DE883146C - Verfahren zur Herstellung von Alkylhalogensilanen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Alkylhalogensilanen

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DE883146C
DE883146C DED6861A DED0006861A DE883146C DE 883146 C DE883146 C DE 883146C DE D6861 A DED6861 A DE D6861A DE D0006861 A DED0006861 A DE D0006861A DE 883146 C DE883146 C DE 883146C
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DE
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silicon
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DED6861A
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Arthur John Dr Barry
Lee De Pree
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Dow Silicones Corp
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Dow Corning Corp
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F7/00Compounds containing elements of Groups 4 or 14 of the Periodic Table
    • C07F7/02Silicon compounds
    • C07F7/08Compounds having one or more C—Si linkages
    • C07F7/12Organo silicon halides
    • C07F7/16Preparation thereof from silicon and halogenated hydrocarbons direct synthesis

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Alkylhalogensilanen Die Erfindung betriff t die Herstellung von Alk-yle z3 h alo, gensilanen, die weniger als 4 Kohlenstoffatome pro Alkylradikal enthalten.
  • Es ist bekannt, daß Silicium mit einem Halogenkohlenwasserstoff unter Bildung von kohlenwasserstoffsubstituierten Halogensilanen in Reaktion gebracht werden kann und daß diese Reaktion beschleunigt wird durch die Anwesenheit eines Metalls, wie Kupfer, Nickel, Silber, Zinn oder Titan, in der Reaktionszone. Gemäß den bekannten Verfahren wird, wenn ein Alkylhalogenid, z. B. 1Iethylchlorid, über erhitztes Silicium oder eine Silicium-Kupfer-Legierung geleitet wird, im allgemeinen ein Gemisch von Produkten erhalten, die verschiedene Siliciumderivate, wie Methyltrichlorsilan, Dimethyldichlorsilan, Trimethylchlorsilan, Tetramethylsilan, Siliciumtetrachlorid oder Trichlorsilan enthalten. Stellt der Halogenkohlenwasserstoff das einzige Halogen liefernde Ausgangsmaterial dar, so ist die Ausbeute an Organohalogensilanen verhältnismäßig klein. im Vergleich zu dem bei der Reaktion verbrauchten Alkylhalogenid.
  • Es wurde nun gefunden, daß eine bessere Ausbeute an wertvollen Monoalkylhalogensilanen erhalten wird, wenn ein gasförmiger Halogenwasserstoff und ein weniger als q. C-Atome enthaltendes Alkylhalogenid mit einer Mischung von Silicium und Metallen bzw. mit Silicium, auf dem Metall, besonders Kupfer, niedergeschlagen sind, oder mit einer Siliciumlegierung, z. B. einer solchen mit Fe oder Cu, bei einer Temperatur unterhalb 55o° in Kontakt gebracht werden. Wie es scheint, liefert der Halogenwasserstoff einen beträchtlichen Teil des Halogengehaltes des Endproduktes. Wenn z. B. eine Mischung von einem weniger als 4 Kohlenstoffatome im Molekül enthaltenden Alkylhalogenid, insbesondere eines niedrigen Alkylchlorids oder -bromids, und Chlorwasserstoff oderBromwasserstoff erfindungsgemäß mit einer Siliciumlegierung in Reaktion gebracht wird, so werden Monoalkyltrihalogensilan und Monoalkyldihalogensilan als hauptsächliche Reaktionsprodukte erhalten, ferner Trihalogensilan, in :der Regel auch Siliciumtetrahalogenid und manchmal noch ein oder mehrere Produkte, wie Dialkyldihalogensilan oder Allzylmonohalogensilan.
