DE869919C - Verfahren und Vorrichtungen zum Einstellen des jeweils erforderlichen Fadenzugverhaeltnisses an Spindeln von Spinn- und Zwirnmaschinen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtungen zum Einstellen des jeweils erforderlichen Fadenzugverhaeltnisses an Spindeln von Spinn- und Zwirnmaschinen

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DE869919C
DE869919C DEA13271A DEA0013271A DE869919C DE 869919 C DE869919 C DE 869919C DE A13271 A DEA13271 A DE A13271A DE A0013271 A DEA0013271 A DE A0013271A DE 869919 C DE869919 C DE 869919C
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    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H13/00Other common constructional features, details or accessories
    • D01H13/10Tension devices

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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtungen zum Einstellen des jeweils erforderlichen Fadenzugverhältnisses an Spindeln von Spinn- und Zwirnmaschinen Die Erfindung betrifft ein Verfahren und verschiedene Vorrichtungen zum Einstellen des jeweils erforderlichen Fadenzugverhältnisses an Spindeln von Spinn- und Zwirnmaschinen.
  • Bei Spinn- und Zwirnmaschinen bekannter Bauart, wie Glocken-, Flügel-, Ringspinn- und Ringzwirnmaschinen, stehen die Fadenführungsorgane, d. h. Glocke, Flügel oder Läuferring, zum Fadenaufwickelorgan, d.h. zur Spule oder Hülse, in einem der Beschaffenheit der zu verarbeitenden Faser, ihrer Verwendung und den durch die Fabrikation gegebenen Geschwindigkeiten angepaßten Verhältnis, das den auf den Faden während des Aufwindens ausgeübten Zug bestimmt. Innerhalb der Fabrikation trägt man der Notwendigkeit, den Fadenzug mit Rücksicht auf den Einfluß ,der erwähnten Faktoren hin und wieder zu verändern, häufig dadurch Rechnung, daß man z. B. verschiedene Maschinengruppen für unterschiedlich feine Garnnummern einrichtet. Die den verschiedenen Garnnummern entsprechenden verschiedenenFadenzugverhältnisse sind durch das Verhältnis der Durchmesser der Fadenaufwickelorgane zum Durchmesser der Umlaufbahn der Fadenführungsorgane gegeben.
  • Sobald die Beschaffenheit der Fasern oder ihr Verwendungszweck sich aus irgendwelchen Gründen ändert, steht man vor der Aufgabe, die Maschine den geänderten Bedingungen anzupassen, d. h. entweder die Fadenführungs- oder die Fadenaufwickelorgane zwecks Herbeiführens des erforderlichen Fadenzuges gegen anders bemessene auszuwechseln. Beide Manipulationen sind angesichts der Vielzahl der auszutauschenden Teile äußerst zeitraubend und erfordern zudem. eine umfangreiche Lagerhaltung an Fadenführungs- und -aufwickelorganen verschiedenster Größe und Durchmesser. Der Erfindung liegt die. Aufgabe zugrunde, das Einstellen des Vadenzüges zu -erleichtern,- d. h. die Maschine schnell und unter Zuhilfenahme von nur wenigen, leicht zu beschaffenden und zu bedienenden Hilfsmitteln auf jedes gewünschte Fadenzugverhältnis ein- und umzustellen. Durch die Erfindung soll nicht nur eine universelle Anwendung ein und derselben Maschine für die unterschiedlichsten Fadenzugverhältnisse, sondern auch die Anpassung unterschiedlicher Maschinen an ein und dasselbe Fadenzugverhältnis ermöglicht werden. Sie gestattet sogar eine Änderung dieses Verhältnisses an der laufenden Maschine.
  • DieErfindungbesteht darin, daß auf die einzelnen Spindeln je nach gewünschter Garnnummer oder je nach Durchmesser der Umlaufbahn des vorhandenen Fadenführungsorgans (Läufer) mehrereAufwick elorgane (Hülse) zu <einem Satz übereinandergesteckt werden.
  • Die Vorrichtung nach der Erfindung besteht aus einem Satz teleskopartig ineinander passender Fadenaufwickelorgane (Hülsen oder Spulen). Zweckmäßig sind, einem besonderen ' Erfindungsmerkmal entsprechend, die Außendurchmesser .der ineinander passenden Fadenaufwickelorgane jeweils um die doppelte Wandstärke von Hülse zu Hülse abgestuft, wobei diese Durchmesserdifferenz vorteilhafterweise in einem ganzzahligen Verhältnis zur Durchmesserdifferenz der Umlaufbahnen der jeweils verwendeten Fadenführungsorgane (Läufer) stehen kann.
