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Verfahren und Einrichtung zur Wiedergabe von Tonfilmen Es iist bereits
vorgeschtaggen, die hochfrequente Komponente von Schallwellen mit Hilfe eines schmalen
Lichtstreifens aufzuzeichnen und wiederzugeben unter Außerachtlassen der niederfrequenten
Komponente, @die in einerbesonderen Aufzeichnung mittels eines breiten Lichtstreifens
aufgezeichnet un!d mittels breitem Spalt wiedergegeben «-erden. Dieses Verfahren
weist aber den Nachteil auf, d'aß zwei getrennte Tonspuren notwendig sind, für die
indessen der auf ,den :gebräuchIiehen Filmen zur Verfügung stehende Platz nicht
auisreicht.
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Die Erfindung bezieht sich auf @die Wiedergabe von Tonfilmen, die
in einer Spur sowohl diie hohen als auch die tiefen Frequenzen aufgezeichnet tragen
und die über getrennte Photozellenkreise wiedergegeben werden.
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Erfindungsgemäß werden alle Frequenzen der Aufzeichnung mittels eines
schmalen Lichtstreifens und, außerdem die tiefen Frequenzen mittels eines breiteren
Lichtstreifens dadurch abgetastet, @daß der Lichtstreifen nach seinem Durchgang
durch ,diie Tonspur zwecks Wiedergabe aller Frequenzen in einen schmalen Lichtstreifen
und zwecks Wiedergabe :der tiefen Frequenzen in einen breiteren Lichtstreifenaufgeteilt
wird. Ferner kann in der Anord;nung ein Schalter angeordnet sein, um nach Belieben
einen Tonfilm mit einer Gegentakttonaufzeichnumg oder einen üblichen Tonfilm gebräuchlicher
Weise wiederzugeben.
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In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel
veranschaulicht. Abb. rz Ist eine schematische Darstellung des Gerätes nach der
Erfindung; Abb. a ist eine Einzelheit .des neuen Gerätes; Abb. 3 zeigt d -iagramm@artig
und Abb. 4 die Frequenzcharakteristik.
Gemäß Abb. i ,dient idie
Lampeuo dazuä dien Teilder Tonaufzeichnung zu beleuchten, der wiedergegeben werden
soll. Das optische System %rii -bekannter Bauart beleuchtet einen sdhmalen.Spalt
der -Tonspurenauf (dem Film 12. Die Breite des: Licht-,spaltes auf der Tonspur ist
nicht größer als, die Hälfte der Wellenlänge des höheren Endes (des -Ni,ed@e-rfrequenzbandes,
(das wiedergegeben werden soll. Ein Linsensystem @i3 wirft ein Bilid der Toriaufzeichnwnig
vom Film 12 .auf ein Organ 14, das mit einem engen Schlitz 15 ausgerüstet ist, durch
den,das Licht auf die Kathode 16 einer Fotozelle ,r7 fällt: Dieser Schlitz hat eine
Breite, (die nicht mehr als ider halben Wellenlänge des B@idides (der höchsten Tonwellenfrequenz
entspricht, idie wiedergegeben werden soll. Diese hochiirequenten Tonwellen werdien
von der Kathode 16 aufgenommen und in eliektrische Energie umgewandelt, (die in
@die Primärspule 18 eines Transformators geschidkt wird. Die Sekundärspule (ig,
(derselben steht mit Versbärker in Verbindung, in die gegebenenfalls ein Filter
g eingeschaltet sein kann.