  • Da die Hauptprodukte der Reaktion hydrolysierbar .sind, ist es wichtig, daß die Ausgangsstoffe so wasserfrei wie möglich vorliegen. Das Alkylhalogenid z. B. wird im allgemeinen vor Beginn der Reaktion so weit getrocknet, daß es weniger als i Gewichtsprozent Wasser enthält. Gewöhnlich werden 0,5 bis 2o Volumteile Halogenwasserstoff pro Volumteil verdampftes Alkylhalogeni.d verwendet. Der Halogenwasserstoff kann jedoch auch in größeren oder kleineren Mengen als die eben genannten zur Anwendung gelangen. Im allgemeinen vergrößert sich die auf dem Alkylhalogeni-d-Ausgangsstoff beruhende Ausbeute an Monoalkyltrihalogensilan, -,venn das Verhältnis Halogenwasserstoff : Alkylhalogenid im Ausgangsgemisch vergrößert wird.
  • Die Leichtigkeit, mit der die Reaktion durchgeführt werden kann, sowie die Ausbeute an Monoalkyl!halogensilanen variieren natürlich. Diese beiden Faktoren hängen von dem als Ausgangsstoff zur Anwendung gelangenden besonderen Alkylhalogenid und von den jeweiligen Reaktionsbedingungen ab, wie Reaktionstemperatur, Reaktionsdauer, Art und Teilchengröße des Siliciums oder ,der Siliciumlegierung. Es wurde z. B. gefunden, .daß vor allem Methylbalogenide und Äthylbalogenide bei der Reaktion mit Silicium-Metall-Gemischen oder Siliciumlegierungen leichter zur Bildung von entsprechenden Monoallcyltrihalogensilanen führen, als dies bei den höheren Alkylhalogeniden der Fall ist.
  • Eine große Anzahl von Siliciumlegierungen oder von Silicium- und Metallmischungen, wie auch handelsübliches reines Silicium, sind als Siliciumquellen für die erfindungsgemäße Reaktion geeignet. Beispiele von Siliciumlegierungen oder Mischungen, .die zurAnwendüng gelangen können, sind: Calcium-Silicium-Legierungen, Calcium-Mangan-Silicium-Legierungen, Mangan - Zirkon - Silicium - Legierungen, Eisen-Silicium-Legierungen, Titan-Silicium-Legierungen, Zirkon-Silicium-Legierungen, Calcium-Titan-Alumi:nium-Zirkon-Bor- Eisen- Silicium-Legierungen, Kupfer-Silicium-Legierungen, innige Gemische von Silicium, z. B. mit Kupfer, Nickel, Zinn oder Silber. Handelsübliches reines Silicium oder Ferrosilicium mit einem Siliciumgehalt von mehr als 751/o können ebensogut verwendet werden. Das Silicium oder die Silicium-' legierung wird im allgemeinen in Form von Körnchen mit einer Maschengröße von 4 bis zoo (Tvler-Standard-Sieb) verwendet, es kann aber auch in Form von Teilchen oder Stücken verwendet werden, die feiner oder gröber sind als oben angegeben.
  • Bei einer Durchführungsweise des Verfahrens kann z. B. das mit dem Halogenwasserstoff vermischte Alkylhalogenid über und durch eine stationäre Schicht Silicium-Metallmischung oder Siliciumlegierüng geleitet werden, die auf der Reaktionstemperatur ,gehalten wird. Man kann die Reaktion aber auch so durchführen, daß man gleichzeitig Dämpfe von Alkylhalogenid und Halogenwasserstoff durch einen rotierenden, von außen erhitzten Drehofen, der die Silicium-Metallmischung bzw. die Siliciumlegierung enthält, strömen läßt. Gemäß einer dritten Arbeitsweise wird das Dampfgemisch auf die erwünschte Temperatur erhitzt, ehe es mit der Silicium-Metallmischung bzw. der Siliciumlegierung in Reaktion gebracht wird. Sind die Ausgangsstoffe einmal in Kontakt miteinander gebracht, so verläuft die