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Schaltungsanordnung in Fernmeldeanlagen mit Wählerbetrieb, insbesondere
Fernsprechnebenstellenanlagen Die vorliegende Erfindung bezieht -sich auf eine Schaltungsanordnung
in Fernmeldeanlagen mit Wählerbetrieb, insbesondere Fernsprechnebenstellenanlagen,
zur Ansteuerung eines unmittelbar über die Teilnehmeranschlußleitung erreichbaren
Arbeitsplatzes.
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Das Eintreten der Beamtin ist erforderlich, wenn beispielsweise von
den Anschlußstellen Auskunft und Hilfeleistung, z. B. für den Aufbau besonderer
Verbindungen, verlangt wird. Außerdem muß in bestimmten Fällen, auch ohne daß es
von den Teilnehmern beabsichtigt ist, ein Anruf des Arbeitsplatzes erfolgen, so
z. B. wenn wegen Besetztseins aller Ausgänge einer Verbindungseinrichtung die Herstellung
der gewünschten Verbindung nicht möglich ist oder wenn ein nicht amtsberechtigter
Teilnehmer die Amtskennziffer wählt usw. Die Ansteuerung des Arbeitsplatzes ist
also abhängig von Vorgängen, die durch verschiedene Scr altmaßnahmen ausgelöst werden,
und zwar durch Tastenbetätigung oder Einstellung einer Verbindungseinrichtung, beispielsweise
des ersten Gruppenwählers in bestimmter Weise durch Nummernstromstoßgabe.
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Die vorliegende Erfindung setzt es sich zur Aufgabe, die Durchführung
der Vorgänge zum Anruf des Arbeitsplatzes in allen Fällen möglichst einfach und
vorteilhaft zu gestalten, was dadurch erreicht wird, daß einer in der Vermittlungsstelle
befindlichen Verbindungseinrichtung Schaltmittel zugeordnet sind, die das durch
Tastendruck seitens einer Anschlußstelle abgegebene Kriterium in derselben Weise
für die Durchführung der Vorgänge zum Anruf des Arbeitsplatzes auswerten wie ein
durch Nummernwahl abgegebenes Kennzeichen.
Hebt der Teilnehmer Tn
bei der in der Fig. 1 dargestellten Anordnung zwecks Einleitung einer Verbindung
den Hörer ab, so ist der Stromkreis für das Anrufrelais R des Vorwählers geschlossen:
Minus, Widerstand Wie, Kontakt 14t, Ader a, Teilnehmerstelle Tn, Ader
b, Kontakt 15 t, Wicklung I des Relais R; Erde. Durch Schließen des
Kontaktes igr wird der Anlaufstromkreis für den Vorwähler geschlossen: Minus, Schaltarm
d des Vorvvählers in der Ruhelage, Kontakte igr, 22 t, Drehmagnet D17, Relaisunterbrecher
RÜ, Erde: Der Vorwählen läuft, bis seine Schaltarme einen freien ersten Gruppen-Wähler
gefunden haben. Es entsteht dann folgender Prüfstromkreis: Minus, Schaltarm d des
Vorwäblers in Arbeitsstellung, Kontakt 19 r, Wicklungen II und I des Relais
T, Schaltarm c, Widerstand Wi3 im Gruppenwähler, Kontakt 34a, nicht dargestellte
Kontakte, Erde. Das Relais T, das in diesem Stromkreis anspricht, öffnet an den
Kontakten 14 t und 15 t den Anrufstromkreis, so daß Relais R abfällt. Über Kontakt
21t wird an Stelle der hochohmigen Wicklung Il: des Relais T die Wicklung II des
Relais R in den Prüfstromkreis gelegt, die so niedrigohmig ist, daß einerseits eine
sichere Sperrung des aufgefundenen Gruppenwählers gegen anderweitige Belegung erzielt
wird, andererseits der Sperrstrom nicht ausreicht, das Relais R über seine Wicklung
II anzuwerfen. Am Kontakt 6 t wird in einem über Kontakt 4r verlaufenden Stromkreis
die Anruflampe AL eingeschaltet: Sie brennt stetig, für die Beamtin am Arbeitsplatz
ein Zeichen dafür, daß der Teilnehmer besetzt ist. An den Kontakten 131 und 16
t werden die Sprechadern durchgeschaltet. Im Gruppenwähler spricht das Relais
A an: Erde, Wicklungen I der Relais X. und A, Kontakt 23A Schaltarm
b des Vorwählers, Kontakt 16t; Teilnehmerschleife, Kontakt 13t, Schaltarm
a des Vorwählers, Kontakt 26p, Wicklungen II der Relais A und X, Minus. Das
in Differenzschaltung liegende Relais X spricht in diesem Stromkreis nicht an. Durch
Kontakt 34a wird der Kurzschluß für das Relais C aufgehoben, so daß es in dem Sperrstromkreis
anspricht. Über Kontakt 58c wird das Relais V eingeschaltet: Erde, Wicklung I des
Relais V, Kontakte 58c, 59a, Widerstand Wi7, Kopfkontakt 571r, Drehmagnet D (spricht
nicht an), Minus.
