Yerfahren, um das Verhältnis zwischen Wiedergabegeschwindigkeit und Tonhöhe von Tonaufzeichnungen zu -verändern. Die Erfindung, deren Erfinder Dipl. Ing. Berthold Freund in Berlin#Schöneberg ist, bezieht sieh auf ein Verfahren, um das Ver hältnis zwischen Wiedergabegeschwindigkeit und Tonhöhe von Tonaufzeichnungen zu ver ändern. Erfindungsgemäss, werden die Ton aufzeichnungen in Abschnitte unterteilt, min destens ein Teil von diesen Abschnitten gegen einander verschoben und diese verschobenen Abschnitte wiedergegeben.
Die Erfindung bezieht sich ebenfalls auf eine Einrichtung zur Ausübuno, des Verfahrens, die eine rela tiv zum Aufzeichnungsträger bewegte Ab- el tastvorrichtung aufweist.
Es ist bereits bekannt, Bildfilme in ihrer Länge zu verändern, beispielsweise um diese der Län-e vorhandener Tonaufzeichnungen anzupassen, oder um die Geschwindigkeit der Bildhandlung für die Wiedergabe zu ver grössern oder zu verkleinern. Die Länge von Tonaufzeichnungsträgern musste jedoch bis- her stets unverändert bleiben, da eine jede Verlängerung oder Verkürzung desselben gleichbedeutend war mit einer störenden Ver änderung der Tonhöhe.
Durch vorliegende Erfindung werden nun ein Verfahren und eine Einrichtung angegeben, durch die es ermöglicht wird, die Länge von Tonaufzeichnungen nach Belieben zu verändern, ohne dabei die Tonhöhe zu beeinflussen. Dureli das Ver fahren wird ermöglicht bei beliebiger Ver änderung der Tonwiedergabegeschwindig- keit die Tonhöhe entweder konstant zu halten, oder beliebig höher oder tiefer zu legen.
Dadurch wird es möglich, zahlreiche Korrekturen bezw. Veränderungen an Ton- aufzeichnungsträgern vorzunehmen, die Länge nach Bedarf zu verändern, den Ton nach Art einer Tonzeitlupe oder eines Ton zeitraffers wiederzugeben, besondere aku stische Effekte, groteske Wirkungen, aku- stische TrickaufnaImen usw. mehr zu er zielen.
Das Verfahren nach derb Erfindung kann zum Bei-spiel so ausgeführt werden, dass die Tonaufzeichnung in kurze Abschnitte zerlegt und diese Abschnitte auseinander- gezogen werden, so dass zwischen<B>je</B> zwei<B>Ab-</B> schnitten ein kurzer Zwischenraum entsteht (Tonverlängerung), oder dass in bestimmten Abständen voneinander befindliche kurze Auf zeichnungsabsehnitte fortgelassen und die verbleibenden Aufzeichnungsabschnitte zusammencesehoben werden (Tonverkür zung).
Da hierbei die verbleibenden Tonauf- zeichnungsabschnitte an sich den normalen Tonaufzeichnungs-Modulationen entsprechen, kann erreicht werden, dass trotz der Tonver längerung bezw. Tonverkürzung die Ton höhe nicht verändert wird. Wohl tritt durch das Auseinanderziehen von Aufzeichnungs abschnitten bezw. durch das Fortlassen von Abschnitten und das Zusammenschieben der verbleibenden Teile eine gewisse Verän derung der Tonaufzeichnung ein. Sofern aber die Tonabschnitte sehr klein o-ewählt werden, <B>Z,</B> kann diese Veränderung innerhalb nicht stö render Grenzen gehalten werden.
Für viele Zwecke, beispielsweise für Kontrollzwecke mittelst Tonzeitlupe und dergleichen, wo es nicht auf -die Qualitäut der Wiedergabe an kommt, können auch relativ ausgedehntere Tonabschnitte gewählt werden.
Es ist aber auch möglich, Veränderungen der Tonaufzeiehnungsläuge mit einer Ver änderung der Tonhöhe zu kombinieren. Um erhebliche Tonaufzeiphnungsverlängerungen bei zum Beispiel konstanter Tonhöhe zu er halten, können die durch das Auseinander- ziehen der TonaufzeielinungsaIschnitte ent stehenden Zwischenräume mit zusätzlichen Tonaufzaichnungsabschnitten ausgefüllt wer den.
