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Vorrichtung zum Austragen der in den aus der Turmreinigeranlage herausgefahrenen
Einsatzkörben befindlichen Reinigermasse Das in dem Hauptpatent 938 564 beschriebene
Verfahren und, die zu dessen Durchführung vorgesehenen Einrichtungen befassen, sich
mit der Austragung der in den aus der Turmreinngungsanlage herausgefahrenen Einsatzkörben
befindlichen Reinigermasse. Die Austragung geschieht hierbei in der Weise, daß sie
in den von Einbauten freien, die Reinigermasse enthaltenden Einsatzkörben durch
Kippen, oder mechanisch entfernt wird. Im letzteren Fall derart, daß die Reinigermasse
des auf eine Drehscheibe gesetzten Einsatzkorbes mechanisch durch Messer, Pflugscharen,
Fräsapparat od. dgl. ausgetragen wird. Man hat auch schon bei feststehend angeordneten
Reinigerkästenanlagen, bei denen die Reinigermasse in mehreren Lagen fest im Gehäuse
auf Horden u. dgl. angeordnet i,st, den Vorschlag gemacht, die Masse maschinell
auszutragen. Jedoch mußte bei derartigen Anlagen erst die oberste Masseschicht in
ihrer ganzen Ausdehnung entfernt werd, ehe die Austragung der folgenden, darunter
befindlichen Masselagen erfolgen konnte. Es ist auch bekannt., die Austragung der
in eingebauten Reinigerkästen befindlichen Masse durch Entfernen eines entsprechend
der Schichtsitärke unterteilten Zentralrohres vorzunehmen.
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Gegenüber diesen Anordnungen weist die Erfindung Vorteile bezüglich
des erleichterten Austragens
der Reinigungsmasse aus den Einsatzkörben
von Turmreinigeranlagen auf, die den Aufbau der Anlage wirtschaftlicher gestalten.
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Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke besteht darin, daß in
dem die Reinigermasse in mehreren getrennten Schichten enthaltenden Einsatzkorb
ein entsprechend der Schichtstärke unterteiltes Zentralrohr in Richtung eines die
Reinigermasse aufnehmenden Schachtes angeordnet ist, wobei die einzelnen Teilstücke
des Zentralrohres zwecks Auflockerung und Austragung der Reinigermasse h-rausnchmbar
sind.
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Der Vorteil der Anordnung des unterteilt,-n Zentralrohres ergibt sich
daraus, daß durch dieses die aufgelockerte Masse direkt in die unter der Anlage
befindliche Grube gelangt, ohne da.ß irgendw-eIche Fördermittel erforderlich sind.
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Zur Erleichterung der Austragung der Reinigermasse aus den Einsatzkörben
können die mannigfaltigsten Vorrichtungen angewendet werden, wobei über einer den
Einsutzkorb aufnehmenden, dreh baren und über einem zentralen Schacht befindlichen
Scheibe eine heb- und. senkbare, mit Messern, Kratzern o. d;gl. und mit eine Kurvenform
aufweisenden Austragsblechen ausgerüstete Traverse angeordnet ist und die Traverse
an einer heb- und senkbaren Spindel angeordnet sein kann.
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An. Stelle den Einsatzkorb drehbar anzuordnen, kann dieser auch feststehend
sein, wobei die Ausräumw,-erkzeuge und Austragsbleche an einer drehbaren., dabei
heb- und senkbaren Traverse befestigt sind. Dabei ist der Tragring höherzverschiebbarund
die drehbare Traverse bezüglich ihrer Höhenlage fest angeordnet.
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In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in mehreren beispielsweisen
Ausführungsformen dargestellt, und zwar veranschaulicht Fig. i den Querschnitt eines.
mit zwei Mn.sselagen ausgestalteten, auf einer Drehscheibe aufgesetzten Einsatzkorbes,
Fig. 2 die dazugehörige Draufsicht, Fig. 3 den Querschnitt durch einen feststehenden
Einsatzkorb mit darüber angeordneter heb- und senkbarer, dabei drehbarer, die Ausräumwerkzeuge
tragender Traverse, Fig. q. den Querschnitt durch einen feststehenden, dabei aber
heb- und senkbaren Einsatzkorb mit durübeir angeordneter drehbarer, dieAu.sräumwerkzeuge
tragender Traverse.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. i und 2 ist über der Schachtöffnung
i der Grube die kreis förmige Rollenlaufbahn 2 angeordnet, auf welcher die Drehscheibe
3 läuft, die eine zentrische, in die Schachtöffnung i reichende Austragsöffnung
q. aufweist. Auf die Drehscheibe 3 wird der Einsatzkorb 5 gesetzt, in dem zwei Reinigermasseschichtsn
6 auf den Lochblechen 7 liegen, von denen das obere, eventuell auch das untere herausnehmbar
ist. Durch die Masseschichten 6 sind die Zentralrohrteile 8 geführt und herausnehmbar
angeordnet, wobei das untere Zentralrohrteil 8 mit seinem Ansatzring g auf dem Tragring
io der Drehscheibe 3 aufruht, während das obere Zentralrohrteil 8 mit seinem Ansatzring
i i auf der auf dem unteren Zentralrohr befestigten verbreiterten. Auflagefläche
12 aufruht.
