DE8803493U1 - Spreizkeil für Behinderte - Google Patents

Spreizkeil für Behinderte

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DE8803493U1
DE8803493U1 DE8803493U DE8803493U DE8803493U1 DE 8803493 U1 DE8803493 U1 DE 8803493U1 DE 8803493 U DE8803493 U DE 8803493U DE 8803493 U DE8803493 U DE 8803493U DE 8803493 U1 DE8803493 U1 DE 8803493U1
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47KSANITARY EQUIPMENT NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; TOILET ACCESSORIES
    • A47K13/00Seats or covers for all kinds of closets
    • A47K13/24Parts or details not covered in, or of interest apart from, groups A47K13/02 - A47K13/22, e.g. devices imparting a swinging or vibrating motion to the seats

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Toilet Supplies (AREA)

Description

Oundula Goalieh, Neptunsetr. 1, 272o Rotenburg - Spreizkeil für Behinderte i Beechreibung I Bei Behinderten, insbesondere Spastikern, besteht das Problem, daß infolge von | Muskelverkrampfungen bzw. Fehlanspannungen es dem Behinderten nicht möglich f
ist, willentlich die Beine zu spreizen, so daß die Verspannungen bis zur über- ;|
kreuzung der Beine führen. Um die Verspannungen zu lösen oder durch Training eine natürliche Beinhaitung anzulernen, wird ein Hartkörper zwischen die Oberschenkel oder die Kniee eingebracht, ein sog. Spreizkeil.
Anwendung finden Spreizkeile an allen Arten von Sitzgelegenheiten einschüeß-Toiletten und ToilettenstQhlen. Ein Problem besteht darin, daß der Spreizkeil nicht fest mit der jeweiligen Sitzgelegenheit verbinden sein kann, da der Behinderte oftmals auf den Sitz gehoben werden muß und dazu der Spreizkeil im Wege wäre. Dieser wird daher i.a. nachträglich durch Einstecken in vorgesehene Halterungen, Anschrauben mit Flügelmuttern oder ähnliche Befestigungsmöglichkeit mit dem Sitzmöbel verbunden.
Einerseits sind diese Befestigungsmöglichkeiten oft unvollkommen und bei vielfältigem Gebrauch umständlich zu handhaben, zum andern fuhrt es bei mehreren vorhandenen Sitzmöbeln mit jeweils zugehörigen Spreizkeilen leicht zu Verwechslungen, so daß bei der ohnehin mühevollen Handhabung des Behinderten ein falsch gegriffener Keil zu Zwangslagen fuhren kann, weil der Behinderte ohne den Keil auch kurzzeitig nicht sich selbst überlassen bleiben kann.
Ein besonderes Problem besteht bei der Benutzung von Toiletten. Im allgemeinen
schließt die Mitbenutzung durch andere Personen feste Installationen für die
Anbringung von Spreizkeilen aus* Gerade hier ist eis Spreizkeil jedoch besen*· &igr;
ders wichtig, weil normales Urinieren ohne einen solchen zum Teil gar nicht möglich ist.
Die Beseitigung der aufgezeigten Mängel an Spreizkeilen wird durch die Neuerung ■ dadurch erreicht, daß ein Spreizkeil im wesentlichen herkömmlicher Art fest mit einer Federklammer deraf verbunden ist, daß die Sitzfläche oder eine Toilettenbrille von der Klammer eingeklemmt wird und Zudem der Keiikörper seitlich vorstehende Fortsätze oder auch eine durchgehende Kante besitzt, die ein Verdrehen um seine Hochachse verhindert.
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Ein solcher Keil let universell nurtzbar, d.h. eine Verwechslung kann nicht mehr vorkommen, well nur ein einziger solcher Kell mltgefuhrt zu werden braucht. Auch die Anbringung an Toilettenbrillen ist ohne oder allenfalls mit Änderungen, die andere Benutzer nicht stören, durchführbar, weil stets durch Gummipufferauflagen ein Zwischenraum zwischen Brille und Becken besteht, in den der eine Klammerschenkel eingeführt werden kann.
Die Klammer kann auch in der Art ausgeführt sein, daß der eine Schenkel durch die Grundfische des Keükörpsrs gebildet wird und asr andere aus einem feuernden Material besteht, das z.B. im Falle der Herstellung des ganzen Keils aus Kunststoff, aus dem gleichen Material und dadurch sogar mit dem Keil aus einem Stück gefertigt sein kann. Der federnde Teil kann zudem eine eingearbeitete klinkenartige Nase erhalten, die in ein entsprechendes, an allen Sitzmöbeln angebrachtetes Gegenstück einrastet und dadurch ein rückwärtiges Herausrutschen des Keils verhindert. Auch an Toilettenbrillen ist die Anbringung eines solchen '•üinkengegenstückes leicht möglich, weil es an der Unterseite der Brille erfogen würde und somit die normale Benutzung der Toilette nicht beeinträchtigt. Der Federschenkel hat in diesem Falle zweckmäßigerweise eine Verlängerung, die vorzugsweise seitlich soweit vorragt, daß sie über die Brillenbreite einer Toilette hinausragt, um mit einem Fingerdruck die Klinke beim Abnehmen des Keils aus ihrer Halterung zu lösen. Bei anderen Sitzmöbeln kann die Arretierung durch Daruntergreifen gelöst werden.
