so bringt !dieser Antrieb die Trommel auf eine für das Arbeiten ider
Austragvorrichtung 36 geeignete niedrige negative Drehzahl und hält sie auf ,derselben.
Die Austragvorrichtung kann idann in Tätigkeit gesetzt we@rdhn, um die behandelten
Stoffe in absoluter Sicherheit aus der Trommel auszutragen.
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Die Austraagvorrichtung 16 enthält verschiedene wichtige Konstruktion@s-
und Arbeitsmerkmale, die im einzelnen aus Fig.3 bis 8 hervorgehen. Sie wind ausschließlich
-durch ein Druckmittel und durch Federn gesteuert, so daß die Bedienungsperson von
aller körperlichen Anstrengung befreit ist, die !bisher für die Durchführung dies
Austragvorganges erforderlich war. Die Bewegungen. des Austra:gschuhes sind in ihrer
Größe genau bestimmt. Andererseits sind jedoch keime Begrenzungsschalter adeer arndere
komplizierte Sicherheitseinriohtungen an den Enden ider Sehuhbeweegung erforderlich,.
Die erforderlichen Bewegungen werden mit .genau kontrollierter Geschwindigkeit durchgeführt,
die entsprechend :den bei Schleudern dieser Art auftretenden Bedingungen gewählt
werden kann. Der Austragschuh wird ständig im Innern: .der Trommel belassen. Trotzdem
!bestecht absolute Sicherheit, idaß .der Schuh nicht in die umliavfende Masse eingreift
und auch nicht unbeabsichtigt auf ,den Boden der Trommel fallen kann. Die Austragvorrichtunig
ist so gedrungen :ausegieib!i1,diet, ld@aß sie keimen ;zusätzlichen Raum auf !der
Gehäuseoberseite hearnsprucht. Sie nimmt sogar weniger Platz ein als die iilbl.ichen
Eineichtungen :dieser Art, da der Schuh stets im Innern der Trommel veribleiibt
und nicht auf der Gehäuseoberseite zu liegen braucht.
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Der Betätigungsmechaniemus für idie Austrugvorrichtung ist auf einem
Zapfen 70 gelagert, ider auf einer Grundplatte bzw. einem Flansch 71 sitzt,
welcher auf der Oberseite 15 ,des Gehäuses 14 befestigt isst. Ein Gehäuse 72 äst
so auf dem Zapfen 70 gellagert, daß es in horizontaler Richtung um idie Achse
desselben geschwenkt wenden kann. Es erstreckt sich von dem Zapfen in Richtung zur
Welle 5 und: :endet in einer vertikalen Führung 73, die über :die Innenkante der
Cidhäueseoberseite 15 und der Trommelkappe 3 vorsteht. In dieser Führung ist das
obere Ende der Austragwelle 21 gleitend geführt. Die Welle 2 i und .das Lager in
der Führung 73 besitzen einen rechteckigen oder anderen Winkelquerschnitt, so,daß
die Welle 2 i und (damit auch der Austragsehuih, 2:0 sich gegenüber dem Gehäuse
nicht drehen können. Der Schuh kann jedoch: ziusammpn mit dem Gehäuse
7,2 um den Zapfen 7i0 geschwenkt und in axialer Richtung aufwärts und abwärts
in seiner Führung bewegt werden.
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Durch die Schwenkbewegung des Gehäuses 72 und ,der Welle 2 1 um den
Zapfen 7o kann der Schuh 2o aus der gestrichelten in. die vollausgezogene Stellung
der Fig. 5 oder auch in eine :beliebige Zwischenstellung gebracht werden. Diese
Schwenkbewegunig wind wie folgt herbeigeführt und auf Idas gewünschte Ausmaß begrenzt:
In ,dein Gehäuse 72 sind zwei kolbenartig ausgebildete Glieder 74 und 75 derart
gleitend angeordnet, d'aß seeseitlich auf eimrnder gegenüberliegenden Seiten aus
dem Gehäuse vorstehen. Diese Glieder besitzen abgerundete Enden 74a und 75a, die
in entgegengesetzte Richtungen zeigen. Sie stoßen gegen feste Anschlagplatten 716
und 77, die senkrecht auf einander gegenüberliegenden Seiten der Grundplatte 7 i
stehen. Das Kolb:englieJd 75 ist in axialer Richtung :beweglich in einem Lager-
78 dies Gehäuses 72 angeordnet und liegt .gegen eine Membran 79 an, die ihrerseits
einen Hohlraum 81 des Gehäuses dicht abschließt und, unter dem Druck einer in diesem
Hohlraum befindlichen Fedier 8o steht. Der Hohlraum 8i ist mit Öl gefüllt. Die Eirnwärts)bewegung
-des Kalbenglieides 75 und, der Membran 79: wird diaher !durch ,das in der Kammer
81 befind-liche Öl abgedämpft, wobei das. Öl langsam durch einen engen Kanal 82
entweicht, der auf der Oberseite der Kammer 8i vorgesehen ist (Fig.8). Während ,der
Auswärtsbewegung des Kolbens 75 und der Membran 79, die unter Einwirkung !der Feder
8o erfolgt, kehrt das aus der Kammer 8.i hinausgedrückte Öl durch :den Kanal 82
in !dieselbe zurück. .
