DE87003C - - Google Patents

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DE87003C
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naphthol
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B45/00Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/02Preparation from dyes containing in o-position a hydroxy group and in o'-position hydroxy, alkoxy, carboxyl, amino or keto groups
    • C09B45/04Azo compounds in general
    • C09B45/06Chromium compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Im D. R. P. Nr. 77552 haben wir zuerst ein Verfahren beschrieben, auf der Wollfaser echte braune Farben durch Auffärben und nachträgliche Oxydation der dort genannten ungefärbten Naphtalin-Derivate herzustellen.
Im weiteren Verlaufe unserer Untersuchungen haben wir nun gefunden, dafs sich auch die vom a-Naphtol ableitenden Azofarbstoffe nach dem gleichen Verfahren auf der Wollfaser mit Chromsäure oxydiren lassen und hierbei ebenfalls werthvolle, schön braun bis rothbraun gefärbte Verbindungen liefern, welche sich durch hervorragende Echtheits-Eigenschaften auszeichnen.
Dieser werthvolle Effect ist durch die Constitution der α-Naphtolazofarbstoffe bezw. durch das a-Naphtol bedingt und tritt bei allen Combinationen auf, doch wird der Grad der erzielten Aenderung in Bezug auf Nuance und Echtheit von der Art der verwendeten Base insofern beeinflufst, als gewisse Combinationen bei der nachträglichen Oxydation besonders echtes Braun liefern, während bei anderen der Grad der erzielten Aenderung die praktische Ausführung des Verfahrens nicht lohnend erscheinen läfst. Als besonders geeignet haben sich nach unseren Untersuchungen die im Patent-Anspruch genannten a-Naphtolazofarbstoffe erwiesen.
Das Patent Nr. 52182 der Farbenfabriken vorm. Fr. Bayer & Co. in Elberfeld steht mit dem neuen Verfahren in keinem Zusammenhange: dort handelt es sich um die Fixirung gemischter Te tr azo-Farbstoffe, welche Salicylsäure oder Kresol-Carbonsäuren enthalten, mit Hülfe von Chromsalzen. Das Wesen des dort patentirten Verfahrens ist eine einfache Lackbildung auf der Faser, gegründet auf die durch Kostanecki bekannt gewordene Regel, dafs Farbstoffe, welche Hydroxyl- und Carboxylgruppen in Ortho-Stellung enthalten, beizenziehend sind; dafs in den bei diesem Verfahren angewendeten Tetrazofarbstoffen als zweite Componente a-Naphtol s u If ο säuren angewendet sind, ist für den Zweck der Fixirung mit Chromsalzen gänzlich nebensächlich, wie schon daraus erhellt, dafs im Patent-Anspruch neben den a-Naphtol- auch die ß-Naphtolsulfosäuren genannt sind.
Bei unserem Verfahren handelt es sich um eine Oxydation einfacher Azofarbstoffe, welche a-Naphtol als Componente enthalten, mit Chromaten auf der Faser; ein Vorgang, welcher von einer Lackbildung grundsätzlich verschieden ist. Unsere-weiter in der Beschreibung genannten α - Naphtolfarbstoffe führen, in der üblichen Weise auf mit Chrom vor gebeizter Wolle gefärbt oder mit Chromoxydsalzen (wie essigsaurem Chrom) gedruckt, überhaupt zu keinen echten oder neuen Färbungen, da sie die Fähigkeit, Lacke zu bilden, überhaupt nicht besitzen. Erst wenn man sie auf der Wollfaser mit Chromsäure oder Chromaten (in genau derselben Weise wie es beim Haupt-Patent geschieht) behandelt, findet eine — für unser Verfahren charakteristische — Oxydation statt, welche die unechten α - Naphtol-Azofarbstoffe in hervorragend echte braune Farben überführt.
Was nun die beiden Patente Nr. 66838 und 67240 betrifft, so bestehen zwischen dem Verfahren dieser Patente und unserem Verfahren gleichfalls principielle Unterschiede.
Erstens erzeugen wir nach dem patentirten Verfahren, sowie dem des Haupt-Patentes braune Färbungen auf der Wollfaser, während nach dem Verfahren der Gesellschaft für Chemische Industrie schwarze Farbtöne erzielt werden. Schon dieser Unterschied bedingt einen gänzlich verschiedenen Effect in der Färberei-Industrie und Verwendung.
Zweitens ist der Unterschied in der Zu-
OH
SO3H
Allgemeine Formel der in den beiden
Patenten Nr. 66838 und 67240 verwendeten Farbstoffe.
