DE88960C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE88960C DE88960C DENDAT88960D DE88960DA DE88960C DE 88960 C DE88960 C DE 88960C DE NDAT88960 D DENDAT88960 D DE NDAT88960D DE 88960D A DE88960D A DE 88960DA DE 88960 C DE88960 C DE 88960C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- bobbin
- brake
- spindle
- diameter
- brake shoes
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 230000000694 effects Effects 0.000 claims description 5
- 238000009987 spinning Methods 0.000 claims description 3
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 2
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01H—SPINNING OR TWISTING
- D01H7/00—Spinning or twisting arrangements
- D01H7/02—Spinning or twisting arrangements for imparting permanent twist
- D01H7/24—Flyer or like arrangements
- D01H7/44—Drag arrangements for bobbins or flyers
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 76: Spinnerei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 11. Januar 1896 ab.
Beim continuirlichen Spinnprocefs wird das Aufwickeln des Fadens auf die Spule dadurch
bewirkt, dafs Spule und Spindel sich in gleicher Richtung, aber mit verschiedener Geschwindigkeit
drehen. Ob die Spindel oder die Spule schneller läuft, ist für die Wirkung des Aufwindens
einerlei. Bei diesem Verfahren ist es sehr schwierig, den Faden stets in gleicher
Spannung zu erhalten, da der Flügel bei wachsendem Durchmesser der Spule an einem
beständig gröfser werdenden Hebelarm wirkt und daher der Spule auch eine beständig
gröfser werdende .Winkelgeschwindigkeit ertheilt. Diesem Moment wird allerdings durch
das beständig zunehmende Gewicht der Spule entgegengewirkt, und bei sehr elastischen
Garnen kann man auf besondere Vorrichtungen zum Regeln der Fadenspannung verzichten.
Bei stärkeren, unelastischen Garnen müssen jedoch besondere Vorkehrungen getroffen werden,
um bei wachsendem Durchmesser der Spule die Spannung des Fadens gleichmäfsig zu erhalten. Bei feinen Garnen und kleineren
Spulen genügt für diesen Zweck eine unter der Spule angebrachte Filzscheibe, bei gröfseren
Spulen und stärkeren Garnen werden dagegen besondere Bremsschnüre verwendet, welche sich
gegen den Rand der Spulenscheibe legen. Mit wachsendem Durchmesser der Spule müssen
diese Bremsschnüre von Hand oder mittelst geeigneter Vorrichtungen so umgelegt werden,
dafs sie einen, immer gröfseren Bogenabschnitt des Spulenrandes umfassen.
Von dem richtigen und gleichmäfsigen Nachlegen dieser Bremsschnüre hängt die Gleichmäfsigkeit
der Fadenspannung ab.
Bei der den Gegenstand der.. vorliegenden Erfindung bildenden Bremsvorrichtung wird
nun eine wachsende Bremswirkung bei wachsendem Spulendurchmesser in einfachster Weise
vollkommen selbstthätig durch an der Spule angebrachte, der Centrifugalkraft unterworfene,
bewegliche Bremsbacken erzielt, welche sich je nach der Winkelgeschwindigkeit mit geringerem
oder gröfserem Druck gegen ihre Reibungsflächen legen.
Eine mit einer derartigen Bremsvorrichtung versehene Flügelspindel ist in Fig. 1 im Verticalschnitt
dargestellt. Fig. 2 zeigt die die Bremsbacken tragende Scheibe in oberer Ansicht.
Auf der Spindel ά ist in bekannter Weise die Spule b verschiebbar angeordnet, welche
mittelst der Spulenbank d gehoben und gesenkt wird. Auf dieser ist der Bremsring c
befestigt, gegen dessen Innenseite sich die Bremsbacken g legen. Diese sind um Bolzen f
der frei auf der Spindel drehbaren Scheibe e drehbar, welche durch Stifte h mit der Spule b
gekuppelt wird.
