DE8802960U1 - Vorrichtung zum Abziehen und Aufziehen von Laufreifen - Google Patents
Vorrichtung zum Abziehen und Aufziehen von LaufreifenInfo
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Description
P 166a
Die Neuerung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Abziehen und Aufziehen von aus Vollgummi bestehenden Laufreifen von
bzw. auf Felgen aus Kunststoff an Laufrädern für insbesonbere Haus-Müllcontainer.
Die Laufräder von Haus-MUllcontainern bestehen aus einer Felge
aus Kunststoff und einem Laufreifen aus Vollgummi. Dabei besitzt
die Laufachse des Haus-Müllcontainers an ihren beiden Enden jeweils eine umlaufende Nut, in der ein in die Felge eingesetzter
Führungsstift führend eingreift. Dabei ist der Stift so in der Felge angeordnet, daß das Laufrad zwar auf die Achse
aufgesteckt, jedoch nicht mehr ohne Zerstörung der Felge abgezogen werden kann. Die Laufräder von Haus-Müllcontainer werden
immer nur kurzzeitig beansprucht. In Abhängigkeit von dem Füllgut des Haus-Müllcontainers tritt jedoch gelegentlich eine verhältnismäßig
hohe Belastung auf, so daß auch derartige Laufreifen eine hohe Abriebfestigkeit und Schlagfestigkeit besitzen
müssen. Deshalb werden derartige Laufreifen noch vielfach aus
Vollgummi, also aus hochwertigem, vulkanisiertem Natur- oder Synthesekautschuk hergestellt* Dies sind wertvolle Rohstoffe,
deren Verwendung für die Laufreifen von Haus-Müllcontainern normalerweise nicht gerechtfertigt ist. Um die Verwendung wertvoller Rohstoffe zu reduzieren, ist es bereits bekannt, die aus
Vollgummi bestehenden Laufreifen aus einem aushärtbaren Gemisch aus zerkleinerten Auto-Altreifen und Bindemittel herzustellen.
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Bei beiden Arten von Laufreifen kommt es immer wieder vor,
daß beispielsweise beim Befahren einer Treppenstufe oder eines Bordsteines der Laufreifen zerstört bzw. so stark beschädigt
wird, daft er nicht mehr verwendbar ist. Gelegentlich kann es auch vorkommen, daß dabei die Felge beschädigt und unbrauchbar
wird. In beiden Fällen ist es erforderlich, daß die Felge durch vollkommene Zerstörung von der Achse des Haus-Müllcontainers
entfernt Wird. Die zerstörte Feige und ein gegebenenfalls
noch brauchbarer Laufreifen werden dann einer Mülldeponie zugeführt. Aber auch dann, wenn nur der Laufreifen beschädigt
und unbrauchbar ist, wird die Felge durch vollständige Zerstörung von der Achse des Haus-Müllcontainers entfernt und zusammen
mit dem Laufreifen dem Müll zugeführt. Beschädigte Felgen
und/oder Laufreifen werden also immer durch ein neues Laufrad, also eine neue Felge mit einem neuen Laufreifen, ersetzt.
Durch dieses Vorgehen werden wertvolle Rohstoffe ungenutzt einer Mülldeponie zugeführt.
Es wurde bereits angeregt, die Felgen auf der Achse von Haus-Müllcontainern
so zu befestigen, daß die Felge bedarfsweise ohne Zerstörung von der Achse abgenommen werden kann. Eine
Wiederverwendung der unbeschädigten Felge oder des unbeschädigten Laufreifens ist jedoch auch dann nicht vorgesehen, da
ein Laufreifen nicht ohne weiteres von einer Felge abgezogen bzw. auf eine Felge aufgezogen werden kann. Dies erfolgt bisher
ausschließlich beim Hersteller der Laufräder.
Der Neuerung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
zum Abziehen und Aufziehen der aus Vollgummi bestehenden Laufreifen von bzw. auf Felgen aus Kunststoff an Laufrädern für
insbesondere Haus-Müllcontainer zu schaffen, die ohne großen Aufwand herstellbar und an den Stellen ohne Schwierigkeiten
einsetzbar und betreibbar ist, an denen Haus-Müllcontainer mit beschädigten Laufrädern vorkommen. Dies sind beispielsweise
Stadtverwaltungen und Abfallbeseitigungsgesellschaften.
Zur Lösung der vorgenannten Aufgabe wird eine Vorrichtung vorgeschlagen,
die aus einem die Felge an einer Stirnfläche abstützenden
Auflager, einem an der anderen Stirnfläche der Felge anschließbaren, sich In Richtung auf die Felge konisch erweiternde
FUhrungsteil und einer in Richtung auf die Felge bzw. den Laufreifen bewegbaren Hülse mit einem Antrieb besteht.