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Es sei angenommen, daß der anrufende Teilnehmer zwecks Herstellung
einer Verbindung zum Arbeitsplatz die an der Station befindliche, nicht dargestellte
Erdtaste betätigt. Dadurch spricht das Differenzrelais X an. Am Kontakt 41
x wird. Relais Y eingeschaltet: Erde, Kontakte 41x, 39.z, Wicklung
I des Relais Y, Minus. Nach Loslassen der Taste und Wiederabfall des Relais X kommt
folgender Stromkreis zustande: Erde, Kontakt 42y, Wicklung II des Relais Y, Kontakt
40 x, Wicklung I des Relais Z, Minus. Das Relais Z spricht an und schließt einen
über Kontakt 38z und Wicklung II des Relais Y verlaufenden Haltekreis. Über Kontakt
48 y wird ein Stromkreis für das Prüfrelais des Gruppenwählers geschlossen: Erde,
Widerstand Wi 6; Kontakte 48y, 46a, Wicklungen I1 und I des Relais P, Wicklung
il des Relais Z, Minus. Durch Kontakte 44v und 45P wird die hochohmige Wicklung
II des Relais P und der Kontakt 46a überbrückt, so daß das Relais P auch nach Abfall
des Relais A über seine Wicklung I erregt gehalten wird. Durch Öffnen der Kontakte
23P und 26p werden die Relais A und X von den Sprechadern abgeschaltet.
An den Kontakten 24P und 25p erfolgt Durchschaltung der Sprechadern. Nach Abfall
des Relais A wird auch das Relais C durch Kurzschluß über Kontakt 34a abgeworfen.
Über Kontakt 36p und Wicklung I des Relais V wird Erdpotential an die Sperrader
angelegt. Eine Einstellung des Gruppenwählers erfolgt nicht, da der Stromkreis für
den Hebmagnet H durch Kontakt 50y vor Abfall des Relais A unterbrochen ist.
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Bei Ansprechen des Relais X wurde der Kontakt 32 x geschlossen und
dadurch Erdpotential über Widerstand Wi 4 und Kontakt 33x an die Prüfader
angelegt. Der Widerstand Wi 4 ist verhältnismäßig klein,. so daß auf der
Sperrader eine Stromverstärkung hervorgerufen wird; durch die das Relais R im Vor-Wähler
über Wicklung II erregt wird. Nach Loslassen der Taste und Aufhören der Stromverstärkung
(Widerstand Wi 4 wird durch Kontakt 33 z abgeschaltet) hält sich das Relais
R zusammen mit dem Relais T weiter über Kontakt 36 p und Wicklung I des Relais V.
