DE87528C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE87528C DE87528C DENDAT87528D DE87528DA DE87528C DE 87528 C DE87528 C DE 87528C DE NDAT87528 D DENDAT87528 D DE NDAT87528D DE 87528D A DE87528D A DE 87528DA DE 87528 C DE87528 C DE 87528C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- coupling
- shaft
- rotation
- engaged
- main
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05D—SYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
- G05D13/00—Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Automation & Control Theory (AREA)
- Other Liquid Machine Or Engine Such As Wave Power Use (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen selbstthätigen Wasserstandsregler, welcher überall
da angewendet werden kann, wo es darauf ankommt, den Wasserstand auf einer bestimmten
Höhe zu halten, so z. B. bei Turbinen und Wasserrädern, wo die günstigste Ausnutzung
der Wasserkraft wesentlich von dieser Regelung abhängt.
Der Wasserstandsregler wird durch einen Schwimmer bethätigt, welcher von dem Wasser,
dessen. Stand geregelt werden soll, getragen wird. Steigt oder fällt dieser Schwimmer, so
wird eine von irgend einem vorhandenen Motor (Turbine, Wasserrad) angetriebene Welle
veranlagst, sich jedesmal in einem bestimmten Sinne rechts oder links zu drehen. Diese
Welle steht unter Vermittelung einer Kuppelung mit einer zweiten Welle in Verbindung,
welche entsprechend auf die Regulirwelle einwirkt und hierdurch den Wasserstand regelt,
indem sie z. B. an Turbinen die Kanäle oder bei Wasserrädern die Einlaufschützen weiter
öffnet oder schliefst.
Als wesentlich ist die Einrichtung hervorzuheben, welche es ermöglicht, den Grad dieser
die Regulirung veranlassenden Wirkung auf ein vorher bestimmtes, gewünschtes Mafs zu
beschränken.
Die Einrichtung besteht aus einer von der genannten zweiten Welle angetriebenen Scheibe,
die auf ihrem Rande zwei verstellbare Curvenstücke trägt, von denen je nach Drehungsrichtung der Welle bezw. Scheibe entweder
das eine oder das andere die Lösung der genannten Kuppelung bewirkt. Letztere kennzeichnet
sich als eine dreifache Kuppelung und besteht aus einer Hauptkuppelung und zwei Nebenkuppelungen, von denen letztere nur bei
bestimmter Drehungsrichtung wirksam sind.
Wiederhergestellt wird die Verbindung beider Wellen durch die Kuppelung selbst, bei Drehung
der Antriebswelle in einer Richtung, welche immer derjenigen, bei welcher die Lösung bewirkt,
wurde, entgegengesetzt gerichtet ist, und zwar durch eine der Nebenkuppelungen, welche
nicht mit ausgelöst wurde, jedoch keine Verbindung der Wellen bewirkt, da sie bei der
früheren Drehrichtung unwirksam blieb.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist eine Ausführungsform des Reglers zur Darstellung gebracht.
Fig. i, 2 und 3 zeigen denselben in Vorder-, Seitenansicht und Schnitt, während die
Fig. 4 bis 11 Einzelansichten der dreifachen
Kuppelung sowie der Curvenstücke veranschaulichen.
Auf der Welle f des Reglers sind die beiden losen Riemscheiben α α und zwischen diesen
die feste Riemscheibe b angeordnet. Der Antrieb derselben erfolgt von einer rohrenden
Welle des Motors aus vermittelst offenen und gekreuzten Riemens, welche in Riemengabeln
laufen, die durch den mit Schlitzauge versehenen Kurbelarm c der vom Schwimmer
beeinflufsten Welle d aus gesteuert werden,, derart, dafs beim Steigen des Schwimmers der
eine, beim Sinken des Schwimmers der andere Riemen auf die feste Scheibe b tritt.
Die Welle f trägt eine Schnecke, welche in das Schneckenrad g eingreift, das durch eine
Kuppelung \ mit der Welle h in Verbindung
steht. Die Welle h wird mit der gleichachsigen Welle i durch die dreifache Kuppelung k verbunden,
welche in den Fig. 6 bis 9 der beiliegenden Zeichnung besonders dargestellt ist.