Reaktion exotherm. Im allgemeinen liegt die Temperatur, bei der die Alkylhalogenide mit der Kontaktmasse in Reaktion gebracht werden, innerhalb eines Bereiches von aoo bis 550, vorzugsweise von 3oo bis 45o°; in manchen- Fällen können aber auch höhere oder niedrigere Temperaturen zur Anwendung gelangen. Die optimale Temperatur wechselt z. B. mit der Art der verwendeten Al'kylhalogenide, @ der Güte und Teilchengröße der Kontaktschicht. Gewöhnlich erfolgt die Reaktion bei oder um Atmosphärendruck, es können aber auch höhere oder tiefere Drucke, z. B. Drucke bis 14o at, zur Anwendung gelangen. Augenscheinlich hat der Druck, wenn überhaupt, dann nur sehr wenig Einfluß auf die Reaktion. Verdünnungsmittel, wie z. B. Kohlensäure, Kohlenmonoxyd, Siliciumtetrachlorid oder Trichlorsilan, können ebenfalls zugegeben werden. Zweckmäßig wird :die Dampfgeschwindigkeit derart gesteuert"daß die Hälfte oder mehr Alkylbalogenid bei einem einmaligen Durchgang durch die Kontaktschicht verbraucht wird. Es ist jedoch manchmal schwierig, eine so hohe Umsetzung bei einem einmaligen Durchgang zu erzielen. In diesem Fall 'kann ein beträchtlicher Teil, z. B. 5o bis 8o%, der aus der Schicht austretenden Dämpfe erneut durch die Schicht geleitet werden, um eine weitere Umsetzung des Alkylhalogenids zu erwirken. Eine solche Dampfumwälzung hat den weiteren Vorteil, daß .die Temperatur in der gesamten Reaktionszone einheitlich wird, so ,daß sich die Reaktion über einem beträchtlichen Teil der Kontaktschicht abspielt und nicht nur auf einen kleinen örtlichen Teil der Schicht beschränkt ist. Wenn, wie oben beschrieben, gearbeitet wird, dann wird zumindest ein Teil .der aus der Siliciiimschicht austretenden Dämpfe abgezogen und gekühlt, wobei Alkyltrihalogensilan kondensiert. Dieses Produkt wird sodann von Nebenprodukten getrennt und, z. B. :durch fraktionierte Destillation, gereinigt.
  • Nach der oben beschriebenen Weise kann so lange gearbeitet werden, bis das Silicium fast verbraucht ist. Es k<innen Vorkehrungen getroffen «-.erden, um die verbrauchten festen Stoffe, wie z. B, feinverteiltes Eisen oder Eisenchlorid, aus der Reaktionszone zti entfernen, um frisches Silicium oder dessen I@cgierung in die Zone während des Reaktionsverlaufes einzuführ:n. In diesem Fall ist es günstiger, die Reaktion kontinuierlich statt mit Unterbrechunygen .durchzuführen. Die Reaktion kann auch kontinuierlich ausgeführt werden, indem man abwechselnd zwei oder mehrere Reaktionsgefäße verwendet und immer eines dieser Reaktionsgefäße finit einer Schicht von Kontaktmasse beschickt, während ein anderes in Betrieb ist.
  • Obwohl, wie oben beschrieben, die Reaktion zweckmäßig kontinuierlich oder mit Unterhrechungen durchgeführt wird, so kann aber auch, falls erwünscht, chargenw.eise gearbeitet werden, d. h. ein Bombenrohr oder ein Autoklav kann mit .@Ilcyl'lialogenid und Silicium-Metallgemisch bzw. einer Siliciumlegierung gefüllt und die Mischung auf Reaktionstemperatur erhitzt werden. Sodann können die Dämpfe aus .dem Reaktionsgefäß entfernt und, wie vorher beschrieben, getrennt werden.
  • Die folgenden Beispiele sollen zur näheren Erläuterung der verschiedenen Arbeitsweisen dienen. Die Erfindung ist jedoch in keiner Weise auf diese Beispiele beschränkt.
