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Blinkgeber für Blinklichtanlagen Die üblichen Blinklichtanlagen bestehen
im allgemeinen aus einem Blinkgeber mit .einem mehr oder weniger umfangreichen Schaltungsaufwand
mit zusätzlichen Relais für die Kontrollschaltung u. dgl., um ein einwandfreies
Aufleuchten der Blinklampen sowie eine Kontrolle bei Ausfall einer oder mehrerer
Blinklampen zu erhalten.
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Die Erfindung bezieht sich nun auf einen Blinkgeber, der so gebaut
und geschaltet ist, daß zusätzliche Relais für die Blinklichtanlage in Wegfall kommen.
Auf diese Weise werdender Aufbau und die Wirkungsweise von Blinklichtanlagen jeder
Art wesentlich vereinfacht und verbessert.
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Dieses Ziel wird nach der Erfindung dadurch erreicht, daß der Wicklung
des Blinkgebers eine Zusatzwicklung periodisch parallel zugeschaltet wird und beide
Wicklungen zu der oder den Blinklampen oder Blinklampenstromkreisen in Reihe vorgeschaltet
sind. Diese beiden unter sich parallel geschalteten Wicklungen sind ferner so bemessen,
daß die Blinklampe oder -lampen im Takt des Blinkgebers aufleuchten und bereits
schon bei Ausfall von auch nur einer Blinklampe dunkel bleiben und den Blinkgeber
außer Betrieb setzen. Ein solcher Aufbau ist nicht nur bei rotierenden Blinkgebern
möglich, bei denen die vorgenannten Wicklungen die Erregerwicklungen sind, sondern
auch bei magnetelektrischen Blinkgebern, bei denen die Wicklungen die Magnetwicklungen,
sind, und auch bei Blinkgebern nach dem Thermostatprinzip, bei denen diese Wicklungen
die Heizwicklungen oder die Heizdrähte sind. Die Kontrollampe ist so
zwischengeschaltet,
daß sie ebenfalls entsprechend aufleuchtet und dunkel bleibt, sobald auch nur eine
Blinklampe ausfällt.
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Inder Zeichnung ist die prinzipielle Schaltungsweise von Blinkgebern
nach der Erfindung in verschiedenen Ausführungsbeispielen schematisch dargestellt.
Hierbei beziehen sich Abb. i auf einen rotierenden Blinkgeber, Abb. 2 auf einen
rotierenden Blinkgeber mit zusätzlichem Tag- und Nachtschalter, Abb. 3 auf einen
rotierenden Blinkgeber in anderer Schaltungsweise, Abb. 4. auf einen magnetelektrischen
Blinkgeber, Abb.5 auf einen thermostatischen Blinkgeber. Bei dem Ausführungsbeispiel
nach Abb. i sind der Anker A und die Erregerwicklung 111 des rotierenden Blinkgebers
parallel geschaltet, wobei dex erstere über den Kontakt a an Masse gelegt und die
letztere mit einem Schalter S verbunden ist, von dein aus die Blinklampe L in Reihe
angeschlossen ist. Der mit der Achse des Ankers A verbundene rotierende Kontakt
des Blinkschalters B ist mit der Zuleitung und der Zusatzwicklung Z verbunden, welche
parallel zu der Erregerwicklung111 ebenfalls an,dem Schalter S angeschlossen ist.
Die Wicklung M besitzt viele Windungen, während die parallel dazu geschaltete Zusatzwicklung
Z wenig Windungen aufweist. Die beiden Wicklungen 111 und Z sind also nicht nur
die Erregerwicklungen des Blinkgebers, sondern betätigen zugleich auch den Kontakt
a. Die Kontrollampe K liegt zwischen den Wicklungen 111 und Z bzw. dem Schalter
S und dem Anker A vor dem Kontakt a.
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Die Wirkungsweise ist folgende: Bei geöffnetem Schalter S kann weder
durch die Wicklung 111 noch durch den AnkerA Strom fließen. Beim Einschalten des
Schalters S zieht die Wicklung 111 den Kont a 'kt a an, so daß der Ankerstromkreis
b -eschlossen wird und der Blinkgeber rotiert. Der Erregerstrom fließt über die
Wicklung M, den Schalter S und die Blinklampe L. Die Wicklung M ist nun so bemessen,
daß auf die Lampe L nur ein geringer Teil der angelegten Spannung entfällt und diese
somit nicht aufleuchtet. Aus dem gleichen Grunde leuchtet auch die Kontrollampe
K nicht auf.
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Wenn nun der Blinkschalter B bei seiner rotierenden Bewegung sich
schließt, wird die Zusatzwicklung Z eingeschaltet und parallel zu der Wicklung M
gelegt. Wegen der Bemessung dieser Zusatzwicklung hat dies zur Folge, daß der Spannungsanteil
für die Blinklampe L und die Kontrollampe K sprunghaft ansteigt, so daß diese Lampen
nun aufleuchten. Nur noch ein geringer Spannungsanteil entfällt nun auf die beiden
Wicklungen 111 und Z, deren magnetische Kraft jedoch ausreicht, um den Kontakt a
zu halten. Sofort nach dem Ausschalten des Blinkschalters B erfolgt wieder ein Spannungsrückgang
an den Lampen L und K, während der Kontakt a stets angezogen bleibt.