Durch Schließen des Kontaktes 5 y wird die Anruflampe AL von Dauerlicht auf
Flackern umgeschaltet. Die Beamtin erkennt, daß ihr Eintreten in die Verbindung
erforderlich ist. Führt sie den Stöpsel in die Klinke, so kommt über Stöpselast
c ein Stromkreis für das Relais PA zustande: Erde, nicht dargestellte Kontakte;
Wicklungen 1I und I des Relais PA, Stöpselast c, Klinke, Kontakte 11 r, =o t, Widerstand
Wi 1, Minus. Durch Schließen des Kontaktes 3 Pa und Ausschalten der hochohmigen
Wicklung II des Relais PA wird die gestöpselte Anschlußleitung gesperrt. Über Kontakt
1 Pa kommt folgender Stromkreis zustande: Erde, Wicklung I des Relais SA, Kontakt
1 pa, Stöpselast a, zugehörige Klinkenfeder,Teilnehmeranschlußader, b, Kontakt 16t,
Schaltarm b des Vorwählers, Kontakte 24 A 30 y, Wicklung III des Relais X,
Minus. Das in diesem Stromkreis ansprechende Relais X schließt über Kontakt 41 x
einen Kurzschluß um die Wicklung II des Relais Y. Nach Abfall dieses Relais wird
am Kontakt 42 y der Haltekreis für Relais Z unterbrochen. Durch Öffnen des Kontaktes
30 y wird Relais X abgeworfen. Schließlich fällt durch Öffnen des Kontaktes 48 y
das Relais P ab. Damit sind sämtliche Einrichtungen des Gruppenwählers ausgelöst.
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Nach Öffnen des Kontaktes 36 P ist Erde von der Sperrader abgetrennt,
so daß die Relais T und R im Vorwähler abfallen. Durch Öffnen der Kontakte 11 r
und 1o t ist der Stromkreis für das Relais PA unterbrochen: Über den abgefallenen
Kontakt 22 t wird der Drehmagnet DM des Vorwählers mit dem Relaisunterbrecher
eingeschaltet, so daß die Vorwählerarme weitergeschaltet werden. Da der Teilnehmer
mit abgehobenem Hörer am Apparat bleibt, muß während der Drehbewegung des Vorwählers
ein erneutes Ansprechen des Relais R und Aufprüfen auf einen anderen Gruppenwähler
verhindert werden, was folgendermaßen geschieht: Nach Abfall des Relais PA
entsteht
folgender Stromkreis: Erde, nicht dargestellte Kontakte, Wicklung III des Relais
SA, Kontakt 7 Pa, Stöpselast ca, zugehörige Klinkenfeder, Teilnehmeranschlußader
b, Teilnehmerschleife, Ader a, Kontakt 14 t, Widerstand 1%1'i 2, '.Minus.
Die über Kontakt 15 t an der unteren Sprechader b liegende Wicklung
I des Relais R kann in dem Nebenschluß zu dem eben aufgeführten Stromkreis nicht
ansprechen. Hat der Vorwähler die Ruhestellung erreicht, so wird Relais T in folgendem
Stromkreis eingeschaltet Minus, Schaltarm d in der Ruhestellung, Wicklungen II und
I des Relais T, Schaltarm c des Vorwählers in Ruhestellung, Klinke, Stöpselast c,
Wicklungen I und II des Relais PA, nicht dargestellte Kontakte, Erde. Relais T schaltet
nun durch Öffnen der Kontakte 14 t und 15 t das Relais R endgültig
von der Sprechleitung ab. Die Kontakte i Pr. und 2 pca schalten die Sprechleitung
zum Platz VPL durch, so daß nun zwischen der Beamtin und der Teilnehmerstelle T3a
Sprechmöglichkeit besteht.
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Nach Beendigung des Gespräches zieht die Beamtin den Stöpsel aus der
Klinke, Relais 7' im Vorwähler und Relais PA am Platz fallen ab. Damit ist der Anfangszustand
der Anlage wiederhergestellt.