Es ist zweckmäßig, den Keil und auch die Materialien der Federklammer, sofern sie nicht mit dem Material des Keils identisch sind, aus wasserbeständigem Material zu fertigen oder so zu gestalten, daß alle Teile leicht abwaschbar sind. Zudem sollte auf der dem Behinderten zugekehrten Seite des Keils eine senkrechte Furche so angeordnet sein, daß vier Grund der Furche geringfügig über die Breite einer normalen Toiletteübriiie vorsteht, Su daß bei gelegentlichem unkontrollierten Urinieren der Urin in dieser Furche in das Toilettenbecken ablaufen kann* Die Anbringung der Federverlängerung zum Ausklinken des Federschenkels ist daher zweckmäßig seitlich vorstehend angebracht, um dadurch aus dem Bereich der Furche herauszukommen.
Der Gesamthöhe des Keils ist gemäß der Erfindung insofern Bedeutung beizumessen als der Behinderte, insbesondere bei der Toiletten benutzung, dazu neigt, sich vornüber zu beugen. Bei geeigneter Höhe des Keils, dessen obere Begrenzung
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gemäß der Neuerung eine ebene oder leicht gewölbte Fläche bilden soll, kann der Behinderte sich in vorgebeugter Haltung auf dem Keilkörper abstützen. Dadurch iwsteht neben allgemein angenehmerer Haltung nicht mehr die Gefahr, daß der Behinderte vornüber fallt. Gemäß der Neuerung kann diese Stützfläche vergrößert und Abnehmbar gestaltet sein und sie kann wahlweise durch eine Arbeitefläche oder sonstige Hilfsmittel für den Behinderten austauschbar gestaltet sein« Die Befestigung erfolgt in dem Falle zweckmäßigerweise durch Stück-, Schraub-, Haft- oder sonstige leicht lösbare Verbindungen.
Ein gepolsterter Mantel, der den Keil an allen Seiten außer der unteren Auflagefläche und der dem Behinderten zugekehrten Seite umschließt, kann Druck- und Scheuerstellen an den Gliedmaßen des Behinderten vermeiden und sollte aus hygienischen Gründen abnehmbar und abwaschbar gestaltet sein.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Spreizkeils gemäß der Neuerung dargestellt.
Fig 1 zeigt die Seitenansicht eines solchen Keils mit integrierter Federklammer 4 auf eine Toilettenbrille 2 (im Schnitt dargestellt) geklemmt. Die gestrichelte Linie bei 3 deutet die Verwendung an einer ebenen Sitzfläche (Stuhl, Rollstuhl, Toilettenstuhl) an, wobei der Keilkörper 1, der an seiner unteren Seite zweckmäßigerweise eine in etwa der Toilettenbrille angepaßte Höhlung trägt, dann nur mit der vorderen und hinteren Begrenzungsfläche dieser Höhlung aufsitzt, ohne daß dadurch die Funktion beeinträchtigt würde.
Bei 5 ist die senkrechte Furche dargestellt, die bei 6 in die äußere Kontur des Keilkörpers 1 fibergeht. Die Tiefe des Keilkörpers 1 ist so bemessen und die der Furche gleichermaßen, daß der Grund der Furche lotrecht über dem Innenrand der Toilettenbrille vorsteht, wie auch in der perspektivisches Darstellung in Fig. 3 ersichtlich. '
2 Fortsätze 11 beiderseitig der Klammer ragen nach unten geringfügig Ober den Rand der Toilettenbrille oder der Sitzfläche heraus» um ein seitliches Verdrehen des Keils um seine Hochachse zu verhindern. Im Falle der Ausführung gemäß Fig.2 können die Fortsätze als eine durchgehende Kante ausgeführt sein*
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Fig.2 zeigt die gk-tehe A^icht: des Keils, jedoch mit einem einklinkbaren F/>« derteil 9und einem entsprechend auf der Unterseite der Sitzgelegenheit angebrachten Klinkenteil 8. Bei 10 ist der vorstehende Ansatz des Federteils zu sehen, mit dem die Klinke gelöst werden kann» um den Spreizkeil vom Sitzmöbel zu entfernen.
Bei 7 ist die obere Fläche des Keils dargestellt, die zweckmäßigerweise großflächig, flach oder leicht gewölbt ausgeführt ist, um als Kopf- oder Körperstütze für den Behinderten in vorgebeugter Stellun" dienen zu können: Diese Stützfläche kann mittels einer Steck- (12) oder sonstigen Verbindung abnehmbar und höhenverstellbar gestaltet sein (Fig.3a) und 1st zweckmäßigerweise mit einer Polsterung versehen. Sie kann durch eine Arbeitsplatte (Fig.la) oder andere Hilfsmittel für den Behinderten austauschbar gestaltet sein.

