DE8828C - Neuerungen in der Herstellung von Matrizen und Drucken nach dem Verfahren von - Google Patents

Neuerungen in der Herstellung von Matrizen und Drucken nach dem Verfahren von

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DE8828C
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WOODBURV, sowie an der hierbei verwendeten Druckpresse. T. PRÜMM und J. C. SCHAARWÄCHTER in Berlin, Ersterer Unter den Linden 51, Letzterer Friedrichstrafse 190
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    • B41CPROCESSES FOR THE MANUFACTURE OR REPRODUCTION OF PRINTING SURFACES
    • B41C3/00Reproduction or duplicating of printing formes

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  • Printing Methods (AREA)

Description

1879.
THEODOR PRÜMM und J. C. SCHAARWÄCHTER in BERLIN.
Neuerungen in der Herstellung von Matrizen und Drucken nach dem Verfahren von Woodbury, sowie an der hierbei verwendeten Druckpresse.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. August 1879 ab.
Zur -Anfertigung von Bildern nach dem alten Woodbury- Reliefdruck - Verfahren war das Haupterfordernifs eine gut gearbeitete hydraulische Presse, welche dazu diente, die Druckmatrizen in Blei- oder Schriftgufsmetall herzustellen.
In dem vorliegenden neuen Verfahren ist die Anwendung der hydraulischen Presse vollkommen ausgeschlossen, und statt der dicken Metallschicht, welche die Matrize bildete, wird eine Harzcomposition mit oder ohne Ueberzug von dünner Zinnfolie (Stanniol) genommen.
Zur Anfertigung dieser neuen Matrize wird nun folgender Weg eingeschlagen:
Von einer photographischen Negativplatte wird ein Abdruck nach dem bekannten Chromgelatineverfahren genommen, wie solches z. B. im Pigmentverfahren gebräuchlich ist.
Durch Auswaschen des Abdrucks mit warmem Wasser ist man in Besitz eines Gelatine-Reliefbildes gelangt, welches in bekannter Weise gehärtet und an einem trockenen Ort aufbewahrt wird.
Nun legt man ein Blatt geglätteter Zinnfolie (Stanniol) auf das Gelatinebild, darauf einige Bogen sehr weichen Papiers und setzt das Ganze dem Druck einer Satinirmaschine mit verstellbarer Walze aus. Indem man den Druck durch Anschrauben der oberen Walze allmälig erhöht, wird die Zinnfolie in alle Theile des Gelatine-Reliefs hineingedrückt und setzt man den Druck so lange fort, bis alle Feinheiten des Gelatine-Reliefs auf der Zinnfolie sichtbar geworden sind.
Das Relief mufs nun umgedreht werden, um ein richtiges Bild davon zu erhalten, und wird zu diesem Behuf eine Harzcomposition, bestehend aus 3 Theilen gelbem Harz, 2 Theilen Bleiweifs und 1 Theil Terpentin zusammengeschmolzen und auf eine erwärmte Glasplatte aufgetragen. Nach dem Erkalten wird diese Schicht mit OeI eingerieben.
Das Gelatine-Relief mit der darauf befindlichen Zinnfolie wird sodann auf eine Eisenplatte gelegt, welche sich über einem WTasserbade befindet und hierauf die mit Harzcomposition überzogene Glasplatte, welche schliefslich noch durch ein Gewicht beschwert wird, gelegt. Sobald nun das Wasserbad bis zu einer gewissen Temperatur erwärmt wird, erweicht das Harz und legt sich in die feinen Vertiefungen des Stanniol-Reliefs.
Nach der Erkaltung kann die Harzschicht von dem Gelatine-Relief entfernt werden und bildet alsdann die fertige Druckform.
Will man dagegen das Harz-Relief gegen äufsere Verletzungen besser schützen, so vermeidet man das Abreiben der Harzschicht mit OeI und es bleibt sodann die Zinnfolie an der Harzplatte haften und bildet die Druckform (Matrize).
Von dieser als Basis dienenden Druckform können nun in der durch Woodbury-Reliefdruck als bekannt vorausgesetzten Weise die Drucke auf Papier hergestellt werden, indem man eine Tinte aus Gelatine, AVasser und beliebigem Farbstoff bestehend, auf die Druckform giefst und die Farbe vermöge der alten Woodbury-Druckpresse in das Relief der Matrize drückt, um dort erstarren zu lassen.
Das Bild ist sodann mit allen Feinheiten des ursprünglichen Negativs sichtbar.
Die alte Woodbury-Druckpresse hat aber verschiedene Mängel gezeigt und werden diese bei der von den Erfindern angewendeten neuen Presse dadurch vermieden, dafs, wie die Zeichnung erkennen läfst, sich in dem Deckel der Presse ein Kugelgelenk befindet, auf welches der Stempel vertical drückt, wodurch ein vollkommen gleichmäfsig vertheilter Druck hergestellt wird.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Herstellung von Druckformen (Matrizen) in Harzcomposition oder in Harz, welches einen Ueberzug von Stanniol (Zinnfolie) erhalten hat, vermöge des oben beschriebenen Verfahrens.
2. Herstellung von Bildern in jeder Farbe vermöge der durch Verfahren 1. angefertigten Matrizen auf einer Druckpresse, wie oben beschrieben und durch Zeichnung erläutert.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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