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Es sei nun angenommen, daß der Benutzer einer Sprechstelle durch Aussendung
einer besonderen Nummernstromstoßreihe den Arbeitsplatz anwählt. Die Einstellung
des Vorwählers und die Belegung des Gruppenwählers nach Abheben des Hörers an der
Teilnehmerstelle ist wie vorher. Die ausgesandten Impulse werden durch das Relais
A des Gruppenwählers aufgenommen und auf den Hebmagnet H des Gruppenwählers übertragen:
Erde, Kontakte 5oy, 51 c, 52 ca, 53 W (Wellenkontakt), Hebmagnet H, ':Minus. Das
Relais 1=', durch die kurzgeschlossene Wicklung II in seinem Abfall gedämpft, wird
während der Übertragung der Stromstöße über Kontakte 58 c, 6o ca, 61 w (Wellenkontakt)
und Wicklung III des Relais V erregt gehalten. Es fällt nach Beendigung der Nummernstromstoßreihe
mit Verzögerung ab. Normalerweise würde es dann am Kontakt 54 v den Stromkreis für
den Drehmagnet D schließen, der mit Relais T% (Einschaltung durch Kontakt 62 d des
Drehmagnetes) als Unterbrecher den Gruppenwähler auf einen freien Ausgang einstellen
würde. Dieses Eindrehen des Gruppenwählers und somit die Belegung einer freien nachfolgenden
Verbindungsleitung wird hier aber vermieden. Durch den Dekadenkontakt 28 sk war
folgender Stromkreis für das Relais X zustande gekommen: Erde, Kontakt 28 sk, Widerstand
lI'i 5, Kontakt 29 y, Wicklung III des Relais X, :Minus. Durch Relais X wird
am Kontakt 41 x in beschriebener Weise das Relais 1' eingeschaltet, das über Kontakt
48 y Relais P einschaltet. Über Kontakt 36 p wird Relais t' weiter erregt gehalten
(Haltekreis für Relais P über Kontakte 45 P und 44 v). An den Kontakten 54 v und
55 p bleibt der Drehmagnet abgeschaltet. Durch Öffnen des Kontaktes 29 y wird der
oben beschriebene Stromkreis für Relais X «nieder unterbrochen. Über den abgefallenen
Kontakt 40 x wird Relais Z eingeschaltet und darauf ein Haltestromkreis für die
Relais Y und Z_ über Kontakte 38 z und 42 y gebildet. Während des Ansprechens des
Relais X wird am Kontakt 32 x wie vorher eine Stromverstärkung auf der Sperrader
zum Vorwähler hervorgerufen. Im Vorwähler wird wiederum das Relais R über Wicklung
II eingeschaltet. Nach Aufhören der Stromverstärkung werden die Relais R und T über
Widerstand bl'i 3, Kontakt 36 p und Wicklung I des Relais 1-' gehalten. Am Platz
der Beamtin ist die Anruflampe A I_ auf Flackern geschaltet. Nach Eintreten der
Beamtin in die Verbindung spricht wiederum das am Kontakt 30 y angeschaltete
Relais X über seine Wicklung III an, das in vorher beschriebener Weise die Relais
1-, Z, P und l;' zum Abfall bringt. Über Kontakte 55 p und 54 v wird der Drehmagnet
D eingeschaltet, der mit Relais 1" als Unterbrecher die Schaltarme des Gruppenwählers
in die Ruhelage befördert.
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In Reihe mit den Wicklungen I und II des Prüfrelais P liegt die Wicklung
II des Relais Z. Sie ist so niedrigohmig, daß sie im normalen Prüfstromkreis nicht
anspricht. Wird jedoch der Gruppenwähler auf bestimmte Ausgänge eingestellt, die
der besonderen Kontrolle der Beamtin unterliegen, so liegt an der über Kontakt 47y
und Prüfarm c des Gruppenwählers angeschalteten Ader ein derartiger Widerstand,
daß das Relais Z nach Ansprechen des Prüfrelais P und Überbrückung seiner hochohmigen
Wicklung II in Reihe mit der niedrigohmigen Wicklung I des Relais P ansprechen kann.
Durch Schließen des Kontaktes 39z wird ein Stromkreis für die Wicklung I des Relais
Z vorbereitet. Am Kontakt 33 z wird der Widerstand Wi 4. und Erde abgeschaltet.
Am Kontakt 27 z wird über Widerstand 1;1'i 5 und Kontakt 2g y die Wicklung
III des Relais X eingeschaltet. Am Kontakt 41 x wird der Stromkreis für die Wicklung
I des Relais Z vollendet. Die Wicklung I des Relais Z_ ist Gegenwicklung zu Wicklung
II. Relais Z fällt somit ab und unterbricht am Kontakt 27 z den Stromkreis für Relais
X. In der Zeit vom Abfall des Kontaktes 33 z bis zum Öffnen des Kontaktes 32 x erfolgt
die Stromverstärkung auf der Sperrader und Signalisierung der Beamtin in beschriebener
Weise.
