DE872028C - Molen, Ufermauern u. dgl. aus Bauwerksbloecken, z. B. Schwimmkoerpern - Google Patents
Molen, Ufermauern u. dgl. aus Bauwerksbloecken, z. B. SchwimmkoerpernInfo
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Description
- Molen, Ufermauern u. dgl. aus Bauwerksblöcken, z. B. Schwimmkörpern Bei Errichtung größerer Bauwerke in offenen. Gewässern, wie Molen, Ufermauern usw., die aus. ein, zelnen fertigen Bauwerksblöcken, z. B.. Eisenbetonschwimmkästen, zusammengesetzt werden, ist. es immer erforderlich, diese Blöcke in einer bestimmten und gewollten Lage zu einem einheitlichen Bauwerk aneinanderzureihen, außerdem aber die Gründung so vorzubereiten, daß: diese Blöcke zur Vermeidung von Zerstörungen beim Absetzen auf den Baugrund eine geeignete Auflagerung finden und durch feste Verbindung mit dem Untergrund gegen angreifende Kräfte aller Art und jeder Richtung gesichert werden.
- Hierzu waren bisher verschiedene Lösungen üblich. So wurde unter Beihilfe von Tauchern der Baugrund vorher eingeebnet oder durch eine ausgleichende Steinschüttung u. dgl. entsprechend vorbereitet, um hierauf die fertigen Bauwerksblöcke abzusetzen,. Ferner baute man auch besondere Stützkörper i.n. den. Baugrund ein, auf die die Bauwerksblöcke abgesetzt wurden, so daS eine Abgl.eichung des Untergrundes nicht mehr erforderlich war. In diesem Fall wurden vornehmlich gerammte Holzpfähle oder einfache Betonblöcke als Stützkörper verwendet.
- Keine dieser bekannten Unterstützungsarten gibt aber eine so einwandfreie und übersichtliche Verbindung mit dem Untergrund wie die Rohrstützkörper nach der Erfindung. Von: ganz besonderem Wert sind Stahlrohre als Stützkörper, weil sie bei jedem beliebigen! Untergrund nicht nur vorteilhaft zu rammen und zu spülen, sondern z. B. bei Fels sehr günstig durch Bohren niederzubringen sind. Die Anordnung eines Rohres zur Lösung der vorliegenden Aufgabe ist grundsätzlich, neu und ergibt eine Bereicherung der Technik gegenüber den. bisher verwendeten Mitteln.
- Jedenfalls läßt sich das Verfahren mach der Erfindung fast bei jedem Untergrund anwenden, während die bisher bekannten Bauverfahren unzuverlässig, weniger wirtschaftlich und nicht immer anwendbar sind.
- Das Absetzen der Betonblöcke auf Holzpfähle. ist immer schwierig, da die zahlreichen Pfähle nur durch kostspielige Taucherarbeit mit den Pfahlköpfen annähernd in eine" horizontale Lagerebene zu bringen, sind, wobei schon das. UnteVwass.errammen größte Schwierigkeiten verursacht. Wählt man aber statt dieser Holzpfähle einfache Unterstützungsquader aus, Beton, so muß außer der vorgenannten Erschwernis. roch mit ungleichmäßigen Setzungen gerechnet werden.
- Diese Nachteile entfallen ersichtlich beim Bohren von Rohren, die niit weit größerem Durchmesser als beim Holzpfahl und daher mit entsprechend höherer . Tragfähigkeit herstellbar sind.
- Auch die Merkmale, daß der Bauwerksblock nach der Erfindung durch einen Kanal mit dem Innern des Rohres in Verbindung steht, ferner außen an dem Bauwerksblock eine bis zu einer gewissen Tiefe reichende Schürze aufweist, sind bisher nicht offenbart. Da es sich vielmehr bisher durchweg um volle Pfähle oder Blöcke handelt, die als, solche in den Grund eingetrieben oder auf ihn aufgesetzt werden, konnten die vorgenannten Merkmale noch nicht vorliegen. Das Merkmal einer Schürze ist in diesem Zusammenhang deshalb besonders wertvoll, weil bei einem Aufsetzen von Bauwerksblöcken auf Stützkörper die Möglichkeit eines Zwischenraumes zwischen Unterseite des, B;auwerks:blockes und dem Grund unvermeidbar ist, durch die vorhandene Schürze aber eine Bewegung des Grundes unter dem fertigen ;Bauwerk und ein damit- verbundenes Auskolken unter allen Umständen verhindert wird.
