DE8803493U1 - Spreizkeil für Behinderte - Google Patents
Spreizkeil für BehinderteInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A47—FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
- A47K—SANITARY EQUIPMENT NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; TOILET ACCESSORIES
- A47K13/00—Seats or covers for all kinds of closets
- A47K13/24—Parts or details not covered in, or of interest apart from, groups A47K13/02 - A47K13/22, e.g. devices imparting a swinging or vibrating motion to the seats
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- Public Health (AREA)
- Toilet Supplies (AREA)
Description
ist, willentlich die Beine zu spreizen, so daß die Verspannungen bis zur über- ;|
kreuzung der Beine führen. Um die Verspannungen zu lösen oder durch Training
eine natürliche Beinhaitung anzulernen, wird ein Hartkörper zwischen die Oberschenkel
oder die Kniee eingebracht, ein sog. Spreizkeil.
Anwendung finden Spreizkeile an allen Arten von Sitzgelegenheiten einschüeß-Toiletten
und ToilettenstQhlen. Ein Problem besteht darin, daß der Spreizkeil
nicht fest mit der jeweiligen Sitzgelegenheit verbinden sein kann, da der
Behinderte oftmals auf den Sitz gehoben werden muß und dazu der Spreizkeil im Wege wäre. Dieser wird daher i.a. nachträglich durch Einstecken in vorgesehene
Halterungen, Anschrauben mit Flügelmuttern oder ähnliche Befestigungsmöglichkeit
mit dem Sitzmöbel verbunden.
Einerseits sind diese Befestigungsmöglichkeiten oft unvollkommen und bei vielfältigem
Gebrauch umständlich zu handhaben, zum andern fuhrt es bei mehreren
vorhandenen Sitzmöbeln mit jeweils zugehörigen Spreizkeilen leicht zu Verwechslungen,
so daß bei der ohnehin mühevollen Handhabung des Behinderten ein falsch gegriffener Keil zu Zwangslagen fuhren kann, weil der Behinderte ohne den Keil
auch kurzzeitig nicht sich selbst überlassen bleiben kann.
schließt die Mitbenutzung durch andere Personen feste Installationen für die
ders wichtig, weil normales Urinieren ohne einen solchen zum Teil gar nicht
möglich ist.
Die Beseitigung der aufgezeigten Mängel an Spreizkeilen wird durch die Neuerung ■
dadurch erreicht, daß ein Spreizkeil im wesentlichen herkömmlicher Art fest mit einer Federklammer deraf verbunden ist, daß die Sitzfläche oder eine Toilettenbrille
von der Klammer eingeklemmt wird und Zudem der Keiikörper seitlich vorstehende
Fortsätze oder auch eine durchgehende Kante besitzt, die ein Verdrehen um seine Hochachse verhindert.
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Ein solcher Keil let universell nurtzbar, d.h. eine Verwechslung kann nicht
mehr vorkommen, well nur ein einziger solcher Kell mltgefuhrt zu werden
braucht. Auch die Anbringung an Toilettenbrillen ist ohne oder allenfalls
mit Änderungen, die andere Benutzer nicht stören, durchführbar, weil stets
durch Gummipufferauflagen ein Zwischenraum zwischen Brille und Becken besteht, in den der eine Klammerschenkel eingeführt werden kann.
Die Klammer kann auch in der Art ausgeführt sein, daß der eine Schenkel durch
die Grundfische des Keükörpsrs gebildet wird und asr andere aus einem feuernden
Material besteht, das z.B. im Falle der Herstellung des ganzen Keils aus Kunststoff, aus dem gleichen Material und dadurch sogar mit dem Keil aus einem
Stück gefertigt sein kann. Der federnde Teil kann zudem eine eingearbeitete
klinkenartige Nase erhalten, die in ein entsprechendes, an allen Sitzmöbeln angebrachtetes Gegenstück einrastet und dadurch ein rückwärtiges Herausrutschen
des Keils verhindert. Auch an Toilettenbrillen ist die Anbringung eines solchen '•üinkengegenstückes leicht möglich, weil es an der Unterseite der Brille erfogen
würde und somit die normale Benutzung der Toilette nicht beeinträchtigt. Der Federschenkel hat in diesem Falle zweckmäßigerweise eine Verlängerung, die
vorzugsweise seitlich soweit vorragt, daß sie über die Brillenbreite einer Toilette
hinausragt, um mit einem Fingerdruck die Klinke beim Abnehmen des Keils aus ihrer Halterung zu lösen. Bei anderen Sitzmöbeln kann die Arretierung
durch Daruntergreifen gelöst werden.
