DE879679C - Vorrichtung zum Ein- und Ausruecken des Webstuhles bei Betriebsstoerungen - Google Patents

Vorrichtung zum Ein- und Ausruecken des Webstuhles bei Betriebsstoerungen

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DE879679C
DE879679C DEB14645A DEB0014645A DE879679C DE 879679 C DE879679 C DE 879679C DE B14645 A DEB14645 A DE B14645A DE B0014645 A DEB0014645 A DE B0014645A DE 879679 C DE879679 C DE 879679C
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coupling
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Walther Hermann Bosheck
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    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
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    • D03D51/34Weft stop motions
    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
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    • D03D51/18Automatic stop motions
    • D03D51/20Warp stop motions

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Ein- und Ausrücken des Webstuhles bei Betriebsstörungen Die vorliegende Erfindung bezweckt, beim Auftreten von Störungen des Webprozesses den Webstuhl in bisher nicht gekannter Schnelligkeit stillzusetzen und nach Beseitigung der Störung ebensoschnell wieder auf Touren zu bringen. Sie löst weiter die Aufgabe, bei Schußfadenbruch die Weblade nach erfolgter Abstoppung mit einfachen Mitteln in die zum Schützeneinwurf geeignete Lage zu bringen.
  • Dies wird erreicht trotz Anwendung großer Schwungenergien, die gestatten, die Weblade diskontinuierlich zu bewegen, d. h. zur Schonung der Kettenfäden und zur Verschönerung des Warenbildes absoluten Ladenstillstand während des Schützenlaufes und Rammanschlag des Schußfadens herbeizuführen. Bei dieser Arbeitsweise sind große Schwungmassen zweckmäßig, um die bei jedem Ladenspiel auftretenden schnell wechselnden, auf den Antrieb von der Ladenbewegung aus rückwirkenden positiven und negativen Kräfte voll ausgleichen zu können.
  • Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß die Stuhlpufferung durch eine bzw. mehrere auf der gegenüber der Kurbelwelle schneller umlaufenden Vorgelegewelle angeordnete ab- und zuschaltbare Kupplung erfolgt. Gemäß der weiteren Erfindung wird bei Schußfadenbrüchen die beim bremslosen Puffern frei werdende Energie zum Spannen eines Kraftspeichers, z. B. einer Feder, ausgenutzt, welcher allein selbsttätig die Weblade in die zur Beseitigung des Schußfadenbruches günstige hintere Totpunktlage bringt. Die Pufferkupplung ist zweckmäßig derart ausgebildet, daß sie sich während des Rücklaufes beim Überlaufen der Anfangsstellung selbsttätig auslöst. Um zu verhindern, daß bei Schußfadenbruch die Lade in einer zum Einschlagen des Schützens ungünstigen anderen Stellung stehenbleibt, ist erfindungsgemäß auf der Kurbelwelle ein Steuernocken vorgesehen, der während der Zeit des erwünschten La,denvor-bzw. -rücklaufes die Stuhlbremse in unwirksamer Stellung hält. Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin; daß das Stuhlbremsband umgekehrt zur üblichem Weise um den Umfang des Bremsrades gelegt ist, so daß die Stuhlbremse ihre größte Wirksamkeit nicht wie bisher gegen Ladenvor-, sondern gegen Ladenrücklauf hat. Diese Stuhlbremse ist überhaupt keine im üblichen Sinn. Sie hat nicht die Aufgabe, den Stuhl bei Betriebsstörungen abzubremsen, denn der Steuernocken auf der Kurbelwelle gestattet nur in hinterer und vorderer Kurbeltotpunktlage eine, dann aber äußerst wirksame Anspannung der Bremse. Sie hat lediglich die Aufgabe, beim automatischen. Ladenrücklauf den Stuhl anschlagartig in hinterer oder vorderer Kurbeltotpunktlage anzuhalten. Bisher mußte.die automatische Ladenrückführung bei von Anfang bis Ende angezogener Stuhlbremse durchgeführt werden, was nur unter Zuhilfenahme der Motorkraft möglich ist. Das anschlagartige Anhalten wird erfindungsgemäß dadurch erreicht; daß die Bremstrommel mit einem geschliffenen Asbestbremsbelag und. das die Bremstromme@l umschlingende Stahlband mit einem Lederbremsbelag versehen werden. An Stelle dieser beiden Materialien können auch ähnliche zur Anwendung kommen, die bei Anspannung sich gegenseitig festsäugend eine blockpufferartige Wirkung hervorrufen.
