DE89105C - - Google Patents

Info

Publication number
DE89105C
DE89105C DENDAT89105D DE89105DA DE89105C DE 89105 C DE89105 C DE 89105C DE NDAT89105 D DENDAT89105 D DE NDAT89105D DE 89105D A DE89105D A DE 89105DA DE 89105 C DE89105 C DE 89105C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
holes
sieve
center
eye
glasses
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT89105D
Other languages
English (en)
Publication of DE89105C publication Critical patent/DE89105C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02CSPECTACLES; SUNGLASSES OR GOGGLES INSOFAR AS THEY HAVE THE SAME FEATURES AS SPECTACLES; CONTACT LENSES
    • G02C7/00Optical parts
    • G02C7/16Shades; shields; Obturators, e.g. with pinhole, with slot
    • G02C7/165Shades; shields; Obturators, e.g. with pinhole, with slot with stenopaeic apertures

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Ophthalmology & Optometry (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Eyeglasses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Brille, welche bezweckt, die Sehschärfe bei hochgradiger Kurzsichtigkeit zu bessern und die Kurzsichtigen zu befähigen, mit entsprechend schwächeren Gläsern auf eine Entfernung von etwa J/3 m zu lesen. Die starken Concavgläser haben nämlich die unangenehme Eigenschaft, dafs sie die Gegenstände verkleinern und verzerren und oft schädlich wirken.
Vorliegende Brille bezweckt eine Abhülfe dieses Uebelstandes. Sie besteht aus einer Siebplatte (für jedes Auge) mit einem entsprechend schwachen Glase oder aus einer Siebplatte allein. Die besondere Wirkung dieser Brille beruht hauptsächlich auf der eigenartigen Durchbohrung der Siebplatte, und zwar liegen die Löcher der Siebplatte auf den Schnittpunkten von Strahlen, die man aus der Mitte der Siebfläche in gleichmäfsiger Vertheilung zieht, mit den gleich weit von einander abstehenden, um den Strahlenmittelpunkt geschlagenen Kreisen, wobei jedem Schnittpunkt ein Siebloch entspricht.
Die günstige Wirkungsweise der auf solche Weise durchbohrten Siebplatte ist folgendermafsen zu erklären.
Wenn man die Hornhautoberfläche des Auges als eine Rotationsfläche ansieht, so werden nach dem S nel Ii us'sehen Brechungsgesetze alle diejenigen Strahlen, welche vom Mittelpunkt der Rotationsfläche gleich weit entfernt sind, gleich stark gebrochen, müssen sich also in einem Punkte vereinigen. Es werden also, da die Anordnung der Löcher in vorliegender Brille auf dem Umfange concentrischer Kreise liegt (Fig. 1), die Lichtstrahlen je eines Kreises sich immer in einem Punkte schneiden, und da die concentrischen Kreise eng an einander liegen, so wird eine Anzahl von nach einander liegenden Schnittpunkten entstehen, die man als eine Brennlinie bezeichnen kann. Durch die Anpassung des Auges wird diese Brennlinie öder Fläche in nahezu einem Punkt vereinigt (Fig. 3), so dafs also ein scharfes Bild auf der Netzhaut entstehen mufs.
Brillen oder Platten mit Durchbohrungen zum Zwecke des besseren Sehens sind nicht neu. So veröffentlichte vor etwa 2 Y2 Jahren Dr. A. Roth eine Schrift über eine neue Siebbrille, und zwar betonte er, dafs die Löcher je nach dem Falle zweckmäfsige Gröfse und zweckmäfsigen Abstand von einander haben müssen. Endlich müssen sie gleich weit von einander entfernt sein. Letzteres wird dadurch erreicht, dafs je drei Löcher ein gleichschenkliges Dreieck bilden.
Ueberträgt man die Wirkung des oben erwähnten Sη elIiu s 'sehen Brechungsgesetzes auf die Dr. Roth'sehe Brille, so folgt daraus:
Wenn auch bei Dr. Roth die Abstände der Löcher seiner Siebplatten, sowie ihr Durchmesser ganz zweckmäfsig gewählt sind, so bringen jedoch alle diejenigen Löcher, welche vom Mittelpunkt der Platte nicht gleich weit entfernt sind, die durchfallenden Strahlen nicht in einem gemeinschaftlichen Schnittpunkt oder in einer Brennlinie zur Wirkung, sondern beeinträchtigen im Gegentheil die Wirkung der übrigen in einem Punkte geschnittenen Strahlen, indem sie auf der Netzhaut des Auges Zer-
Streuungskreise hervorbringen. Es fallen also bei der Roth'sehen Brille (Fig. 2) eine Menge Strahlen, da sie nicht gleich weit vom Mittelpunkt entfernt sind und daher verschieden stark gebrochen werden, aus, und zwar fallen um so mehr Strahlen aus, je weiter die Kreise vom Mittelpunkt der Fläche entfernt sind. Der Umfang der Platte wirkt aber auch zur Erhellung des Gesichtsfeldes wesentlich mit, so dafs also auch das Gesichtsfeld bei der Rothschen Platte viel weniger stark erhellt ist.
Als zweiter Punkt für die Wirksamkeit der Anordnung der Löcher der Siebplatte in concentrischen Kreisen ist Folgendes hervorzuheben:
Bei der Kleinheit des Raumwinkels, von welchem das Sehfeld begrenzt wird, würde ein einziges Loch genügen, wenn das Auge unbeweglich hinter demselben stände. Die Bewegungen des Auges, die aber fortwährend zum Zwecke des Sehens gemacht werden, erfolgen nun in Kreisbewegungen um einen Drehpunkt, d. h. es beschreibt die mathematische Blicklinie bei den einzelnen Bewegungen von der Ruhelage ausgehende Halbmesser eines Kreises, dessen Mittelpunkt der der Ruhelage entsprechende Punkt ist. Stehen nun die Löcher der Platte gleichzeitig auf Strahlen, deren Schnittpunkt ein mittleres Sehloch ist, so wird bei den Seitenbewegungen des Auges am leichtesten ein weiteres entsprechendes Sehloch gefunden. Aus der oben erwähnten Thatsache der Kleinheit des Sehwinkels geht auch der Grund hervor, weshalb der Abstand der Löcher von einander ein versuchsweise gefundener, ganz bestimmter ist. Die Löcher müssen zweckmäfsig so weit von einander stehen, dafs die Sehfelder, welche durch sie gesehen werden (die ja infolge der Bewegung des Lichtes am Rande der Löcher gröfser sind, als sie nach der Gröfse des Sehwinkels sein sollten), sich gerade berühren. Stehen die Löcher zu weit, so wird das Gesichtsfeld unterbrochen, stehen sie zu eng, so wird durch zwei Löcher zugleich hindurchgesehen und die Gesichtsfelder überdecken sich zum Theil, so dafs lästige Zerstreuungskreise entstehen.
Der dritte Punkt für die Wirksamkeit der Anordnung der Löcher in concentrischen Kreisen ist folgender: Es wird hauptsächlich durch die Mitte der Platte gesehen, die Pupille ist rund, die Anordnung der,Löcher ist ebenfalls eine runde. Es schmiegt sich also die Form der Anordnung der Löcher der Form der Pupille an. Da es wirksam ist, möglichst viel Löcher, wenn auch in begrenzter Anzahl, auf einen geringen Raum zu vertheilen, so ist "die Anordnung auf dem Umfange eines Kreises die zweckmäfsigste, weil auf die geringste Raumverwendung die entsprechend meisten Löcher kommen. Es wird also bei der Anordnung der Löcher einer Platte, wie sie im Vorhergehenden beschrieben ist, die möglichst gröfste Ausnutzung aller durch die Löcher gehenden Lichtstrahlen erreicht und dadurch die besondere Wirkung in Bezug auf die Sehschärfe erzielt.
Wie jedes derartige Hülfsmittel läfst sich vorliegende Siebbrille sowohl für beide, als; auch für jedes Auge allein benutzen, indem dann nur das bedürftige Auge mit einer Siebplatte versehen wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Siebbrille für Kurzsichtige, bei welcher die Löcher der Siebplatten auf den Schnittpunkten von aus der Mitte der Siebfläche in gleichmäfsiger Vertheilung gezogenen Strahlen mit gleich weit von einander abstehenden, um den Strahlenmittelpunkt geschlagenen Kreisen liegen und jedem Schnittpunkte ein Siebloch entspricht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT89105D Active DE89105C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE89105C true DE89105C (de)