Es ist zweckmäßig, den Keil und auch die Materialien der Federklammer, sofern
sie nicht mit dem Material des Keils identisch sind, aus wasserbeständigem Material zu fertigen oder so zu gestalten, daß alle Teile leicht abwaschbar
sind. Zudem sollte auf der dem Behinderten zugekehrten Seite des Keils eine
senkrechte Furche so angeordnet sein, daß vier Grund der Furche geringfügig über
die Breite einer normalen Toiletteübriiie vorsteht, Su daß bei gelegentlichem
unkontrollierten Urinieren der Urin in dieser Furche in das Toilettenbecken
ablaufen kann* Die Anbringung der Federverlängerung zum Ausklinken des Federschenkels
ist daher zweckmäßig seitlich vorstehend angebracht, um dadurch aus
dem Bereich der Furche herauszukommen.
Der Gesamthöhe des Keils ist gemäß der Erfindung insofern Bedeutung beizumessen
als der Behinderte, insbesondere bei der Toiletten benutzung, dazu neigt, sich
vornüber zu beugen. Bei geeigneter Höhe des Keils, dessen obere Begrenzung
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gemäß der Neuerung eine ebene oder leicht gewölbte Fläche bilden soll, kann
der Behinderte sich in vorgebeugter Haltung auf dem Keilkörper abstützen.
Dadurch iwsteht neben allgemein angenehmerer Haltung nicht mehr die Gefahr,
daß der Behinderte vornüber fallt. Gemäß der Neuerung kann diese Stützfläche vergrößert und Abnehmbar gestaltet sein und sie kann wahlweise durch eine
Arbeitefläche oder sonstige Hilfsmittel für den Behinderten austauschbar
gestaltet sein« Die Befestigung erfolgt in dem Falle zweckmäßigerweise durch
Stück-, Schraub-, Haft- oder sonstige leicht lösbare Verbindungen.
Ein gepolsterter Mantel, der den Keil an allen Seiten außer der unteren Auflagefläche
und der dem Behinderten zugekehrten Seite umschließt, kann Druck- und Scheuerstellen an den Gliedmaßen des Behinderten vermeiden und sollte
aus hygienischen Gründen abnehmbar und abwaschbar gestaltet sein.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Spreizkeils gemäß der Neuerung
dargestellt.
Fig 1 zeigt die Seitenansicht eines solchen Keils mit integrierter Federklammer
4 auf eine Toilettenbrille 2 (im Schnitt dargestellt) geklemmt. Die gestrichelte
Linie bei 3 deutet die Verwendung an einer ebenen Sitzfläche (Stuhl, Rollstuhl, Toilettenstuhl) an, wobei der Keilkörper 1, der an seiner unteren
Seite zweckmäßigerweise eine in etwa der Toilettenbrille angepaßte Höhlung trägt, dann nur mit der vorderen und hinteren Begrenzungsfläche dieser Höhlung
aufsitzt, ohne daß dadurch die Funktion beeinträchtigt würde.
Bei 5 ist die senkrechte Furche dargestellt, die bei 6 in die äußere Kontur
des Keilkörpers 1 fibergeht. Die Tiefe des Keilkörpers 1 ist so bemessen und die
der Furche gleichermaßen, daß der Grund der Furche lotrecht über dem Innenrand
der Toilettenbrille vorsteht, wie auch in der perspektivisches Darstellung in
Fig. 3 ersichtlich. '
2 Fortsätze 11 beiderseitig der Klammer ragen nach unten geringfügig Ober den
Rand der Toilettenbrille oder der Sitzfläche heraus» um ein seitliches Verdrehen des Keils um seine Hochachse zu verhindern. Im Falle der Ausführung gemäß
Fig.2 können die Fortsätze als eine durchgehende Kante ausgeführt sein*
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Fig.2 zeigt die gk-tehe A^icht: des Keils, jedoch mit einem einklinkbaren F/>«
derteil 9und einem entsprechend auf der Unterseite der Sitzgelegenheit angebrachten Klinkenteil 8. Bei 10 ist der vorstehende Ansatz des Federteils zu
sehen, mit dem die Klinke gelöst werden kann» um den Spreizkeil vom Sitzmöbel
zu entfernen.