Es war auch nach Bekanntwerden der beiden Patente Nr. 66838 und 67240 durchaus nicht vorauszusehen, dafs die orangen a-Naphtolfarbstoffe, bei denen die Azogruppe zum Hydroxyl in Parastellung. steht, überhaupt mit Oxydationsmitteln so reagiren, wie die rothen Azofarbstoffe, welche sich von den a-Naphtolsulfosäuren ableiten und deren Azogruppe in Ort ho-Stellung zum Hydroxyl steht. War es demnach schon überraschend, dafs Chromate oxydirend auch auf die so verschieden constituirten α - Naphtolazofarbstoffe einwirken , so ist auch überdies der erzielte Effect, die Erzeugung eines echten Braun auf der Wollfaser, ein total verschiedener und neuer.
Beispiel:
Dunkelbraun auf 100 kg Merino.
Man bestellt einen passenden Bottich mit 2 bis 3 cbm Wasser, fügt die Lösung von 4 kg des Farbstoffs aus diazotirter Naphtionsäure und a-Naphtol, ferner 4 kg Schwefelsäure und 10 kg Glaubersalz zu, geht mit dem vorher gereinigten und genetzten Merino bei ca. 50° C. ein und treibt zum Kochen, wodurch der Stoff orange gefärbt wird. Nach 3/i stündigem Kochen fügt man 3 kg Kaliumbichromat zu und läfst nochmals 3/4 Stunden kochen, wobei die Farbe nach und nach in ein tiefes schönes Dunkelbraun übergeht. Der technische Effect ist überraschend; die so erzielte Färbung ist echt gegen Alkalien jeder Art in der Walke und Wäsche, sowie auch gegen Säuren, während die Färbung vor dem Zusätze des Kaliumbichromats äufserst säure- und alkali-empfmdlich war. Statt die Oxysammensetzung der bei den beiden Verfahren verwendeten Azofarbstoffe aufserordentlich grofs. Nicht nur, dafs wir Farbstoffe verwenden, welche als zweite Componente (als Phenol) a-Naphtol enthalten, während nach dem Verfahren der Gesellschaft für Chemische Industrie Azofarbstoffe verwendet werden, welche als zweite Componente a-Naphtol-Sulfosäuren (und zwar 1 · 4 und 1 ■ 5 a-Naphtolmonosulfosäure und 1-4-8 a-Naphtoldisulfosäure) enthalten; auch der innere Bau der verwendeten Farbstoffe ist ein total verschiedener, wie aus den beiden Formelbildern zu ersehen ist:
OH
N=N-R Allgemeine Formel der von uns verwendeten a - Naphtol-Farbstoffe.
dation in demselben Bade vorzunehmen, kann man auch in einem zweiten Bade mit Kaliumbichromat mit oder ohne Säurezusatz die Farbe entwickeln.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung alkali-, walk-, kalk- und lichtechter Farbstoffe auf der Wollfaser, dadurch gekennzeichnet, dafs die einfachen Azofarbstoffe, welche bei der Combination des a-Naphtols mit den Diazoverbindungen der nachgenannteh Amidosulfosäuren entstehen:
    a-Naphtolfarbstoff aus diazotirter a-Naphtylaminsulfosäure 1 ■ 2, 1-4, 1 · 5, 1 · 6, 1-7, 1-8;
    a-Naphtolfarbstoff aus diazotirter a-Naphtylamindisulfosä'ure 1-2-5, x ■ 4 ■ 6, 1-4-7;
    a-Naphtolfarbstoff aus diazotirter ß-Naphtylaminsulfosäure 2-5, 2-6, 2-7, 2 · 8; a-Naphtolfarbstoff aus diazotirter Amido-
    naphtolmonosulfosäure G 2-8-6, R 2 · 3 · 8; a-Naphtolfarbstoff aus diazotirter Amido-
    naphtoldisulfosäure D. R. Patent Nr. 53023 2 · 3 · 6 ■ 8, H ι · 8 · 3 · 6;
    a-Naphtolfarbstoff aus diazotirter Nitronaphtionsäure,
    a-Naphtolfarbstoff aus diazotirter Njtroa-naphtylaminsulfosäure 1-5 nach der üblichen Weise auf Wolle, und zwar lose, in Gespinnsten und Geweben im sauren Bade aufgefärbt und hierauf auf der Faser im selben oder in einem zweiten Bade mit Chromsäure, Chromaten oder Bichromaten behandelt werden.
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