DE877952C - Verfahren zur Herstellung von Haftschalen aus organischen Kunststoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Haftschalen aus organischen Kunststoffen

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DE877952C
DE877952C DESCH2644D DESC002644D DE877952C DE 877952 C DE877952 C DE 877952C DE SCH2644 D DESCH2644 D DE SCH2644D DE SC002644 D DESC002644 D DE SC002644D DE 877952 C DE877952 C DE 877952C
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adhesive
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adhesive shells
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29DPRODUCING PARTICULAR ARTICLES FROM PLASTICS OR FROM SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE
    • B29D11/00Producing optical elements, e.g. lenses or prisms
    • B29D11/00009Production of simple or compound lenses
    • B29D11/00038Production of contact lenses

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Ophthalmology & Optometry (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)
  • Casting Or Compression Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)
  • Eyeglasses (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Haftschalen aus organischen Kunststoffen Das Verfahren bezieht sich auf das Herstellen von Haftschalen aus organischen Künststoffen, die optisch leer sind und z. B. aus Polymerisationsverbindungen, Polymethacrylsäureverbindungen u. a. bestehen können.
  • Es ist bereits bekannt, Haftschalen dadurch herzustellen, daß Celluloseacetat, Celluloid oder ähnliche organische Stoffe durch Guß oder Pressung die Gestalt einer dünnen Schale erhalten und diese durch Schleifen und Polieren auf die erforderliche Linsenform gebracht wird, so daß diese Schale als Kontaktbrille vor dem Augapfel durch ihren Linsenschliff den optischen Fehler des Auges berichtigt.
  • Der Erfinder hat sich nun die Aufgabe gestellt, mit einfachen Mitteln Haftschalen herzustellen, die schon bei ihrem Herstellungsvorgang die gewünschte Linse ergeben. Das Erfindungsziel wird dadurch erreicht, daß eine Lösung bzw. eine Aufquellung organischer Kunstmassen in eine flachliegende offene Form, die etwa der Form des Augapfels entspricht, gegossen und das Lösungs- bzw.
  • Quellmittel zur Verdunstung gebracht wird. Es bildet sich auf der Oberfläche der Auflösung bzw.
  • Aufquellung eine Haut, die sich den Wandungen der Form, entsprechend der Verdunstung des Lösungsmittels, anschmiegt, und schließlich entsteht eine dünne Schale mit einer Linse am Grunde der Form.
  • Von der Schale wird nur der Skleralteil mechanisch nachbehandelt. Die Stärke der Linse ist von verschiedenen Faktoren abhängig. In erster Linie von den Eigenschaften des verwendeten Kunststoffes, wie Polymerisationsgrad, Viskositätsgrad und von dem Verhältnis zwischen Lösungsmittel bzw. Ouellungsmittel und Kunststoff. Dann aber wird die Linsenbildung auch durch die Verdunstungsgeschwindigkeit des Lösungsmittels beeinflußt. Die Verdunstungsgeschwindigkeit kann durch die Auswahl des Lösungsmittels, die Temperatur oder durch die Belüftung von mit Lösungsmittel ungesättigten Gasen, Dämpfen, z. B. Luft, bestimmt werden. Die - Verdunstungsgeschwindigkeit kann auch durch mehr oder weniger vollständiges Überdecken der Form durch eine Platte oder Glocke geregelt werden. Gegebenenfalls kann man auch Lösungsmittelgemische verwenden.
  • Bei Einhaltung gleichmäßiger Verdunstungsbedingungen und bei Anwendung gleicher organischer Kunststoffe und derselben Lösungsmittel gelingt es, gleicllmäßige dünne Schalen mit einander entsprechenden Linsen herzustellen.
  • Als geeignete Kunststoffe dienen z. B. Polymethacrylsäureester. Es können aber auch andere organische Verbindungen, z. B. Celluloseacetat oder Polyvinylverbindungen, verwendet werden.
  • Als Lösungsmittel bzw. Quellungsmittel dienen solche, die zur Lösung bzw. Quellung der zur Herstellung von Haftschalen geeigneten Kunststoffe verwendbar sind.
  • Es können gemäß der Erfindung sowohl bilçonkave als auch konkavkonvexe Linsen enthaltende Haftschalen hergestellt werden.
  • Die Linse selbst bedarf nach ihrer Herstellung keiner nachträglichen Bearbeitung. Es ist lediglich notwendig, die Haftschale mit ihrem skieralen Teil durch Abschleifen, Polieren oder Anpassen an die Form des Auges, einer Nachbearbeitung zu unterziehen. Diese Nachbearbeitungen sind aber auch bei den bekannten Haftschalen erforderlich.
  • Vorzugsweise wird man als Kunststoffe Polymethacrylsäureverbindungen verwenden, weil diese sich nicht verfärben und, wie sich herausgestellt hat, den Augapfel bzw. die Schleimhaut am wenigsten angreifen.
  • Der große Vorzug des Verfahrens nach der Erfindung besteht darin, daß die Linsen von jedem Fachmann, z. B. einem Augenarzt, hergestellt werden können und, da ein nachträgliches Pressen, Schleifen oder Polieren nicht erforderlich ist, den jeweiligen individuellen Bedürfnissen angepaßt werden können.
  • Beispiel : Zum Herstellen der Haftschalen wurde ein Polymethacrylsäureester verwendet, dessen relative Viskosität in 0,05 °loiger Chloroformlösung im Ostwaldviskos;imeter I,25 betrug und dessen Molekulargewicht danach zu etwa 1 000 000 bestimmt wurde. Eine 60/obige Lösung eines solchen Polymethacrylsäureesters in Methylenchlorid wurde bei 200 in einer überdeckten Form mit nicht ganz abschließender Glocke gefällt und 24 Stunden stehengelassen. Danach wurde eine Haftschale, deren Linse minus 5 Dioptrien betrug, entnommen.
  • Bei einem Versuch mit einer 3 0/igen Lösung unter gleichen Bedingungen wurde eine Linse mit minus -2,5 Dioptrien erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANsPRUcH: Verfahren zum Herstellen von Haftschalen auf optisch leeren organischen Kunststoffen, bei denen die optische Linse während des Herstellungsvorgfangs erzeugt wird, idadurch gekennzeichnet, daß Auflösungen oder Aufquellungen organischer Kunststoffe in flachliegende offene, etwa der Form eines Auges entsprechende Schalen gegossen werden, die Lösungs- bzw.
    Quellungsmittel verdunstet und die Haftschalen unter Nachbehandlung der skieralen Teile gewonnen werden.
    Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 386 770, 675 808.
DESCH2644D 1943-06-03 1943-06-03 Verfahren zur Herstellung von Haftschalen aus organischen Kunststoffen Expired DE877952C (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE386770C (de) * 1918-12-14 1923-12-17 Zeiss Carl Fa Verfahren zur Herstellung von Kontaktbrillen
DE675808C (de) * 1933-07-29 1939-05-17 Roehm & Haas G M B H Verfahren zum Polymerisieren von Homologen der Acrylsaeure oder ihrer Derivate zu einem als Glasersatz (organisches Glas) verwendbaren Polymerisat

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE386770C (de) * 1918-12-14 1923-12-17 Zeiss Carl Fa Verfahren zur Herstellung von Kontaktbrillen
DE675808C (de) * 1933-07-29 1939-05-17 Roehm & Haas G M B H Verfahren zum Polymerisieren von Homologen der Acrylsaeure oder ihrer Derivate zu einem als Glasersatz (organisches Glas) verwendbaren Polymerisat

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