  • Durch diese Maßnahmen ergeben sich nicht nur einheitliche Wandstärken für die Aufwickelkörper, sondern die Fadenzugverhältnisse können auch in den bisher üblichen Abstufungen beibehalten werden. Je nach den zur Verfügung stehenden Spindelbauarten werden die ineinander passenden Fadenaufwickelorgane kegelige oder zylindrische Gestalt aufweisen. Zwecks guter Haftung aufeinander müssen die einzelnen Aufwickelorgane im Reibeingriff miteinander stehen. Das kann durch besondere Reibbeläge oder auch durch an sich bekannte zylindrische oder schraubenförmige Umfangsrillen an der Oberfläche der einzelnen Aufwickelkörper geschehen. Ist die Innehaltung bestimmter Kötzergewichte bei Aufwickelkörpern verschiedener Durchmesser erforderlich, so können gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung die einzelnen, zu einem Satz übereinandergesteckten Hülsen in ihrer Länge derart abgestuft bemessen sein, daß dem geringsten Durchmesser die geringste Länge des Aufwickelkörpers entspricht. Schließlich können die einzelnen Aufwickelorgane des Satzes auch eine den jeweiligen Durchmesser kennzeichnende unterschiedliche Farbe aufweisen, um an Hand der Farben eine schnelle Auswahl und Zusammenstellung der 'Aufwickelorgane zu ermöglichen.
  • Während durch die Erfindung schon in vorteilhafter Weise die Lagerhaltung unterschiedlichster Spindeln und Aufwickelorgane, wie Hülsen oder Spulen, auf ein erträgliches Maß herabgesetzt wird, gestatten es die besonderen Kombinationsmöglichkeiten der den Satz bildenden Einzelaufwickelorgane in gesetzmäßigem Zusammenwirken mit den Fadenführungsorganen, alle diejenigen Vorteile zu entwickeln, die ein schnelles Anpassen des Fadenzugverhältnisses an die- sich ändernden Grundbedingungen, wie Faserbeschaffenheit, Änderung der Garnnummer usw., mit sich bringen.
  • Die Zeichnung veranschaulicht die Vorrichtung nach der Erfindung an einigen Ausführungsbeispielen. Es zeigt Abb. i eine Vorrichtung gemäß Erfindung im Längsschnitt und im Grundriß, Abb.2 eine andere Ausführungsform in teilweisem Längsschnitt und im Grundriß, Abb.3 einen Längsschnitt durch eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung, Abb. q. und 5 schematisch die Veränderlichkeit des Fadenzugverhältnisses bei verschiedenen Durchmessern der Aufwickelorgane, Abb.6, 7 und $ die Anwendung einer Vorrichtung gemäß Erfindung im Betriebe, und zwar jeweils im Längsschnitt und im Grundriß, . Abb. g a, g b, g c Beispiele weiterer Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung in schematischem Grundriß, Abb. ioa, iob, ioc noch andere Anwendungsbeispiele in gleicher Darstellung wie Abb. g, Abb. i i und 12 Längsschnitte durch Spindeln verschiedener Bauart und Abb. Beinen Längsschnitt durch die Spindeln einer Flügelspinnmaschine. ' Gleiche Bezugszeichen bezeichnen in den Abbildungen gleiche Teile.
  • Die Vorrichtung nach der Erfindung begteht im allgemeinen aus einem Satz mehrerer, zur Aufnahme von Fäden oder Fasersträngen bestimmter Aufwickelkörper, die teleskopartig ineinander passen. In Abb. i sind es fünf konische Hülsen i, 2, 3, q. und 5, die den Satz bilden und aus Holz, Metall, Pappe, imprägniertem Papier, Kunstharzpreßstoffen oder beliebigen anderen geeigneten Werkstoffen bestehen können.
  • Abb.2 veranschaulicht einen zylindrischen Spulenansatz, der aus fünf teleskopartig ineinander passenden Spulen zusammengesetzt ist. In beiden Fällen sind die Durchmesser der Hülsen bzw. Spulen jeweils so gewählt, da3 die Differenz der Außendurchmesser einer Hülse oder Spule und der nächstfolgenden inneren oder äußeren Hülse oder Spule stets die gleiche ist, so daß alle Hülsen oder Spulen die gleiche Wandstärke haben. Das vereinfacht die Herstellung und hat in Verbindung mit der erfindungsgemäß erfolgenden Anwendung der Satzhülsen oder -spulen bestimmte, unten erläuterte Bedeutung.