  • Beispiel 1 Ein röhrenförmiger, eiserner Drehofen, der einen Durchmesser von io cm und eine Länge von iSo cm besitzt, wird verwendet. Der Drehofen wird von außen erhitzt und mit einer Geschwindigkeit von 1,3 Umdrehungen pro Minute in seiner Längsachse gedreht. Zu handelsüblichem, reinem Silicium von einer Korngröße von ioo Maschen (Tyler-Standard-Sieb) und darunter wird so viel gepulvertes Kupferchlorür gegeben, daß einelfischung entsteht, die i Gewichtsteil Kupfer auf je io Gewichtsteile Silicium enthält. Die Mischung wird 2:I Stunden lang in einer Kugelmühle gemahlen. Ungefähr 13.51z,- dieses Produktes werden in den Drehofen gefüllt und ungefähr i Stunde auf eine Temperatur von etwa 3oo° erhitzt, während der Ofen rotiert. Während dieser Zeit wird Siliciumtetrachlorid gebildet, das aus dem Reaktionsgefäß entfernt wird. Sodann wird :@Iethylchloriddampf mit einer Geschwindigkeit von ungefähr o,6 ms pro Stunde durchgeleitet. Die Reaktionsprodukte werden entfernt und kondensiert. Das Kondensat enthält 3.8 Gewichtsteile (C H3)3 S.i Cl, i i,i Gewichtsteile C H3 Si CIA und 46.9 Gewichtsteile (C H3)2 S' C1.1. Außerdem werden geringe Mengen Si C1,1 und Si H C13 erhalten. Nicht in Reaktion getretenes 1l-etliylclilori-d wird ebenfalls zurückgewonnen. Die Ausbeute an Metliylchlorsilanen beträgt ungefähr .12.2°,`a. bezogen auf das verwendete Xlefliylclilorid. Beispiel e Eine gasförmige Mischung von 55 Volumpi-ozent :\lethylchlorid und 45a/0 Chlorwasserstoff wird finit einer Geschwindigkeit von o,55 ms pro Stunde durch einen Drehofen geleitet, der, wie in Beispiel i beschrieben, mit einem Silicium, auf dem Kupferniedergeschlagen ist, gefüllt ist. Während der Reaktion wird das Silicium auf 300° erhitzt. Ein Kondensat wird erhalten, .das die folgend, Zusammensetzung, ausgedrückt in Gewichtsteilen, aufweist
    Bestandteil I Gewichtsteile
    H Si C1.3 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9,2
    C H.3 H Si Cl ................... . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15,7
    Si CI,@ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6,5
    (C H 1 Si Cl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2,3
    C HA Si CIA . . . . . . . . . . . . . . . . . ... 24,4
    (C H,).= Si c1_, . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7,7
    Nicht in Reaktion getretenes Methylchlorid wird ebenfalls zurückgewonnen. Die Ausbeute an Methylchlors.ilanen beträgt ungefähr 731/o, bezogen auf das verwendete Methylchlorid. Daraus geht hervor, daß eine Beimischung von Chlorwasserstoff zu dem Methylchlorid Ausgangsstoff wesentlich bessere Ausbeuten an Monomethylchlorsilanen ergibt (vgl. Beispiel i, wo ohne Zusatz von HCl gearbeitet wird).
  • Ähnliche Ergebnisse, wie eben beschrieben, werden ,erzielt, wenn an Stelle des Siliciums, auf dein Kupfer niedergeschlagen ist, ein inniges Gemisch von gepulvertem Silicium und gepulvertem Kupfer in entsprechendem Verhältnis tritt.