Es lassen sich bei dieser Kuppelung eine Haupt- und zwei Nebenkuppelungen unterscheiden,
von welchen die Hauptkuppelung bei beiden Drehrichtungen wirksam ist, während die Nebenkuppelungen nur bei bestimmter,
und zwar einander entgegengesetzter Drehungsrichtung in Wirksamkeit treten. Die Hauptkuppelung
kennzeichnet sich als Klauenkuppelung und wird durch die in der Mitte beider Kuppelungshälften concentrisch und symmetrisch
angeordneten Klauen k1 (Fig. 7 und 9) gebildet. Die Nebenkuppelungen werden durch
zwei in der unteren Kuppelungshälfte in concentrischen Ringen angeordnete Reihen zahnartiger
Klauen /11 gebildet, von denen die
Klauen / der einen Reihe entgegengesetzt den Klauen Z1 der anderen Reihe gerichtet sind.
In diese Zahnklauen können die in der oberen Kuppelungshälfte (Fig. 6 bis 8) axial
beweglich und symmetrisch zu den beiden Klauenreihen 7 bezw. ll angeordneten Zähne m
bezw. m1 eingreifen. Die Zähne m greifen mit
ihrem oberen hakenförmig ausgebildeten Ende über den Gleitring η, die Zähne ml über einen
zweiten Gleitring η1. Diese Ringe stehen durch Bänder ο bezw. o1 mit entsprechend ausgebildeten
Schlitzaugen mit den Ausrückbügeln ρ bezw. q in Verbindung und bei
Drehung der oberen Kuppelungshälfte gleiten die Zähne m und m1 auf den Ringen η bezw. n1.
Während die Auslösung der Hauptkuppelung durch Anheben der oberen Kuppelungshälfte
vermittelst des Bügels r (Fig. 2 und 4) bewirkt wird, geschieht die Auslösung der Nebenkuppelungen
durch Anheben der Gleitringe η bezw. η1 vermittelst der Bügel ρ bezw. q (Fig. 5
und 6).
Es ist also zwecks Aufhebung der durch die dreifache Kuppelung hergestellten Verbindung
beider sich in einem gewissen Sinne drehender Wellen nur nöthig, die Hauptkuppelung
und diejenige Nebenkuppelung auszulösen, welche bei dieser Drehungsrichtung wirksam
ist, während die andere Nebenkuppelung in eingerückter Stellung verbleiben kann, um später
bei Drehung der oberen Kuppelungshälfte in umgekehrtem Sinne in Wirksamkeit zu treten
und hierdurch die Hauptkuppelung wieder herzustellen.
Zur selbstthätigen Aus- und Einrückung der Kuppelung ist die folgende Einrichtung getroffen.
Eine von der Welle / (Fig. 1 bis 3) durch
das Kegelrädergetriebe s, das Stirnrädergetriebe sl
(Fig. 3), die Schnecke s'2 und das Schneckenrad tl angetriebene Scheibe t besitzt auf ihrem
verbreiterten Rande eine Nuth, in welcher zwei Doppelcurvenstücke u (Fig. 10 und 11) mittelst
Hakenschrauben u. s. w. verstellbar angeordnet sind. Diese Curvenstücke besitzen je eine am
Gufskörper angegossene Hauptcurve w1 und eine Nebencurve ν bezw. vl, welche von einer
seitlich am Gufskörper angeschraubten Platte gebildet wird.
Die Curvenstücke sind nun bestimmt, die Kuppelung k auszulösen, indem bei Drehung
der Scheibe t nach rechts oder links entweder das eine oder das andere Curvenstück mit
seiner Hauptcurve auf den Bügel r und mit seiner Nebencurve ν oder v1 auf den Bügel ρ
bezw. q einwirkt und hierdurch die Hauptkuppelung sowie die wirksame Nebenkuppelung
auslöst. Um je nach der Drehungsrichtung der Wellen bezw. Scheibe die eine oder andere
wirksame Nebenkuppelung auszulösen, sind entsprechend der Lage der verschieden lang
ausgebildeten und auch verschieden hoch liegenden Bügel ρ q (Fig. 6) die Curvenplatten ν
bezw. v1 höher oder tiefer und in entsprechender
seitlicher Lage zur Scheibe angeordnet.