-
Der andere Kolben 74 ist,durch ein Querlager 84 geführt und gegen
dieses abgedichtet. Das. innere Ende 74b dieses Kolbens liegt in einer in :dem Gehäuse
72 ausgebildeten Druckkammer 85. Dieser Kolben .bewirkt daher, dlaß Idas Gehäuse
und die Welle der Austragvorr.ichtung um den Zapfen 70 entgegen idem Uhrzeigersinn
geschwenkt wenden, wenn ein Druckmittel in !die Kammer 85 eingeführt wird. Zu diesem
Zweck ist in idwm Gehäuse ein Kanal 86 vorgesehen, der mit der Druckluftleitung
87 in Verbindung stecht. Diese Leitung führt zu einem solenoildebetätiigten Ventil
DSTl i (F'ig. i A), so .d:aß beim Offnen,des Ventils Druckluft durch die Leitung
87 in :die Kammer 85 fließt. Hierdurch werden idas Gehäuse 72 und der Kol.beni 74
senkrecht zu ider zwischen dem Zapfen 7:o und der Welle 21 'verlaufenden Längsachse
auseinandergedrückt. Da :das Anschliagende 74a gegen die feste Anschlagplatte 76
anliegt, bewegt dich .das. Gehäuse um dien Zap-feen 70 entgegen ,dem Uhrzeigersiin:n,
wie aus Fig. 5 hervorgeht. Die Welle 21, wind! dänn zusammen mit dem Gehäuse derart
geschwenkt, daß der Schuh 2o aus der gestrichelt gezeichneten Lage
i,ndie
ausgezogene Stellung übergeht. Bevor jedoch die Spitze 22 des Schuhes ,d'ie Seitenwandung
der Trommel erreicht, stößt das Anschlagende 75a gegen die feste Anschlagplatte
77, so daß die endgültige Auswärtsbewegung ödes Schiuhes unter der verzögernden.
bzw, stoß,dämpfenden Wirkung Ces Gliedes 75 in. der Kammer 81 :erfolgt. Dabei legt
sich ein auf dem Gehäuse 72 ausgebildeter Teil 72a geigen einen verstellbaren Anschlag
77a der Anschlagplatte 77, wodurch die horizontale Auswärtsbewegung der Schuhspitze
begrenzt wird.
-
Andererseits kann, wenn der Druck in der Kammer 8:5. auf gehaben wird,
,der Kolben 74 sich frei einwärts, bewegen. Der Austragschuh schwingt dann unter
Einwirkung der Feder 8o und der weiteren Wirkung einer starken Zugfeder 88 radial
zum Trommelinnern. Die Feder 88 ist mit ihrem Ende an einen Bolzen 89 auf der Grundplatte
7i und mit ihrem anderen Ende an :einer Öse der Führung 73 für dlie Welle befestigt.
-
Die Aufwärts- und Abwärtsbewegung des Austragschuhes erfolgt ausschließlich
durch die Einwirkung eines, Druckluftzylinders 92, der sich längs der Welle 21 erstreckt
und durch Flansche 93 an -der Führung 73 befestigt isst. Der Zylinder 9,2. besitzt
einen Kolben 94, der an seinem unteren Ende bei 95 lösbar mit dem Körper ;des Aust.ragschuhes
2o gekuppelt ist (Fig. 6). Die Länge dies Zylinders 92 und damit ,dier Hub des Kolbens
94 in demselben sind so bemeissen, daß, wenn,der Kolben sich in der oberen Endlage
befindet, der Sch-uh 2o unmittelbar unter der Kappe 3 der Trommel liegt, wie ges!trichelt
in Fig.3 angedeutet, während in der unteren Endlage der Schuh sich unmittelbar über
dem Trommelboden 4 befindet, wie in Fig. 3 ausgezogen dargestellt. Der lange Zylinder
92 hat einen oberen und einen unteren Lufteinlaß. Diese stechen mit Druckluftleifiun!gen
96 bzw. 97 in Verbi:ndun:g, welche zu einem Soleuoiidventil DSV2 führen. Mit Hilfe
dieses Ventils kann diie Druckluft entweder dem oberen oder dem unteren; Ende des
Zylinders zugeführt werden, um den Austragschuh entsprechend abwärts oder aufwärts
zu bewegen.
-
Die Strömungsgeschwindigkeit ider Luft in den Leitungen 87, 96 und
97 wird auf ein bestimmtes Maß begrenzt, -das die gewünschte Schuhbewegung ergibt.
Zu diesem Zweck können sole:noidbetätigte Ventile mit verstellbaren Luftkanälen
verwendet werden. Vorteilhafter ist es jedoch., in jeder Leitung ein Drosselventil
vorzusehen., wie es bei 9611 dargestellt ist. Diese Steuerventile sind im einzelnen
in Fig. 8A dargestellt. In Fig. iA befinden sich die Ventile in den Leitungen 87
und 96 in drer normalen Stellung, während !das Ventil in der Leitung 97 umgeschaltet
ist. Jedes der Ventile hat einen zylindrischen Hohlkörper i4o, der an einem Ende
einen Verschlußstopfen 142 enthält. Dieser ist axial ausgebohrt und enthält ein
herausnehmbares Glied 143 mit verengter Durchtrittsöffnung. Das andere Ende ist
als ringförmialer Sitz 144 für eine nichtmetallische Ventilscheilbe 145 uu.s:gebilidiet,
die auf einem im Innern des Körpers 140 befindlichen Kolben 146 sitzt. Eine Feder
147 idrückt,den Kolben auf seinen Sitz. Der Kolben hat einen mittleren Hohlraum,
der mit einem Filtermaterial r4,8 gefüllt ist. Ein herausnehmbares Glied 149 mit
einer kleinen Öffnung i5o. vervollständigt den Weg, :den. die Luft durch das Ventil
nimmt. Die Öffnung im Glied 143 und die Öffnung I50 steuern zusammen die Geschwindigkeit
der in Richtung von 143 nach 144 Üuirch das, Ventil h,indurchströmenden Luft. In
:dier entgegengesetzten Richtung wind die Luftströmung lediglich durch die Öffnung
143 gesteuert, da in diesem Fall der Kolben 146 von seinem Sitz abgehoben wird,
s.o daß :die Luft nicht durch die Öffnung i5o hindurchzugehen braucht, sonldern
andern Kolben 146 seitlich vor!beistreichen kann. Die von dem Ventil DSV i zur Kammer
85 strömende Druckluft besitzt daher eine Geschwindigkeit, ,die von der für die
beiden vorgenannten Öffnungen gewählten Größe abhängt, so daß diese Öffnungen die
Geschwindigkeit der horizontalen Auswärtsibeivegung :des A.ustragschuhes regeln.