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An den Tragsäulen 13 ist eine heb- und senkbare Tragvorrichtung 14
angeordnet, an der eine Spindel 15 befestigt ist, die an ihrem nach unten gerichteten
Ende eine Traverse 16 trägt, welche die Ausräumwerkzeuge 17 und die gekrümmten Austragsbleche
18 trägt.
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Die Austragung der in dem Einsatzkorb befindlichen Masseschicht 6
geht in folgender Weise vor sich.: Das obere Zentralrohr 8 wird zuerst herausgezogen,
dann wird die Drehscheibe 3 mit dem Einsatzkorb 5 in Drehung versetzt und die Traverse
16 mit ihren Ausräumwerkzeugen 17 und den Austragsblechen 18 abwärts gesenkt, so
daß die Masseschicht aufgelockert wird, welche gegen die feststehenden Austragsbleche
18 geführt und infolge deren spiralförmigen Gestaltung zur Austragsöffnung des unteren
Zentralrohres 8 und durch dieses zur Schachtöffnung i gelangt. Nachdem die oberste
Mas@seschicht ausgetragen ist, erfolgt die Austragung der unteren Schicht, nachdem
das obere Lochblech 7 und das untere Zentralrohrteil 8 entfernt worden sind, in
der gleichen oben beschriebenen Weise. So kann nach und nach aus jedem Einsatzkorb
die Masse ausgetragen werden.
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Nach der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform ist über der Schächtöffnung
i der Grube ein Tragring i9 angeordnet, auf den der Einsatzkorb 5 fest aufgesetzt
wird, der wie beim ersten Ausführungsbeispiel ebenfalls mit zwei Masseschichten
6 angefüllt ist und in dem ebenfalls die beiden herausnehmbaren Zentralrohrteile
8 angeordnet sind. An den Tragsäulen 13 ist die heb-und senkbare Tragvorrichtung
14 angeordnet, in der jedoch die Spindel 15 drehbar läuft und somit auch die an
ihr befestigte Traverse 16 mit den an ihr befestigten Ausräumwerkzeugen 17 und ihren
gekrümmten Austragsblechen 18.
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Bei Inbetriebnahme der Anlage wird ebenfalls das obere Zentralrohrteil
8 zunächst entfernt, dann die Tragvorrichtung 14 mit ihrer drehbaren Traverse 16
abgesenkt. Die sich drehenden Ausräumwerkzeuge reißen die Masseschicht auf, und
die aufgelockerte Reinigermas.se gelangt mittels der Austragsbleche 18 zur öfl~nung
des unteren Zentralrohrteiles 8 und durch dieses hindurch zur Schachtöffnung i.
Danach erfolgt wie beim ersten Ausführungsbeispiel auch die Austragung der unteren
Mas.seschicht.
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Bei dem in Fig. q. dargestellten Ausführungsbeispiel ist für den Austragungsvorgang
der Einsatzkorb heb- und senkbar wie folgt angeordnet: Durch die Schachtöffnung
i ist die hohle Tragsäule 2o geführt, deren oberes. Ende in eine Tragplatte 21 mündet,
die am äußeren Umfang mehrere Hubzylinder 22 aufweist, die auf feststehenden Kolben
23 gleiten. Die Bewegung der Hubzylinder 22 erfolgt dabei entweder hydraulisch,
pneumatisch oder' auf son5tige mechanische Weise.
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Der Einsatzkorb 5 ruht fest auf und die Austragung der Reinigermasse
6 erfolgt hierbei durch die an der drehbaren Traverse 16 angeordneten
Ausräumwerkzeuge
17 und Austragsbleche 18 in der oben beschriebenen Weise, wobei jedoch der Einsatzkorb
5 mit seinen Masseschichten gegen die sich drehenden Ausräumwerkzeuge- 17 gehoben
wird. Der Antrieb der Spindel i5 erfolgt durch den hier gezeigten Motor 2q., der
auf dem Traggestell 25 angeordnet ist. Die aufgelockerte Masse ge .langt durch die
mitgehobene Tragsäule 2o in die Grube.