-
Verschiedene Teilnehmergruppen umfassendes Funknetz Die Erfindung
beschäftig sich mit einem verschiedene Teilnehmergruppen umfassenden Funknetz. Will
man verhindern, daß einer dieser Teilnehmergruppen zu übermittelnde Nachrichten
von anderen Teilnehmergruppen abgehört werden, so kann man diese Nachrichten vor
ihrer Aussendung in eine von der ursprünglichen Frequenzlage abweichende Frequenzlage
umsetzen und damit den auszusendenden Träger modulieren; man benutzt hierzu eine
bestimmte, der jeweiligen Teilnehmergruppe zugeteilte Umsetzungsfrequenz. An den
für den Empfang berechtigten Stellen dieser Teilnehmergruppe wird dann nach der
Demodulation die aufgenommene Nachricht durch die gleiche Umsetzungsfrequenz in
die ursprünglicheFrequenzlage zurückgesetzt. Benutzt man für ein solches Funknetz
zur Umsetzung z. B. drei bestimmte genormte Umsetzungsfrequenzen, beispielsweise
3000, 3500 und 4000 Hz, so müssen, wenn mehr als drei Teilnehmergruppen im
Funknetz vorhanden sind, eine oder mehrere dieser Umsetzungsfrequenzen mehreren
Teilnehmergruppen zugeteilt werden. Es besteht dann die Möglichkeit, daß eine Teilnehmergruppe
für eine andere Teilnehmergruppe mit gleicher Umsetzungsfrequenz bestimmte Nachrichten
abhören kann. Um hier Abhilfe zu schaffen oder überhaupt den Schutz gegen ein Abhören
von Nachrichten durch Unbefugte zu erhöhen, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen,
jeder Teilnehmergruppe, deren Gespräche nicht von anderen Teilnehmergruppen abgehört
werden sollen, mehrere Umsetzungsfrequenzen zuzuordnen, welche in
Abhängigkeit
von an den miteinander verkehrenden Stellen synchron bewegten Steuereinrichtungen
nacheinander wirksam gemacht werden und die Nachrichten an der sendenden Stelle
nacheinander in von der ursprünglichen Frequenzlage abweichende Frequenzlagen vor
der Trägermodulation umsetzen sowie an der empfangenden Stelle nach der Trägerdemodulation
von der jeweils aufgenommenen Frequenzlage in die ursprüngliche Frequenzlage zurücksetzen.
-
Zur Erläuterung der Erfindung ist in der Zeichnung ein Funknetz mit
einer zentralen Stelle, z. B. einer Kommandostelle Stl(, und mit beispielsweise
ortsbeweglichen Stellen, wie StG 1, StG 2, StG 3, StG 4
und
Std" gezeigt, welche fünf verschiedenen Teilnehmergruppen angehören. Um in diesem
Netz zu verhindern, daß für eine Teilnehmergrüppe bestimmte Nachrichten voll einer
anderen Teilnehmergruppe abgehört werden können, werden die einzelnen Nachrichten
vor der Modulation des entsprechenden Senders mittels Umsetzungsfrequenzen in von
der ursprünglichen Frequenzlage abweichende Frequenzlagen umgesetzt, und zwar dienen
hierzu jeweils mehrere Umsetzungsfrequenzen, die durch Steuereinrichtungen an den
miteinander verkehrenden Stellen nacheinander wirksam gemacht werden. Anden Stellen,
die zur Teilnehmergruppe G1 gehören, also welche der in der Zeichnung dargestellten
Stelle StGI entsprechen, werden beispielsweise in einem durch die Schaltgeschwindigkeit
der Steuereinrichtung StE1s bestimmten Rhythmus die Frequenzumsetzungseinrichtungen-
FUIs, FU2s, und FU., nacheinander wirksam gemacht, welche die Nachricht vor
der Modulation des Senders S1 aus der ursprünglichen. Frequenzläge in eine durch
die jeweils wirksame Frequenzumsetzungseinrichtung bestimmte Frequenzlage umsetzen;
hiernach erfolgt die Modulation des Senders S,. Für die wahrnehmbare Wiedergabe
einer für die Stellen dieser Teilnehmergruppe bestimmten Nachricht, die z. B. zunächst
von der Empfangseinrichtung El der Stelle StG 1 aufgenommen wird, dienen nach der
Demodulation die Frequenzumsetzüngseinrichtüngen FUle, FU., und FU", welche
in dem gleichen durch die Schaltgeschwindigkeit der Steuereinrichtung StEle bestimmten
Rhythmus nacheinander in derselben Folge wie an der sendenden Stelle wirksam gemacht
werden, dazu, die in einer zeitlich wechselnden Frequenzlage aufgenommene Nachricht
in ihre ursprüngliche Frequenzlage zurückzusetzen. Die synchrone Fortschaltung der
Steuereinrichtung StEle mit der Steuereinrichtung der sendenden Stelle kann auf
irgendeine Art erfolgen.