  • Die Hülsen oder Spulen i bis 5 haben jede eine andere Farbe, so daß jedem Hülsen- bzw. Spulendurchmesser eine bestimmte Farbe zugeordnet ist. Natürlichkann dieDurchmesserkennzeichnung auch anders erfolgen, z. B. durch Aufdruck einer Zahl oder eines Zeichens, doch ist die unterschiedliche Farbgebung für den Massenbetrieb einer Spinnerei die einfachste. Besondere betriebliche Bedingungen können das Einhalten eines bestimmten Kötzergewichtes vorschreiben. In diesen Fällen würden Aufwickelkörpergrößeren Durchmessers bei gleicher Wickelhöhe nicht die gleiche Fadenlänge aufnehmen können wie die Aufwickelkörper geringeren Durchmessers. Man verwendet daher vorzugsweise einen Hülsen- oder Spulensatz, bei dem die einzelnen Aufwickelkörper verschiedene Länge haben. Das ist z. B. bei dem Hülsenansatz nach Abb. 3 der Fall, bei dem die Hülse 6 mit dem geringsten Durchmesser auch die- kleinste Länge hat, während die Hülsen 7, 8, 9 und io eine mit zunehmendem Durchmesser wachsende Länge aufweisen.
  • Mit solchen teleskopartig übereinandergesteckten Aufwickelkörpern (Spülen oder Hülsen) lassen sich an Spinn- und Zwirnmaschinen die verschiedensten Wirkungen erzielen, die an Hand der schematischen Darstellungen nach Abb. q. und 5 verständlich werden.
  • In Abb. q. und 5 bezeichnet R den Radius des Kreises, den ein Fadenführungsorgan i i, z. B. ein Flügel bei einer Flügelspinnmaschine oder der Läufer bei einer Ringspinnmaschine, um das Fadenaufwickelorgan, eine Spule oder Hülse i2 mit dem Radius r bei sich drehender Spindel 13 beschreibt. Das Fadenzugverhältnis ergibt sich aus der Beziehung sin wobei a der von der Fadentangente 1,. und vom Radius R eingeschlossene Winkel ist. Es ist klar, daß der Übergang von feinem Garn auf grobes Garn auch ein anderes Fad@enzugverhältnis bedingt; denn feineres Garn muß geringeren Zug erhalten als gröberes Garn. In diesem Falle steckt dann der Spinner auf die Spindel 13 eine Hülse 12' (Abb. 5) mit größerem Radius r' und erhält dann das gewünschte Fadenzubverhältnis sin Das gleiche Ergebnis könnte auch durch Auswechseln des Fadenführungsorganes i i gegen ein solches mit größerem Umlaufradius R' bei gleich großem Radius r des Aufwickelorgans 12 erzielt werden Der Spinner muß also die Spindel 13 entweder mit anderen Hülsen 12 bestecken, oder er muß die Fadenführungsorgane i i bzw. den Läuferring 15 auswechseln. Hat er verschiedene Maschinengruppen, die auf unterschiedliche Garnnummern eingestellt sind, so muß er auch diese umstellen, wenn Partien gleicher Nummer auf allen Maschinen begehrt werden. Wie dem auch sei, auf jeden Fall sind außerordentlich zeitraubende Manipulationen erforderlich, wenn aus irgendwelchen Gründen ein Verändern des Fadenzugv erhältnisses angezeigt erscheint. Hier schafft nun die Erfindung Wandel.
  • Durchwahlweises Aufstecken eines oder mehrerer Aufwickelkörper (Spulen oder Hülsen) nach der Erfindung auf ein und dieselbe Spindel oder auch auf Spindeln verschiedener Bauart lassen sich in kürzester Zeit, ja selbst bei laufender Maschine, die Fadenzugverhältnisse in beliebiger Weise variieren. Die Variationsmöglichkeiten werden noch erweitert, wenn man auch die Radien R der Fadenführungsorgane (Läuferringe, Flügel, Glocken) ändert. Hierfür bieten Abb.6 bis io einige ausgewählte Beispiele.