  • Bei einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform der Erfindung ist die Antriebskupplung mit einem in seiner Kuppelglocke mit nur geringem Spiellaufenden und durch durch einen vorteilhaft zwischen. Rollen geführten Spreizkeil betätigten Gußeisenspreizring ausgestattet, welcher durch die ihm innewohnende Gußspannung gelüftet wird. Die Pufferkupplung besteht aus einer auf der als Keilwelle ausgebildeten Nabe des Spreizringes undrehbar, aber verschiebbar =geordneten Koppelbüchse und- eine= auf der Vorgelegewelle lose drehbar sitzenden. Koppelring, deren gegeneinandergerichtete Koppelzähne sägezahnartig einseitig abgeschrägt sind. Dabei sind zur Vermeidung von Schaltträgheit die beweglichen Teile möglichst leicht gebaut und ihre Verschiebeflächen im Stuhlausrückmoment von allen ihre axiale Verschiebung hemmenden radialen Flächenpressungen befreit.
  • Zum Einleiten der Stillsetzung des Stuhles bei Kettenfadenbrüchen und Schoßstörungen werden. in an sich bekannter Weise elektromagnetische Relais oder mechanisch betätigte Direktschalter benutzt. Ein als Elektromagnet ausgebildeter Anschlag begrenzt dabei die Bewegung der Einrückwelle, welch letztere dadurch bis zur Unterbrechung des Magnetstromkreises elektromagnetisch fixiert ist. Um die erforderliche Magnetkraft möglichst niedrig halten zu können, ist die-,Drehachse des sich auf den Magneten auflegenden Ankers gegenüber der Einrückwelle vorteilhaft übersetzt.
  • Die durch die schnelle und sichere &bschaltba,rkeit mögliche durchlaufende Schwungenergie entlastet den Antriebsriemen von den bisher auf ihn einwirkenden Stößen, so daß an Stelle der sonst üblichen zwei bis drei Keilriemen ein einziger zur Moto@rkraftübertragung genügt und somit die Antriebscheibe als Dreistufenscheibe ausgebildet und dadurch in einfacher Weise die Stuhlgeschwindigkeit der jeweiligen zum Verweben gelangenden Garnqualität angepaßt werden kann.
  • In den, Zeichnungen ist die Erfindung an einigen Ausführungsbeispielen dargestellt und erläutert. Fig. i zeigt eine Gesamtansicht der zum Verständnis der Erfindung notwendigen Teile von oben; Fig. 2 ist eine Ansicht in etwas größerem Maßstab vom Weberstand aus gesehen; Fig. 3 ist ein senkrechter Schnitt nach Linie III-III der Fig. a; Fig. 4 zeigt die Einrückwelle mit Zubehör; Fig. 5 veranschaulicht einen Ausschnitt aus Fig. 2 etwa in natürlicher Größe,; Fit-Im. 6 ist ein @ Schnitt -nach Linie VI-VI der Fig. 5 ; Fig. 7 gibt eine Gesamtansicht des Spreizringes in kleinem Maßstab wieder; Fig. 8 läßt in der Ansicht, teilweise im Schnitt, eine andere Ausführungsform der Spreizringkupplung erkennen; Fig. 9 gibt einen. Schnitt auf der Linie IX-IX der Fig. 8 wieder: Auf der gegenüber der Kurbelwelle i wesentlich schneller (beispielsweiss im Verhältnis i :3,i) umlaufenden Vorgelegewelle 2 sitzt lose drehbar eine eine große Schwungmasse enthaltende Stufenkeilriemenscheibe 3, auf die der voain Motor kommende Antriebsriemen. wirkt. An die Scheibe 3 ist eine Kuppelglocke 6 angeschraubt. In dieser sitzt ein gesprengter Gußspreizring 7 derart, daß er bei Leerlauf nur wenige Hundertstelmillimeter Laufsitzspiel besitzt. Der Spreizring 7 schließt sich beim Entkuppeln schnell und sicher allein durch die ihm innewohnende Gußspannung. Er ist beiderseits des Sprengstoßes 8 mit nach innen vorstehenden Lappen 9, 9' versehen, in denen Rollen i o, i o' gelagert sind. Zwischen die beiden Rollen io, io' greift der an einem Arm ii sitzende Spreizkeil 12. Der Arm i i wird von einem Bolzen. r3 durchsetzt, an dem eine Zugfeder 14 angreift, die bei 15 in der Nabe 16 des Spreizringes 7 ihren Fixpunkt hat. Wegen des nur wenige Hundertstelmillimeter betragendem, Spreizweges wirkt am Angriffspunkt der Feder 14 ein bedeutender Hebelarm, so daß mit einer verhältnismäßig geringen Federkraft eine fast blockierende Wirkung erzielt werden kann.
