DE87591C - - Google Patents

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DE87591C
DE87591C DENDAT87591D DE87591DA DE87591C DE 87591 C DE87591 C DE 87591C DE NDAT87591 D DENDAT87591 D DE NDAT87591D DE 87591D A DE87591D A DE 87591DA DE 87591 C DE87591 C DE 87591C
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DE
Germany
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ammonia
evaporator
vapors
vessel
sulfuric acid
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05FORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C, e.g. FERTILISERS FROM WASTE OR REFUSE
    • C05F3/00Fertilisers from human or animal excrements, e.g. manure
    • C05F3/06Apparatus for the manufacture
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02ATECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE
    • Y02A40/00Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production
    • Y02A40/10Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production in agriculture
    • Y02A40/20Fertilizers of biological origin, e.g. guano or fertilizers made from animal corpses
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P20/00Technologies relating to chemical industry
    • Y02P20/141Feedstock
    • Y02P20/145Feedstock the feedstock being materials of biological origin

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 16:. Düngerbereitung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. Januar 1894 ab.
Bei den bisherigen Apparaten zur Behandlung von Fäkalien gewann man entweder .das Ammoniak durch directe Destillation und konnte die festen Bestandteile nicht mehr verwerthen, oder man trocknete diese und liefs das Ammoniak unverwerthet. Das einzige bisher bekannt gewordene Verfahren zur Gewinnung beider Bestandtheile benutzte die Ansäuerung der flüssigen Massen vor der Trocknung, um das Ammoniak zu binden. Die Ammoniakausbeute war aber hier mangelhaft, trotzdem man mit einem Ueberschufs von Säure arbeiten mufste, welcher die Gefäfse angriff. Der vorliegende Apparat hat die gleichzeitige Gewinnung beider Bestandtheile durch einen ununterbrochenen Betrieb zum Zweck.
Die Erfindung besteht in der besonderen Ausgestaltung des für andere Zwecke bekannten Mehrkörper-Verdampfapparates, bei welchem die Dämpfe der primär geheizten Stoffe zur Heizung weiterer Stoffmengen dienen. Die gewöhnlichen Apparate lassen sich aus mehreren Gründen nicht unverändert zur Eindickung der flüssigen Fäkalmassen verwenden. Einmal ist das entstehende Ammoniak lästig, weil es besondere Gefäfsconstructionen erfordert; was aber wichtiger ist, ist die Schaumbildung, welche in so starkem Mafse bei jeder Verdampfung von Fäkalflüssigkeit vor sich geht, dafs nicht nur aufserordentlich grofse Mengen Flüssigkeit, sondern auch feste Stoffe mit in die Dampfleitungen gerissen werden und diese in kurzer Zeit verstopfen und die Abwässer verunreinigen. Diese Schaummengen müssen an dem Orte, wo sie entstehen, mechanisch wieder' vernichtet werden. Aufserdem ist das entstehende Ammoniak als uncondensirbares und deshalb die Wärme schlecht übertragendes Gas eine schädliche Beimischung, die möglichst sofort nach dem Entstehen wieder ausgeschieden werden soll.
Bei dem neuen Apparat werden die Fäkalmassen in einem Kessel unter Umrühren zunächst durch eine Dampfheizung von höherer Temperatur zum Verdampfen gebracht. Die aufsteigenden Dämpfe, in welchen auch das Ammoniak enthalten ist, werden in eine besondere Ueberhöhung eingeführt und durch heftiges Peitschen schaumfrei gemacht, indem die einzelnen Schaumblasen zerschlagen werden und die sie bildenden schleimigen Häute und festen Substanzen wieder in die Masse zurücksinken. Sodann werden die Dämpfe durch ein Schwefelsäuregefäfs oder eine andere Säure geführt, um das Ammoniak zu binden, und gelangen dann in ein zweites, dem ersten vollkommen gleichendes Heizgefäfs, in welchem sie als Heizmittel dienen. In dieses Gefäfs wird durch den höheren Druck, der naturgemäfs im ersten Gefäfs herrscht, die dort vorbehandelte Masse hinübergedrückt. Dieses Spiel wiederholt sich noch einmal; dann ist das sämmtliche Ammoniak entwichen und gleichzeitig die flüssige Masse zu einem solchen Grade von Dickflüssigkeit gelangt, dafs sie gerade noch durch den Druck, unter welchem sie im letzten Gefäfs steht, zu weiterer Trocknung auf bekannte Weise im offenen Apparate gefördert werden kann.