Die Geschwindigkeit der Einwärtsbewegung des Schuhes ist ebenfalls begrenzt. Sie-
wird, wenn dler Kolben 74 unter Einwirkung der Feder 88 in die Kammer 85 zurückkehrt"durch
die Öffnung 143 gesteuert. Die Öffnung 143 ist im allgemeinen größer alis die Öffnung
I 5o. Die Luftströmung in der Leitung 96, welche die Abwärtsbewegung des Schuhes
bewirkt, wird in ähnlicher Weise gesteuert, wobei für die Rückströmung durch die
Leitung 96 während der Aufwärts#bewegun.g des Schuhes eine ähnliche Begrenzung vorgesehen
ist. Da die Steuerung in der Leitung 97 in umbekehrter Weisse erfolgen muß, wird
die Geschwindigkeit der dieser Leitung zugeführten Luft nur durch den Widerstand
der einen Öffnung 143 geregelt, während die Rückströmung bei der Abwärtsbewegung
des Schuhes durch zwei Öffnungen 143 und i5o gesteuert wird.
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Beim A:bwärtshub si:nid beide Drosselstellen in den Leitungen g6 und
97 wirksam, wobei die Drosselungen der Leitung 97 in ihrer Wirkung vorherrschen.
Beim Aufwärtshub ist nur eine Drosselung, nämlich- die der Öffnung 143, in jcider
Leitung wirksam, und ziwar herrscht diejenige der Leitung 96 vor. In dieser Weise
wird der Austragschuh mit verhältnismäßig geringer Geschwindigkeit abwärts bewegt,
um die Tiefe -der bei jeder Trommelumdrehung abgenommenen Schicht zu begrenzen.
Die Aufwürts:beweg.ung des Schuhes erfolgt dagegen, um Zeit zu sparen, mit einer
größeren Geschwindigkeit, welche jedoch so begrenzt ist, daß keine Stöße auftreten
können. Die Zeit für den Abwä.rts:hab kann beispielsweise mit etwa 8 .bi,s 16 Sekunden
und diejenige für den Auf wärtshü@b mit etwa i bis 3 Sekuntden gewählt werden.
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Wise weiter aus Fig.3 hervorgeht, besitzt die Grundplatte
7 1 einen Teil iool, der über die Innenkante der Gehäuseoberseite vorsteht.
An diesem Teil ist ein .Haltearm ioi so befestigt, daß er nach unten in die Trommel
hineinragt. Der Haltearm ist an sieinem unteren Ende als waagerechte Leiste io2
ausgebildet, die in Richtung der' Austragwelle 2I vorsteht. Die Leiste Io2 liegt
unmittelbar unterhalb
der Unterkante des Schuhes 2o, wenn dieser
sich in seiner oberen Stellung befindet. Ist dagegen der Schuh in seiner unteren
Stellung und wird desr Austragschuh durch die Feder 88 radial nach innen geschwenkt,
so li@agt,di-e Welle oi .gleitend gegen die Leiste rot an. Der im unteren Teil des
Zylinders 92 zur Auswirkung kommende Druck bie,ivegt,dann die Welle 21 aufwärts
längs der Leistenkante, bis der Schuh seine obere Lage erreicht hat. In idies@er
Lage erfolgt ein emdgülti@ges Schwenken des Schuhes nach innen, wodurch die Unterkante
dies Schuhes über ,die Leiste .zu liegen kommt. Aus @dieser @uh:°@ Stellung ides
Austragschuhes kann er daher nicht -nach unten auf den Tromm-"lb:o,den fallen, euch
wennder aufwärts -"richtete Druck im Zylinder 92 au,fgehob"e:n wird.
-
Wenn die Austragvorrichtung betätigt werden soll, wird der Aüstragantrieb
so eingestellt, daß die Trommel ihre langsame negative Drehzahl erreicht. Das Bodenventil
12 der Trommel wird gehoben, um den Auslaß 4a freizulegen. Sobald die Austragdrehzahl
erreicht ist, wird durch das Ventil DSV i Druckluft in die Kammer 85 eingelassen.
Die Schuhspitze 22 bewegt sich dann langsam nach außen in das in der Trommel befindliche
Material hinein. Während ihr durch die Drehung der Trommel das Material entgegengeführt
wird, setzt sie ihre Bewegung fort, bis sie die Seitenwandung der Trommel erreicht.
In der Zwischenzeit hat sich der Schuh von der Leiste io2 entfernt. Nachdem daher
vom oberen Ende der Feststoffe eine vollständige Schicht abgenommen ist, kann der
Schuh in der Abwärtsrichtung bewegt werden, um den Resf der Feststoffe auszutragen.