  • Die Nabe 16 des auf der Vorgelegewelle 2 festgekeilten Spreizringes 7 ist, wie aus Fig. 5, 6, 8 und 9 ersichtlich, als Keilwelle ausgebildet. Auf ihr sitzt leicht verschiebbar eine Sägezähnkuppelbüchse 17 von geringem Querschnitt. Letztere trägt aufrnon.tiert die Verschiebebüchse 18 und den. Stellring i9, an welchem das Entkupplungshakenpaar 20 verstellbar verschraubt ist. Verschiebebüchse 18 und Stellring 19 bestehen zweckmäßig aus Leichtmetall, so daß die komplette Verschiebebüchse nur- eine geringe Massenträgheit besitzt.
  • Auf der Vo,rgelegewelle 2 sitzt ferner lose auf Nadellagern drehbar der Sägezahnkuppelring 21. Er trägt einen, vorstehenden Arm 21', an. dem die sehr starke Feder 22 gelenkig angreift. Die Vorgelegewelle trägt weiter ein Zahnrad 23, "mit dem das Stuhlbremsrad 24 fest verbunden. ist. Zum Ein- und Ausrücken der Kupplung 17, 21 dient die Isuppelgabel 40.
  • Auf der ortsfest im Webstuhlgestell gelagerten Einrückwellet 25 (Fig. 4) sitzt der Einrücke@rgriff 26, dessen kurzer Hebedarm 26' ein nur mit einem Zahn, versehenes Zahnradgesperresegment 27 trägt, das mit einem nur eine Zahnlücke aufweisenden Gesperrerad 29 kämmt. Mit dem Zahnrad 29 ist schwenkbar- ein den. Anker 30 tragender Hebelarm 28 fest verbunden, der mit dem ortsfesten verstellbaren Magneten 31 zusammen. arbeitet. Auf der Drehachse des Arms 28 ist ein Quecksilberkippschalter 5 angeordnet. Der Einrückergriff 26 steht unter dem Einfluß einer Feder 32, die bestrebt ist, ihn. ständig in der Stellung »Aus« (Fig. 4) zu halten. Durch Umlegern. des Einrückergriffes 26 entgegen der Kraft der Feder 32 von der Stellung »Aus« in die! Stellung »Ein« wird über das Zahngesperre 27, 29 nach unten kippend der Anker 30 auf den Magneten 31 fest aufgelegt. Dabei fließt das Quecksilber in dem auf den Hebel 2,8 montierten Kippschalter 5 in. Richtung zum Magneten, dessen. Stromkreis schließend, wodurch der Magnet 31 die Funktion einer die Stellung der Einrückwelle 25 fixierenden Sperrklinke übernimmt.
  • Auf der Einrückwelle 25 sitzt hinter dem Einrücker 26 ein Arm 34, der am freien Ende eine Rolle 35 trägt. Die Rolle 3.5 läuft beim Drehen der Einrückwelle 25 auf den einarmigen, um den Bolzen 36 schwenkbaren Bremslüfthebel 37 auf und hebt ihn an, wodurch die Stuhlbremse 38 entgegen der Kraft der Feder 33 gelüftet wird. Gleichzeitig wird auch der Drahtzug 39 entgegen der Feder 32 durch die Kuppelgabel 4o bewegt. Hierdurch verschiebt sich die Kuppelbüchse 17 aus der Stoppkupplung 17, 21 nach außen, den Spreizkeil i i freigebend, womit der Webstuhl eingeschaltet ist und nun infolge der in der hochtourig laufenden schweren. Schwungscheibe 3 aufgespeicherten Energie sofort mit voller Tourenzahl anläuft.