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Das Organ 14 hat eine Spiegelfläche, idie das Licht vom Linsensystem
#13, (das nicht durch den Schlitz 15 hinidwrchtritt, auf einen Spiegel 2,o wirft,
der . seinerseits das- Licht auf die Kathode 2ii der Fotozelle richtet. Dieses Licht
entspricht nicht den hohlen Frequenzen, verursacht auch nicht zuviel GrunÜgeräusch,
aber esgestattet einen hohen Grad Modulration bei den niederen Frequenzen. Diese
Niederfrequenzen werden durch den Filter 22 geleitet; der alle noch vorhandenen
Hochfrequenzen, Grundgeräusch usw. aus dem Strom ausfiltert, der nunmehr zu der
Primärspule 23 (des Transformators gelangt und ebenso w(ie die Spule z8 auf die
Sekund(ärwieklung (ig Die Hochfrequenzen werden mithin vom der Katho,de -i.6 und
idie Niederfrequenzen. von der Kathode 22 weitergeleitet zu (der Wicklung 19 des
Transformators: In Abb. 4 gibt (die Kurve 30 die Charak teriistik dieser
Frequenzen wieder, aufs welcher hervorgeht, daß das Gerät stark aud (die Frequenzen
anspricht, die einige hundert Perioden je Sekunde aufweisen; dann fällt dcie Kurve
bei FrequenZen ab, die durch die Breite des Lichtspaltes auf dem Film 12 bestimmt
sind, und zeigt schließlich eine beträchtlich geringere Frequenzempfindlichkeit
für die hohen Frequenzen, idie deim Schlitz 15 entsprechen. Bei der Aufzeichnung
ist eis notwendig, eine Frequenzkurve räch der Linie 3(1 der Abb. 4 zu haben, was
idurch entsprechenide Filter in ,den Verätä(rkern erreicht wird. Diesle Kurve 31
zeigt große Amplituden 3,2 gerade bei dien Hochfrequen(zen. Bei einer derartigen
Aufzeichnung ist das Verhältnis dies Tons zu Grundgeräuschen in diesen Frequenzen
noch,, weil die Amplituide einer Modulation der Hochfrequenzen relativ hoch ist.
Bei (den niederen Frequenzen; wird das Grundgeräusch nicht vom Gerät wiederggegdben,
und die Modulation kann somit entsprechend niedrig sein. Bei der Wiedergabe einer
Tonau@fzelchnung entsprechend der Kurve 31 mit dem neuen Gerät, das eine Empfindlichkeitskurve
3o aufweist, wird somit eine flache, gleichrimäßige-Empfindlichkeit erlangt.
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Die Beziehung einer niederfrequenten Tonwelle zu idem Lichtdurchtritt
ist in Abb: 3 d'i(ag rammartigdargestellt. Der Schlitz i5 .ist hier mit (15' bezeichnet,
während die Lichtöffnung der Optik ni I"-mit i i' angedeutet ist. in' ist eine Tonkurve,
wie sie auf idem Filmte aufgezeichnet ist. Es zeigt sich aus der Abb-. 3 ohne weiteres,
daß,der Spalt 'i i' :die Niederfrequenzen und viel Licht und ider Schlitz 15' nur
die Hochfrequenzen -und nur wenig Licht idiurchlassen kann.
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Um die beschriebene Anordnung für jede Art Aufzeichnung zu benutzen,
ist ein Umschalter (Alb: r) -vorgesehen., der -aus drei Schaltstellen 24, 25 und
26 besteht. In der,dargestellten Lage der Schalter- ist die Spule 23 einerseits-
mit,der Batterie z7 und andererseits mit der Fotozelle 21 verbunden. Die Wicklung
23 arbeitet daher in gleicher Richtung wie die Wicklung 18, also im Sinne der Erfindung.
Stehen. (die Schalter in (der Mittelstellung, dann liegt die Spüle 23 einerseits
unter Aussohältung des Filters 22 an ider Fotozelle 2i und andererseits an der Batterie:
Da die Stromrichtung diamit umgekehrt würde, arbeiten die Spulen. @i'8 und 23 in
Gegentakt. In der rechten Stellung der Schalter liegt die Wicklung 23 unter Ausschialtung
des Filtens 2e wieder zwischen Batterie und Kathode, wie für die linke Stellung
beschrieben. Diese wird für ,die gebräuchliche Tonaufzeichnung benutzt.
