DE890747C - Walzen, kollerganigartige Vorrichtungen od. dgl. zur Durchführung pulvermetallurgischer Verfahren - Google Patents

Walzen, kollerganigartige Vorrichtungen od. dgl. zur Durchführung pulvermetallurgischer Verfahren

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DE890747C
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DE
Germany
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silicon carbide
carbon
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Expired
Application number
DENDAT890747D
Other languages
English (en)
Inventor
Krefeld Karl Ballhausen
Original Assignee
Deutsche Edelstahlwerke Aktiengesellschaft, Krefeld
Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B27/00Rolls, roll alloys or roll fabrication; Lubricating, cooling or heating rolls while in use
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22FWORKING METALLIC POWDER; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM METALLIC POWDER; MAKING METALLIC POWDER; APPARATUS OR DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR METALLIC POWDER
    • B22F3/00Manufacture of workpieces or articles from metallic powder characterised by the manner of compacting or sintering; Apparatus specially adapted therefor ; Presses and furnaces
    • B22F3/18Manufacture of workpieces or articles from metallic powder characterised by the manner of compacting or sintering; Apparatus specially adapted therefor ; Presses and furnaces by using pressure rollers

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Description

Zur Durchführung pulvermetallurgischer Verfahren, bei denen ein elektrisch leitendes Pulvergemisch unter Druck und unter gleichzeitigem Durchleiten elektrischen Stromes zur Reaktion gebracht wird, werden einem' nicht vor.bekannten Vorschlag zufolge der mechanische Druck auf das pulverförmige Ausgangsgemisch und die elektrische Stromizufiü'hrung zur Erzeugung der Reaktionstemperatur durch Walzen aus Kohl'e oder Graphit bewerkstelligt. Das Pulvergemisch wird den umlaufenden Walzen zugeführt, die Reaktion findet im Walzenspalt statt. An Stelle von Waken können auch !kollergangartige Vorrichtungen benutzt werden, wobei die ,Stromzuführung über den Kollergangteller bzw. über die Kollergangwalzen erfolgt, die ebenfalls aus Kohle oder Grap'hk herzustellen sind. Pulvermetallurgische Verfahren sind auf diese Weise kontinuierlich und im festen Zustand durchführbar. ,So ist es beispielsweise möglich, Metalloxyde oder Enz zu reduzieren, Karbide zu bilden, auch 'bei Anwendung von so hohen Temperaturen, daß das anfallende Erzeugnis gesintert wird, auch Werkstoffe herzustellen, wie Hartmetall, gesintertes Eisen oder auch Stahl·, Metallegierungen od. dgl. Je nachdem, welche Reaktionen auf diese Weise durchgeführt werden sollen, hat es sich im einem gewissen Umfang als nachteilig erwiesen,, daß die Walzen aus Kohle oder Graphit eine nicht genügend hohe Härte besitzen oder aber auch in zu starkem Maße sich an den Reaktionen beteiligen, beispiels-
weise wenn es: sich um solche Vorgänge handelt, ,bei denen Kohlenstoff verbraucht wird. Um diese Schwierigkeit zu !beseitigen, wurde bereits vorgeschlagen, die Walzen auch aus- anderen Stoffen herzustellen. Es hat sich nun- gezeigt, daß es vorteilhaft ist, die Arbeitsflächen der aus Kohle oder Graphit hergestellten Walzen, Teller usw., die mit dem Pulvergemisch in Berührung stehen, mit einer Schicht aus Siliciumkarbid zu versehen. Derartig ίο ausgebildete Walzen, Teller u. a. Vorrichtungen haben den Vorteil, besonders hart zu sein, ohne daß die Stromleitung 'durch die harte Schicht derart •behindert wird, daß die Walzen selbst unerwünscht hohe Temperaturen annehmen,, was dann der Fall sein könnte, wenn die Walzen durchgehend aus Siliciumkarbid bestünden. Die an der Arbeitsfläche mit einer Siliciumkarbidschicht versehenen Walzen oder anderen Teile der Vorrichtungen haben auch nicht 'mehr die Neigung zum· Kleben und Backen mit dem durchgesetzten Pulvergemisch, und das Siliciumkarbid ist hinreichend reaktionsträge, so daß eine Beteiligung dieser Teile an den Reaktionen nicht .mehr stattfindet.
Die Siliciumkarbidschicht kann auf der Oberfläche der Kohle- bzw. Graphitkörper in jeder beliebigen, an sich bekannten Weise erzeugt werden. Besonders vorteilhaft ist es, wenn erfindungs gemäß zur Herstellung der Siliciumkarbidschicht auf den einzelnen Teilen wie folgt verfahren wird: Die Vorrichtung wird mit den üblichen Graphit- oder Kohlewalzen, oder wenn es sich um eine kollergangartige Vorrichtung handelt, mit den üblichen Kollergangwalzen und Koilergangtel'lern aus Kohle oder Graphit aufgebaut. Die auf diese Weise betrielbsfertig zusammengesetzte Vorrichtung wird mit einem Gemisch aus Kieselsäure und Kohlenstoff beschickt. An Stelle von Kieselsäure kann auch Quarzmehl oder Seesand benutzt werden, und es ist auch möglich, das Gemisch aus mehreren dieser Bestandteile und Kohlenstoff zu bereiten. Kohlenstoff kann in Form· von Kohle, Graphit, Koks od. dgl. zugesetzt werden. Die einzelnen Bestandteile sind feinst .gemahlen, und innig miteinander gemischt. Das Gemisch wird unter Stromidurchgang und unter Umlauf der Walzen bzw. der sonstigen druckausübenden Teile gepreßt. Es setzt sich zu Siliciumkarbid um. Die dabei entstehenden SiIiciumdämpfe dringen in die Arbeitsfläche der Walzen ein und bilden hier Siliciumkarbid. Eine bestimmte Schicht der Walzenoberfläche wird also in Silicumkarbid umgewandelt und bildet einen ausgezeichneten Schutz gegen Verschleiß und sonstige Angriffe. Die Dicke der zu erzeugenden Schicht kann nach Wunsch gewählt werden, und sie wird um so stärker, je langer die Vorrichtung mit dem das Siliciumkarbid erzeugenden Gemisch betrieben wird,

Claims (2)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Waken, koHergangartige Vorrichtungen od. dgl. aus Kohle oder Graphit zur Durchführung pulvermetallürgischer Verfahren unter gleichzeitigem Durchheften von elektrischem Strom durch das zu behandelnde Pulvergemisch., dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsflächen der druckausübenden Teile (Walzen, Kollergangwälzen,-Teller usw.) mit einer Schicht aus Siliciumkarbid versehen sind.
2. Verfahren zur Herstellung der ISiliciumkarbidschicht der druckausübenden Teile nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Teile unbehandelt eingebaut, die Vorrichtung mit einem Gemisch aus Kieselsäure, Quarzmehl, Seesand einzeln oder zu mehreren und Kohlenstoff 'beschickt und so lange unter Stromdurchgang betrieben wird, bis die Siliciumkarbidschicht auf den Teilen hinreichende Stärke erreicht hat."
Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 15499:8; britische Patentschrift Nr. 289477; UiSA.-Patentschrift Nr. 1 343 977.
I 5427 9.53
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