Eine solche Vorrichtung ist ohne großen Aufwand herstellbar.
Sie kann mobil oder ortsfest ausgebildet sein und bei Stadtverwaltungen oder Abfallbeseitigungsgesellschaften, also dort wo
an den Laufrädern beschädigte Haus-MUllcontainer instandgesetzt
werden, aufgestellt bzw. eingesetzt werden.
Weitere Merkmale einer Vorrichtung gemäß der Neuerung sind in den Ansprüchen 2-11 offenbart.
Die Neuerung wird nachfolgend anhand eines in einer Zeichnung in vereinfachter Weise dargestellten AusfUhrungsbeispieles
näher erläutert.
In dieser Zeichnung ist eine Vorrichtung zum Abziehen und Aufziehen
von aus Vollgummi bestehenden Laufreifen 1 von bzw. auf Felgen 2 aus Kunststoff an Laufrädern für Haus-Müllcontainer
gezeigt, wobei hier unter Vollgummi sowohl hochwertiger, vulkanisierter
Natur- oder Synthesekautschuk als auch Recyclinggummi zu verstehen ist. Diese Vorrichtung besteht aus einer
Grundplatte 3» die bedarfsweise mit nicht dargestellten Füßen
versehen oder in einem nicht gezeigten Gestell angeordnet ist. Die Grundplatte 3 nimmt eine brückenartige Traverse 4 auf.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Grundplatte 3 mit
einer Nut 5 versehen, in der eine Feder 6 eines Auflagers 7 geführt ist. über die Nut 5 und die Feder 6 kann das Auflager 7
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In einer Richtung senkrecht zur Zeichnungeebene versöhoben werden.
Das Auflager 7 weist einen kreisförmigen, sieh in Richtung
auf die Grundplatte 3 konisch verjüngenden Querschnitt auf. An ihrer oberen, der Grundplatte 3 abgewandten Fläche kann das
Auflager 7 die Felge 2 aufnehmen. Diese Felge 2 ist normalerweise mit einem hülsenartigen Zapfen 8 versehen, der in eine
t. Der Zspfen 8
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dien» hier gleichzeitig zur Führung der Felge 2 auf dem Auflager
7, so daß keine andere Führung für die Felge 2 erforderlich ist. Die obere, die Felge 2 aufnehmende Fläche des Auflagers
7 ist in ihrem Querschnitt geringfügig kleiner als die größte Grund- bzw, Stirnfläche der Felge 2 ausgebildet, d.h.,
die Felge 2 rag*"· über ihren gesamten Umfang geringfügig über
die diesbezügliche Fläche des Auflagers 7 hinaus.
An ihrer dem Auflager 7 abgewandten Fläche nimmt die Felge 2 ein FUhrungsteil 10 auf, welches ebenfalls kreisförmigen Querschnitt
besitzt und sich in Richtung auf die Felge 2 konisch erweitert. Die mit der Felge 2 Zusammenwirkendr· Grundfläche des
Führungsteiles 10 ist geringfügig größer als die entsprechende Stirnfläche der Felge 2 ausgebildet, so daß das FUhrungsteil
über den gesamten Umfang über die Felge 2 hinausragt. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist um das Führungsteil 10 ein
Zwischenring 1.1 angeordnet, der sich an der seitlichen Flanke des Lauf reif ens 1 a'-stützt. Dieser Zwischenring 11 arbeitet in
diesem Ausführungsbeispiel mit einer einseitig geschlossenen Hülse 12 zusammen, die in diesem Ausführungsbeispiel über einen
hydraulischen Antrieb 13 mit dem Steg 14 der brückenartigen
Traverse 4 verbunden ist. Ober diesen Antrieb 13 kann die Büls·«1
12 abgesenkt und angehoben werden.
Beim Abziehen des Laufreifens 1 von der Felge 2 wird die Hülse
12 über ihren Antrieb 13 gegen den Zwischenring 11 bewegt. So-
bald die Hülse 12 am Zwischenring 11 anliegt, wird bei einer
weiteren Abwärtsbewegung der Hülse 12 der Laufreifen 1 von der
Felge 2 abgedrückt bzw. abgezogen. In Abhängigkeit davon, ob der Laufreifen 1 oder die Felge 2 beschädigt ist, wird entweder
ein neuer Laufreifen 1 oder eine neue Felge 2 verwendet.
Bei der nachfolgenden Erläuterung wird nun davon ausgegangen, da3 der Laufreifen 1 beschädigt war. Nach dem Anheben der Hülse
12 wird der Zwischenring &Iacgr;1 entfernt und auf das Führungsteil
10 ein neuer Laufreifen 1 aufgesetzt. Sodann wird die Hülse
soweit nach unten in Richtung auf die Grundplatte 3 bewegt, bis der neue Laufreifen 1 in seiner Stellung anf der Felge 2 einrastet.
