DE88264C - - Google Patents
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- DE88264C DE88264C DENDAT88264D DE88264DA DE88264C DE 88264 C DE88264 C DE 88264C DE NDAT88264 D DENDAT88264 D DE NDAT88264D DE 88264D A DE88264D A DE 88264DA DE 88264 C DE88264 C DE 88264C
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41B—MACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
- B41B1/00—Elements or appliances for hand composition; Chases, quoins, or galleys
- B41B1/02—Printing letters; Type
Landscapes
- Developing Agents For Electrophotography (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT. \%
(Böhmen).
Es ist bekannt, dafs man Lettern aus Glas herstellt. Dieselben gewähren den grofsen
Vortheil, dafs die Abnutzung der grofsen Härte des Glases wegen auf ein äufserst geringes
Mafs gebracht wird. Ein grofser Mangel aber ist der, dafs solche Lettern beim Zusammenschliefsen
häufig infolge der Sprödigkeit des Glases springen. Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, die durch die Härte des Glases
bedingten Vortheile erreichbar zu machen,
ohne dafs jedoch die durch die Sprödigkeit herbeigeführten Mängel in Betracht kämen. In
der Hauptsache wird dies dadurch erreicht, dafs der Schaft der Letter aus einem de.r Gefahr
des Zerspringens nicht ausgesetzten Stoffe, wie Holz, Haftgummi, Celluloid (oder dergleichen),
hergestellt wird. Den Kopf der Letter jedoch fertigt man aus Glas u. dergl.
und befestigt ihn am Schafte. Die Grundfläche der Type ist aber um so viel kleiner als die
Querschnittsfläche des Schaftes, so dafs eine Berührung der Köpfe zweier benachbarter Lettern
ausgeschlossen ist.
Eine Gruppe solcher neuartiger Lettern ist auf der beiliegenden Zeichnung in -der Fig. 1
im Aufrifs, in der Fig. 2 im Grundrifs dargestellt. Beim Ausführungsbeispiel ist angenommen
worden, dafs nach dem Auf kitten des Kopfes α auf den Schaft b beide mit einander
schräg abgeschliffen sind.
Die Herstellung derartiger Typen geschieht in der folgenden Weise:
Die Köpfe a, die eigentlichen Lettern, werden
unter Benutzung von in Stahl gravirten Formen hergestellt, in ähnlicher Weise, wie
man Glasknöpfe herzustellen pflegt. Es wird in eine zweitheilige, zangenähnliche Form durch
Erhitzen weich gemachtes Glas gebracht und durch Schliefsen der Zange demselben die
entsprechende Gestalt gegeben. Hierauf läfst man das Glas langsam abkühlen, entfernt die
anhaftenden Glasreste mittelst einer Scheere und schleift den Kopf an der unteren und
oberen Seite flach, derart, dafs diese matt zu belassenden Flächen unter sich parallel sind.
Die Schäfte b werden, falls Holz zur Herstellung derselben vorausgesetzt wird, mit OeI,
Fett, Firnifs, Harz, Lack (oder dergleichen) imprägnirt bezw. überzogen, um die hygroskopischen
Eigenschaften zu beseitigen, und der Kopf α mittelst Wasserglas, Syndeticon,
russischen Leim, Hausenblase (oder dergleichen) aufgeklebt. Nachdem das Bindemittel gehörig
getrocknet ist, schleift man Kopf α und den benachbarten Theil des Schaftes b schräg ab,
wie aus der Zeichnung ersichtlich ist. Das genaue Längenmafs erhalten derartig zusammengesetzte
Lettern dadurch, dafs man von dem unteren Ende des Schaftes entsprechend viel abschleift. Anstatt die Schäfte aus Holz zu
imprägniren, kann man dieselben auch mit einem Ueberzuge aus Metall, Celluloid, Hartgummi
(oder dergleichen) versehen.
Derartig zusammengesetzte Lettern haben ferner aufser der langen Gebrauchsdauer gegenüber
den Lettern aus Metall den Vorzug, dafs sie sehr leicht sind und dafs sie von den in Druckfarben
vorkommenden Chemikalien nicht an-
gegriffen werden. Auf diese Weise wird zum Beispiel vermieden, dafs die Farbentöne unrein
werden, wie es bei Zinnoberdruck nicht selten ist. Der aus Glas hergestellte Kopf der Type
giebt vielmehr die Farbe genau in demselben Zustande ab, wie dieselbe auf ihn aufgetragen
wird. Holzlettern sind diese neuartigen Lettern insofern überlegen, als sie die Farben gleichmäfsig
auf das Papier auftragen, da das Aufsaugen derselben von Seiten der Letter ausgeschlossen
ist.
Diese neuen Lettern lassen sich wegen der Härte des Kopftheiles schneller reinigen, weil
die Schonung der scharfen Kanten beim Reinigen mit der Bürste überflüssig wird. Man
kann solche neuartigen Lettern sogar unter Benutzung von verdünnter Schwefelsäure (oder
dergleichen) von der erhärteten anhaftenden Färbe befreien.
Diese neuartigen Lettern haben ein wesentlich geringeres Gewicht als die Metalllettern,
sie sind auch viel billiger als die letzteren.
Auch Vignetten, Einfassungen, Schlufsstücke, Polytypen, Ecken, Aufsatzstücke (u. dergl.)
kann man in derselben Weise herstellen, wie bezüglich der Lettern angegeben.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Lettern, Vignetten oder dergleichen, bei welchen die Verwerthung der Härte des Glases ohne die durch die Sprödigkeit dieses Stoffes bedingten Nachtheile dadurch erreicht wird, dafs der aus Holz, Hartgummi, Celluloid oder dergleichen hergestellte Schaft b mit einem die eigentliche Letter oder dergleichen bildenden Kopfe α aus Glas ausgerüstet ist, indem die Ränder dieses Kopfes gegen die Berührungsstelle zweier benachbarter Schäfte zurücktreten.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE88264C true DE88264C (de) |
Family
ID=360166
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT88264D Active DE88264C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE88264C (de) |
-
0
- DE DENDAT88264D patent/DE88264C/de active Active
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