Bei 7 ist die obere Fläche des Keils dargestellt, die zweckmäßigerweise großflächig,
flach oder leicht gewölbt ausgeführt ist, um als Kopf- oder Körperstütze
für den Behinderten in vorgebeugter Stellun" dienen zu können: Diese
Stützfläche kann mittels einer Steck- (12) oder sonstigen Verbindung abnehmbar und höhenverstellbar gestaltet sein (Fig.3a) und 1st zweckmäßigerweise mit einer
Polsterung versehen. Sie kann durch eine Arbeitsplatte (Fig.la) oder andere
Hilfsmittel für den Behinderten austauschbar gestaltet sein.
Claims (1)
1. Spreizkeil, dadurch gekennzeichnet, daß der Keilkörper 1 mit einem Schenkel
einer Federklammer 4 fest verbunden itt und die Federklammer 4 so angeordnet
ist, daß sie die Sitzfläche eines Sitzmöbels 3 oder die Brille einer Toilette 2 einzuklemmen in der Lage ist.
2. Spreizkeil gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Federklammer durch ein federndes Element 9 ersetzt wird, das aus dem
gleichen Material besteht, wie der Keilkörper 1, oder aus anderem federnden
Material, daß mit dem Keilkörper 1 fest oder lösbar verbunden ist.
3. Spreizkeil gemäß Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
zwei senkrechte Fortsätze 11 des Keilkörpers 1 soweit Ober die eingeklemmte
Sitzfläche 2 bzw. 3 oach unten vorstehen, daß ein Verdrehen des Keils um
die Hocfiachse verhindert wird.
4. Spreizkeil gemäß Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Fortsätze 11 zu einer einheitlichen Kante verschmelzen, wenn der federnde
Schenkel in der Gestalt gemäß i> gewählt wird.
5. Spreizkeil gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das federnde Element 9 eine Klinke besitzt, und ein Gegenstück S unter
der Sitzfläche 2 bzw. 3 befestigt ist.
6. Spreizkeil gemäß Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das federnde Element einen Fortsatz 10 hat, der so lang ist, daß er geringfügig aber den Rand einer Toilettenbrille hinausragt und soweit seitlich
absteht, daß er nicht in die Verlängerung des Bereiche der Furche S hineinragt.
7. Spreizkell gemäß Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß im Keilkörper 1 eine Furche 5 derart eingearbeitet ist, daß der Grund
der Furche bei auf die ToilettenbriUe aufgesetztem Kell dem Behinderten
zugewendet ist und Über den inneren Brillenrand hinausragt.
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Körper in vorgebeugter Stellung darauf abstützen kann.
9. Spreizkeil gemäß Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stützfläche 7 durch eine Steckverbindung 12, eine Schraub-, Haftoder
ähnliche Verbindung getrennt und wahlweise gegen eine Arbeftsnlatte
oder andere Hilfsmittel für den Behinderten ausgetauscht werden kann.
lO.Spreizkeil gemäß Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der gesamte Keilkörper 1 mit Ausnahme der Federklammer 4 oder einschließlich
des Federelements 9 aus Kunststoff oder einem ähnlichen, leicht abwaschbaren Material, vorzugsweise als Hohlkörper hergestellt ist.
l.Spreizkeil gemäß Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß alle Seiten des Spreizkeils mit Ausnahme der Furche 5 und der unteren Auflagefläche mit einer Polsterschicht überzogen ist, die vorzugsweise ab-Bjhmbar
und mit einer abwaschbaren Oberfläche versehen ist und durch Druckknöpfe, Haftverschlüsse oder ähnliche Befestigungseinrichtungen am Keilkörper
1 amgebracht werden kann.
12.Spreizkeil gemäß Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die seitlichen Fliehen des Keilkörpers 1 eben oder geringfügig ballig
und alle Kanten gerundet ausgeführt sind.
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Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8803493U DE8803493U1 (de) | 1988-03-15 | 1988-03-15 | Spreizkeil für Behinderte |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE8803493U DE8803493U1 (de) | 1988-03-15 | 1988-03-15 | Spreizkeil für Behinderte |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8803493U1 true DE8803493U1 (de) | 1989-01-05 |
Family
ID=6821870
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8803493U Expired DE8803493U1 (de) | 1988-03-15 | 1988-03-15 | Spreizkeil für Behinderte |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8803493U1 (de) |
-
1988
- 1988-03-15 DE DE8803493U patent/DE8803493U1/de not_active Expired
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