Claims (1)

1. Spreizkeil, dadurch gekennzeichnet, daß der Keilkörper 1 mit einem Schenkel einer Federklammer 4 fest verbunden itt und die Federklammer 4 so angeordnet ist, daß sie die Sitzfläche eines Sitzmöbels 3 oder die Brille einer Toilette 2 einzuklemmen in der Lage ist.
2. Spreizkeil gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Federklammer durch ein federndes Element 9 ersetzt wird, das aus dem gleichen Material besteht, wie der Keilkörper 1, oder aus anderem federnden Material, daß mit dem Keilkörper 1 fest oder lösbar verbunden ist.
3. Spreizkeil gemäß Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
zwei senkrechte Fortsätze 11 des Keilkörpers 1 soweit Ober die eingeklemmte Sitzfläche 2 bzw. 3 oach unten vorstehen, daß ein Verdrehen des Keils um die Hocfiachse verhindert wird.
4. Spreizkeil gemäß Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Fortsätze 11 zu einer einheitlichen Kante verschmelzen, wenn der federnde Schenkel in der Gestalt gemäß i> gewählt wird.
5. Spreizkeil gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das federnde Element 9 eine Klinke besitzt, und ein Gegenstück S unter der Sitzfläche 2 bzw. 3 befestigt ist.
6. Spreizkeil gemäß Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das federnde Element einen Fortsatz 10 hat, der so lang ist, daß er geringfügig aber den Rand einer Toilettenbrille hinausragt und soweit seitlich absteht, daß er nicht in die Verlängerung des Bereiche der Furche S hineinragt.
7. Spreizkell gemäß Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß im Keilkörper 1 eine Furche 5 derart eingearbeitet ist, daß der Grund der Furche bei auf die ToilettenbriUe aufgesetztem Kell dem Behinderten zugewendet ist und Über den inneren Brillenrand hinausragt.
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gemäß Anspruch Keilkörpers 1 so ···· < a
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abgeflacht gestaltet und die &tgr;* 2
daß die obere Fläche 7 des der Behinderte seinen Kopf Höhe des Schutzansprüche 8. Spreizkejl 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, Keilkörpers 1 so oder bemessen ist, daß
Körper in vorgebeugter Stellung darauf abstützen kann.
9. Spreizkeil gemäß Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützfläche 7 durch eine Steckverbindung 12, eine Schraub-, Haftoder ähnliche Verbindung getrennt und wahlweise gegen eine Arbeftsnlatte oder andere Hilfsmittel für den Behinderten ausgetauscht werden kann.
lO.Spreizkeil gemäß Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der gesamte Keilkörper 1 mit Ausnahme der Federklammer 4 oder einschließlich des Federelements 9 aus Kunststoff oder einem ähnlichen, leicht abwaschbaren Material, vorzugsweise als Hohlkörper hergestellt ist.
l.Spreizkeil gemäß Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß alle Seiten des Spreizkeils mit Ausnahme der Furche 5 und der unteren Auflagefläche mit einer Polsterschicht überzogen ist, die vorzugsweise ab-Bjhmbar und mit einer abwaschbaren Oberfläche versehen ist und durch Druckknöpfe, Haftverschlüsse oder ähnliche Befestigungseinrichtungen am Keilkörper 1 amgebracht werden kann.
12.Spreizkeil gemäß Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die seitlichen Fliehen des Keilkörpers 1 eben oder geringfügig ballig und alle Kanten gerundet ausgeführt sind.
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