Die Wirkungsweise des Reglers ist folgende: Bei normalem Wasserstande laufen beide Riemen auf den Losscheiben aa, die Welle f und alle von derselben angetriebenen Theile stehen still. Steigt der Wasserstand, so bewegt der Schwimmer einen der Riemen auf die feste Riemscheibe b.. Die Schneckenwelle / wird in einem gewissen Sinne in Drehung versetzt und überträgt diese Bewegung auf die Welle h und mittelst der in dem betreffenden Drehungssinne wirkenden und dann unter allen Umständen geschlossenen einen Nebenkuppelung, z. B. m I, auf die Welle i, welche direct oder indirect die Regulirwelle am Motor (Turbine oder Wasserrad) treibt. Gleichzeitig wird auch die Bewegung der Welle i durch Zahnrad- und Schneckenradgetriebe auf die Scheibe t übertragen, welche sich nunmehr in bestimmter Richtung drehen wird, und zwar derart, dafs die Hauptkuppelung zur Wirkung kommt und die Einlaufschützen weiter geschlossen werden. Angenommen nun, die Drehung der Welle i und damit auch das Aufziehen der Schützen setzt sich so lange fort, bis das eine Curvenstück u die Kuppelung k ausrückt, indem die höher gelegene Curve ul durch Anheben des Bügels r (Fig. 2) die Hauptkuppelung auslöst, während die Nebencurve, z. B. v, auf den Bügel ρ einwirkt (Fig. 6) und vermittelst Gleitringes u die axial, beweglichen Zähne m der bei dieser Drehungsrichtung wirksamen Nebenkuppelung ml anhebt. Die Welle i bleibt dann stehen und die Schützen haben ihre tiefste Lage erreicht. Die Wellen f und h werden nun noch so lange in demselben Sinne weitergedreht, bis der Wasserstand wieder seine normale Höhe er-
Die Wirkungsweise des Reglers ist folgende: Bei normalem Wasserstande laufen beide Riemen auf den Losscheiben aa, die Welle f und alle von derselben angetriebenen Theile stehen still. Steigt der Wasserstand, so bewegt der Schwimmer einen der Riemen auf die feste Riemscheibe b.. Die Schneckenwelle / wird in einem gewissen Sinne in Drehung versetzt und überträgt diese Bewegung auf die Welle h und mittelst der in dem betreffenden Drehungssinne wirkenden und dann unter allen Umständen geschlossenen einen Nebenkuppelung, z. B. m I, auf die Welle i, welche direct oder indirect die Regulirwelle am Motor (Turbine oder Wasserrad) treibt. Gleichzeitig wird auch die Bewegung der Welle i durch Zahnrad- und Schneckenradgetriebe auf die Scheibe t übertragen, welche sich nunmehr in bestimmter Richtung drehen wird, und zwar derart, dafs die Hauptkuppelung zur Wirkung kommt und die Einlaufschützen weiter geschlossen werden. Angenommen nun, die Drehung der Welle i und damit auch das Aufziehen der Schützen setzt sich so lange fort, bis das eine Curvenstück u die Kuppelung k ausrückt, indem die höher gelegene Curve ul durch Anheben des Bügels r (Fig. 2) die Hauptkuppelung auslöst, während die Nebencurve, z. B. v, auf den Bügel ρ einwirkt (Fig. 6) und vermittelst Gleitringes u die axial, beweglichen Zähne m der bei dieser Drehungsrichtung wirksamen Nebenkuppelung ml anhebt. Die Welle i bleibt dann stehen und die Schützen haben ihre tiefste Lage erreicht. Die Wellen f und h werden nun noch so lange in demselben Sinne weitergedreht, bis der Wasserstand wieder seine normale Höhe er-
Claims (2)
1. Selbsttätiger Zulaufregler für Wasserkraftmaschinen,
bei dem zwei durch eine dreifache Kuppelung (k) mit einander verbundene Wellen (h i) von der Kraftmaschine
aus in einer durch die Bewegung eines Schwimmers bestimmten Richtung angetrieben
werden und entsprechend auf die Regulirwelle einwirken, wobei in den Grenzlagen der Regulirung eine durch die mit-
„ genommene Welle (i) angetriebene Scheibe (t)
jedesmal durch ein von zwei verstellbaren Curvenstücken (u) die Hauptkuppelung und
eine der beiden Nebenkuppelungen auslöst, derart, dafs bei Bewegung der Antriebswelle
in entgegengesetzter Richtung die Welle (i) durch die noch eingerückte, bei
der vorigen Drehrichtung unwirksame Nebenkuppelung mitgenommen, hierdurch
die Scheibe (t) selbst zurückgedreht und damit die vollständige Kuppelung beider
Wellen selbstthätig wieder hergestellt wird.