Diese Austragbewegung wird dadurch herbeigeführt, daß durch das Ventil DSV2 Druckluft
in den oberen Teil des Zylinders 92 geleitet wird. Beim Erreichen der Begrenzung
für die Abwärtsbewegung wird das Ventil DSV i betätigt, so daß die Druckluft aus
der Kammer 85 entweicht. Der Schuh wird dann durch die Einwirkung seiner Feder radial
einwärts geschwenkt, bis seine Welle 21 wieder gegen die Leiste io2 anliegt. Nun
wird die Druckluftzuführung wieder vom oberen Teil des Zylinders 92 zum unteren
Teil desselben umgeschaltet, so'daß der Schuh in seine obere Ruhestellung zurückkehrt.
Selbstverständlich kann die Einwärts- und Auswärtsbewegung des Schuhes an jeder
beliebigen Stelle seines senkrechten Hubes herbeigeführt werden, indem man einfach
das Ventil DSU i betätigt.
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Die Verwendung der oben beschriebenen Einrichtung für eine Maschine
mit automatischerAusträgung erfordert noch weitere Einrichtungen, um die folgenden
Vorgänge herbeizuführen: Einschalten des Austragantriebes am Ende einer jeden Schleuderperiode,
Heben des Bodenventils der Trommel, Einschalten der. Austragvorrichtung, Senken
des Bodenventils, Abschalten des Austragantriebes und Anhalten der Trommel, wobei
alle diese Arbeiten in der richtigen Reihenfolge durchgeführt werden müssen. Zur
selbsttätigen Steuerung der in jeder Periode erforderlichen Arbeiten ist es ferner
erforderlich, den Hauptantrieb, die Spritzeinrichtung (wenn eine solche vorhanden
ist) und die Bremse in das gleiche Steuersystem mit einzubeziehen.
-
Um den Austragantrieb und die anderen mit der Austragung verbundenen
Elemente einzuschalten, ist eine Schaltvorrichtung ZS (Fig. 1, 12 und 13) vorgesehen,
die auf die Drehzahl der Trommelwelle anspricht. Hierbei handelt es sich vorzugsweise
um einen umlaufenden Schalter an sich bekannter Ausführung, der einen oder mehrere
Kontakte betätigt, wenn die Drehzahl der Welle i i i sich dem Nullwert nähert. Er
wird von der Trommelwelle 5 über einen Keilriemen 114 angetrieben, der über die
(Antriebsscheibe 112 der Welle i i i und über die auf der Nabe des Speichenrades
35 der Hauptmotorwelle 34 befestigte Antriebsscheibe 113 läuft.
-
Um das richtige Zusammenwirken der durch die Schaltvorrichtung gesteuertenArbeitsgänge
sicherzustellen, sitzt diese zweckmäßig auf einem Halter 115, der auf einer senkrechten
Welle i 16 drehbar gelagert ist. Die Welle ist ihrerseits in- dem Gehäuse 31 geführt.
Der Halter i 15 steht unter der Einwirkung einer Feder 117, die bestrebt ist, ihn
in einer solchen Richtung um die Achse der Welle zu drehen, daß der Riemen 114 gespannt
wird. Die Feder 117 ist am einen Ende an dem Halter 115 und am anderen Ende an einer
Öse 118 des Gehäuses 31 befestigt. Der Halter 115 trägt einen Begrenzungsschalter
LS, dessen Dreharm iig gegen das Gehäuse 31 derart anliegt, daß, falls der Riemen
11.4 reißt oder von einer Antriebsscheibe abrutscht, die Feder 117 den Halter und
den Arm iig in die in Fig. 13 gestrichelt dargestellte Ausschaltstellung bringt.
Diese Bewegung öffnet einen Steuerkontakt LS 2 in dem Begrenzungsschalter
LS, wodurch das Antriebssystem ausgeschaltet und ein Steuerkontakt LS i geschlossen
wird. Dieser Steuerkontakt schaltet die Bremse der Maschine ein, indem er das Relais
BR erregt (Fig. 15), so daß die Druckluft durch das Ventil BSh und die Leitung ii
zu den Bremszylindern io strömen kann.
-
Das Heben und Senken des Bodenventils 12 der Trommel erfolgt mit Hilfe
des Ventilhebers 17, der im einzelnen in Fig. 9 bis i i dargestellt ist. Das Bodenventil
12 ist am oberen Ende mit einem ringförmigen Flansch i2o versehen, der auf seinem
Umfang derart nach unten gekrümmt ist, daß eine ringförmige Aussparung 121 entsteht.
In diese Aussparung kann das seitlich versetzte vorstehende Ende 1ä2 eines Armes
123 eingreifen. Der Arm 123 hängt normalerweise in senkrechter Richtung an einem
Drehbolzen 124, der in einem Halter 125 gelagert ist und von den gabelförmigen Enden
126 und 127 des Armes i23 erfaßt wird. Der Halter 125 besteht aus einem Stück mit
einem Rohr 128, welches von einer Platte 129, die auf dem Teil 15a der ,Gehäuseoberseite
angeordnet ist, nach unten in die Trommel hineinragt. Der Drehpunkt des Halters
ist gegenüber dem offenen Ende des Rohres 128 seitlich und nach hinten unten versetzt.