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Die Anordnung nach Fig. 2 zeigt eine Reihe weiterer Anwendungsmöglichkeiten
des Erfindungsgegenstandes.
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Hebt der Teilnehmer Tic den Hörer ab, so wird im Vorwähler VW das
Anrufrelais R erregt: Erde, Wicklung I des Relais R, Kontakt 1. t, Teilnehmerschleife,
Kontakt 7 t, Widerstand 11'i 2, Schaltarme e des Vorwählers in der
Nullstellung, Minus. Am Kontakt ii r wird der Anlaßstromkreis für den Vorwähler
geschlossen: Minus, Schaltarm e, Kontakte ii y, io t, Drehmagnet DJI, Relaisunterbrecher
RU, Erde. Hat der Vorwähler V11' im Verlaufe seiner Bewegung einen freien ersten
Gruppenwähler gefunden, so kommt der Prüfstromkreis zustande: Minus, Schaltarm e
auf dem Segment, Kontakt ii r, Wicklungen II und I des Relais T, Schaltarm c des
Vorwählers, Widerstand li"i 6, Kontakte i9 a, 21 k (Kopfkontakt), 23 z, Wicklung
III des Relais A, Erde. In diesem Stromkreis spricht im Vorwählen das Relais T und
im Gruppenwähler das Relais A an. Im Vorwählen wird der Anrufstromkreis
aufgetrennt
und an den Kontakten 5 t und 6 t die Sprechleitung durchgeschaltet. Durch Kontakt
g t wird an Stelle der hochohmigen Wicklung II des Relais T die niederohmige Wicklung
1I des Relais R eingeschaltet, deren Widerstand so bemessen ist. daß einerseits
eine sichere Sperrung des aufgefundenen Gruppenwählers erreicht wird; andererseits
das Relais R in dem Sperrstromkreis nicht ansprechen kann. In dem Gruppenwähler
wird nach Durchschaltung der Sprechadern das Relais A auch über die Wicklungen I
und II erregt, die in Reihe mit Wicklungen des Differenzrelais X über Kontakte 25
p und 30 p an den Sprechadern liegen. Am Kontakt ig a wird der Kurzschluß um die
Wicklung des Relais C geöffnet, so daß dieses im Sperrstromkreis anspricht. Durch
Schließen des Kontaktes 2o c wird über Widerstand Wi 7 Halteerde an die Sperrader
angelegt. Durch Kontakt 46 t wird die Anruflampe am Arbeitsplatz eingeschaltet:
Minus, Anruflampe AL, Kontakte 46 t, 48 y, Erde. Die Lampe brennt stetig,
woran die Beamtin den Besetztzustand des Teilnehmers erkennt.
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Zwecks Herstellung einer Verbindung zum Arbeitsplatz ist die nicht
dargestellte Erdtaste an der Station zu betätigen,. wodurch das in Reihe mit den
Wicklungen des Relais A liegende Differenzrelais X zum Ansprechen
gebracht wird. Es entsteht folgender Stromkreis: Erde, Kontakte 35 c, 39 z, 40 x,
Wicklung des Relais Y, Widerstand Wi 8, Minus. Relais Y
spricht an
und schließt den Kontakt 37 y. Nach Loslassen der Taste an der Station fällt das
Relais X wieder ab, so daß über Erde, Kontakte 35 c, 37 1', Wicklung des
Relais Z, Wicklung des Relais Y, Widerstand Wi 8, Minus das Relais Z eingeschaltet
wird.: Durch Schließen des Kontaktes 41 z wird für die Wicklung des Relais Y ein
Kurzschluß hergestellt. Nach Abfall des Relais Y hält sich Relais Z weiter: Erde,
Kontakte 35 c, 38 z, Wicklung des Relais Z, Kontakt 41 z, Widerstand Wi 8, Minus.