  • Gesetzt den Fall, auf einer Ringspinnmaschine mit Spindel 13 (Abb. 6) sei ein Faden 16 grober Garnnummer zu spinnen, der einen verhältnismäßig schwachen Aufwickelkörper erfordert, so wird man auf die Spindel 13 etwa die Hülse i des Hülsensatzes nach Abb. i aufstecken. Damit würde man einen dem gewünschten Fadenzugverhältnis entsprechenden Fadeneinlaufwinkel ß erzielen. Soll die Maschine auf einen Faden 16' mittlerer Garnnummer umgestellt werden, ohne daß der Läuferring 15 geändert wird, so ist es lediglich erforderlich, auf die Hülse i eine oder zwei weitere Hülsen 2 oder 3 (Abb. 7) aufzustecken, um den Einlaufwinkel ß' und damit das Fadenzugverhältnis zum Erzielen eines verminderten Fadenzuges zu verändern. Bei weiterer Verfeinerung des Garnes 16" braucht dann in gleicher Weise wie bei Abb. 7 nur die Anzahl der Aufsteckhülsen entsprechend vermehrt zu werden (Hülsen q. und 5), um das neue, für Feingarn passende Zugverhältnis zu erhalten, das sich durch den Winkel ß" ausdrückt (Abb. 8).
  • Es ist ersichtlich, daß das Hülsenaufstecken außerordentlich rasch, sogar bei laufender Maschine, vonstatten gehen kann, wenn die Beschaffenheit der Fasern beispielsweise eine Änderung des Winkels ß ratsam erscheinen läßt. Irgendwelche Änderungen am Fadenführungsorgan oder Läuferring 15 sind dabei nicht erforderlich.
  • Hat man Maschinen, die gruppenweise mit Fadenführungsorganen oder Läuferringen unterschiedlichen Umlaufdurchmessers eingerichtet sind, so kann man auf ihnen auch je nach Bedarf unterschiedliche oder gleiche Fadenzugverhältnisse herstellen. So z. B. sind in Abb. 9 und io drei Maschinengruppen versinnbildlicht, deren jede mit von den anderen unterschiedlichen Fadenführungsorganen arbeitet, d. h. in Abb. 9a bzw. ioa ist der Umlaufdurchmesser des Fadenführers bzw. Läuferringes 15 größer als derjenige des Fadenführers bzw.Läuferringes 15' in Abb.9 bzw. i ob, und dieser wird größer als der Umlaufdurchmesser des Fadenführers bzw. Läuferringes 15" in Abb.9c bzw. ioc. Werden auf allen drei Maschinengruppen unterschiedliche Fadenzugverhältnisse etwa für grobe ß, mittlere ß' und feine Garnnummer ß" gewünscht, so kann man in allen drei Fällen etwa mittels ein und derselben Aufsteckteile 2 des Hülsensatzes gemäß Erfindung das gewünschte Ergebnis erzielen. Sollten die Spindelbauarten dem Durchmesser nach voneinander abweichen, so besteht selbst dann noch die Möglichkeit zu einem Ausgleich durch Verwenden von Zwischenhülsen (i in Abb. yc gestrichelt angedeutet).
  • Sollten dagegen auf allen drei Maschinengruppen einheitliche Fadenzugverhältnisse geschaffen werden, so brauchen gemäß Abb. io nur Hülsen verschiedener Durchmesser in verschiedener Anzahl auf die Spindeln 13 aufgesteckt zu werden, z. B. drei Hülsen 1, 2 und 3 auf Maschinengruppe entsprechend Abb. ioa, zwei Hülsen i und 2 auf Maschinengruppe entsprechend Abb. lob und eine Hülse auf Maschinengruppe entsprechend Abb. io c.
  • Es ist zweckmäßig, die Durchmesser der Satzhülsen in ein bestimmtes Verhältnis zueinander und zu den Durchmessern der gebräuchlichen Fadenführungsorgäne zu bringen, um eine praktisch brauchbare Abstufung des Fadenzugverhältnisses zu schaffen, Die Durchmesserdifferenz der einzelnen Hülsen kann beispielsweise 2,5 mm betragen, ihre Wandstärke mithin 1,2,5 mm. Beträgt dann die Differenz der Umlaufdurchmesser R der Fadenführungsorgane bzw. Läuferringe beispielsweise 5 mm, wie sie bei Läuferringen von Ringspinnmaschinen üblich ist, so sind die Fadenzugverhältnisse leicht errechenbar. -Gegebenenfalls können sie dann tabellarisch mit den zugehörigen Werten von r und R zusammengestellt werden.
  • Durch farbliche Kennzeichnung der einzelnen Satzhülsen 1, 2, 3, q. und 5 werden die Auswahl und das Aufstecken der für bestimmte Fadenzugverhältnisse benötigten Hülsen erheblich beschleunigt.