Die
gabelförmigen Enden 126 und i27 verlaufen von dem Bolzen 124
unter einem Winkel zum Arm 123 nach hinten, so daß sie unterhalb des offenenEndes
des Rohres 128 enden. An dieser Stelle verbindet ein Bolzen 13o die Enden 126 und
127 drehbar mit dem unteren Ende einer Pleuelstange 131, die senkrecht im Rohr 128
angeordnet und bei 132 gelenkig mit einem Kolben 133 im Druckluftzylir.-der 134
verbunden ist. -Dieser Zylinder ist oberhalb der Platte 129 angeordnet. Er ist an
seinem oberen und unteren Ende mit Druckluftleitungen 135 bzw. 136 verbunden, die
von einem Solenoidventil TVLSV kommen, welches das Heben und Senken des Bodenventils
steuert. Wird durch das Ventil VLSV Druckluft in den oberen Teil des Zylinders 134
eingeführt, so bewegen sich der Kolben 133 und die Pleuelstange 131 abwärts und
bringen den Arm 123 aus seiner in Fig. 9 bis i i ausgezogen dargestellten Ruhestellung
in die Arbeitsstellung, die in Fig. i i gestrichelt gezeichnet ist. Während der
Arm sich in seine Arbeitsstellung bewegt, greift das vorstehende Ende 122 desselben
in die Aussparung 121 unterhalb des Flansches i2o ein und hebt das Glockenventil
12 in die obere gekippte Stellung, wodurch der Bodenauslaß 4a freigelegt wird, wie
schematisch in Fig. i i angedeutet und in Fig. i ausgezogen dargestellt ist.
-
Durch das Heben des Bodenventils wird dieses auf die von dein Austragschuh
2o abgelegene Seite der Welle 5 gerückt, so daß es das Arbeiten des Austragschuhes
sowie die Bewegung der in der Trommel befindlichen Feststoffe und das Austragen
derselben nicht behindert. Die Trommelwelle 5 besitzt einen zylindrischen Teil 5a
größeren Durchmessers innerhalb des Glockenventils 12, der oberhalb desselben in
einen konischen Teil 5b übergeht. Unter Einwirkung des auf der Rückseite der Glocke
(auf der vom Austragschuh abgelegenen Seite) angreifenden Armes 123 gleitet und
kippt das Ventil auf den konischen Teil, so daß es schon nach kurzer Bewegung kein
Hindernis mehr, bildet. Wird das Druckluftventil VLSY umgeschaltet, so daß die Druckluft
in den unteren Teil des Zylinders gelangt, so wird der Arm 123 in seine Ruhestellung
zurückgeführt, wo er unter dem Teil i5a der Gehäuseoberseite hängt. Das Glockenventil
gleitet auf dem konischen Teil 5b in die Verschlußstellung zurück. In dieser Stellung
ist das Bodenventil vollkommen von seiner Steuereinrichtung getrennt, so daß es
gewünschtenfalls von Hand bewegt werden kann. Es liegt ferner außerhalb der Einwirkungszone
der Spritzdüse 18, der Bahn des mit der Trommel i umlaufenden Materials und des
Weges, den das in die Trommel eingeführte Material während des Beschickungsvorganges
zurücklegt.
-
Die Spritzdüse 18 steht über eine Flüssigkeitsleitung i8a mit dem
Solenoidventil WWSV in Verbindung (Fig. i A). Dieses führt der Spritzdüse eine Waschflüssigkeit
unter Druck zu, wenn das Solenoid erregt wird.
-
Das Steuersystem für die dargestellte Maschine umfaßt außerdem Elemente
für die manuelle Steuerung ihrer Funktionen sowie ein System für die automatische
Steuerung, durch das alle Arbeitsgänge, mit Ausnahme der für den Beginn eines jeden
Schleudersatzes erforderlichen, selbsttätig in der gewünschten Folge ausgelöst werden.
Die verschiedenen Steuerelemente können von beliebiger Ausbildung sein und sind
an sich bekannt. Wie aus dem Schaltplan hervorgeht, umfaßt diese Steuerung Druckknopfschalter
auf der Schalttafel P i und verschiedene solenoidgesteuerte Ventile mit Druckreglern
auf dem Rahmen CF, die alle im Bereich des Arbeiters liegen, der die Maschine bedient
(Fig. z und i A). Außerdem gehören hierzu elektrische Steuerrelais, Zeitschalter
und Motorschütze, die in größerer Entfernung von der Maschine auf Schalttafeln P
2 und P 3 an einer beliebigen Stelle untergebracht werden können (Fig.17). Die Steuerelemente
sind derart elektrisch miteinander verbunden, daß sie in der auf dem Schaltplan
der Figur 15 angegebenen Weise arbeiten. Auf diesem Plan sind die Relaiskontakte
getrennt von den Magnetwicklungen dargestellt, durch die sie geöffnet oder geschlossen
werden, um ihre Funktion besser erkennen zu lassen. Die zu einem bestimmten Relais
gehörenden Kontakte sind jedoch mit den entsprechenden Bezugszeichen versehen, wobei
gegebenenfalls zusätzliche Zahlen verwendet worden sind, um zwischen den verschiedenen
Kontakten des gleichen Relais unterscheiden zu können.
-
Die Druckknopfschalter auf der Tafel P i bewirken unmittelbar das
Schließen oder Öffnen der entsprechenden Stromkreise. Es handelt sich um die folgenden
Knöpfe: S für das manuelle Anhalten der Maschine zu einer beliebigen Zeit, RS für
die Rückstellung der automatischen Steuerungen vor dem Beginn eines neuen Arbeitskreislaufes,
R für den Beginn einer Schleuderperiode der Maschine, J um beim Hauptmotor MM manuell
die Wicklung für niedrige Drehzahl einzuschalten und dadurch eine geeignete Drehzahl
zu erzielen, L für die manuelle Betätigung des Austragantriebes, DB i für die manuelle
Betätigung des Ventils DSV i, um die Austragvorrichtung auswärts oder einwärts zu
schwenken, DB :2 für die manuelle Betätigung des Ventils DSTl2, um die Austragvorrichtung
abwärts oder aufwärts zu bewegen, W für die manuelle Betätigung des Ventils WWSV,
um dieWaschflüssigkeit durch die Spritzdüse zuzuführen, wobei dieser Vorgang durch
das Relais WR und seinen Kontakt WR i gesteuert wird.