Diese können beispielsweise in einer Wiederholuno- der benachbarten Tonaufzeich- n nungsabschnitte bezw. Abselinittsteilen ge wonnen werden.
Durch das erfindungsgemässe Verfahren ist es ferner auch möglich, Tonaufzeichnun gen, die beispielsweise in bekannter Weise verlängert oder verkürzt kopiert werden und somit ihre Tonhöhe und Wiedergabege schwindigkeit verändern, wieder auf normale Wiedergabegescliwindigkeiten, jedoch unter Beibehaltung Ader veränderten Tonhöhe zu reduzieren.
Die beschriebene Tonaufzeichnungsver- längerung bezw. Verkürzung kann in der Weise vorgenommen werden, dass von einem Tonaufzeichnungsträger die verschobenen Abschnitte der Tonaufzeichnungen auf einen andern Tonaufzeichnungsträger übertragen und erst mittelst,dieses veränderten Tonauf- zeichnungsträgers wiedergegeben werden.
Es ist aber auch möglich, schon bei der Auf nahme die entsprechende Veränderung der Tonaufzeiehnung zu erhalten; man kann beispielsweise die aufzuzeichnenden Ton wirkungen zunächst auf einem Zwisellenton- träger, zum Beispiel auf einem an sich be kannten magnetischen Zwischenaufzeich- nungs-Aggregat vorübergehend festhalten und von diesem in Anwendung der Erfin dung auf den eigentlichen Aufzeichnungs träger übertragen. Die Veränderung kann aber auch bei der Wiedergabe erfolgen, indem ein normaler Tonaufzeichnungsträger nach dem erfindungsgemässen Verfahren wieder gegeben wird.
Au,sfü'hruno,sbeispiele des Verfahrens <B>n</B> nach der Erfindung, sowie Anwendungen dieses Verfahrens sind in der Zeichnung in schematischer Weise illustriert, Fig. <B>1</B> zeigt beispielsweise einen normalen Tonaufzeieffinungsträgers <B>1,</B> der die Tonauf- zeicUnungen in Form einer Transversalschrift enthält. Ebensogut könnte es aber auch Intensitä,tssehrift oder eine andere beliebige Schrift sein;
Fig. 2 zeigt die in Fig. <B>1</B> dargestellte Tonaufzei-chnung, die in zum Beispiel gleich mässige Abschnitte 2,<B>3,</B> 4,<B>5</B> usw. zerlegt #sind; Fig. <B>3</B> zeigt das Auseinanderziehen der in Fig. 2 dargestellten Aufzeichnungsab schnitte in der Weise, dass zwischen den Auf- zeichnungsaIschnittendie Zwischenräume<B>10,</B> <B>11,</B> 12 usw. entstehen.
Dadurch wird eine Verläncrerun- des Aufzeiehnunrst-räo-ers be wirkt, ohne die aufgezeichneten Modulationen in ihrer Tonhöhe zu verändern; Fig. 4a zeict in umo-ekehrter Weise das Verkürzen eines Aufzeichnungsträgers da durch, dass etwa jeder zweite Abschnitt der Fig. 2 fortgelassen wird und die verblei benden Abschnitte zusammengeschoben wer den, so dass gemäss Fig. 4b ein verkürzter Aufzeichnungsträger erhalten wird;
Fig. <B>5</B> zeigt,die Zerlegung des Aufzeich- C C el nungsträgers in ungleiche Abschnitte, indem beispielsweise die zu verbleibenden<B>Ab-</B> schnitte 2,<B>3,</B> 4,<B>5, 6</B> usw. grösser sind als die fortzulassenden Abschnitte bezw. zu erzeu genden Zwischenräume<B>10, 11,</B> 12 usw.; Fig. <B>6</B> zeigt ein Beispiel einer ganz wesentlichen Vergrösserung der Aufzeich nungslänge.