  • Die Erfindung hat einen noch weiteren Anwendungsbereich, wenn es gilt, Spindeln unterschiedlicher Bauart zum Spinnen mit gleichem Fadenzugverhältnis zu verwenden. Abb. i i und 12 machen das augenfällig. Abb. ii zeigt z. B. eine Spindelbauart mit verhältnismäßig starker Spindel 17, während Abb. 12 eine schlanke Aufsteckspindel 13 wiedergibt. Will man beide Spindeln bei Maschinen mit gleichem Umlaufdurchmesser R des Fadenführungsorgans bzw. des Läuferringes verwenden, so steht dem nichts im Wege, indem man die Durchmesser y der Aufsteckhülsen gemäß Erfindung gleichmacht. Das bedeutet aber, daß für die starke Spindel 17 nach Abb. i i nur eine Aufsteckhülse 3 mit dem Radius r gewählt wird, während bei der schlanken Spindel 13 nach Abb.12 noch zwei Zwischenhülsen i und 2 auf die Spindel 13 aufgesteckt werden, ehe die eigentliche Hülse 3 mit dem Radius r Platz findet.
  • Die Erfindung läßt sich bei anderen als den schon dargestellten Maschinen in analoger Weise anwenden. Abb. 13 zeigt z. B. einen Spulensatz 18, i9, 2o für Flügelspinnmaschinen, bei dem die einzelnen, teleskopartig übereinandergesteckten Spulen noch durch weitere Spulen größerer Durchmesser ergänzt werden können. Die Mitnahme der Spulen kann hier durch besondere Mitnehmer 21 erfolgen, die in entsprechende Schlitze am Spulenfuß eingreifen. Damit die Hülsen oder Spulen, wenn sie zu mehreren übereinander auf den Spindeln stecken, sich nicht gegeneinander verdrehen können, stehen sie in Reibeingriff miteinander, der durch auf der Hülsenaußenfläche vorgesehene. Rillen 22 bekannter Art (Abb.2) verstärkt werden kann. Natürlich sind auch reibende Auflagen aus Faserstoffen oder sbgnsolche Zwischenlagen zwischen den einzelnen 11ülsen -denkbar. Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die dargestellten Anwendungsbeispiele. Es sind Abwandlungen der Hülsen- und Spulenformen sowie Kombinationen mit den verschiedensten Spindelbauarten und Fadenführungsorganen denkbar, ohne daß dadurch der Rahmen der Erfindung verlassen werden iviirde.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Einstellen des jeweils erforderlichen Fadenzugverhältnisses an Spindeln von Spinn- und Zwirnmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß auf die einzelnen Spindeln (13) .je nach gewünschter Garnnummer oder je nach Durchmesser der Umlaufbahn des vorhandenen Fadenführungsorgans (Läufer ii) mehrere Aufwickelorgane (Hülsen 1, 2, 3, ¢ und 5) zu einem Satz übereinandergesteckt werden. .
  2. 2. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen Satz teleskopartig ineinander passender Fadenaufwickelorgane (Hülsen 1, 2, 3, q. und 5).
  3. 3. Vorrichtung-nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,, daß die Außendurchmesser der ineinander passenden Fadenaufwickelorgane (Hülsen 1, 2, 3, q. und 5) jeweils um die doppelte Wandstärke von Hülse zu Hülse abgestuft sind. q.
  4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchmesserdifferenz der ineinander passenden Fadenaufwickelorgane (Hülsen 1, 2, 3, ¢ und 5) in einem ganzzahligen Verhältnis zur Durchmesserdifferenz der Umlaufbahnen der jeweils verwendeten Fadenführungsorgane (Läufer i i) steht.
  5. 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis q., dadurch gekennzeichnet, daß die ineinander passenden Fadenaufwickelorgane kegelig sind (Hülsen 1, 2, 3, q. und 5).
  6. 6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis q., dadurch gekennzeichnet, daß die ineinander passenden Fadenaufwickelorgane zylindrisch sind (Hülsen 18, i9 und 2o).
  7. 7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die zu einem Satz übereinandergesbeckten Hülsen (1, 2, 3, q. und 5) im Reibeingriff miteinander stehen. B.
  8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen, zu einem Satz übereinandergesteckten Hülsen (6, 7, 8, 9 und io) in ihrer Länge derart abgestuft bemessen sind, daß dem geringsten Durchmesser die geringste Länge entspricht.
  9. 9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Aufwickelorgane je nach ihrem Durchmesser unterschiedlich gekennzeichnet sind.
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