DE890789C - Verfahren zur Kühlung des bei der Kaliro'hsalz-Verarbeitung anfallenden Rückstandes - Google Patents
Verfahren zur Kühlung des bei der Kaliro'hsalz-Verarbeitung anfallenden RückstandesInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C01D3/04—Chlorides
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Description
Der bei der Verlosung der Kalirohsalze anfallende
Rückstand besteht immer überwiegend aus Steinsalz; je nach der chemischen Zusammensetzung
des Rohsalzes enthält er außerdem noch andere Bestandteile, wie Kieserit, Anhydrit, Ton
usw. Der Rückstand wird allgemein auf Planfiltern trockengesaugt, d. h. von der anhaftenden kalih'altigen
Lauge zwecks Gewinnung dieses Kalis weitgehend befreit. Soweit der Löseprozeß aufnahmefähig
für Wasser ist, wird auf dem Planfilter etwas nachgewaschen (gedeckt), um die restliche
anhaftende Lauge durch Wasser zu verdrängen oder sie wenigstens zu verdünnen. In allen Fällen
von Heißiverlöisung hat der vom Planfilter kommende Rückstand eine Temperatur von mindestens
700. In manchen Fällen nun, vor allem wenn der Rückstand als Versatz in den Schacht zurückgebracht
wird, ist dessen Wärmeinhalt im Hinblick auf die Grubentemperatur und die Arbeitsbedingungen
im Schacht unerwünscht. Man pflegt in solchen Fällen den Rückstand in besonderen Apparaten zu kühlen, z. B. in großen Trommeln, durch
welche Kühlluft im Gegenstrom mit dem Rückstand gesaugt wird. Diese Anlagen zur Rüekstandskühlung
sind zwar wirksam, aber sowohl in der Anschaffung wie im Betrieb teuer.
Nach der Erfindung wird die Kühlung des Rückstandes auf dem Planfilter durchgeführt, and zwar
durch Anwendung einer Kühlflüssigkeit. Wie bereits erwähnt, ist es üblich, auf dem Planfilter zur
Verdünnung der anhaftenden kalihaltiigen Lauge, d. h. zur Verminderung der Kaliverluste, mit etwas
Wasser zu decken. Ein nennenswerter Kühleffekt
ist mit der Anwendung der üblichen· Deckwassermengen
nicht verbunden. Die Anwendung größerer Wassermengen ist aber nicht ohne weiteres mög-Hch,
einmal weil dadurch ein nicht (unbeträchtlicher - Anteil -des Rückstandes aufgelöst würde, was schon
deswegen unerwünscht ist, weil der Rückstand ja nur dann gebuhlt wird, wenn er in der Grube zum
Versatz benötigt wird. Zum anderen ist der LÖseprozeß eines Kalibetriebes meist nur beschränkt
aufnahmefähig für die entstehende Decklauge, und der Abstoß der entstehenden Lauge wäre mit KaIiverlusten-verbunden
und häufig überhaupt schwierig. Die Kühlung mit Flüssigkeit in größerem Umfang ist deshalb nur unter Anwendung einer besonderen
Maßnahme, nämlich der Kreislauffuhrung der Kühlflüssigkeit, möglich. Dadurch wird, auch wenn
man zunächst Wasser anwendet, eine weitere Auflösung von Rückstand unmöglich, weil das Wasser
sich schon beim ersten Durchgang mit Steinsalz sättigt. Man kann aber auch, um jede Steinsalzauflösung
von vornherein zu vermeiden, eine auf vielen Betrieben irgendwie anfallende Nia Cl-haltige
Lösung verwenden. Durch die Anwendung größerer Kühlfiüssigkeitsmengen inn 'Kreislauf reichert sich
diese erst allmählich an Chlorkialium an. Bei einer
bestimmten Konzentration, die einerseits von der Flüssigkeitsaufnahmefähigkeit des Löseprozesses
und andererseits von der wirtschaftlichen Bedeutung des K Cl-Verlustes, im Rückstand abhängt,
wird die Kühlflüssigkeit in den Löseprozeß abgegeben, und zwar entweder insgesamt, so daß dann
wieder mit Wasser bzw. Steinsalzlösung begonnen wird, oder es wird laufend ein gewisser
Anteil der Lauge -abgestoßen und durch Wasser bzw. Steinsalzlösung ersetzt. Die Kreislauflösung
muß, nachdem sie, falls notwendig, nach dem Austritt aus dem Planfilter geklärt worden ist, selbstverständlich
vor ihrer Wiederverwendung gekühlt werden, ■ was wenigstens dann, wenn es sich bei
verhältnismäßig kleiner Verarbeitung nur um· geringe Mengen handelt, ohne große Kosten entweder
in den in der Kaliindustrie üblichen Kühlkasten oder 'in irgendeiner anderen Anlage möglich
ist. Die Flüssigkeitskühlung darf natürlich nicht zu einer Erhöhung des Endieuchtigkeitsgehalts im
Rückstand führen. Gut arbeitende Planfilter erlauben jedoch die Anwendung beträchtlicher Flüssiigfceitsmengen.
Claims (3)
1. Verfahren zur Kühlung des bei der Kalirohsalz-Verarbeitung anfallenden Rückstandes,
dadurch gekennzeichnet, daß der Rückstand auf dem Planfilter mit einer Kühlflüssigkeit beaufschlagt
wird, welche nach dem Durchtritt durch das Planfilter gekühlt und im Kreislauf zum
Planfilter zurückgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kreislauflauge nach Erreichung eines bestimmten Chlorkaliumgehalts ganz oder teilweise erneuert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Vermeidung von
Steinsalzauflösung zum Kühlen bzw. Decken des Rückstandes von vornherein eine Steinsalzreiche
Lösung verwendet wird.
Angezogene Druckschriften:
Ulimann, »Enzyklopädie der technischen Chemie«, 2. Aufl., Bd. 6, S. 346, 348, 349.
1 5427 9.53
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE890789C true DE890789C (de) | 1953-08-13 |
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