-
Die Kontakte der Druckknopfschalter S und RS sind normalerweise geschlossen,
wie in Fig. 15 dargestellt, während diejenigen der Druckknopfschalter R,
L, J, W, DB i und DB 2 normalerweise offen sind. Das Ventil WWSV ist
ein solenoidbetätigtes Zweiwegeventil in einer Zuführungs-
Leitung
für dieWäschflüssigkeit -(nicht dargestellt). Die Ventile DCSV, DSV i und BSTl sind
solenoidgesteuerte Dreiwegeventile für die Druckluft, die mit einer gemeinsamen
Druckluftleitung i i o verbunden sind. Jedes dieser Ventile hat eine Arbeitsstellung,
bei der die gemeinsame Leitung mit der Leitung des von dem betreffenden Ventil gesteuerten
Elementes verbunden ist, und eine Ruhestellung, in der diese Leitung mit der Außenluft
in Verbindung steht. Die Ventile DSV2 und VLSV sind solenoidgesteuerte Vierwegeventile,
die ebenfalls mit der gemeinsamen Druckluftleitung i io verbünden sind. jedes dieser
Ventile hat zwei Druckluftleitungen, die zu dem von diesem Ventil gesteuerten Element
führen und jeweils die eine der Leitungen mit der Druckluftzuführung und die andere
mit der Außenluft verbinden. Wenn daher das Ventil DSV 2 in Arbeitsstellung ist,
gelangt die Druckluft in den oberen Teil des Zylinders 92 und bewegt den Austragschuh
abwärts. Ist das Ventil in Ruhestellung; so wird .der Druck im oberen Teil des Zylinders
aufgehoben und dem unteren Teil desselben zugeführt, so daß der Austragschuh gehoben
wird. Wenn das Ventil VLSV magnetisiert oder entmagnetisiert wird, so wird das Bodenventil
durch den Druck im oberen bzw. unteren Teil des Zylinders 134 entsprechend gehoben
oder gesenkt.
-
Die auf der Schalttafel P2 angegebenen Zeitschalter sind einstellbare
Zeitrelais oder Zeitver-2ögerüngsschälter an sich bekannter Ausführung. Es sind
vorteilhaft Schalter, bei denen mehrere Einzelkontakte, die auf bestimmte Zeiten
eingestellt sind, zu einer Einheit zusammengebaut sind. Es ist jedoch auch möglich,
eine größere Anzahl getrennter Relaiseinheiten zu, verwenden. Bei PT ist ein Verfahrenszeitschalter
mit fünf numerierten Kontakten dargestellt. Ein Kontrollzeitschalter mit drei Kontakten
ist mit CT bezeichnet und ein Austragzeitschalter, der vier Kontakte besitzt, mit
DT.
-
Die Antriebsmotoren und Kupplungen der Zeitschalter sind entsprechend
in Fig.15 bezeichnet, beispielsweise mit- PTM für den- Motor des Verfahrenszeitschalters
und mit PTC für die Kupplung desselben. Die Kontakte der Zeitschalter sind auf dem
Schaltplan mit entsprechenden Buchstaben und Zahlen bezeichnet. Die Bezeichnungen
I. C., T. C. und T. O. neben den .Zeitschalterkontakten in Fig. 15
bedeuten,' daß ein Kontakt entweder bei Erregung eines Zeitschalters geschlossen
wird (sofort geschlossen) oder durch die 'Einwirkung des Zeitschalters geschlossen
wird (vom Zeitschalter geschlossen) oder durch die Einwirkung des Zeitschalters
geöffnet wird (vom Zeitschalter geöffnet).
-
Außer dem Relais WR und den Zeitschaltern können die Schalttafeln
P 2 und P 3 die folgenden Einrichtungen tragen: Ein Bremsrelais BR, welches den
Stromkreis für das Ventil BSh steuert, Steuerrelais CR i, CR 2, CR
3 und CR q., ,Motorschütze L und H, welche die Wicklungen für
hohe und niedrige Geschwindigkeit des HauptantriebsmotorsMM erregen, ein MotorschützDMS,
welches die entsprechenden-Koiitakte des Aüstr@.g= motors und die Schutzrelais PFR
und PLR für Stromunterbrechungen bzw. zu niedrige Spannung steuert. Der Hauptschalter
MS (Fig. 16) steuert die gesamte Stromzuführung für das Antriebssystem. Der Erregerstrom
für die verschiedenen Steuerelemente wird von den Leitungen L i und L 2 geliefert
(Fig. 15).
-
Man erkennt, daß zur Erregung des Antriebsmotors. DM das Schütz
DMS ansprechen muß. Ferner müssen die normalerweise offenenKontakte DMS
3 dieses Schützes geschlossen werden, damit die Austragkupplung DC mit Hilfe
des Ventils DCSh zum Eingriff gebracht werden kann. Das Schütz DMS kann nur über
eine Reihe von Kontakten erregt werden, zu denen der normalerweise offene Kontakt
des Steuerrelais CR q. und die normalerweise geschlossenen Kontakte der Motorschütze
H und L des Hauptmotorantriebes gehören. Damit der Antrieb .des Austragmotors
in Tätigkeit tritt, muß daher das Relais CR q. zunächst erregt werden. Hierzu muß
der Stromkreis über den normalerweise geschlossenen Kontakt ZS i des Geschwindigkeitsschalters
geschlossen werden. Dieser Stromkreis wird von demGeschwindigkeitsschalter ZS so'
lange offengehalten, wie die Schleudertrommel mit einer Drehzahl umläuft, die für
den Austragsvorgang zu hoch ist. Der Schalter ZS schließt diesen Stromkreis erst
bei niedriger Trommeldrehzahl, beispielsweise einer solchen unter etwa 6o Umdr./min.
