DE282943C - - Google Patents

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DE282943C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02DFOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
    • E02D23/00Caissons; Construction or placing of caissons
    • E02D23/02Caissons able to be floated on water and to be lowered into water in situ

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Paleontology (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Underground Structures, Protecting, Testing And Restoring Foundations (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 282943 KLASSE 84«. GRUPPE
WILLEM COENRAAD KÖHLER in AMSTERDAM.
und ähnlichen Bauwerken.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. November 1912 ab.
" oo ° 14. Dezember ι goo
auf Grund der Anmeldung in Großbritannien vom 30. Januar 1912 anerkannt.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Herstellen und Aufstellen von Trockendocks, Schiffsschleusen und ähnlichen Bauwerken, bei dem zunächst auf dem Trocknen ein schwimmfähiger Körper hergestellt und dieser zu Wasser gelassen und dann durch Einfüllen einer geeigneten Füllmasse versenkt wird. Der Zweck der Erfindung ist, die für derartige Werke erforderlichen Kosten zu verringern und die zur Herstellung erforderliche Zeit abzukürzen, gleichzeitig aber auch die Gefahr von Unglücksfällen oder von Arbeitsstörungen durch Undichtwerden oder Überflutungen der Baugrube zu verringern.
Das bisher bei der Herstellung von Trockendocks oder ähnlichen Bauwerken am meisten angewendete Verfahren bestand darin, daß man eine so tiefe Baugrube aushob, daß man darin das Bauwerk von Grund auf aufbauen konnte. Die Baugrube wurde dabei nach dem offenen Wasser zu durch einen Damm abgesperrt. Diese Bauweise erforderte nicht nur sehr viel Zeit, sondern es war damit auch die große Gefahr verbunden, daß durch
eine Überflutung der Baugrube Unglücksfälle oder eine Verzögerung der Arbeit eintreten konnten. , Außerdem war die Errichtung des Dammes und das dauernd erforderliche Auspumpen des Wassers sehr kostspielig.
Zur Umgehung dieser Schwierigkeiten hat man vorgeschlagen, auf einer Werft einen wasserdichten Metallschwimmkörper herzustellen und diesen, nachdem er zu Wasser gelassen und schwimmend an seinen Standort gebracht worden ist, durch Einfüllen von Ballast oder Beton zu versenken. Ferner hat man auch bereits vorgeschlagen, Bauwerke in und am Wasser aus Schwimmblöcken aus Eisenbeton o. dgl. herzustellen, die in Docks oder auf Hellingen aufgebaut und dann zu Wasser gelassen werden sollten. Dieses Verfahren ist aber nur bei kleineren Bauwerken, beispielsweise Kaimauern oder Leuchtturmfundamenten, ausführbar, bei Docks oder Schleusen aber nicht; denn um ein Dock in einem Dock erbauen zu können, müßte das vorhandene Dock erheblich größer sein als das zu bauende, das ist aber meist nicht der Fall, da die neueren Docks fast immer größere Abmessungen erhalten als die vorhandenen, und ein Dockbau auf einem Helling würde auch mit großen Schwierigkeiten ver-, bunden sein, da hier die Ablaufgewichte viel zu groß werden würden und beim Ablaufen
in dem Schwimmkörper sehr hohe Beanspruchungen auftreten würden, zu deren Aufnahme sehr kostspielige Verstärkungen nötig wären, die nach dem Stapellauf überflüssig sein würden. Gemäß der Erfindung wird das als Schwimmkörper auszubildende Bauwerk in einer flachen Baugrube im Trocknen aufgebaut, darauf Wasser in die Grube eingelassen, so daß das Bauwerk abschwimmt, hierauf das Bauwerk
ίο schwimmend aus der Grube entfernt, eine Baugrube bis zur erforderlichen Tiefe ausgehoben, in diese tiefe Baugrube das Bauwerk schwimmend eingebracht und darin versenkt. Die flache Baugrube, die nur so tief gemacht wird, daß das Bauwerk nach Einlassen des Wassers darin schwimmt, ist viel leichter vom Wasser frei zu halten als eine tiefere Baugrube, und der die Baugrube nach der Seeseite absperrende Damm ist viel geringeren Beanspruchungen ausgesetzt als bei Tiefgründungen, so daß die Gefahr eines Dammbruches hier viel geringer ist. Beim Einlassen des Wassers in die Baugrube wird das Bauwerk ganz allmählich und gleichmäßig vom Baugrund abgehoben und erfährt dabei keine größeren Beanspruchungen als beim folgenden Gebrauch, so daß keine später unnötig wer-■ dende Verstärkungen oder Verstrebungen erforderlich sind. Schließlich ist das Ausbaggern der mit Wasser gefüllten Baugrube auch billiger als das Ausheben der tiefen Baugrube im trocknen Zustand.
Die Entscheidung darüber, welche Stelle man für die flache Baugrube wählt, ist nach den jeweiligen örtlichen Verhältnissen zu treffen. Handelt es sich um den Bau eines Trockendocks oder einer Schiffsschleuse unmittelbar am Ufer eines Flusses oder eines Hafens, so wird es sich meistens als zweckmäßig erweisen, die flache Baugrube am Standort des Bauwerkes herzustellen, damit die Anfuhr der erforderlichen Baustoffe auf dem billigen Wasserweg stattfinden und der Schwimmkörper nach Fertigstellung leicht in das angrenzende Wasser gebracht werden kann. In diesem Falle wird die Gesamtmenge der auszuhebenden Erdmasse auf das Mindestmaß beschränkt, weil die flache Baugrube und die tiefe endgültige Grube zusammenfallen.