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Der Schalter 26 wsrd zur Steuerung der Schlitzplatte (Abb.
2) benutzt, die mit dem Schlitz 15 und der Spiegeloberfläche iL. ausgerüstet ist.
Sie wird von, einem Rahmen 33 getragen, der in einer Fühg 34 gleiten kann. Anächlagleist#--n
35 und 36 begrenzen idie seitliche Bewegung ides Rahmens 33, der mit dem Anschlag
36 durch eine Stange 37 verbunden ist. Mittels, einer federnden Falle 38
wird die Stellung des Rahmens festgelegt. In der zur Darstellung gebrachten Lage
fließt das Licht,durch den Schlitz 15 zu der Kathode (1i6, während (die übrigen
Lichtstrahlen von der Spiegeloberfläche 14 zu der Kathode 21 auf dem vorher beschriebenen
Wege a elangen. Wird ider Rahmen 33 indessen nach links (Abb. 2) geschoben, so gebangt
-dessen andere Hälfte in Arbeitsstellung. Hier ist ider Rahmen mit nicht spiegelnden
Oberflächen 39 und 4o versehen, zwischen (denen ,der Schlitz 41( biegt. Somit gelangen
nur die Lichtstrahlen durch den Schlitz 41 zu der Kathod ke 16, aber der Schlitz
41 ist nur halb so lang wie der Schlitz 1,5, und in (die eine Hälfte ist ein Spiegelstreifen
42,eingesetzt. Die Spiegellyreite entspricht somit der Sdhliitzibrei.te, so daß
au-f den Spiegel oo nur eire :ganz schmaler Lichtstreifen geworfen wird, der dann
zur Kathode roi gelängt. Wenn also die nicht spiegelnde Fläche (des Rahmens 33 inArbeibsstellung
steht, wird Idas Licht von. einer Hälfte der Tonspur mittelis (dies- Spiegels 42
refle'ktiert, während die andere Hälfte durch den $chlitz° 41 hinidurchfließen kann;
jede Kathode spricht somit auf die Hälfte der Tonspur an.
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Der Rahmen 33steht mittels einer Stange 43 mit einem Anker 44 in Verbindung,
ider innerhalb der-
Spulen 45 und 46 hin und her gleiten kann. Wird
die Spule 45 erregt, bewegt sich der Rahmen nach links, und wenn die Spule 46 erregt
wird, dann nimmt der Rahmen die in ebb. 2 gezeichnete Lage ein. Die Solenoide .i5
und .i6 sind an irgendeine Kraftquelle .i7 (Abt. i) angeschlossen und- stehen. unter
dem Einfluß des Schalterteiles 26, .der mit den anderen -2q. und 25 verbunden ist.
Die Schaltung -neigt, daß der enge Abtastschlitz mit dem schmalen Spiegel hei der
Gegentakt- und bei der gebräuchlichen Anordnung benutzt werden, während der Spiel
1.4 selbisttäti.g in Arbeitsstellung gerückt wird, wenn nach dien neuen Verfahren
gearbeitet «-erden soll. Dies kann auch für den Fall zur Anwendung gelangen, wenn
diie Niederfrequenzen mittels eines Lautsprechers und die Hochfrequenzen mittels
eines anderen Lautsprechers wiedergegeben werden sollen. Gelegentliche Phasenverschiebungen
lassen sich dadurch beseitigen, daß' das Bild I i', das von der Optik i i mit Beziehung
zum Schlitz 15 hervorgerufen wird, ein weniig verschoben «-irl, was entweder durch
Bewegen der Optik vi oder des Spiegels i.i geschehen kann. Die hohen un(d .die niederen
Freqtienzeii könnten aber auch über getrennte Verstärker oder über getrennte Verstärker
zu getrennten Lautsprechern geführt werden.