  • Beispiel 3 Dieses Beispiel, bei dem als Ausgangsstoff Ätliylchlorid, das frei vonChlorwasserstoff ist, verwendet wird, soll zum Vergleich mit Beispiel ,1. dienen, bei dem ein dampfförmiges Gemisch von Äthylclilorid und Chlorwasserstoff unter sonst gleichen Bedingungen zur Anwendung gelangt. Ein röhrenförmiges, eisernes Reaktionsgefäß von io cm Durchmesser und 240 cm Länge wird mit Ferrosilicium, das 750/0 Silicium enthält, beschickt. Die Teilchengröße dieses Stoffes ist so groß, daß sie durch ein Einmaschensieb hindurchgehen. Während der Reaktion wird die Siliciumschicht von außen auf eine Durchschnittstemperatur von etwa 32,5## erhitzt. Äthylchloriddampfwird durch die erhitzte Ferrosi.liciumschicht in einer Menge von etwa 0,04 m3 pro Stunde hindurchgeleitet. Gasförmige Produkte werden .durch das erhitzte Ferrosilicium in einer Menge von 2,8 m3 pro Stunde umgewälzt, während ein Teil dieser Dämpfe in einer Menge von o,o4 m3 pro Stunde abgezogen wird. Die abgezogenen Gase werden bei einer Temperatur von - 70° kondensiert. Das Kondensat wird fraktioniert destilliert. Für jedes Grammol des verwendeten Äthylchlorids werden 0,04 g-lUol Äthyltrichlorsilan erhalten. Siliciumtetrachlorid und Siliciumchloroform werden ebenfalls erhalten.
  • Bei einem anderen Versuch, bei dem die ReaktIonsprodukte nicht zurückgeleitet, sondern unmittelbar entfernt und kondensiert werden, werden o,oz g-Mol Äthyltrichlorsilan pro Mol des verwendeten Äthylchlorids erhalten.
  • Beispiel 4 Äthylchlori-ddampf, welcher mitChlorwasserstoff vermischt ist, wird auf ähnliche Weise, wie bei dem ersten Versuch des Beispiels 3 beschrieben, mit Ferrosilicium in Reaktion gebracht. In der folgenden Tabelle sind zwei Versuche aufgeführt, bei denen je ein Teil der gasförmigen Produkte- noch einmal durch die erhitzte Siliciumschicht geleitet wird. Bei beiden Versuchen wird das Ferrosilicium auf einer Durchschnittstemperatur von 325' gehalten.
    Dampfzusammen-
    Versuchs- Setzung Menge in C2 H; Si C13
    Nr. o% o/" m3/Std. g-M,1
    C2 H6 Cl H Cl
    23 76,7 o,1 o,1g
    2 7,4 92,6 o,18 0,40
    Außerdem werden Siliciumtetrachlorid und Siliciumchloroform gewonnen.
  • Beispiel s Bei jedem der Versuche A, B und C wird eine Mischung von Äthylchlorid und Chlorwasserstoffgas durch einen in Beispiel i beschriebenen, rotierenden Drehofen, welcher mit einer Mischung von io Gewichtsteilen Silicium, das durch ein ioo-Maschen-Sieb (Tyler-Standard-Sieb) geht, und i Gewichtsteil feinverteiltem, metallischem Kupfer beschickt ist, geleitet.
  • A. In einer Menge von etwa 0,6M3 pro Stunde wird eine Dampfmischung, die 25,5 Volumprozent Äthylchlorid und 74,5 °/o, Chlorwasserstoff enthält, durch den Drehofen geleitet, der von außen auf eine Durchschnittstemperatur von 3oo° erhitzt ist. Die -aus dem Drehofen austretenden Gase werden kondensiert und das Kondensat fraktioniert destilliert. Das Kondensat hat die folgende Zusammensetzung
    Bestandteil I Gewichtsteile
    H Si C13 ...... . . . . . . . . . . . . . . . . 10,3
    SiC14........................ 1g,o
    C2 H5 Si H C12 . . . . . . . . . . ....... 1,7
    C2 H5 Si C13 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42,5
    (C2 H5)2 Si Cl.................. 2,8
    (C2 H5)3 Si Cl . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6,o
    B. Bei diesem Versuch wird ein Dampfgemisch, .das :28,21/o Äthylchlorid und 71,8'/o Chlorwasserstoff enthält, in einerMenge von o,61 ms pro-Stunde ,durch den Drehofen geleitet, der wie oben angegeben frisch beschickt worden ist. Während des Versuches wird der Ofen von außen auf eine Durchschnittstemperatur von etwa 275° erhitzt. Es wird ein Kondensat der folgenden Zusammensetzung erhalten