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Sowohl die Blinklampe L als auch die Kontrolllampe K leuchten somit
im Takt des rotierenden Blinkschalters B auf. Fällt die Blinklampe L- aus, geht
der durch die Wicklung 111 fließende Erregerstrom wesentlich zurück, und der Kontakt
a fällt ab, so daß die Kontrollampe K spannungslos wird und der Blinkgeber. stehenbleibt.
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An Stelle einer Blinklampe L können auch mehrere Blinklampen in Parallelschaltung
vorgesehen sein. In Abb. i ist dies gestrichelt angedeutet. Die Wicklungen M und
Z , sind nun so bemessen, daß durch den Stromrückgang schon bei Ausfall einer einzigen
Lampe der Kontakt a abfällt. An Stelle eines Schalters S kann auch ein mehrpoliger
Schalter dann treten, wenn mehrere Llinklainpengruppen je nach Bedarf betätigt werden
sollen (vgl. Abb.2). Der SchalterS schaltet also die gesamte Blinklichtanlage ab
und ist am zweckmäßigsten in üblicher Weise mit der Kontrollampe K zu einer Einheit
vereinigt.
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Das Ausführungsbeispiel nach Abb.2 unterscheidet sieh gegenüber demjenigen
nach Abb, r darin, daß die Zusatzwicklung Z in zwei Wicklungen z1 und Z2 unterteilt
ist, die über einen Umschalter U mit denn Blinkschalter B verbunden
sind. Die Zusatzwicklungen Za und Z2 sind nun so bemessen, daß bei Tage weniger
Zusatzwicklungen eingeschaltet -sind als bei Nacht und somit bei Tage die angeschlossenen
Blinklampen stärker aufleuchten als dann, wenn bei der Nachtschaltung beide Zusatzwicklungen
Z1 und Z2 hintereinandergeschaltet sind. Auch hier ist die Bemessung aller Wicklungen
so, daß die bereits beschriebene Wirkungsweise die gleiche ist wie bei der Schaltung
nach Abb. i. Im übrigen ist der Umschalter U zweckmäßigerweise mit dem Lichthauptschalter
(nicht gezeichnet) zu einer Einheit kombiniert.
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Es ist auch möglich, die Kontrollampe IL unmittelbar an die Zuleitung
anzuschließen, wie dies in Abb. i gestrichelt angedeutet ist. In,einem solchen Fall
leuchtet die Kontrollampe K auf, solange der Blinkgeber umläuft. Ein Blinken dieser
Lampe findet jedoch nicht statt. Ein Dunkelwerden der Kontrollampe K zeigt dagegen
an, daß eine oder mehrere Blinklampen L ausgefallen sind. In Abb. 2 ist ferner -ein
doppelter Kontakt a vorgesehen, welcher bewirkt, daß beim Einschalten der Wicklung
M durch den Schalter S zunächst lediglich der Ankerstromkreis durch den Kontaktaa
geschlossen wird und daß beim Zuschalten der Zusatzwicklung Z durch den Blinkschalter
B bei entsprechender Bemessung dieser Wicklung die Anzugskraft steigt und dadurch
auch den Kontakt a2 für die Kontrollampe K schließt, die somit im Takt des Blinkgebers
aufleuchtet. Dagegen bleibt der Ankerstromkreis stets geschlossen. An Stelle eines
Doppelkontaktes a1 und a2 können auch zwei' einfache Kontakte a treten.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 3 ist der Kontakt a nicht an
Masse, sondern an die Zuleitung gelegt. Infolgedessen verläuft der Stromkreis für
die Zusatzwicklung Z über den Kontakt a und über den Blinkschalter B zu dem Schalter
S. An dem Kontakt a ist außerdem der Anker A angeschlossen. Auch hier kann beispielsweise
die Kontrollampe K zwischen dem Kontakt a und Masse liegen
(gestrichelt
angedeutet), oder es ist ein weiterer Kontakt a1 vorgesehen, welcher die Kontrollampe
K mit dem Schalter S verbindet. Im ersteren Falle leuchtet die Kontrollampe K gleichmäßig
auf, während sie im letzteren Falle im Takt des Blinkgebers aufleuchtet.
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Wenn an Stelle eines rotierenden Blinkgebers ein magnetelektrischer
Blinkgeber verwendet wird, kann beispielsweise eine Schaltung nach Abb. d. gewählt
werden. Durch das Einschalten :der Magnetwicklung 11,1 mittels des Schalters S wird
ein Eindrehen oder ein Schwingen oder eine andere entsprechende Bewegung des Blinkschalters
B hervorgerufen, wodurch die Zusatzwicklung Z parallel zugeschaltet wird. Die Spannung
an der Blinklampe L wird dadurch erhöht, so daß diese Lampe oder Lampen aufleuchten.
