DE87591C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C05—FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
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- C05F3/06—Apparatus for the manufacture
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
- Y02A—TECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE
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-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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- Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
- Drying Of Solid Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 16:. Düngerbereitung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. Januar 1894 ab.
Bei den bisherigen Apparaten zur Behandlung von Fäkalien gewann man entweder .das
Ammoniak durch directe Destillation und konnte die festen Bestandteile nicht mehr
verwerthen, oder man trocknete diese und liefs das Ammoniak unverwerthet. Das einzige
bisher bekannt gewordene Verfahren zur Gewinnung beider Bestandtheile benutzte die
Ansäuerung der flüssigen Massen vor der Trocknung, um das Ammoniak zu binden. Die Ammoniakausbeute war aber hier mangelhaft,
trotzdem man mit einem Ueberschufs von Säure arbeiten mufste, welcher die Gefäfse
angriff. Der vorliegende Apparat hat die gleichzeitige Gewinnung beider Bestandtheile durch
einen ununterbrochenen Betrieb zum Zweck.
Die Erfindung besteht in der besonderen Ausgestaltung des für andere Zwecke bekannten
Mehrkörper-Verdampfapparates, bei welchem die Dämpfe der primär geheizten Stoffe zur
Heizung weiterer Stoffmengen dienen. Die gewöhnlichen Apparate lassen sich aus mehreren
Gründen nicht unverändert zur Eindickung der flüssigen Fäkalmassen verwenden. Einmal ist
das entstehende Ammoniak lästig, weil es besondere Gefäfsconstructionen erfordert; was
aber wichtiger ist, ist die Schaumbildung, welche in so starkem Mafse bei jeder Verdampfung
von Fäkalflüssigkeit vor sich geht, dafs nicht nur aufserordentlich grofse Mengen
Flüssigkeit, sondern auch feste Stoffe mit in die Dampfleitungen gerissen werden und diese
in kurzer Zeit verstopfen und die Abwässer verunreinigen. Diese Schaummengen müssen
an dem Orte, wo sie entstehen, mechanisch wieder' vernichtet werden. Aufserdem ist das
entstehende Ammoniak als uncondensirbares und deshalb die Wärme schlecht übertragendes
Gas eine schädliche Beimischung, die möglichst sofort nach dem Entstehen wieder
ausgeschieden werden soll.
Bei dem neuen Apparat werden die Fäkalmassen in einem Kessel unter Umrühren
zunächst durch eine Dampfheizung von höherer Temperatur zum Verdampfen gebracht. Die
aufsteigenden Dämpfe, in welchen auch das Ammoniak enthalten ist, werden in eine besondere
Ueberhöhung eingeführt und durch heftiges Peitschen schaumfrei gemacht, indem die einzelnen Schaumblasen zerschlagen werden
und die sie bildenden schleimigen Häute und festen Substanzen wieder in die Masse zurücksinken.
Sodann werden die Dämpfe durch ein Schwefelsäuregefäfs oder eine andere Säure
geführt, um das Ammoniak zu binden, und gelangen dann in ein zweites, dem ersten
vollkommen gleichendes Heizgefäfs, in welchem sie als Heizmittel dienen. In dieses Gefäfs wird
durch den höheren Druck, der naturgemäfs im ersten Gefäfs herrscht, die dort vorbehandelte
Masse hinübergedrückt. Dieses Spiel wiederholt sich noch einmal; dann ist das sämmtliche
Ammoniak entwichen und gleichzeitig die flüssige Masse zu einem solchen Grade von
Dickflüssigkeit gelangt, dafs sie gerade noch durch den Druck, unter welchem sie im letzten
Gefäfs steht, zu weiterer Trocknung auf bekannte Weise im offenen Apparate gefördert
werden kann.
Die Schwefelsäuregefäfse müssen natürlich mit einer Entleerungsvorrichtung versehen sein,
um von Zeit zu Zeit oder ständig das gebildete
schwefelsaure Ammoniak zu entnehmen. Die erhaltenen Abwässer sind so rein, dafs sie ohne
Weiteres in die Flufsläufe abgelassen werden können.
Auf den Zeichnungen ist eine Anlage nach dem neuen System dargestellt.
Fig. ι zeigt sie im Schnitt nach Linie x-x
der Fig. 2;
Fig. 2 ist ein Schnitt nach y-y der Fig. 1 und
Fig. 3 ein Schnitt nach \-\ der Fig. 2.