-
Die Nachrichtensendung bzw. Nachrichtenaufnahme an den Stellen StG2
(Teilnehmergruppe G2), StG3 (Teilnehmergruppe G3), StG4(Teilnehmergruppe G4) und
StG5 (Teilnehmergruppe G5) erfolgt in entsprechender Weise. Durch die dort vorgesehenen
Steuereinrichtungen StE2 s1 StE 3 s, StE 4 s, StE 5 s werden
bei der Nachrichtensendung die Nachrichten vor der Modulation der Sender S2, S3,
S4, S5 aus der ursprünglichen Frequenzlage nacheinander in andere durch die genannten
Steuereinrichtungen in bestimmter zeitlicher Folge wirksam gemachte Frequenzlagen
umgesetzt. Die Folge der Umsetzungsfrequenzen für die Teilnehmergruppe G2 ist durch
die Einschaltung der Frequenzumsetzungseinrichtungen FU2" FU", FU.,
bestimmt. Für die Teilnehmergruppe G3 werden zwei Umsetzungsfrequenzen nacheinander
von der Steuereinrichtung StE 3 s wirksam gemacht, und zwar unter Vermittlung
der Frequenzumsetzungseinrichtungen FUls und FU..,. Auch die Stellen der
Teilnehmergruppe G4 besitzen nur zwei nacheinander wirksam werdende Frequenzumsetzungseinrichtungen
in der Folge FU3s, FU4s. Die Stellen der- Teilnehmergruppe G5 dagegen sind mit drei
Frequenzumsetzüngseinrichtüngen ausgerüstet, die in der Folge FU4s, FU2s, FUls durch
die Steuereinrichtung StE 5 5 wirksam gemacht werden. Für die wahrnehmbare
Wiedergabe der jeweiligen Nachrichten werden nach der Trägerdemodülätion in den
Empfangseinrichtungen E2, E3, E4, E5 zeitlich entsprechend wie an der jeweiligen
sendenden Stelle nacheinander wirksam, gemachte Frequenzumsetzungseinrichtungen
zur Rücksetzung in die ursprüngliche Frequenzlage wirksam.