Die Zwischenräume<B>10, 11</B> usw. sind hier wesentlich grösser als in Fig. <B>3</B> und<B>5</B> gezeichnet. Um infolge dieser grösseren Abstände keine hörbaren Lücken bei der Ton- wieder,-abe zu erhalten, können diese Zwi schenräume durch Wiederholungen der ein zelnen Tonaufzeichnungsabschnitte ausge füllt werden;
Fig. <B>7</B> zeigt eine solche Ausführung der 2D Abstände durch mehrfache Wiederholun <B>kg</B> der ergebenden Tonaufzeichnungsabschnitte; Fio-. <B>8</B> zeict eine andere Art der Aus füllung der Zwischenräume, indem die auf- einanderfolgenden Wiederholungen nicht miteinander identisch sind, sondern eine glei tende Verschiebung der Aufzeichnungsab schnitte enthalten. So enthält die Wieder- holuno, <B>l',</B> 2' nur noch 3/4 des Abschnittes <B>1</B> und bereits 114 des Abschnittes 2.
Die nächste Wiederholung<B>l",</B> 2" enthält bereits nur noch die Hälfte vom Abschnitt<B>1</B> und bereits die Hälfte vom Abschnitt 2. Die folgende Wiederholung enthält nur noch<B>1/1</B> des Abschnittes<B>1</B> und 3/4 des Abschnittes 2, so dass diese Wiederholungen gleitend in den darauffolgenden Abschnitt<B>92</B> überführen. In gleicher Weise geht der Abschnitt 2 allmäh- lieh in Abschnitt<B>3</B> über usw. Dadurch wird es möglich, störende Sprünge zu vermeiden und die Tondehnunzo., in gleichmässiger Weise vorzunehmen.
Fig. <B>9</B> zeigt ein Beispiel einer Einriell- tung zür Gewinnung von Veränderungen der Tonaufzeichnungslänge gemäss Fig. 4b und <B>8.
1</B> ist wieder der Aufzeiehnungsträger, 20 eine umlaufende Blende mit den Blenden- schlitzen 21', 21", 21<B>...</B> usw., 22 ist ein Blendenfenster mit der Öffnung<B>23.</B> Die Breite dieser Öffnung entspricht genau dem Abstand zweier Blendenschlitze. Fällt nun Licht durch dieses Blendenfenster <B>23</B> und durch die Blendenschlitze 21 auf die Ton aufzeichnung<B>1,
</B> so wird bei der bezeichneten Drehrichtung der Blendenselieibe ein fortlau fendes Abtasten des Aufzeichnungstr ägers stets von links nach rechts erfolgen. Sieht nun der Aufzeichnungsträger<B>1</B> still, so wird ein der Fensterbreite entsprechender<B>Ab-</B> schnitt des Tonaufzeichnungsträgers in un unterbrochener Wiederholung abgetastet, so dass, falls dieser Abschnitt genügend klein gewählt wird, ein stehender Ton gewonnen werden kann.
Wird nun der Aufzeichnungs träger<B>1</B> beispielsweise von links naell rechts bewegt, #so kommen stets neue Tonaufzeich- nungsabschnitte hinter dem Fenster<B>23</B> zu stehen. Beweut sich der Aufzeichnungs träger<B>1</B> langsamer als die Blendenschlitze 21, so wird die Tonaufzeichnung von links nach rechts, also infolge der höheren Ge- schwindigkeitder Schlitze in der Fortbewe gungsrichtung des Aufzeichnungsträgers ab getastet. Jeder folgende Blendenselilitz tastet jedoch einen andern, und --war etwas ver schobenen Aufzeichnungsabschnitt ab.
Es wird in -diesem Falle eine, der Fig. <B>8</B> ent sprechende Tonabtastuno, vorgenommen; ent sprechend der langsamen Bewegung des Ton- aufzeichnungsträgers erfolgt eine Dehnung der Tonwiedergabelänge, infolge der höheren Geschwindigkeit der Abtastblende jedoch wird zugleiell die gewünselite Tonhöhe er reicht. Wird jedoch der Aufzeichnungs träger<B>1</B> mit höherer Geschwindigkeit fort bewegt als die Blendensehlitze, so verändert sieh entsprechend der Vorgang.
Die Ton- aufzeichnungen werden in diesem Falle nicht von links nach rechts, sondern von rechts nach links abgetastet. Jedesmal, wenn ein Blendenschlitz 21<B>...</B> aus dem Bereich des Fensters<B>23</B> hinaustritt, tritt der Blenden- schlitz 21" gerade in den Bereich des Fen sters hinein, um seinerseits die Abtastuna, der Tonaufzeichnung gleichfalls von rechts nach links vorzunehmen.