Die Fäkalien treten bei a in einen Vorwärmer A ein, der zweckmäfsig von den abgehenden
Dämpfen der Trockenapparate geheizt ist, und gelangen dann durch das Rohr b
in den ersten Verdampfapparat .B1. Dieser Apparat ist durch directen Kesseldampf geheizt und aufserdem mit einem Rührwerk
versehen, um das Festsetzen der trocknenden Masse zu verhindern. Hier entwickeln sich
reichlich Wasser- und Ammoniakdämpfe, und ein zäher, äufserst voluminöser Schaum bildet
sich, der bald das ganze Gefä'fs ausfüllt. Dieser wird in dem oberen Theile des Verdampfers,
in dem Dome .C1, durch irgend eine in rascher Bewegung befindliche Vorrichtung
zerschlagen, welche mit ihren Flügeln auf die einzelnen Schaumbläschen peitscht und sie so zerstört. In der Zeichnung ist
zum Entschäumen eine durch Riemscheibe c in schnelle Rotation zu versetzende Stange d
dargestellt, an der Flügel e angebracht sind, die den ganzen Querschnitt des Domes einnehmen
, den Schaum durchstreichen und durch Auftreffen auf ihn zerstören. Die so gereinigten Dämpfe gelangen dann durch das
Rohr Z1 in das Schwefelsäuregefäi's D1, in
welchem das Ammoniak zurückbehalten und von Zeit zu Zeit abgezogen wird. Der nunmehr
von allen Beimengungen freie Wasserdampf gelangt dann in das Heizwerk des zweiten Verdampfers. Dadurch wird eine
etwas geringere Hitze als im ersten Verdampfer B1 erzeugt und deshalb ein geringerer
Druck. Infolge dessen ist es möglich, den verdickten Inhalt des ersten Verdampfers mittelst
des dort herrschenden Druckes durch das Rohr g1 in den zweiten Verdampfer zu
drücken. Der Abdampf des ersten Verdampfers geht zweckmäfsig nach dem Vorwärmer A.
Auf dieselbe Weise wird der dritte Verdampfer B3 betrieben, welcher der letzte der
Batterie ist.' Dieser liefert eine sehr dicke Flüssigkeitsmasse mittelst des in ihm herrschenden
Druckes durch das Rohr g3 in den Trockenapparat G, wo dann das weitere Eindicken
bezw. Trocknen durch directe Hitze, heifse Luftströme u. s. w. in beliebiger Weise
stattfindet. Das Ammoniak ist dann ganz entwichen, so dafs offene Gefäfse gebraucht
werden können. Eventuell ist auch der Entschäumer in dem letzten Apparat überflüssig.
In vielen Fällen wird es zweckmäfsig sein, statt nur Schwefelsäure in ein Gefäfs zu füllen
und hier die Gase durchstreichen zu lassen, die Gefäfse mit Torfmull oder ähnlichem anzufüllen,
welche mit Schwefelsäure getränkt sind. Dadurch wird einerseits das Ueberreifsen von
Schwefelsäuredämpfen wirksam verhindert, und andererseits können durch den Torfmull allein
oder durch weitere Beimengungen noch andere schädliche Gase, wie Schwefelwasserstoff, absorbirt
werden, so dafs die reinen Dämpfe zur Heizung in das Dampfgefäfs übertreten.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Zur Ausführung der Stufenverdampfung bei Fäkalien ein Mehrkörperapparat, dadurch gekennzeichnet, dafs die einzelnen Verdampfer mit Ueberhöhungen versehen sind, deren Querschnitt durch ein in rascher. Bewegung befindliches Flügelwerk eingenommen wird, zum Zerschlagen des gebildeten Schaumes, und dafs gleichzeitig zwischen den einzelnen Verdampfern Absorptionsgefäfse für das sich entwickelnde Ammoniak angeordnet sind.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE87591C true DE87591C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=359552
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT87591D Expired DE87591C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE87591C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL1001044C1 (nl) * | 1995-08-24 | 1997-02-25 | Gerard Louis Schuurink | Werkwijze en inrichting voor het verwerken van een viskeuze massa. |
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- DE DENDAT87591D patent/DE87591C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL1001044C1 (nl) * | 1995-08-24 | 1997-02-25 | Gerard Louis Schuurink | Werkwijze en inrichting voor het verwerken van een viskeuze massa. |
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