Für diesen Vorgang kann auf das FUhrungsteil 10 bzw. auf die Innenfläche des Laufreifens 1 ein an sich bekanntes
Gleitmittel aufgebracht werden.
Der Zwischenring 11 dient nur dem Abziehen des Laufreifens 1 und verschiebt den Hub der Hülse 12 um die Höhe des Zwischenringes
11. Dies ermöglicht einen Antrieb 13 mit einem verhältnismäßig kurzen Hub. Bedarfsweise kann die Hülse 12 auch so
lang ausgebildet sein, daß für das Abziehen des Laufreifens 1 kein Zwischenring 11 erforderlich ist. Der Hub des Antriebes
13 muß Jedoch dann zumindest um die Höhe des Zwischenringes größer sein. Ferner müßte dann durch eine entsprechende Steuerung
sichergestellt werden, daß die Hülse 2 zwei unterschiedlich größe Hübe ausführt, wie sie einmal für das Abziehen und
einmal für das Aufziehen des Laufreifens 1 erforderlich aind.
Xn Abänderung des erläuterten Ausführungsbeispieles ist es möglich,
einen Antrieb 13 vorzusehen, der aus einem von Hand betätigbartn Hebel bzw. einer Spindel besteht. Ferner kann der
Antrieb 13 elektrisch oder pneumatisch sein, wobei bei einem hydraulischen oder pneumatischen Antrieb das Druckmittel durch
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eine elektrische oder eine von Hand betätigbare Pumpe gefördert wird. Bedarfsweise kann dem Antrieb 13 ein mechanisches
Getriebe bzw. Zwischengetriebe zugeordnet sein.
Durch die Nut 5 und die Feder 6 wird erreicht, daß das Auflager
7 immer in einer genau vorgegebenen Arbeitsstellung zum Anliegen gebracht werden kann. Dabei ist es möglich, das Auflager
7 durch einen Antrieb zu bewegen. Bedarfsweise kann das Auflager 7 auch auf einer drehbaren oder verschiebbaren Zwischenplatte
angeordnet sein. Dies gibt die Möglichkeit, während des Abzieh- bzw. Aufziehvorganges eine weitere Felge 2
mit Laufreifen 1 zusammen mit einem zusätzlichen Auflager 7 und einem zusätzlichen Führungsteil 10 für den nächsten Arbeitsvorgang
vorzubereiten.
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Claims (1)
- P 4 H Kunststoff-Recycling GmbH & Co. KG, 5920 Bad BerleburgSchutzansprüche1. Vorrichtung zum Abziehen und Aufziehen von aus Vollgummi bestehenden Laufreifen von bzw. auf Felgen aus Kunststoff an Laufrädern für insbesondere Haus-Mülleontainer, gekennzeichnet durchein die Felge (2) an einer Stirnfläche abstützendes Auflager (7), ein an der anderen Stirnfläche der Felge (2) anschließbares, sich in Richtung auf die Felge (2) konisch erweiterndes F-hrungsteil (10) und eine in Richtung auf die Felge (2) bzw. den Laufreifen (1) bewegbare Hülse (12) mit einem Antrieb.2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,daß der Hülse (12) ein Zwischenring (11) zugeordnet ist.3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,daß das Auflager (7) auf einer Grundplatte (3) angeordnet ist.U. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 - 3t dadurch gekennzeichnet,daft die Grundplatte (3) eine brückenartige Traverse (&Oacgr; zur Aufnahme und Abstützung dee Antriebes trägt.5. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß das Auflager (7) verschiebbar auf der Grundplatte (3) angeordnet ist.6. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1-4, t*. dadurch gekennzeichnet,|| daß das Auflager (7) auf einer Zwischenplatte an^ordnetii ist-* 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenplatte drehbar ausgebildet ist.8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenplatte verschiebbar ausgebildet ist.9. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb (13) durch einen von Hand betätigbaren Hebel bzw. eine Spindel gebildet ist.10. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb (13) elektrisch und/oder hydraulisch und/oder pneumatisch ausgebildet ist.11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß dem Antrieb (13) ein mechanisches Getriebe bzw. Zwischengetriebe zugeordnet ist.
Priority Applications (1)
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| DE8802960U DE8802960U1 (de) | 1988-03-05 | 1988-03-05 | Vorrichtung zum Abziehen und Aufziehen von Laufreifen |
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1988
- 1988-03-05 DE DE8802960U patent/DE8802960U1/de not_active Expired
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