Dadurel-i wird ein, der Fensterbreite<B>23,</B> bezw. dem Abstand zweier Schlitze entspreeliender Abschnitt der Ton aufzeichnung übersprungen, während sieh die verbleibenden abzutastenden Abschnitte zeitlich aneinander anschliessen. Es wird somit eine Tonabtastung gemäss Fig. 4b ge wonnen.
Wird umgekehrt der Tonaufzeieh- nungsträger <B>1</B> statt von links nach rechts, von rechts nach links bewegt, während die Blen- d-ensehe ibe 20 ihren Umlaufsinn beibehält, so addieren sich die Geschwindigkeiten der beiden, während sie sich im vorher besc'hrie- benen Beispiel subtrahieren. Die Folge hier von ist, dass die Tonaufzeichnung mit höherer Geschwindigkeit abgetastet wird, als sie am Fenster vorbeiwandert, so dass- die Tonhöhe erhöht wird.
Ist hierbei die Geschwindigkeit des Tonaufzeichnungsträgers kleiner als die jenige der Blende, so wird ein der Fig. <B>8</B> ähnlicher Vorgang gewonnen. Ist die Ge schwindigkeit des Aufzeichnungsträgers gleich derjenigen der Blende, so wird stets die Hälfte des vorhergehenden Abschnittes wiederholt. Ist dieGeschwindigkeit dagegen 0- össer, so wird nur ein Bruchteil des vorher gehenden Abschnittes wiederholt.
Fig. <B>10</B> zeigt eine besondere Ausgestal- kn <I>2n</I> tung des Fensters<B>23.</B> Dieses erhält hier eine rhomboidartige Form, deren Basis dem<B>Ab-</B> stand zweier Blendenschlitze entspricht.
Da durch wird erreicht, dass das Einsetzen bezw. Aussetzen der Abtastung durch die einzelnen Schlitze ganz allmählich erfolgt, ferner eine Überblenduno- des abklingenden und einset zenden Teils erzielt wird, so dass eine kon stante Intensität, wie auch ein lüekenloses Aneinandersehliessen der Abschnitte erreicht wird;
Fig. <B>11</B> zeigt verschiedene andere Formen von Fensteröffnungen<B>23;</B> Fig. 12 zeigt eine Fensteröffnung mit ge-- krümmten Eintritts- bezw. Austrittskanten 40, 41, die den Zweck haben, die Inen# sitäten so zu bemessen, dass eine grösstmög- liebste Störungsfreiheit in der Abtastung er reicht wird;
Fig. <B>13</B> zeigt ein weiteres Beispiel einer Einrichtung zur Ausübung ödes erfindungs gemässen Verfahrens.<B>50</B> ist ein Tonaufzeich- nungsträger, <B>51</B> eine Optik, die ein ver grössertes Bild der Tonaufzeichnungen auf dem endlosen, umlaufenden Bande<B>52</B> ab bildet.<B>53</B> ist eine zum Beispiel den Fig. <B>9</B> bis 12 entsprechende Fensterblende. Am Bande<B>52</B> sind in gleichmässigen Abständen Schlitzöffnungen 21', 21", 21<B>...</B> usw. vorge sehen.
Hinter diesen Schlitzöffnungen be findet sich die Optik 54 und die Photozelle <B>55,</B> die erforderlichenfalls über eine Ver- stärkereinrichtung <B>56</B> auf die Tonwiedergabe- einrichtung <B>57</B> einwirkt. Letztere kann so wohl aus Kopfhörern, wie auch aus Laut sprechern oder dergleichen bestehen.
Wird nun das endlose Blendenband <B>52,</B> das mit einer Sellwungmasse <B>58</B> gekuppelt ist, durch den Motor<B>59</B> in gleichmässige Umdrehung versetzt und zugleich der Aufzeichnungs träger<B>50</B> gleichmässig vorwärtsbewegt, so werden durch die Tonwiedergabeeinrichtung <B>57</B> Veränderungen des zeitlichen Ablaufes ,der Tonaufzeichnungen im Sinne der Filg. 4-b und<B>8</B> bewirkt.
Das Band<B>52</B> kann gemäss obigen Darlegungen in dem einen oder an dern Drehsinne bezw. mit kleinerer oder grö- sserer Gesohwindigkeit bewegt -werden. Die beschriebene Einrichtung kann unter anderem mit besonderem Vorteil für die Zwecke der Kontrolle des Tonablaufes, beispielsweise für die Zwecke der Tonzeitlupenkontrolle von nachsynchronisierten Tonbildfilmen benutzt werden, da bei verlangsamter Bild- und Ton wiedergabe -die Fehler,der Übereinstimmung leicht festgestellt werden können.