  • Bei einem Kettenfadenbruch unterbricht ein Schwachstromrelais kurz vor Ladenanschlag den Magnetstromkreis. Damit gelangt die Kraft der Feder 32 zur Wirkung. Der Einrücken 26 und der Ankerhebel 2,8 kippen in ihre Anfangsstellung, den Quecksilberkontakt 5 öffnend. Die Kuppelgabel 4o bewegt die Kuppelbüchse 17 schlagartig in Richtung Stuhlmitte, schaltet dabei die Spreizringkupplung 6, 7 aus bzw. die durchlaufende Schwungenergie ab und die: Stoppkupplung 17, 21 ein. Die im Stuhl verbliebenen Schwungenergien werden jetzt von der starken und infolge der Untersetzung sehr wirksamen. Feder 22 auf kürzestem Wege elastisch aufgefangen. Im Stoppkuppelmoment greift die nur wenig gespannte Feder 22 an, einen Hebelarm gleich o an. Erst nachdem der Stoppring 2i mit dem Arm 2@i' etwas gedreht wurde und die Kuppelzähne Zeit hatten, voll zu fassen, vergrößert sich die Pufferkraft progressiv einerseits durch die Federausspannung und andererseits durch ständige Vergrößerung des vom Arm 21' gebildeten wirksamen. Hebelarmes, so daß der Stuhl sofort kurz nach Ladenanschlag sanft energisch zum Stillstand kommt.
  • Die in der Pufferfeder 22 aufgespeicherte Kraft ist nun. bestrebt, die Lade rückwärts zu bewegen. Dies wird aber nach ganz kurzem Weg durch die in Richtung des Ladenrücklaufes sich selbst anspannende Stuhlbandbremse 38 verhindert, so, da,ß die Lade nicht wieder zum Anschlag kommt. Nach Beseitigung des Kettenfadenbruches wird der Stuhl durch Verschwenken des Einrückhebels 26, wie oben beschrieben, wieder in Gang gesetzt.
  • Im Falle eines Schuß-fadenbruches spricht das Relais etwa 4o Grad hinter Kurbelwellentotpunktlage an. Da der auf der Kurbelwelle i angeordnete Steuernocken 41 mittels eines um seinen Drehpunkt 42 verschwenkbaren Hebels 43 das vorzeitige Einfallen des Bremslüfthebeds 3.7 verhindert, nimmt die Pufferfeder 22 die volle im Webstuhl verbliebene Schwungenergie auf und wirft nach vorübergehendem Stillstand den dann brernsenlosen Stuhl zurück. Nach Erreichen der Federstrecklage bleibt der Stoppring 21 stehen, worauf sich infolge der einseitigen Sägezahnform der Kuppelzähne die federkraftschlüssige Kuppelbüchse 17 automatisch löst und die Anfangsstellung überläuft, bis der Steuernocken; 41 den. Hebel 37 der Stuhlbremse 38 einfallen läßt. Dies geschieht bei der hinteren Totpunktlage, in welcher der Stuhl somit sanft energisch sicher zum Stillstand gelangt.
  • Neben dem vorstehend geschilderten Vorgang läuft ein zweiter in Fig. 3 und 3 a veranschaulichter und nachfolgend beschriebener parallel: Auf der Schlagexzenterwelle 4 oder einer anderen Webstuhlwelle sitzt zwischen Ringen gefaßt ein während des Stuhlvorwärtsganges frei laufender, im Gegenlauf dagegen mitgenommener Ring 45. Auf diesem ist rutschbar ein Hebel 46 aufgeklemmt. Letzterer ist über das Endauge eines Schwenkhebels 47 durch ein Gestänge mit den Warernba.umregulator- und Musterkartenschaltklinken verbunden. Auf dem Umfang des Stoppkuppelringes 21 ist ein Steuernocken 49 angeordnet. Beim Schwenken des Stoppringes 21 wird der Hebel 5o niedergedrückt, wodurch die vorerwähnten Klinken in an sich bekannter Weise aus- bzw. umgeschaltet werden. In der Zeit des Rückschwenkens des Stoppringes 21 hat der Rutschhebel 46 infolge Rückwärtslauf der Schlagexzenterwelle 4 die vom Stoppringnockem 49 eingestellte Klinkenstellung fixiert und hält diese Stellung, bis der Stuhl seinen Wiedervorlauf beginnt. Nach Beseitigung des Schußfaden'bruches wird der Stuhl normal eingeschaltet. Soll der Stuhl von. Hand vor- oder rückwärts gedreht werden, so wird in bekannter Weise ein Sperrhebel 44 (Fig. 4) eingelegt, der den, Einrückhebe126 in einer Stellung fixiert, bei der sowohl die Antriebskupplung 6, 7 als auch die Stoppkupplung 17, 21 außer Eingriff sind und der Bremslüfthebe137 gehoben ist.
