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Fallrohr zur Probe entnahme aus Silos Die Erfindung betrifft ein Fallrohr
zur Probeentnahme von Lagergut aus Silozellen.
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Vorrichtungen zur Probeentnahme mit durch Schieber verschließbaren
Öffnungen sind bekannt.
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Sie bestehen aus zwei ineinandergesteckten Rohren mit versetzten Öffnungen,
die durch Drehen der Rohre zur Deckung gebracht werden können und so ein Durchtreten
von Gut in das innere Rohr zum Zwecke der Probeentnahme gestatten Bei dieser Anordnung
kann aber unbeabsichtigt Gut in das innere Rohr gelangen, wenn die Notwendigkeit
besteht, beim Verdrehen der Rohre mehrere Öffnungen zu überspringen, um Proben an
bestimmter Stelle zu entnehmen.
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Außerdem ist die bekannte Vorrichtung nicht als Fallrohr ausgebildet,
sondern in erster Linie zum Einstechen in Speicher od. dgl. und zur Entnahme mittels
Hebeeinrichtung im Rohrinnern vorgesehen. Diese Ausführung schließt die Durchführung
von Geruch proben praktisch völlig aus.
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Gemäß der Erfindung werden die geschilderten Mängel dadurch beseitigt,
daß an den Entnahmeöffnungen des Fallrohres selbständige Einzelschieber vorgesehen
sind, die mit Hilfe einer gemeinsamen Betätigungswelle mit Eiupplungsmitteln für
jeden Schieber unabhängig voneinander einzeln zu betätigen sind.
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Weitere vorteilhafte Einzelheiten der Erfindung werden in der nachfolgenden
Beschreibung an Hand der Zeichnung erläutert.
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In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel
dargestellt. Es zeigt Abb. I den Teilausschnitt einer Silozelle mit Fallrohr und
Entnahmeeinrichtung, Abb. 2 die vergrößerte Darstellung des Schiebers mit seinem
Betätigungsglied in geschnittener -Seitenansicht, Abb. 3 eine Draufsicht zur Abb.
2, Abb. 4 die vergrößerte Darstellung der Verstelleinrichtung, Abb. 5 den Grundriß
der Anzeigescheibe mit den Kennmarken.
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In Abb. I ist mit a die Wand der Silozellen bezeichnet. ln der Silozelle
ist das Fallrohr b mit Hilfe von Befestigungsschellen c von oben nach unten durchgeführt.
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In dem Fallrohr b sind in Abständen voneinander Öffnungen d angeordnet,
die durch Schirme e abgedeckt sein können. Diese Öffnungen.d sind durch Schieber
f verschließbar, die in ihrer Formgebung der Form des Rohres angepaßt sind. In der
Schließstellung werden die Schieber f durch Federn g mit Nocken h lösbar gehalten.
Die Nocken greifen dabei unter Anschläge i, die an dem Schieber f festgemacht sind.
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Die Schieber f besitzen ferner Anschläge k, die mit den Nocken I
von Betätigungsgliedern m zusammenarbeiten, und zwar in der Weise, daß die Nocken
mit den Anschlägen k in Eingriff gebracht oder gelöst werden.
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Sämtliche Betätigungsglieder eines Fallrohres sind auf einer gemeinsamen
senkrecht stehenden Welle n in der Weise angeordnet, daß ihre Nocken zueinander
versetzt stehen. Diese Welle n kann in Drehung versetzt und axial verstellt werden.
Zur Verdrehung der Welle n ist auf dieser ein Kegelrad o festgemacht, das mit einem
:Kegelrad auf einer Welle mit Handhabe q kämmt. Wird die Handhabe q gedreht, so
führt auch die Welle n eine Drehung aus.
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Zur axialen Verstellung der Welle n dient die Spindel r (vgl. Abb.
4). Diese Spindel r kann durch das Handrad s gedreht werden und schraubt sich dadurch
in dem Gewinde t auf oder ab. Entsprechend erfährt die Welle n, die mittels Kugellager
gegen die Spindel r abgestützt ist, eine Höhenverstellung.
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Auf der Betätigungswelle n ist ferner eine Anzeigevorrichtung in
Gestalt einer Scheibe X angebracht, die am Umfang entsprechend den Betätigungsgliedern
mit Ziffern versehen und in dem Gehäuse v untergebracht ist. Das Gehäuse v kann
gleichzeitig das Gewinde t für die Spindel r aufweisen.
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Die Ziffern auf der Anzeigescheibe X werden in Schauöffnungen w des
Gehäuses v sichtbar.
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Die Bedienungsweise der Vorrichtung ist wie folgt: Soll irgendein
Schieber f des Fallrohres b geöffnet werden, so wird die Welle n mittels der Handhabe
q so lange gedreht, bis die dem Schieber f zugehörige Ziffer in der oberen Schauöffnung
erscheint. Dann ist der Nocken I des betreffenden Betätigungsgliedes m mit dem Anschlag
k des Schiebers f in Eingriff gebracht. Wird nun die Spindel r durch Drehung des
Handrades s in eine abwärts gerichtete Bewegung versetzt, so erfährt auch die Welle
n eine axiale und nach abwärts gerichtete Verstellung. Dabei wird der Schieber f,
dessen Anschlag k mit dem Nocken I des Betätigungsgliedes m gekuppelt ist; nach
abwärts bewegt, d. h. geöffnet. Zu Anfang dieser Abwärtsbewegung wird die Haltevorrichtung
i, h gelöst.
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Während der Abwärtsbewegung der Welle n bewegt sich auch die Anzeigescheibe
X nach unten und schließlich erscheint die Ziffer in der unteren Schauöffnung w.
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Beim Ausführungsbeispiel ist die Anordnung so getroffen, daß die
Möglichkeit vorgesehen ist,» den Schieber f nur teilweise zu öffnen, um Luft aus
der Silozelle abzusaugen. Um dabei zu verhindern, daß Lagergut durch die Öffnung
in das Fallrohr eindringen kann, ist der Schirm e vorgesehen. Die Luft wird am unteren
Ende des Fallrohres b in der Nähe der Einstellvorrichtung für die Betätigungswelle
n mittels Schlauchleitung x abgesaugt und gegebenenfalls mittels Thermometers y
gemessen. Im Anschluß an die Leitung x ist der Staubfilter z angeordnet. An dieser
Stelle können auch Vorkehrungen getroffen sein, um die Luft auf Geruch zu prüfen.
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Bei Probeentnahme von Lagergut wird der Schieber f ganz geöffnet.
Das in das Fallrohr b eindringende Lagergut wird am unteren Ende des Fallrohres,
wie aus der Zeichnung ersichtlich, aufgefangen und kann zur Untersuchung weitergegeben
werden.
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Zum Schließen des Schiebers f wird die Handhabe s in umgekehrter
Richtung gedreht. Die Welle n macht dann eine aufwärts gerichtete Bewegung, wobei
der Nocken 1 des Betätigungsgliedes m den Schieber f vor sich her bis in die Schließstellung
führt. In der Schließstellung geht die Haltevorrichtung i, h wieder selbsttätig
in Sperrstellung.
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PATENTANSPROCHE: I. Fallrohr mit durch Einzelschieber verschließbaren
Öffnungen zur Probeentnahme von Lagergut aus Silozellen, dadurch gekennzeichnet,
daß zur wahlweisen Betätigung für die sämtlichen Einzelschieber (f) eines Fallrohres
(b) ein gemeinsames Betätigungsmittel (n) vorgesehen ist, welches Kupplungsmittel
(nt, 1) für die Schieber (f) aufweist.