- In der Zeichnung ist der Gedanke der Erfindung beispielsweise und schematisdh, veranschaulicht, und zwar stellt dar Abb. i eine Reihe von im Einbau befindlichen Bauwerksblöcken, Abb. z einen lotrechten Schnitt nach der Linie II-II der Abb. i durch einen Bauwerksblock (Eisenbetonschwimmkasten); der auf Stützkörpern gelagert ist, in größerem Maßstab, Abb. 3 einen waagerechten Schnitt nach der Linie III-III der Abb. a, Abb. q. einen lobrechten Schnitt durch ein Auf-Lager eines Bauwerksblockes in einer anderen Ausführung und weiter vergrößerter Darstellung.
- Bei der Erfindung wird so vorgegangen, daß Bauwerksblöcke a eines. Bauwerkes b auf über den nicht bearbeiteten Untergrund c herausragenden Stützkörpern d beispielsweise durch Einfüllen von Ballast, wie z. B. Wasser, in gewollter Lage, also waagerecht oder schräg, abgesetzt werden. Zeigt sich nun hierbei, daß ein solcher Bauwerksblock ca nicht die gewollte Lage einnimmt, was durch Messungen an der Oberfläche des mit seinem oberen, Teil aus dem Wasser ragenden Bauwerksblockes, a ohne weiteres festgestellt werden .kann, so wird der Bauwerksblock a durch -Entnahme von Ballast! oder durch Anwendung von Hubgeräten us-,v. wieder so weit angehoben, daß die vorher gemessenen Abweichungen berichtigt werden können. Dieses kann in waagerechter Richtung durch Verrücken des Bauwerksblockes a oder in lotrechter Richtung durch Einbringen eines oder mehrerer Futter i, beispielsweise aus Holz in Keilform, auf die Oberkante /v des Stützkörpers: oder auch durch Einbringent eines massiven, in den Stützkörper d passenden Körpers f geschehen. Der in den. Stützkörper d eingebrachte Körper f oder f1 kann zur Erreichung einer gewollten Höhe mit Sand, Pinmo, oder auch mit einem unterWasser erhärtendenBaus,toff f. un.terfüllt werden. So kann die Höhernlage der Körper d, i und f auf mancherlei Weise beeinflußt werden, z. B. auch mittels Vorrichtungen wie bei Sandtöpfen oder durch Anbringen von Absperrhähnen wie bei Torkretarbeiten. Schließlich können die Hohlräume unter den Körpern f oder f1 und i auch durch Kanäle oder Rohre o, welche durch die Sohle des Bauwerksblockes hindurchreichen, mit oder ohne Druck durch die verschiedenartigsten Stoffe ausgefüllt werden.
- .Bei dieser neuen Bauweise liegt der ungewöhnliche Vorteil gegenüber den bisherigen Bauweisen darin, daß die Auflagerpunkte im voraus bestimmt und damit die ungünstigen Berechnungsannahmen ohne weiteres vermieden werden können, so daß nicht nur in überraschender Weise statisch klare Grundlagen geschaffen sind, sondern auch die Standsicherheit des Bauwerkes b verbessert und gleichzeitig durchVermeidung von unnötigen. Spannungen der Eisenverbrauch verringert und damit auch die Wirtschaftlichkeit der Konstruktion erhöht wird. Außerdem ist mehr als bisher die richtige Lage und ein- einwandfreies Aneinan.derreihen der Bauwerksblöcke a auch bei ungünstigen Wasser- und Untergrundverhältnissen gewährleistet, denn das Einbauen der Stützkörper d, die z. B. aus stählernen Rohren hergestellt sein können, macht keine Schwierigkeiten, denn sie können auf mancherlei Weise, gegebenenfalls durch Bohren, in den tragfähigen Baugrund bzw. in den Fels e bis in die Tiefe g niedergebracht werden: Schließlich. ist gemäß der Erfindung vorgesehen, den Untergrund k und den Raum. n (Abt. a und q.) unter der Sohle des Bauwerksblockes a, z. B. durch verschließbare Öffnungen Z im Boden des. Bauwerksblockes a, so mit erhärtenden oder nicht erhärtenden Stoffen:, die sich nach den jeweiligen örtlichen Verhältnissen richten, aufzufüllen bzw. zu verdichten, daß eine satte Auflagerung der Bauwerksblöcke a auf der gesamten Bauwerkssohle gewährleistet ist.