Der Austragantrieb kann daher erst in -Tätigkeit treten; wenn die Drehzahl der Trommel
i niedrig genug ist, um eine gefahrlose Betätigung der mechanischen Austragvorrichtung
zu gestatten. Außerdem muß das Magnetfeld des Hauptantriebsmotors durch Entmagnetisierung
der Motorschütze H und L vollkommen aufgehoben sein, bevor der Austragantrieb
durch die normalerweise geschlossenen Kontakte der Motorschütze H und L in Tätigkeit
gesetzt werden kann.
-
Die Steuerelemente sind ferner so ausgebildet, daß die mechanische
Austragvorrichtung, solange die Trommeldrehzahl zu hoch ist, in der Ruhestellung
gehalten wird und nicht arbeiten kann. Wie aus Fig. 15 hervorgeht, sind -die zur
Steuerung .der Austragvorrichtung 16 dienenden Solenoidventile DSTl i und DSV2 normalerweise
nicht erregt, da der Kontakt des Relais CR d normalerweise offen ist. Da das Relais
CR q. so lange erregt wird, wie der Kontakt CS i des Geschwindigkeitsschalters geschlossen
ist, wird während der ganzen Schleuderperiode der Maschine der Austragschuh 2o sicher
in seiner oberen, nach innen geschwenkten Ruhestellung gehalten. Zur Betätigung
der Austragvorrichtung muß der C R 4-Kontakt geschlossen werden, was nur möglich
ist, wenn der Kontakt ZS i sich bei sehr niedriger Trommeldrehzahl schließt..
-
Im nachstehenden ist die vollständige Folge der einzelnen Arbeitsvorgänge
beschrieben.
-
A. Die Maschine ist in Ruhe und der Schalter MS geschlossen.
Wenn alle Phasen sich im richtigen Verhältnis zueinander befinden, werden die
Kontakte
PFR und PLR geschlossen und das Relais CR 4 erregt.
-
B. Der Knopf I wird gedrückt, um die Schleuder auf eine zur Aufnahme
der Belastung geeignete Drehzahl zu bringen. Hierdurch wird das Motorschütz L erregt,
welches die Wicklung für niedrige Drehzahl des Motors _IIM einschaltet. Dann wird
in der üblichen Weise eine Beschickung des zu behandelnden Materials in die Trommel
eingeführt.
-
C. Jetzt wird der Knopf R gedrückt, um die Schleuderperiode und die
automatisch gesteuerte Arbeitsphase einzuleiten. Die- letztere zerfällt in die folgenden
Stufen: i. Das Relais CR i wird erregt, wodurch die Zeitschalter PT und CT
angelassen werden und das Motorschütz L über den Kontakt CR i erregt wird. Der Motor
111:'l1 arbeitet mit seiner Wicklung für niedrige Drehzahl, um die Trommel zu beschleunigen.
In der Zwischenzeit hat der Geschwindig= keitsschalter ZS seinen Kontakt ZS i geöffnet,
wodurch das Relais CR .4 während der ganzen Schleuderperiode entmagnetisiert wird.
-
2. Nach einem im voraus bestimmten Intervall, welches von der Einstellung
des Zeitschalters CT abhängt, wird der Kontakt CT 2 desselben geschlossen.
Hierdurch wird das Relais CR a erregt, das Motorschütz L entmagnetisiert und das
Motorschütz H erregt, so daß der Motor bis zu seiner vollen Drehzahl beschleunigt
wird, während er mit seiner Wicklung für hohe Drehzahl arbeitet. Außerdem wird hierdurch
der Kontrollzeitschalter angehalten, da sich der Kontakt L im Stromkreis des Motors
CTJ.I öffnet.
-
3. Nach einem im voraus bestimmten Intervall nach dem Drücken des
Knopfes R, welches von der Einstellung des Kontaktes PT 4. des Verfahrenszeitschalters
abhängt, schließt sich dieser Kontakt, wodurch das Relais WWSV erregt und ein erster
Waschvorgang mit Hilfe der Spritzdüse 18 eingeleitet wird. Dieser Waschvorgang wird
nach einer bestimmten Zeit dadurch beendet, daß der Zeitschalter den Kontakt PT
4 wieder öffnet.
-
.4. Nach einem weiteren, ebenfalls im voraus bestimmten Intervall,
welches von der Einstellung des Kontaktes PT 5 des Verfahrenszeitschalters
abhängt, schließt sich dieser Kontakt, wodurch das Relais Wii'SI' erneut erregt
und ein zweiter Waschvorgang eingeleitet wird. Dieser wird nach einem gewünschten
Zeitraum dadurch wieder unterbrochen, daß der Zeitschalter den Kontakt PT
5 öffnet.
-
5. Nach einer gewünschten Schleuderperiode, deren Länge von der Einstellung
des Kontaktes PT 2 des Verfahrenszeitschalters abhängt, öffnet sich dieser
Kontakt, wodurch das Relais CR2 und das Motorschütz H entmagnetisiert werden und
das Motorschütz L erregt wird. Der Motor 11.I wird dann auf die Wicklung
für niedrige Drehzahl umgeschaltet. so daß eine Wirbelstrombremsung entst.@ht. Gleichzeitig
wird der Kontrollzeitschalter CT über den in seinem Stromkreis liegenden Kontakt
I_ wiedzr angelassen. 6. Nach einem bestimmten Intervall der Wirbelstroinbremsung,
dessen Länge von der Einstellung des Kontaktes CT 3 .des Kontrollzeitschalters
abhängt, schließt sich dieser Kontakt. Das Relais DR wird erregt, und seine Kontakte
erregen das Relais BSV, wodurch ,die Reibungsbremse zur Anwendung ;kommt. Gleichzeitig
werden die Stromkreise der Motorschütze L und H geöffnet, so daß der Motor MM vollkommen
ausgeschaltet ist. Die Maschine wird dann mit Hilfe der Reibungsbremse kontinuierlich
abgebremst.