Die Schwefelsäuregefäfse müssen natürlich mit einer Entleerungsvorrichtung versehen sein, um von Zeit zu Zeit oder ständig das gebildete
schwefelsaure Ammoniak zu entnehmen. Die erhaltenen Abwässer sind so rein, dafs sie ohne Weiteres in die Flufsläufe abgelassen werden können.
Auf den Zeichnungen ist eine Anlage nach dem neuen System dargestellt.
Fig. ι zeigt sie im Schnitt nach Linie x-x der Fig. 2;
Fig. 2 ist ein Schnitt nach y-y der Fig. 1 und
Fig. 3 ein Schnitt nach \-\ der Fig. 2.
Die Fäkalien treten bei a in einen Vorwärmer A ein, der zweckmäfsig von den abgehenden Dämpfen der Trockenapparate geheizt ist, und gelangen dann durch das Rohr b in den ersten Verdampfapparat .B1. Dieser Apparat ist durch directen Kesseldampf geheizt und aufserdem mit einem Rührwerk versehen, um das Festsetzen der trocknenden Masse zu verhindern. Hier entwickeln sich reichlich Wasser- und Ammoniakdämpfe, und ein zäher, äufserst voluminöser Schaum bildet sich, der bald das ganze Gefä'fs ausfüllt. Dieser wird in dem oberen Theile des Verdampfers, in dem Dome .C1, durch irgend eine in rascher Bewegung befindliche Vorrichtung zerschlagen, welche mit ihren Flügeln auf die einzelnen Schaumbläschen peitscht und sie so zerstört. In der Zeichnung ist zum Entschäumen eine durch Riemscheibe c in schnelle Rotation zu versetzende Stange d dargestellt, an der Flügel e angebracht sind, die den ganzen Querschnitt des Domes einnehmen , den Schaum durchstreichen und durch Auftreffen auf ihn zerstören. Die so gereinigten Dämpfe gelangen dann durch das Rohr Z1 in das Schwefelsäuregefäi's D1, in welchem das Ammoniak zurückbehalten und von Zeit zu Zeit abgezogen wird. Der nunmehr von allen Beimengungen freie Wasserdampf gelangt dann in das Heizwerk des zweiten Verdampfers. Dadurch wird eine etwas geringere Hitze als im ersten Verdampfer B1 erzeugt und deshalb ein geringerer Druck. Infolge dessen ist es möglich, den verdickten Inhalt des ersten Verdampfers mittelst des dort herrschenden Druckes durch das Rohr g1 in den zweiten Verdampfer zu drücken. Der Abdampf des ersten Verdampfers geht zweckmäfsig nach dem Vorwärmer A. Auf dieselbe Weise wird der dritte Verdampfer B3 betrieben, welcher der letzte der Batterie ist.' Dieser liefert eine sehr dicke Flüssigkeitsmasse mittelst des in ihm herrschenden Druckes durch das Rohr g3 in den Trockenapparat G, wo dann das weitere Eindicken bezw. Trocknen durch directe Hitze, heifse Luftströme u. s. w. in beliebiger Weise stattfindet. Das Ammoniak ist dann ganz entwichen, so dafs offene Gefäfse gebraucht werden können. Eventuell ist auch der Entschäumer in dem letzten Apparat überflüssig.
In vielen Fällen wird es zweckmäfsig sein, statt nur Schwefelsäure in ein Gefäfs zu füllen und hier die Gase durchstreichen zu lassen, die Gefäfse mit Torfmull oder ähnlichem anzufüllen, welche mit Schwefelsäure getränkt sind. Dadurch wird einerseits das Ueberreifsen von Schwefelsäuredämpfen wirksam verhindert, und andererseits können durch den Torfmull allein oder durch weitere Beimengungen noch andere schädliche Gase, wie Schwefelwasserstoff, absorbirt werden, so dafs die reinen Dämpfe zur Heizung in das Dampfgefäfs übertreten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Zur Ausführung der Stufenverdampfung bei Fäkalien ein Mehrkörperapparat, dadurch gekennzeichnet, dafs die einzelnen Verdampfer mit Ueberhöhungen versehen sind, deren Querschnitt durch ein in rascher. Bewegung befindliches Flügelwerk eingenommen wird, zum Zerschlagen des gebildeten Schaumes, und dafs gleichzeitig zwischen den einzelnen Verdampfern Absorptionsgefäfse für das sich entwickelnde Ammoniak angeordnet sind.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT87591D Expired DE87591C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE87591C true DE87591C (de) 1900-01-01

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ID=359552

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Country Status (1)

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DE (1) DE87591C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
NL1001044C1 (nl) * 1995-08-24 1997-02-25 Gerard Louis Schuurink Werkwijze en inrichting voor het verwerken van een viskeuze massa.

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
NL1001044C1 (nl) * 1995-08-24 1997-02-25 Gerard Louis Schuurink Werkwijze en inrichting voor het verwerken van een viskeuze massa.

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