Fig. 14 zeigt die Anwendung des erfin dungsgemässen Verfahrens für die Zwecke .der Aufnahme.<B>70</B> ist ein Mikrophon, das über entsprechende Verstärker<B>71</B> auf eine umlaufende magnetische Zwischentonauf- zeichnun-,s-Einrichtung einwirkt.<B>73</B> ist der Sehreibmagnet, 74 der Lösehmagnet. Auf der endlosen Kette<B>75</B> sitzen zum Beispiel in (Yleichen Ab.z:
tänden mehrere Abtastmagnete <B>76', 76", 76...</B> usw. Werden nun diese ähn- lieh wie das Band<B>59-</B> in Fig. <B>13</B> fortbewegt, so gelangen die Tonaufzeichnungen am Zwi schenträger<B>72</B> wie in Fig. <B>13</B> zur Abtastung. Die in den Abtastmagneten erregten Ton modulationen werden einem Verstärker<B>77</B> einer Tonwiedergabeeinrichtung <B>78</B> zuge- en <B><I>kn</I></B> führt.
Statt magnetisierbarer Zwischenträger können auch mechanische oder andere Zwi- sehenträger benutzt werden.
Die Einrichtung ist hierbei so getroffen, dass sämtliche Abtastmagnete, wie dies auf der Figur auch dargestellt ist, mit dem Ver stärker<B>77</B> verbunden sind. Der Abstand der Magnete von einander ist hierbei derart ge wählt, dass immer nur zwei Magnete die Tonaufzeichnung<B>72</B> gleichzeitig abtasten, das heisst wenn beispielsweise der Magnet<B>76'</B> soeben die Tonaufzeichnung verlässt, so be ginnt der übernächste Magnet<B>76..</B> mit der Tonaufzeichnung in Verbindung zu treten. Es wäre natürlich nur nötig, dass. <U>immer</U> nur ein einziger Magnet abtastet.
Im vorliegen den Falle sind jedoch zwei Magnete gewählt worden, um hierbei eine besondere Tonver besserung durch phasenverschobene Wieder- ,gabe in an sieh bekannter Weise zu erreichen. Es ist ja bekannt, dass man beispielsweise bei einer Plattensprechmaschine in einem<B>Ab-</B> stand von einigen Zen-hmetern von einau- der gleichzeitig zwei Schalldosen auf die gleiche Schallrille der Pl#atte aufsetzen kann.
Jeder Ton wird dadurch künstlich in die Länge gezogen und es entsteht dadurch eine akustische Verbesserung insofern, als man dann den Eindruck hat, dass sieh der Spre- eher oder Sänger in einem grossen Saale be findet, in welchem ein tonverbesserndes Nachhallen jeden Tones auftritt. Natürlich könnte auch der Abstand der Magnete<B>76</B> so gross gewählt werden, dass jeweilig nur ein einziger Magnet abtastet.
Fig. <B>15</B> bezieht sich auf ein Ausführungs beispiel des Verfahrens, in welchem eine nor male Tonaufzeichnung zunächst in die Ton aufzeichnung<B>87</B> umgewandelt wird, diese Tonaufzeichnung <B>87</B> wird dann wiederge geben.<B>50</B> ist eine normale Tonaufzeichnung- 52 eine der Fig. <B>13</B> entsprechende Abiast- einrichtung'. <B>55</B> ist die Abtastzelle, der Strom der Zelle wird über den Verstärker<B>85</B> der Aufzeichnungseinrichtung<B>86</B> zugeführt, die den Aufzeichnunosträger <B>87</B> beschreibt.
Der Aufzeichnungsträger<B>87</B> ist mit dem Auf zeichnungsträger<B>50</B> durch das Übertragungs organ<B>88</B> gekuppelt. Je nach dem, ob eine Verlängerung oder eine Verkürzung der Ton- aufzeichnungsstrecke ausgeführt werden soll, ist ein Übersetzungsverhältnis in der Weise gewählt, dass der Aufzeichnungsträger <B>87</B> mit grösserer oder kleinerer Gesellwindig- keit als der Aufzeichnungsträger<B>50</B> fort bewegt wird. Es können hierbei alle bekann ten Tonaufzeichnungsarten benutzt werden, beispielsweise photographisehe, mechanische magnetische oder dergleichen.