Family

ID=360951

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT89105D Active DE89105C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE89105C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19836012C2 (de) * 1998-08-10 2003-11-27 Efim Kipernik Anwendung einer Löcherbrille zur Verbesserung und zur Behandlung der Sehkraft mindestens eines Auges

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19836012C2 (de) * 1998-08-10 2003-11-27 Efim Kipernik Anwendung einer Löcherbrille zur Verbesserung und zur Behandlung der Sehkraft mindestens eines Auges

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102005003699B4 (de) Vorrichtung und Verfahren zum Bestimmen von optischen Parametern eines Benutzers; Computerprogrammprodukt
CH618086A5 (de)
DE1807671A1 (de) Linsen-Spiegel-Vorrichtung
DE89105C (de)
DE8704606U1 (de) Ophthalmoskop
DE3535073A1 (de) Photoablationsblende
DE60008827T2 (de) Testkarten für Metamorphopsie
Pollack The effects of fixation upon the apparent magnitude of bounded horizontal extent
DE19807716C2 (de) Lochbrille, die zwei Lochblenden mit verstellbaren Löchern aufweist
DE69106053T2 (de) Head-up-Anzeige und Helm mit wenigstens einer derartigen Anzeige.
DE3135703A1 (de) Vorrichtung zur bestimmung des kruemmungsradius der cornea des auges eines patienten
DE237072C (de)
DE48010C (de) Zeichenapparat
DE3013013C2 (de) Reihenoptotypentafel
DE3050544C1 (de) Einrichtung zur Markierung der Augenhornhaut bei der chirurgischen Operation
DE4036964A1 (de) Vorrichtung zur untersuchung des sehvermoegens
DE3808420C2 (de) Anordnung zum Untersuchen des Schielens
DE3617416A1 (de) Vorrichtung zum trainieren der augenmuskulatur
DE640084C (de) Zusatzgeraet zur Spaltlampe fuer augenaerztliche Untersuchungen
DE375491C (de) Beidaeugiges Augenglas zum gleichzeitigen Gebrauch fuer Naehe und Ferne
DE10222436B4 (de) Vorrichtung zur Verbesserung des Sehvermögens
DE10245460A1 (de) Vorrichtung zur Steigerung des Visus und Verbesserung des Sehvermögens besonders bei Sehbehinderten mit Netzhauterkrankungen
DE273563C (de)
DE965151C (de) Vorrichtung zum Pruefen der Sehschaerfe
EP1903928B1 (de) Verfahren und vorrichtung zum prüfen des nachtsehens