- Um dies sicherzustellen, wird zweckmäßligerweise an den unten offenen Seiten der Fundamenitplatte der Bauwerksblöcke a noch eine feste oder beweglicheSchürzern vorgesehen, die das Heraustreten der unter der Sohle der Bau-,verksblöcke a eingebauten Stoffe verhindert. Diese dichtschließende Schürze in kann beispielsweise aus an sich bekannten Spundwänden aus Beton, Holz, Eisen, Eisenbeton u. dgl. bestehen. Den erforderlichen Halt erhält die Schürze in durch eine Fuge p, die zweckmäßigerweise als Gleitfuge mit Halt nach vorn und rückwärts ausgebildet wird.
- Diese Schürze ist auch sehr geeignet, Auskolkungen, Unterspülungen u. dgl. am Bauwerk zu verhindern.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Molen, Ufermauern u. dgl. aus Bauwerksblöcken, z. B-. Schwimmkörpern, die auf im Untergrund verankerten Stützkörpern. gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Stäitzkörper (d) von Stahlrohren gebildet sind, die durch Rammen, Spülen oder Bohren n.ied.erbringbar sind, und daß zum Ausgleich geringer Höhenunterschiede der verschiedenen Stützpunkte und zwecks besserer Lagerung der Bauwerksblöcke (a) zwischen diesen und den Stützkörpern (d) ein. Futter (i), gegebenenfalls in Keilform, oder ein ähnliches Hilfsmittel vorgesehen ist. z. Bauwerk nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß, in dem Futter (i) der Rohre (d) eine Öffnung und in den abzusetzenden B.auwerksblöcken (a) ein in die Öffnung des Futters mündender Kanal (o) zum Ausfüllen der Rohre (d) reit tragfähigen Stoffen (f) von den Bauwerksblöcken (a) aus, vorgesehen sind. 3. Bauwerk nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß oben in den Stützkörpern (d) ein druckfester Körper (f1) auf vorher in. die Stützkörper (d) eingebrachten: Stoffen (f2) vorgesehen ist und daß die Menge der Stoffe (f2) entsprechend der gewünschten Höhenlage des druckfesten Körpers (f1) bemessen ist. d. Bauwerk nach einem der Ansprüche i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß, am Umfang des ;Bauwerkes eine in den weichen Untergrund (k) einbindende Schürze (rn) angeordnet ist, die den Raum unter der Bauwerkssohle oder gegebenenfalls unter diese eingebrachte Füllstoffe umschließt. Angezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 523 211; USA.-Patentschrift Nr. 1505 238; Handbuch für Eisenbetonbau, IV. Band, 3. Aufl.; »Wasserbau u. verwandte Anlagen«, Berlin 1926, Verlag v. Wilh. Ernst u. Sohn. S. 66.
Priority Applications (1)
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| DE872028C true DE872028C (de) | 1953-03-30 |
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|---|---|
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3720067A (en) * | 1971-04-15 | 1973-03-13 | J Aubert | Method for building immersed structures and a device for carrying out said method |
| DE2330061A1 (de) * | 1972-06-22 | 1974-01-10 | Aubert J | Verfahren und vorrichtung zur herstellung von unter wasser liegenden fundamenten |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR523211A (fr) * | 1920-08-30 | 1921-08-13 | David Edward Williams | Perfectionnements aux cales sèches, écluses et autres ouvrages analogues |
| US1505238A (en) * | 1922-12-13 | 1924-08-19 | John P Ball | Breakwater-wall construction |
-
1942
- 1942-02-05 DE DEG2795D patent/DE872028C/de not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR523211A (fr) * | 1920-08-30 | 1921-08-13 | David Edward Williams | Perfectionnements aux cales sèches, écluses et autres ouvrages analogues |
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