Steht jedoch das Bauwerk z. B. durch einen Zutrittskanal mit dem Außenwasser in Verbindung, so wird es in vielen Fällen vorteilhaft sein, die flache Baugrube in diesem Kanal, der doch gegraben werden muß, möglichst nahe beim Außenwasser anzuordnen, während zur Beschleunigung der Bauausführung die Austiefung am Standort gleichzeitig mit der ' Herstellung des Schwimmkörpers in der flachen Baugrube stattfinden kann.
Ist am Standort schon eine entsprechende Wassertiefe vorhanden, so wird es ebenfalls notwendig, die flache Baugrube an einer anderen Stelle zu wählen, weil nach der Erfindung gerade die Nachteile vermieden werden sollen, die mit dem Arbeiten in größeren Tiefen verbunden sind.
Durch die Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Verfahrens in verschiedenen Zeitabschnitten dargestellt. *
Wie Fig. ι zeigt, wird zunächst am Standort des Docks ein Einschnitt 2 von geringer Tiefe unter dem Wasserspiegel ausgehoben und in diesem Einschnitt der äußere Mantel 8 des Docks aufgebaut. Nachdem der Mantel vollendet ist, wird das Wasser in den Einschnitt 2 hineingelassen, und der Mantel 8, der nunmehr auf dem. Wasser schwimmt (Fig. 2), wird aus dem Einschnitte entfernt. Dann wird der Einschnitt 2 auf die erforderliche Tiefe ausgebaggert und der Mantel 8 in den Einschnitt zurückgebracht. Er wird hier teilweise mit Beton 6 gefüllt (Fig. 3) und beginnt dadurch zu sinken. Je mehr Beton 6 eingefüllt wird (Fig. 4), um so tiefer sinkt der Mantel, bis er schließlich auf dem Boden der ausgebaggerten Grube 2 aufsitzt (Fig. 5). Darauf werden die Räume 4 seitlich vom Dock mit einer Füllmasse ausgefüllt, und das Dock ist vollendet.
Wie Fig. 7 und 8 zeigen, ist der Dockmantel im Innern mit Rippen 1 ausgestattet; er bildet, wenn er vollendet ist, einen kräftigen Eisenbetonkörper. Die Seitenteile werden durch eine·1 innere und eine äußere Wand gebildet, die in geeignetem Abstand voneinander angeordnet sind. Die innere Wandfläche ist durch Längsrippen 13 versteift. Die Außenwand ist mit Platten belegt, die als Dichtung für den Beton dienen und die Gefahr des Leckwerdens durch Rissebildungen im Beton verhüten. Die Sohle und Innenseiten des Docks können mit Steinplatten 7 o. dgl. verkleidet werden.
Bevor Wasser in die Baugrube des Docks eingelassen wird, wird dessen Einfahrtsöffnung durch eine Wand 8 oder ein Tor 9 wasserdicht verschlossen, welche einstweilen durch Stahlbänder io'und 11 (Fig. 7) auf der Schwelle 12 . des Docks befestigt werden. Bei einem Dock erhält die Schwelle 12 die gleiche Höhe wie die Stapelklötze, auf denen die eingedockten Schiffe ruhen. Bei einer Schleusenkammer wird dagegen die Schwelle so niedrig wie möglich gemacht, und die Schleusentore sitzen in darin angebrachten Falzen.
Nachdem der Dockmantel bis zu dem in Fig. 3 dargestellten Maße mit Beton ausgefüllt ist, läßt man den Beton am besten erst erhärten, damit er die Beanspruchungen, die ! beim Ausfüllen der Seitenwände auftreten, [ aushält, und um die Biegungsmomente in den ! ersten Bauabschnitten zu verringern, wird die
mittlere Rippe oder das Kielschwein verhältnismäßig breit und der mittlere Teil der Sohle dicker gemacht. Durch die Ausfüllung der Sohle mit Beton wird diese befähigt, den beim tieferen Eintauchen des Docks wachsenden Druck aufzunehmen. Anstatt den Dockmantel in der zuerst hergestellten Baugrube ganz fertigzustellen, kann man ihn darin auch nur zum Teil fertigstellen und dann schwimmend herausbringen, so daß er an einem anderen Ort fertiggestellt und gleichzeitig der Einschnitt ausgebaggert werden kann. In jedem Falle muß die zuerst hergestellte Baugrube so tief sein, daß der Dockmantel darin schwimmen kann, und um dessen Tiefgang möglichst gering zu machen, wird das Gewicht des Mantels soweit wie möglich eingeschränkt. Zum Bau des Mantels dient ein Hebezeug 3.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Herstellen und Aufstellen von Trockendocks, Schiffsschleusen und ähnlichen Bauwerken, bei dem zunächst auf dem Trocknen ein schwimmfähiger Körper hergestellt, dieser zu Wasser gelassen und dann versenkt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwimmkörper in einer Baugrube von so geringer Tiefe im Trocknen gebaut wird, daß er nach Einlassen des Wassers in die Baugrube eben noch darin schwimmt, worauf nach Einlassen des Wassers in die Baugrube der Schwimmkörper schwimmend daraus entfernt und auch schwimmend wieder in eine bis zur erforderlichen Tiefe ausgehobene Baugrube eingebracht und in dieser versenkt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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