DE87451C - - Google Patents

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DE87451C
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cutting
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G21/00Details of weighing apparatus
    • G01G21/02Arrangements of bearings
    • G01G21/08Bearing mountings or adjusting means therefor
    • G01G21/085Bearing mountings or adjusting means therefor of knife-edge bearings

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  • Physics & Mathematics (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Um die Schneidkante der Schneiden oder Achsen bei den bisherigen Ober- und Unterbalken für Hebelwaagen in eine Linie zu bringen, war eine Kröpfung der Balken erforderlich, durch welche, abgesehen von der dadurch an der betreffenden Stelle verursachten Schwächung des Materials, die Herstellung der Balken zeitraubend und kostspielig wird. Die Justirung der Balken erfolgte bisher in der Weise, dafs die in den Balken eingesetzten Schneiden oder Achsen unter Anwendung von Schablonen fertiggestellt wurden, wobei die Schneidkante der Schneiden durch Feilen und Schleifen die erforderliche Höhenlage erhielt. Es ist einleuchtend, dafs diese durch Handarbeit erfolgende Justirung der Waagebalken umständlich und ungenau ist und nur von geübten Arbeitern vorgenommen werden kann. Die nach der bisherigen Art justirten Waagebalken gestatten auch, die Schneiden in unlauterer Absicht nach der Justirung abzuändern, ohne dafs diese unbefugte Aenderung sofort zu erkennen ist. Eine derartige unrichtige bezw. ungenaue Schneidenstellung kann bei den bisherigen Waagebalken auch unbeabsichtigt entstehen durch das Nachschärfen oder beim Auswechseln der Schneiden von ungeübter Hand. Ferner können, die Schneiden bei den Waagebalken jetziger Construction nicht viel breiter genommen werden, als das doppelte Mafs der Balkenstärke beträgt, da die Auflage der Schneiden sonst eine zu geringe wird. Diese Breite der Schneiden steht aber, namentlich bei grofsen Waagen, in gar keinem Verhältnisse zu ihrer Beanspruchung und hat rasches Abnutzen der Schneiden und dadurch verursachtes ungenaues Arbeiten der Waage zur Folge.
Alle diese Uebelstände sollen durch den nach vorliegender Erfindung construirten Waagebalken beseitigt werden. Dieser zeichnet sich vor den bisherigen dadurch aus, dafs er völlig gerade ist und nicht durch Handarbeit an den Schneiden justirt, sondern unter Anwendung von Specialmaschinen mit justirten Lagereinschnitten für die Schneiden versehen wird.
In beiliegender Zeichnung sind verschiedene Ausführungsformen eines derartigen Waagebalkens unter Gegenüberstellung einiger Balken alter Construction veranschaulicht.
Fig. ι bis 3 zeigen den Waagebalken t einer Tafelwaage, welcher zweckmäfsig aus gezogenem Stahl gefertigt wird. In dem völlig geraden Balken i. werden mittelst einer Fräsmaschine keilförmige Einschnitte hergestellt, in welche die auswechselbaren Schneiden s eingesetzt und durch aufgeschraubte Laschen b befestigt werden. Auf diese Weise kann die Tiefe der Lagereinschnitte für die Schneiden und damit die erforderliche Höhenlage der Schneidkante der letzteren genau präcisirt werden. Die Schneiden werden zweckmäfsig ebenfalls aus gezogenem, den Lagereinschnitten entsprechend profilirtem Stahl hergestellt und brauchen natürlich nicht keilförmig gestaltet zu sein, wie in Fig. 1, sondern können beispielsweise auch die durch Fig. 4 und 5 veranschaulichte Form besitzen.
In Fig. 6 a ist ein Oberbalken alter, in Fig. 6 ein solcher neuer Construction dargestellt, wie er bei Decimalwaagen verwendet wird. Während
der Balken ο in Fig. 6 a die oben erwähnte Kröpfung zeigt, ist der nach vorliegender Erfindung construirte Balken (Fig. 6) durchaus gerade und in der beschriebenen Weise mit keilförmigen Lagereinschnitten zur Aufnahme der auswechselbaren Schneiden s versehen. Das sonst auf einer besonderen Schiene c angeordnete Tarirgewicht g (Fig. 6) kann bei dem vorliegenden Oberbalken direct auf den Balken aufgesetzt werden (Fig. 6).
Fig. 7 a zeigt einen Unterbalken früherer, Fig. 7 einen solchen neuer Construction, welcher ebenfalls für Decimalwaagen bestimmt ist. Der in Fig. 7 gezeigte gerade Unterbalken u weist dem in Fig. 7 a dargestellten gekröpften Unterbalken gegenüber insofern noch einen wesentlichen Vorzug auf, als er eine bedeutend niedrigere Lagerung der Brücke gestattet, welcher Umstand besonders für das Aufkippen von Lasten von Belang ist.
In Fig. 8 a ist endlich ein Waagebalken für Laufgewichtswaagen nach alter Construction dargestellt, während Fig. 8 die Bauart eines solchen Balkens nach vorliegender Erfindung veranschaulicht. Der in Fig. 8 veranschaulichte Waagebalken / ist auch hier aus einem Stück gezogenen Stahls verfertigt, auf welchem in bekannter Weise das Laufgewicht ρ angeordnet ist. Wie bei der früheren Construction ist auch hier für das Tarirgewicht g eine besondere Schiene c angebracht.
Aus Vorstehendem ist ersichtlich, dafs bei den Waagebalken vorliegender Construction eine nachträgliche Aenderung der Schneiden durch Feilen, Schleifen oder de'rgl. nicht vorgenommen werden kann, ohne dafs sie sofort zu erkennen ist. Ferner können die Schneiden auch von unkundiger Hand jederzeit beliebig ausgewechselt und durch andere ersetzt werden, ohne dafs die Richtigkeit der Waage hierdurch irgendwie beeinflufst wird, da die justirte Schneidenlagerung stets dieselbe bleibt. Da die Schneiden ferner durch die beschriebenen keilförmigen Lagereinschnitte eine weit bessere Auflage erhalten als bei der bisherigen Lagerungsweise, so kann die Breite der Schneiden dementsprechend vergröfsert und in das richtige Verhältnifs zur Beanspruchung der Waage gebracht werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Waagebalken- für Hebelwaagen, gekennzeichnet durch an der oberen und unteren Kante vorgesehene keilförmige Einschnitte, in welchen die auswechselbar angeordneten Schneiden oder Achsen mit ihrer Schneidkante derartig gelagert werden, dafs die normale Stellung der Schneiden durch die Tiefe der keilförmigen Lagereinschnitte im Waagebalken bestimmt wird, zum Zweck, das Justiren des Balkens an den Schneidkanten zu beseitigen und dadurch einerseits eine unbefugte Aenderung der Schneiden oder Achsen sofort erkennbar zu machen, andererseits die Schneiden, unter stetiger Beibehaltung ihrer ursprünglich justirten Lagerung beliebig auswechseln zu können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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