    Bestandteil Gewichtsteile
    H Si C13 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7,1
    S'C14........................ 7,5
    C2 H5 Si H C12 . . . . . . . . . . . . . . . . . 3,9
    C2 H5 Si C13 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47,8
    (C2 H5)2 Si CLz . . . . . . . . . . . . . . . . . 3,8
    (C= H5)3 Si Cl . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7,1
    C. Bei diesem Versuch wird ein Dampfgemisch, das 26,5114 Äthylchlorid und 73,5'/0 Chlorwasserstoff enthält, in einer Menge von etwa o,6 ms pro Stunde durch einen frisch beschickten Drehofen geleitet. Die Durchschnittstemperatur während des Versuches beträgt 255°. Das Kondensat hat die folgende Zusammensetzung
    Bestandteil I Gewichtsteile
    H Si C13 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6,3
    Si C14 ....................... 8,1
    C2 H5 Si H CI2 . . . . . . . . . . . . . . . . . 13,4
    C2 H5 Si CIS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39,8
    (C2 H5)2 Si C12 . . . . . . . . . . . . . . . . . 8,7
    (C2 H5)3 Si Cl . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2,e-
    Aus den Beispielen ist zu ersehen, daß die Umsetzung mit einer Mischung von Alkylchlorid und Chlorwasserstoff mit Gemischen von Silicium und Metallen bzw. mit Silicium, auf dem Metalle niedergeschlagen .sind, oder mit Siliciumlegierungen wesentlich bessere Ausbeuten an Alkylchlorsilanen liefert, als die Umsetzung von Alkylchlorid allein.
  • Darüber hinaus wird mit Hilfe dieses verbesserten Verfahrens ein Endprodukt erhalten, das größere Mengen an Monoalkyltrichlorsilanund Monoalkyldichlorsilan enthält, als man ohne Beimischung von Chlorwasserstoff zum Alkylchlorid erhält.
  • Das beschriebene Verfahren ist nicht auf Methylchlorid und Äthylchlori-d als Ausgangsstoffe beschränkt, sondern es können auch andere Halogeniden, wie z. B. Methylbromid, Äthylbromid, Propylbromid, Propylchlorid oder Methylfluorid, zur Anwendung gelangen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Alkylhalogensilanen, dadurch gekennzeichnet, daß ein gasförmiger Halogenwasserstoff und ein weniger als 4 C-Atome im Molekül enthaltendes Alkylhalogenid mit einer Mischung von Silicium und Metallen, bzw. mit Silicium, auf dem Metalle, insbesondere Kupfer, niedergeschlagen sind, oder mit einer Siliciumle@gierung, z. B. einer solchen mit Eisen oder Kupfer, bei einer Temperatur unterhalb 55o° in Kontakt gebracht werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Gasgemisch bei Temperaturen zwischen Zoo bis 55o°, vorzugsweise 3oo bis 45o°, im Kreislauf geleitet wird, wobei jeweils eine Menge frisches Gemisch zugesetzt und ein Teil des Reaktionsproduktes abgezogen wird.
DED6861A 1946-02-07 1950-10-03 Verfahren zur Herstellung von Alkylhalogensilanen Expired DE883146C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1177154B (de) * 1956-12-26 1964-09-03 Gen Electric Verfahren zur Erhoehung des Gehaltes an Trialkylhalogensilanen und Tetraalkylsilanen in den bei der Umsetzung von niedermolekularen Alkylhalogeniden mit Silicium oder dessen Legierungen oder Mischungen mit Metallen in Gegenwart von Halogenwasserstoff entstehenden Alkylierungsprodukten

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1177154B (de) * 1956-12-26 1964-09-03 Gen Electric Verfahren zur Erhoehung des Gehaltes an Trialkylhalogensilanen und Tetraalkylsilanen in den bei der Umsetzung von niedermolekularen Alkylhalogeniden mit Silicium oder dessen Legierungen oder Mischungen mit Metallen in Gegenwart von Halogenwasserstoff entstehenden Alkylierungsprodukten

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