  • An Stelle der vorstehend beschriebenen, während des Webprozesses tntlmteten Spreizringkupplung kann auch eine während des Webprozesses belastete Kupplung; beispielsweise nach Fig. 8 und g, zur Anwendung kommen. Bei dieser Art Kupplungsbetätigung wirkt die Einrückwelle a5 infolge ihrer Länge in, gewissem Maße als Stabfeder zur Erzielung des Anpreßdruckes auf den Spreizkeil i2.
  • Die Einrichtung nach vorliegender Erfindung braucht vom Moment des Abtastens bis zum Fassen der Stoppkupplung etwa nur die halbe Zeit, in Kurbelwinkeln gemessen, als die bisher üblichem entsprechenden Einrichtungen bis zum Fassen der Reibungsbremsen.. Weiter benötigt die Pufferurig gemäß der Erfindung nur etwa den halben Kurbelwinkel als die bekannten Reibbiremsen zum Beenden des Stuhlvorlaufes, insgesamt also nur den halben Kurbelwinkel vom Abtasten bis zum Beenden des Stuhlvorlaufes.
  • Unabhängig hiervon isst aber auch ganz besonders wesentlich, in welche Ladenstellungen die vorgenannte Hälfte fällt. Beim Kettenfadenbruch faßt die vorliegende Pufferfeder kurz vor Ladenwarenanschlag, wirkt also vom vorderen, Totpunkt an aufhaltend. Von dieisem Zeitpunkt an, d. h. der zur Wiederbeschleunigung der Ladenmasse aufzuwendenden höchsten Kraft, bildet die Ladenmasse eine die Pufferfederung unterstützende negative Schwungmasse. Da sich dieser ganze Vorgang in der vorderen KurbeItotpunktlage abspielt, beträgt der Ladenweg nur wenige Millimeter.
  • Bei Schußfadenbruch spielt sich, besonders bei mit kurzen Kurbelpleueln arbeitenden schweren und mittelschweren. Webstühlen, der gesamte Vorgang zu einem Zeitpunkt ab-, bei dem sich die Lade erst im Beginn ihres Vorlaufes, d. h. auf dem Beschleunigungsast der Ladenbewegung befindet, wo die Ladenmasse auch im Verhältnis zu den übrigen Schwungmassen des Stuhles eine die Pufferfeder unterstützende negative Schwungmasse darstellt.
  • Bei den bisher üblichen, Ausrückvorrichtungen findet der Abbremsvoegang in den. Zeiten der Ladenmassenverzögerungsäste, d. h. bei den höchsten Ladenvorlaufgeschwindigkeiten mit positiv wirkenden, schwer, zu beherrschenden Schwungmassen statt.
  • Bei Stühlen, mit Geschlossenfach-Jacquardmaschinen verdoppelt sich der oben beschriebene Vorgang durch die Schwungmasse der jacquardgewichte, so, daß es bisher praktisch, d. h. ohne Inkaufnahme-übermäßigen Verschleißes mit den bekannten. Webstuhlausrückvorrichtungen nicht möglich ist, .dem. Stuhl vor Anschlag der Weblade an den Warenrand zum Stillstand zu bringen.
  • Die automatische Rückführung der Lade bei Schußfadenbruch bzw. Störungen des Schützen-Laufes stellt eine sehr erwiinschte, sich zwangsläufig ergebende, d. h. praktisch gesprochen. eine Abfalleistung des elastischen Abstoppvorganges dar.
  • Um im Falle eines Versagens der Magnetstromkreisunterbre-chung eine Blockpufferung in, dem Falle zu vermeiden" daß der Webschützen auf Grund einer Störung im Schützenlauf nicht rechtzeitig in seinen. Kasten einläuft, kann vorgesehen werden, daß der Stecher des Kastenzungenf'ühlers zusätzlich in der bisher üblichen Weise beim Vorgehen der Lade den Ein, und Ausrückhe@bel 26 in Richtung »Aus« ausschwenkt und damit mechanisch den Anker 30 vom Magnet 3 1 abreißt.