Durch einen Schleppkontakt, der sich von 27 z nach 28 z bewegt, wird die Wicklung
II des Relais A isoliert; so daß nur die Wicklung II des Relais X über Widerstand
Wi g an der oberen Sprechader liegt. Relais A wird somit nur über seine Wicklung
I weiter erregt gehalten. Über Kontakt 22 z wird ein Wartezeichen WZ
auf die
Wicklung III des Relais A und über Wicklung I induktiv auf die Sprechleitung übertragen.
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In der Zeit, während welcher beide Relais Z und Y gleichzeitig betätigt
sind, wird über Kontakte 16 z und 17 y die an dem niedrigohmigen Widerstand Wi
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liegende Erde angeschaltet, so daß auf der Sperrader eine Stromverstärkung
eintritt. Diese setzt ein bei Erregung des Relais Z (Schließen des Kontaktes 16
z) und hört auf nach Abfall des Relais Y (Öffnen des Kontaktes 17 y). Durch die
Stromverstärkung wird im Vorwähler das Relais R über Wicklung II angeworfen, so
daß in dem Vorwähler nun die Relais T und R betätigt sind. Nach Aufhören der Stromverstärkung
werden beide Relais über die an Kontakt ao c und Widerstand Wi 7 liegende
Erde erregt gehalten. Durch Schließen des Kontaktes 47 y wird die Anruflampe AL
von Dauerlicht auf Flackern umgeschaltet, für die Beamtin ein Zeichen, daß ihr Eintritt
in die Verbindung erforderlich ist. Beim Stöpseln wird an die Klinke über Widerstand
Wi i Erdpotential angeschaltet. Dieses wirkt sich aus über Kontakte 2 y,
3 t; 6 t, Schaltarm a des Vorwählers, Kontakt 28 z, Widerstand Wi
g, Wicklung II des Relais X, Minus. Dieser Nebenschluß veranlaßt das Relais
A, das sich über seine Wicklung I nicht mehr in der Teilnehmerschleife halten kann,
abzufallen. Am Kontakt ig a wird das Relais. C durch Kurzschluß abgeworfen. Am Kontakt
35 c wird der Haltekreis für Relais Z unterbrochen. Am Kontakt 2o c wird Erdpotential
von der Sperrader abgeschaltet, so daß die Relais R und T im Vorwähler abfallen.
Über Kontakt io t ist nun der Drehmagnet D11 eingeschaltet, so daß der Vorwähler
fortgeschaltet wird. Hat er die Ruhestellung erreicht, d. h. ist der Schaltarm e
vom Segment abgelaufen, so kommt folgender Stromkreis für Relais T zustande: Minus,
Schaltarm c in Ruhestellung, Wicklung II und I des Relais T, Schaltarm c in der
Ruhestellung, Klinke, Widerstand Wi i, Erde. Das Relais R konnte während der Heimlaufbewegung
des Vörwählers nicht ansprechen, da Minus durch den Schaltarm c abgetrennt war.
Relais T unterbricht an den Kontakten 4 t und 7 t endgültig den Stromkreis
für das Relais R.
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Die Beamtin am Arbeitsplatz kann nun die Wünsche des Teilnehmers entgegennehmen.
Die Lampe AL
brennt über Kontakte 46 t und 48 y stetig. Ist das Gespräch
beendigt, so wird nach Stöpselziehen das über Widerstand Wi i anliegende Erdpotential
abgeschaltet, so daß das Relais T des Vorwählers abfällt.
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Amtsberechtigte Teilnehmer können jederzeit selbsttätig Amtsverbindungen
ohne Mitwirkung des Arbeitsplatzes herstellen. Halbamtsberechtigten Teilnehmern
stehen die Amtsleitungen nur beschränkt und unter Aufsicht des Arbeitsplatzes zur
Verfügung. Je nach Berechtigung liegt in bekannter Weise an dem Schaltarm d des
Vorwählers ein bestimmtes Potential, derart, daß das Relais S im Gruppenwähler bei
vollberechtigten Teilnehmern nicht, bei halbamtsberechtigten Teilnehmern aber eingeschaltet
wird.