-
Die' in der Zeichnung dargestellte gemeinsame Kommandostelle StK ist,
falls sie mit sämtlichen der genannten Teilnehmergruppen einen Nachrichtenverkehr
aufnehmen soll, mit entsprechenden Frequenzumsetzungseinrichtungen für die Sendung
und für den Empfang ausgerüstet. Außerdem besitzt sie sowohl für die Sendung als
für den Empfang je einen Wahlschalter W5 und WE. Durch Einstellung dieser Wahlschalter
werden die verschiedenen Steuereinrichtungen StE i s, StE 2 s, StE 3,s, StE 4 s
und StE 5 s bei der Sendung und StE 1 e, StE 2 e, StE 3 e$
tE 4 e und StE 5 e beim Empfang einbeschaltet. Durch diese werden
wie an den schonbeschriebenen Stellen der verschiedenen Teilnehmergruppen dieFrequenzumsetzungseinrichtungen
FUls, FU2s; FU3s und FU4s bei der Sendung und FUIe, FU2e, FU3e und FU4e beim-Empfang
in einer durch die jeweils benutzte Steuereinrichtung bestimmten zeitlichen Folge
wirksam gemacht. Es ist verständlich, daß auch hier die jeweils bei der Sendung
benutzte Steuereinrichtung mit den Steuereinrichtungen der für die Nachrichtenaufnahme
in Frage kommenden Gruppe synchron auf irgendeine hier nicht interessierende Weise
fortbewegt wird. Es wird also z. B. bei einer Sendung von der gemeinsamen Kommandostelle
StK zur Stelle StG 1 der Teilnehmergruppe G1 die Steuereinrichtung StEls
von StK mit der Steuereinrichtung StE l e von Ste l synchron fortbewegt.
Dadurch werden dieFrequenzumsetzungseinrichtungen FUIs, FU2s und FU3s im bestimmten
Rhythmus nacheinander wirksam, und zwar sowohl an der sendenden' Kommandostelle
StK als -auch an den Stellen; die der Stelle Sta l der Teilnehmergruppe G1 entsprechen.
Sofern die Stelle StGI zur Kommandostelle StK eine Nachricht sendet, wird die Steuereinrichtung
StE" von StGI mit der Steuereinrichtung StF 1 e synchron fortbewegt, um die
erforderlichen Frequenzumsetzungseinrichtungen in der zutreffenden zeitlichen Folge
auf beiden Seiten
wirksam zu machen. Entsprechendes gilt für den
Verkehr zwischen der Kommandostelle StK und den Stellen der übrigen Teilnehmergruppen.
-
In der Zeichnung ist nur der Grundgedanke der Erfindung zur Darstellung
gebracht. In welcher Weise der Anruf der für den Empfang der Nachrichtensendung
in Frage kommenden Stellen erfolgen soll, ist nicht gezeigt, da hierfür irgendeine
geeignete Art Anwendung finden kann. Das gleiche gilt für die Aussendung der Steuermaßnahmen,
durch welche die synchrone Bewegung der Steuereinrichtungen an den miteinander verkehrenden
Stellen veranlaßt wird. So können z. B. die Steuereinrichtungen durch beim Gesprächsbeginn
oder zu einem anderen Zeitpunkt einsetzende zeitbestimmte Maßnahmen (von einem Uhrenkontakt
abhängig) bewegt werden. Die Schaltbewegung der Steuereinrichtungen kann auch durch
von der sendenden Stelle ausgesandte und in ihrem Rhythmus durch diese bestimmte
Steuerstromstöße veranlaßt werden. Die Schaltbewegung der Steuereinrichtungen, z.
B. von einem Kontakt zum anderen, kann hierbei beispielsweise gleichförmig (gleiche
Schaltgeschwindigkeit) sein, so daß jede Frequenzumsetzungseinrichtung innerhalb
einer gleich langen Zeitspanne wirksam ist. Diese Zeitspanne kann für die verschiedenen
Teilnehmergruppen verschieden lang gewählt werden. Die Schaltbewegung der Steuereinrichtungen
kann aber auch so gesteuert werden, daß die einzelnen Frequenzumsetzungseinrichtungen
während verschieden langer Zeitspannen (sich ändernde Schaltgeschwindigkeit) eingeschaltet
sind.
-
Zur Vereinfachung der Darstellung werden in dem Ausführungsbeispiel
jeweils über die verschiedenen Schaltstellungen der Steuereinrichtungen besondere
Frequenzumsetzungseinrichtungen wirksam gemacht. In der Praxis wird man aber eine
einzige Frequenzumsetzungseinrichtung benutzen und deren frequenzbestimmende Teile
in den verschiedenen Schaltstellungen der Steuereinrichtungen in der gewünschten
Weise nacheinander wirksam machen.