Wenn die Spule durch die Spindel in Umdrehung versetzt wird, legen sich die Bremsbacken
g gegen den Bremsring c und üben einen um so gröfseren Druck auf denselben
aus, je gröfser die Winkelgeschwindigkeit der Spule ist. Da nun diese direct von dem
Durchmesser des Garnkörpers abhängig ist, so wird auch mit wachsendem Durchmesser des
Garnkörpers ganz selbstthätig die Bremswirkung
entsprechend vergröfsert, so dafs eine durchaus gleichmäfsige Fadenspannung erzielt wird. Für
verschiedene Garnnummern können die Bremsbacken gegen entsprechend leichtere oder
schwerere Bremsbacken ausgetauscht werden. Anstatt die Bremsbacken drehbar zu lagern,
können dieselben auch in geeigneten Führungen radial verschiebbar angeordnet werden. Eine
derartige Ausführungsform ist in Fig. 3 und 4 dargestellt.
Diese Centrifugalbremse ist in ihrer Anwendung nicht auf Scheibenspulen beschränkt,
sie kann vielmehr auch für Spindeln jeder Construction benutzt werden, wenn direct
auf die nackte Spindel aufgewunden wird. In diesem Falle wird die Scheibe e auf geeignete
Weise' mit der Spindel verbunden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Centrifugalbremse für Spulen und Spindeln von Spinnmaschinen, bei welcher bei wachsendem Durchmesser des Garnkörpers eine erhöhte Bremswirkung behufs genauer Regelung der Fadenspannung dadurch erzielt wird, dafs an der Spule oder der Spindel frei beweglich angeordnete Bremsbacken (g) sich gegen einen feststehenden Bremsring (c) anlegen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE88960C true DE88960C (de) |
Family
ID=360814
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT88960D Active DE88960C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE88960C (de) |
-
0
- DE DENDAT88960D patent/DE88960C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE708732C (de) | Spulvorrichtung fuer kuenstliche endlose Faeden u. dgl. insbesondere solche aus Glas | |
| DE88960C (de) | ||
| DE904753C (de) | Kreuzspulmaschine | |
| DE591837C (de) | Vorrichtung zum Wickeln von Draht von einer auf eine andere Spule, insbesondere zur Herstellung von Spulen fuer elektrotechnische Zwecke | |
| DE7241988U (de) | Vorrichtung zum kontinuierlichen aufwickeln von faeden und garnen | |
| DE2330961B2 (de) | Vorrichtung zur Bildung einer Fadenreserve auf einer Aufwickelspule mit wilder Wicklung an schnellaufenden Spulmaschinen | |
| DE555630C (de) | Umspulvorrichtung fuer Draehte oder Baender, insbesondere fuer Sprechdraehte von elektromagnetischen Sprechmaschinen | |
| DE174027C (de) | ||
| DE449957C (de) | Aufspulvorrichtung, insbesondere fuer sehr feine Draehte und Faeden, mit selbsttaetiger Einschaltung einer Antriebsvorrichtung fuer die Ablaufspule | |
| DE1919508A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Auf- und Abspulen von faden- bzw. bandartig gestreckten Werkstoffen | |
| DE716950C (de) | Spinnteller | |
| DE634830C (de) | Umspinneinrichtung | |
| DE348133C (de) | Kreuzschussspulmaschine | |
| DE1032137B (de) | Fadenspannvorrichtung an Zwirnspindeln | |
| DE85957C (de) | ||
| AT158546B (de) | Garnhaspel. | |
| DE10199C (de) | Flügel für Ringspindeln | |
| DE2550411C3 (de) | Fadenliefervorrichtung für Textilmaschinen | |
| DE212983C (de) | ||
| DE73939C (de) | Selbstthätige Ausrückvorrichtung für Spulmaschinen zum Aufspulen von Weifgarn auf Spulen oder Röhrchen | |
| DE221100C (de) | ||
| DE1009987B (de) | Abstellvorrichtung an einer Kreuzspulmaschine mit Treibtrommeln, insbesondere zur Herstellung von gefachten Kreuzspulen | |
| DE64191C (de) | Drossel-Spinnmaschine | |
| DE255399C (de) | ||
| DE2902187C2 (de) | Fadenzuführung bei Steppmaschinen |