Fig. <B>16</B> zeigt die Gewinnung von Zeit lupen- oder Zeitraffertonfilmen als Anwen dung des erfindungsgemässen Verfahrens.<B>95</B> t' ZD ist ein Zeitlupenbildfilm, also ein solcher, der eine wesentlich erhöhte Bildzahl besitzt. <B>96</B> ist die zum Beispiel auf einem getrenn- t--n Tonträger aufgenommene Tonaufzeich nung, die beispielsweise mit normaler Auf zeichnungsgeschwindigkeit hergestellt wurde.
Um nun aus diesen beiden verschiedenen lan gen Aufzeichnungsträgern einen gemein samen Bild- und Tonfilm zu gewinnen, muss der Tonaufzeichnungsstreifen <B>96</B> auf die Länge des Bildaufzeichnungsstreifens <B><I>ge-</I></B> bracht werden. Das kann beispielsweise mit Hilfe der in Abb. <B>15</B> dargestellten Mittel er folgen. Zu -diesem Zweck wird das Über setzungsverhältnis zwischen dem, die nor malen Tonaufzeiehnungen tragenden Auf zeichnungsträger<B>50</B> und dem die Zeitlupen tonaufzeichnungen aufnehmenden Träger<B>87,</B> entsprechend gewählt.
Das Band<B>87</B> wird, der Längedes Aufzeichnungsträgers entspre- chend, mit gTösserer Geschwindigkeit weiter bewegt, als der Aufzeichnungsträger <B>50,</B> so dass eine Verlängerung der Aufzeichnungs strecke erfolgt, während zugleich mittelst des Schlitzbandes<B>59-,</B> für die Gewinnung der der richtio-en Tonhöhe entsprechenden Fre- quenzzahl gesorgt ist.
Stimmt die Länge des Aufzeiclinungsträgers <B>87</B> mit der Länge des Bildfilmbandes überein, so können die selben in an sieh bekannter Weise auf einem gemeinsamen Träger vereinigt werden. Um- -Tel,-elirt kann auch für die Zwecke eines Ton- bildraffers eine Verkürzuno- der Tonauf- zeichnungsträgger vorgenommen werden.- Ei,y ZD 1. <B>17</B> zeigt eine solche Verkürzung der Tonaufzeichnungen.<B>100</B> ist ein Bildfilm,
<B>101</B> der Tonaufzeichnungsträger. In diesem Falle muss in der Einrichtung der Fig. <B>l'5</B> der Aufzeichnungsträger<B>87</B> langsamer be wegt werden, als der Träger<B>50,</B> so dass die Tonaufzeichnung auf die kürzere Strecke der Bildaufzeichnung reduziert wird. Auch in diesem Falle kann dann in bekannter Weise die Vereinigung der beiden Aufzeichnungen erfolgen.
Bei Zeitlupenaufnahmen kann auch die Tonaufzeichnung direkt am Bildfilm (Fig. <B>1,8)</B> .oder auf einem zweiten mit erhöhter Ge schwindigkeit bewegten Aufzeichnungsträger aufgezeichnet werden. Ist die Länge des aufgenommenen Tonträgers gleich der Länge des aufgenommenen Bildträgers, so entspricht diese Länge bereits der Länge des wiederzu gebenden Tonfilms. Da aber bei Zeitlupen aufnahmen der Aufzeichnungsträger mit ver ringerter Geschwindigkeit wiedergegeben wird, so würde die Tonhöhe in unzulässiger Weise sinken.
Mit Hilfe der Einrichtung der Fig. 1ä- kann nun aber zum Beispiel bei un- verä,nderter Gesamtlänge eine Erhöhung der Tonaufzeichnuno- bezw. Wiederherstelluno, der normalep Tonhöhe erreicht werden, durch Wahl der geeigneten Geschwindigkeit des Schlitzbandes<B>591</B> In diesem Falle wür den sich der Träcer <B>50</B> und der Träger<B>87</B> mit gleicher Geschwindigkeit bewegen.
Für die Erreichung der verschiedenen Übersefzungsverhältnisse kann die Vorrieh- fung der Fig. <B>15</B> mit entsprechenden Über setzungsverhältnissen arbeiten, die in an sich bekannter Weise leicht umsolialtbar gemacht werden können.