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7. Wenn die Drehzahl sich dem Nullwert nähert, schließt der Geschwindigkeitsschalter
ZS den Kontakt ZS i, wodurch .das Relais CR4 erregt und der Austragzeitschalter
DT über einen normalerweise offenen CR4-Kontakt angelassen. wird. Dieser Zeitschalter
übernimmt .dann die Steuerung der :#,rbeitsgänge für .das Austragen der behandelten
Feststoffe aus der Trommel. Er betätigt die verschiedenen Steuerelemente zu den
gewünschten. Zeitpunkten entsprechend der für seine Kontakte gewählten Einstellung.
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a) Zuerst schließt sich .der Kontakt DT 2, wodurch .das Schütz
D IIS des Austra.gmotors erregt wird. Dieses läßt den Austragmotor DM an, öffnet
den Kontakt D:IIS2, um das Relais BR zu entmagnetisieren und die Reibungsbremse
zu lösen, und schließt den Kontakt D,1IS3, wodurch die solenoi4-gesteuerten Ventile
DCSI' und VLSh der Austragkupplung bzw. des Ventilhebers erregt werden. Die Austragkupplung
DC wird dann wirksam. Sie bringt die Trommel auf, die negative Austragdrehzahl und
hält sie auf derselben. In der Zwischenzeit führt .der Ventilheber i7 ,das Bodenventil
12 in seine obere Stellung, so daß der Trommelauslaß 4a freiliegt.
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b) Nach einem geeigneten Intervall schließt sich der Kontakt DT
3, wodurch das Ventil DSTr i
erregt wird, so daß Druckluft in die Kammer
85 .des Austraggehäuses 72 strömt. Hierdurch wird der Austragschuh 20 nach außen
geschwenkt und dringt in die Wandung der mit der Trommel in umgekehrter umlaufenden
Feststoffe ein.
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c) Naclieinem Zeitraum, der ausreicht, um eine vollständige Lage der
Feststoffe vom oberen Ende dzrselben abzunehmen, schließt sich der Kontakt DT4,
und infolgedessen wird das Ventil DSV2 erregt. Dieses führt die Druckluft dem oberen
Teil des Zylinders 92 zu, wodurch der Austragschuli in der Trommel abwärts bewegt
wird. Während .dieser Bewegung wird der Rest der Feststoffe von d!er Trommelwandung
abgenommen, indem diese gegen die Spitze und die Vorderkante des abwärts bewegten
Schuhes geführt werden.
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d) Nach einem geeigneten Intervall der Abwärtsbewegung des Schuhes
öffnet sich der Kontakt DT 3,
wodurch das Ventil DST% i entmagnetisiert
wird. Die Kammer 85 des Austraggehäuses wird dann drucklos. so @daß die Feder 88
den Schuh 20 über den Trommelboden .4 einwärts schwenken. kann.
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!e) Nach einem geeigneten Intervall der Einwärtsbewegung des Schuhes
öffnet sich der Kontakt
DT q., wo-durch das Ventil DSV2 entmagnetisiert
wird. Dieses Ventil -schaltet die Druckluft vom oberen Teil auf den unteren Teil
des Zylinders g2 um, so,daß sich die Austragwelle und,der Schuh 2o aufwärts bewegen.
Die Welle gleitet auf der Leiste io2 entlang-, his der Schuh seine obere Ruhestellung
erreicht hat. An dieser Stelle zieht die Feder 88 die Austragvorrichtung noch weiter
nach innen, so daß sich der Schuh auf die Oberseite der Leiste Tot legt.
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f) Nach einem geeigneten Intervall der Auswärtsbewegung des Schuhes
öffnet sich der Kontakt DT 2, wodurch das Motorschütz DMS entmagnetisiert
wird. Dieses entmagnetisiert seinerseits,den Austragmotor DM und die Ventile
DCSV und VLSV; während das Relais BR wieder erregt wird. Der Austragantrieb wird,daher
sowohl durch Lösen seiner Kupplung als auch durch Anhalten seines Motors stillgesetzt.
Der Druck wird auf ch.n unteren Teil des Ventilzylinders 134 umgeschaltet, um das
Bodenventil der Trommel zu senken. Das solenoidbetätigte Bremsventil wird erregt,
wodurch die Reibungsbremse angezogen und die Rückwärtsdrehung der Maschine angehalten
wird.
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D. Abschließend wird -der Rückstellknopf RS gedrückt, um alle Steuerkreise
wieder zu öffnen. Hierdurch wird das Relais CR i entmagnetisiert, ,die Zeitschalter
PT, CT und DT werden in ihre Grundstellung zurückgeführt, und die Reibungsbremse
wird gelöst. Die Maschine ist dann für einen neuen Arbeitskreislauf bereit.
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Es versteht sich von selbst, daß die vorstehende Beschreibung und
die Zeichnungen lediglich als Ausführungsbeispiel gedacht sind und der Erfindungsgedanke
auch in einer anderen als der ausdrücklich beschriebenen Weise verwirklicht werden
kann, ohne daßdamit -der Schutzumfang der Erfindung verlassen wird.