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Bei Herstellung einer Amtsverbindung durch einen i vollberechtigten
Teilnehmer wird nach Einstellung des ersten Gruppenwählers entsprechend der Amtskennziffer
keines der vorher beschriebenen Schaltmittel X, Y, Z zur Signalisierung des
Arbeitsplatzes wirksam. Der Gruppenwähler dreht in der eingestellten Dekade so lange
ein, bis er durch das Prüfrelais P, das mit seinen beiden Wicklungen über Kontakt
32 a an den Prüfarm des Gruppenwählers angeschaltet war, bei Auftreffen auf eine
freie Leitung stillgesetzt wird. Sperrung der gefundenen Leitung erfolgt über Kontakte
34 P und 33 v des nicht dargestellten Steuerrelais. Die ebenfalls nicht dargestellten
Einstellmagnete des Gruppenwählers liegen über Kontakt 45 s an Erde.
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Sind jedoch alle Ausgänge der gewählten Dekade besetzt, so wird über
Schaltarm b in Stellung ii folgender Stromkreis geschlossen: Erde, Schaltarm b des
ersten Gruppenwählers, Kontakte 42 w (Wellenkontakt), 43 y, Wicklung des Relais
Y, Widerstand Wi 8, Minus. Das Relais Y spricht an und schaltet am
Kontakt 37 y das Relais Z ein, das sich über
Kontakt 38 z hält.
Durch Kontakt 41 z wird die Wicklung des Relais Y kurzgeschlossen und dieses nach
einiger Zeit zum Abfall gebracht. Während der Abfallzeit von Relais Y erfolgt über
Kontakte 17 y und 16 -- wiederum Stromverstärkung auf der Sperrader und Einschaltung
des Relais R im Vorwähler über seine Wicklung Il. Über Kontakt 47 y wird
die Anruflampe AL auf Flackern geschaltet. Alle übrigen Vorgänge entsprechen
den bereits beschriebenen.
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In derselben Weise kann ein Anruf des Arbeitsplatzes vorgenommen werden,
wenn alle Meldeleitungen besetzt sind, d. h. alle Ausgänge einer Dekade des Gruppenwählers,
über die eine bestimmte Dienststelle erreicht wird.
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Halbamtsberechtigten Teilnehmern ist es in der Regel nicht möglich,
selbsttätig eine Amtsleitung zu erreichen. Nach Aussendung der Amtskennziffer gelangt
der Anruf zum Arbeitsplatz. Das an dem Schaltarm (l des Vorwählers solcher Teilnehmer
liegende Potential ist derart, daß nach Aussendung der Amtskennziffer und Schließen
des Kontaktes 13 d1 o das Berechtigungsprüfrelais S anspricht. Durch
Öffnen des Kontaktes 45 s werden die Einstellmagnete des Gruppenwählers abgeschaltet.
Durch Schließen des Kontaktes 44s wird Relais Y eingeschaltet: Erde, Kontakte 44.
s, 43 y, Wicklung des Relais l", Widerstand 1L'i 8, Minus. Es folgt die Einschaltung
des Relais Z über Kontakt 37 y, Her- -stellung eines Haltekreises für Relais Z über
Kontakt 38 z und Kurzschluß für Relais Y durch Kontakt 41 z. Durch Stromverstärkung
auf der Sperrader in beschriebener `reise erfolgt der Anruf des Arbeitsplatzes.
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Die Beamtin am Arbeitsplatz hat, um Zeit und Arbeit zu sparen, z.
B. zu Zeiten schwächeren Amtsverkehrs die Möglichkeit, durch Ausführung einer Schaltmaßnahme
den Zustand so zu ändern, daß auch halbamtsberechtigte Teilnehmerstellen selbsttätig
Amtsverbindungen herstellen können. Zu diesem Zwecke ist ein Relais Q vorgesehen,
das durch eine Taste 15 iaa betätigt werden kann. Über Kontakt 14 c1 liegt dann
parallel zum Relais S ein Widerstand Ti'i 5 und Minus. Nach Wahl der Amtskennziffer
kann dann das Relais S nicht ansprechen, da der Widerstand II"i 5 kleiner bemessen
ist als der des Relais S. Es erfolgt also, da der Kontakt 44 s geöffnet bleibt,
keine Einschaltung der die Stromverstärkung auf der Sperrader ausführenden Schaltmittel
Y und Z und daher auch kein Anruf des Arbeitsplatzes.