  • Da der kleine, normal mit nur 7 Watt Gleichstrom betriebene Magnet 31 im wesentlichen nur eine Halte-, aber keine nennenswerte Zugkraft besitzt, so kommt die Kraft der Ausrückerfeder 33 bereits bei einem kleinen, Luftspalt voll zur Wirkung, was infolge der Übersetzung bereits bei einer winzigen Verschwenlcung des Einrückhebels 26 eintritt und somit eine Blockpufferun.g praktisch nicht eintreten wird bzw. die Blockpuffer überhaupt entbehrlich sind.
  • Die beschriebene Verwendung eines Gleichstrommagneten als Einrückhebelanschlag mit Festhalte-und bei Betriebsstörungen Schnelloslassefunktion ist nicht auf Einrichtungen nach der vorliegenden Erfindung beschränkt. Sie kann auch zusammen mit den bisher üblichen bekannten anderen Eih-und Ausrückvorrichtungen angewendet werden.

Claims (12)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum schnellen Ein- und Ausrücken des Webstuhles bei Betriebsstörungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Stuhlpufferung durch eine bzw. mehrere auf der gegenüber der Kurbelwelle (i) schneller umlaufenden Vorgelegewelle (2) angeordnete ab- und einschaltbare, Kupplung erfolgt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Schußfadenbruch die beim bremsenlosen Puffern frei werdende Energie einen Kraftspeicher, Feder (22), spannt, welcher allein selbsttätig die Weblade in die zur Beseitigung des Schußfadenbruches günstige hintere Totpunktlage bringt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die, Pufferfeder (22) im Laufe ihres Auszuges an einem von Null bis zu einem Maximum sich vergrößernden Hebelarm und beim Zusammenziehen immer mehr sich verkleinernden Hebelarm angreift.
  4. 4.. Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Pufferkupplung (i7, 2i) sich während des Rücklaufes beim Überlaufen der Anfangsstellung selbsttätig auslöst.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein auf der Kurbelwelle (i) sitzender Steuernocken (4i) die Stuhlbremse (38) während der Zeit des erwünschten La-denvor- bzw. -rücklaufes in unwirksamer Stellung hält.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Stuhlbremse (38) ihre größte Wirksamkeit gegen Ladenrücklauf ausübt.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, da.ß die Antriebskupplung durch einen in. seiner Kuppelglocke (6) mit nur geringem Spiel laufenden und durch durch einen vorteilhaft zwischen Rollen (io, io) geführten Spreizkeil (i2) betätigten Gußeisenspreizring (7) erfolgt, welcher durch die ihm innewohnende Gußspannung gelüftet wird. B.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 1, 4 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Pufferkupplung aus einer auf der als Keilwelle ausgebildeten Nabe (16) des Spreizringes (7) undrehba.r, aber verschiebbar angeordneten Kuppelbüchse (17) und einem auf der Vorgelegewelle (2) lose drehbar sitzenden Kuppelring (21) besteht, deren gegeneinander gerichtete Kuppelzähne sägezahnartig einseitig abgeschrägt sind, wobei zur Vermeidung von Schaltträgheit die beweglichen Teile möglichst leicht gebaut und ihre Verschiebeflächen im Stuhlausrückmoinent von allen ihre axiale Verschiebung hemmenden radialen Flächenpressungen. befreit sind. g.
  9. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung der Einrückwelle (25) durch einen als ausgebildeten Anschlag (31) begrenzt wird, welcher die Einrückstellung bis zur Unterbrechung des Magnetstromkreises fixiert. io.
  10. Vorrichtung nach Anspruch g, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachse des sich auf den Magneten (31) auflegenden Ankers (310) zur Herabsetzung der erforderlichen MagnethaItekraft gegenüber der EinrÜckwelle (2:5) übersetzt ist, i i.
  11. Vorrichtung nach Anspruch i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß durch Zusammenarbeiten eines auf dem Stoppkuppelring (2i) angeordneten Steuernockens (41) und eines auf der Schlagexzenterwelle! (4) oder einer anderen Webstuhlwelle a,ngeo,rdneiten Rutschhebels (46) beim Stuhlrücklauf die, Warenbaumregulator-und Musterkarten.scha.ltk'linken in an sich bekannter Weise aus- bzw. umgeschaltet werden.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremstrommel (24) mit einem geschliffenen Asbestbremsbelag und das die Bremstrommel umschlingende Stahlband (38) mit einem Lederbremsbelag versehen sind, durch deren Bremszusammenwirken eine sich schnell festsaugende, bloekpufferartige Wirkung erzielt wird.
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