2. Eine Ausführung der unter i. angegebenen dreifachen Kuppelung, bei der die nach
beiden Drehrichtungen wirksame Hauptkuppelung durch beidseitig wirkende Klauen kl in der Mitte beider Kuppelungshälften gebildet wird und die beiden in
entgegengesetzten Richtungen wirksamen Nebenkuppelungen aus zwei auf der unteren
Kuppelungshälfte concentrisch angeordneten Kränzen einseitig wirkender Klauen (I I1)
bestehen, die mit Mitnehmern (mm1),
welche in der oberen Kuppelungshälfte in der Achsenrichtung beweglich sind und von Gleitringen (η η1) getragen werden,
durch Bügel (p q) in und aufser Eingriff gebracht werden können.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE87528C true DE87528C (de) |
Family
ID=359493
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT87528D Active DE87528C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE87528C (de) |
-
0
- DE DENDAT87528D patent/DE87528C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1555247C3 (de) | Steuereinrichtung für einen stufenlos einstellbaren hydrostatischen Antrieb eines Kraftfahrzeuges | |
| DE112015000233T5 (de) | Hydraulische Steuerungseinheit für automatisches Getriebe | |
| DE87528C (de) | ||
| DE455697C (de) | Verfahren zur Leistungsregelung von Fluessigkeitsgetrieben | |
| DE805597C (de) | Antriebsanlage fuer Fahrzeuge | |
| DE899146C (de) | Einrichtung zur Energieuebertragung bei Kraftfarhzeugen | |
| DE836477C (de) | Webstuhlantrieb mit Kupplungsgetriebe | |
| DE950340C (de) | Einstellvorrichtung fuer einen Vergaser | |
| DE591856C (de) | Vorrichtung zur Regelung eines vor dem Kuehler von Brennkraftmaschinen angeordneten Vorhanges | |
| DE419612C (de) | Vorrichtung zum Querschneiden eines stetig vorbewegten Glasbandes | |
| DE756550C (de) | Schaltvorrichtung einer aus Stroemungsgetriebe und mechanischem Wendegetriebe bestehenden Antriebsuebertragung fuer Schienen-fahrzeuge, insbesondere Lokomotiven | |
| DE664156C (de) | Schiffsdampfkraftanlage | |
| DE339295C (de) | Antrieb fuer Wehranlagen mit Doppelschuetzen und einem gemeinsamen Antriebmotor fuerdie Schutztafeln | |
| DE609148C (de) | Sicherheitsregler fuer Wasserturbinen | |
| DE907476C (de) | Reibband- bzw. Reibbackenkupplung | |
| DE2028966C (de) | Fahrzeugantrieb | |
| DE671694C (de) | Zum Verstellen der Fluegelsteigung von Luftschrauben bestimmte, durch Antriebsmittelbetaetigte Verstellvorrichtung mit einem Schneckengetriebe | |
| DE928812C (de) | Vorrichtung an Drehmoment-UEbertragungsanlagen, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge | |
| DE639473C (de) | Fliehkraftregler | |
| DE584030C (de) | Steuerung fuer mechanisch angetriebene Spannvorrichtungen an Futterautomaten | |
| DE2028966B2 (de) | Fahrzeugantrieb | |
| DE383069C (de) | Turbinenantrieb fuer Landfahrzeuge, insbesondere fuer Lokomotiven | |
| DE115542C (de) | ||
| DE712038C (de) | Selbsttaetige Steuerungseinrichtung an Abkantmaschinen zum Biegen zweier verschiedener Winkel | |
| DE956650C (de) | Selbsttaetige Gangschaltung mit gesteuerter Synchronisierung der Kupplungswellen fuer Fahrzeuggetriebe |