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Gleichzeitig wird aber auch bei entsprechender Bemessung der Wicklungen
die Anziehungskraft des Elektromagneten erhöht, so daß der Blinkschalter B noch
weiterschwingt und die Zusatzwicklung Z wieder abschaltet. Die Blinklampe L erlischt
und die Rückholkraft einer Rückholfeder bringt den Blinkschalter B in die Stellung
zurück, in welcher die Zusatzwicklung Z wieder eingeschaltet wird, so daß die Lampe
L wieder aufleuchtet. Dieses rhythmische Spiel wiederholt sich so lange, bis der
Schalter S wieder geöffnet wird. Der Blinkschalter S geht dann infolge der Rückholfeder
wieder in die Ausgangsstellung zurück, in welcher er nur noch mit der Magnetwicklung
M verbunden ist. Auf diese Weise ist der Blinkgeber zum Wiedereinschalten durch
den Schalter S vorbereitet.
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Die Kontrollampe K kann auf verschiedene Weise zwischengeschaltet
werden. Bei Anbringung eines Kontaktes a, der nur bei eingeschalteter Zusatzwicklung
Z schließt, leuchtet die Lampe K im Takt des Blinkgebers auf. Dasselbe ist auch
der Fall, wenn der Blinkschalter B z. B. mit einem Doppelkontakt b versehen ist.
Dieser Kontakt ist in der Ausgangsstellung des Schalters B offen und nur dann geschlossen,
wenn die Wicklung Z eingeschaltet ist oder solange der Schalter B sich darüber hinaus
bewegt (in Abb. d. gestrichelt angedeutet). Beim Anschluß der Kontrollampe K an
das Ende der Zusatzwicklung Z leuchtet sie dagegen so lange auf, wie der Schalter
S eingeschaltet ist und alle Blinklampen L in Ordnung sind (in Abb. q. punktiert
angedeutet). Im übrigen kann auch bei einem magnetelektrischen Blinkschalter die
Zusatzwicklung für Tag- und Nachtschaltung unterteilt sein.
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Bei einem thermostatischen Blinkgeber gemäß dein Ausführungsbeispiel
nach Abb.5 sind die Wicklungen 14I und Z Heizwicklungen, wobei die Wicklung 111
unmittelbar und die Wicklung Z über den z. B. als Bimetallstreifen ausgebildeten
Blinkschalter B und den durch diesen betätigten Kontakt a an den Schalter S angeschlossen
sind. Wenn durch den Schalter S die Heizwicklung 3I eingeschaltet wird, wird durch
die Bewegung des Bimetallstreifens B die Heizwicklung Z zugeschaltet, so daß die
Blinklampe oder Blinklampen L aufleuchten. Die dadurch erhöhte- Heizwirkung bewirkt
nun ein Öffnen des Kontaktes a. Es findet also bei entsprechender Bemessung der
Heizwicklungen ill und Z, welch letztere auch für Tag- und Nachtschaltung unterteilt
sein kann, ein rhythmisches Aufleuchten der Blinklampe I_ statt. Beim Öffnen des
Schalters S geht der Bimetallstreifen B auf die Ausgangsstellung zurück, so daß,
ebenso wie auch bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. d.. die Wicklung AI zum Ingangsetzen
des Blinkgebers benutzt wird. Die Kontrollampe K kann je nach Bedarf auf die gleiche
Weise wie bei dem Beispiel nach Abb.4 angeschlossen «erden.
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Die gleiche Anordnung kann auch gewählt werden, wenn an Stelle von
Heizwicklungen Heizdrähte verwendet werden, deren Durchbiegung oder Verlängerung
zum rhythmischen Schalten benutzt wird. In allen Fällen tritt bei entsprechender
Bemessung bei Ausfall von einer oder mehreren Blinklampen L ein Stillsetzen der
Blinklichtanlage ein.
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Der Blinkgeber nach der Erfindung vereinigt also in sich alles, was
zu einer Blinklichtanlage gehört. Durch Anzapfungen der Wicklungen 141 und/ oder
Z_ und/oder durch einstellbare oder regelbare Ausbildung der Kontakte a läßt sich
im übrigen der Blinkgeber so einstellen, daß die Wirkungsweise auch bei einer Änderung
der Zahl der Blinklampen L die gleiche bleibt. Der Gegenstand der Erfindung eignet
sich für Warn- und Blinklichtanlagen sowie Suchanlagen jeder Art für eine oder mehrere
Farben und für eine oder beliebig viele Stellen. Es ist dabei gleichgültig, ob es
sich um stationäre Anlagen oder um Blinklichtanlagen für Fahrzeuge handelt.