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Anordnung bei Schiffsschrauben mit drehbaren Flügeln und ölgefüllter
Nabe Bei Schiffsschrauben mit drehbaren Flügeln wird die Nabe in der Regel mit Öl
unter Druck gefüllt gehalten, eventuell mit zirkulierendem Öl, um Eindringen von
Seewasser in die Nabe zu hindern. Die Erfindung betrifft Anordnungen für Zufuhr
und Fortleitung von Öl zu und von der Nabe biei Schiffsschrauben, deren Nabe mit
zirkulierendem Öl gefüllt ist.
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Gemäß der Erfindung wird der Fortleitungskanal für das Öl so, angeordnet,
daß sein Einlauf nahe der Wand der Nabe an einer Stelle liegt, wo, die Wand einen
maximalen Abistand von. der Mittellinie der Nabe hat. Hierdurch wird erreicht, daß
eventuell in die -Nahe eingeströmtes Seewasser,- das sich wegen der Zentrifugalkraft
bei der Drehung des Propellers immer nahe der Peripherie der Nabe ansammelt, durch
den Fortleli,tungskanal entfernt wird., so da:ß keine; größere Ansammlung von Seewasser
stattfinden. wird.
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Die Erfindung betrifft weiter Anordnungen bei den Ölkanälen oder-leitungen
zwischen:derSchraube und der Ölpumpe.
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Wo der in der Nabe angeordnete Mechanismus für das Drehen der Schraubenflügel
mittels einer hin und h"-,r verschiebbaren, durch eine Bohrung in der Schraubenwelle
geführten Stange bedient wird, können gemäß der Erfindung der Raum zwischen der
Bohrung und der Stange und axiale
Bohrungen in den Wellenbüchsen
des Stevenrohres oder axiale Rillen in den Stevenroh rbüchsen oder in der Welle
für die Zufuhr und Forbleitung des Öles zu und von der Nabe dienen. Vorzugsweise
wird der Raum zwischen der Bohrung und der Stange für die- Zuleitung und die genannten,
Bohrungen. oder axiale Rillen in den Büchsen fü!r die Förtleitung des Öles angewendet.
Die Kanäle für Zuleitung und Fortleitung des. Öles: können auch mittels eines um
die Bediernungsstange angeordneten Rohres gebildet werden, dessen innerer Durchmesser
größer als der Durchmesser der Stange und dessen äußerer Durchmesser kleiner als,
der Durchmesser der Bohrung in der Welle ist, indem der Räum zwischen der Stange
und dem Rohr und der Raum zwischen dem Rohr und der Bohrung als Ölleitungen dienen.
Vorzugsweise wird der Raum zwischen der Stange und dem Rohr für Zufuhr und der Raum
zwischen dem Rohr und. der Bohrung für Fortleitung des Öles angewendet.
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Das Öl könnte auch durch eine Bohrung in der Biedienungsstange zu
oder vom. der Nabe geleitet werden, was. aber nicht günstig ist, da die hierbei
notwendigen radi'al'en Bohrungen in der Stange diese erheblich schwächen würden.
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Die für die Ölleitungen notwendigen radialen oder schrägen Bohrungen.
in der Welle können gemäß der Erfindung an Stellen: angeordnet werden., wo die Welle:
nicht oder nur in kleinem Grade auf Drehung beansprucht wird. Zu diesem Zweck können
diese radialen oder schrägen Bohrungen oder radiale Rillen in der Endfläche der
Welle innerhalb und nahe dein vorderen Ende der Nabe einer losnehmbaren Kupplung
auf der Welle angeordnet werden,. wo, die Welle selbst nicht besonders auf Drehung
beansprucht ist und diese Bohrung oder Rillen mit Bohrungen in -der Kupplung in
Verbindung stehen.
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Der ölzufdihrring auf der Welle wird zweckmäßig vor einer Kupplung.,
die entfernt werden muß, um das Ausziehen der Schraubenwelle nach hinten zu ermöglichen,
angebracht, so daß es nicht notwendig isst, den Ring und: die Ölleitungen zu demselben
zu demontieren, wenn die Propellerwelle herausgezogen werden soll.
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Die Zeichnung zeigt in senkrechtem Schnitt zwei Ausführungsformen
der Anordnung gemäß der Erfindung; angewendet für Schrauben, bei denen der Mechanismus:
für Drehung der Fl.Ügel mittels. einer in einer Bohrung in der Welle hin und` her
verschiebbaren Stange bedient wird.
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Fig. i zeigt eine Anordnung, wo die Zufuhr des Öles zur Nabe durch
den Raum zwischen :der Bedienungsstange und der Bohrung in der Welle geschieht und
die Fortleitung des Öles durch Längsrillen in: den Stevenrohrbüchsen für die Schraubenwelle,
und Fig, 2 zeigt eine Anordnung, wo ein. Rohr um die Bedienungsstange herum angeordnet
ist, indem der Raum zwischen der Stange und dem Rohr für die Zufuhr und der Raum
zwischen dem Rohr und der Bohrung in der Welle zur Fortleitung des Öles dient. In
beiden, Figuren bezeichnet i die Propellernabe, 2- einen Propellerflügel und 3 einen.
Mechanismus, für Drehung des Flügels:, bedient mittels der Stange 4, die durch die
Bohrung 5 für der Propellerwelle 6 geführt ist.
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Bei beiden Ausführungsformen wird das Öl durch eine Bohrung 7 in dem
Material der Nabe von der Nabe fortgeleitet. Der Einlauf der Bohrung ist aal der
Nabenwand an einer Stelle, wo diese ihren größten Abstand von der Mittellinie der
Nabe hat, gelegt. Anstatt einer Bohrung kann ein Rohr, das an dieser Stelle ausmündet,
angewendet werden.
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Bei der in Fig. i gezeigten Ausführungsform wird das Öl zu der Nabe
durch den Raum zwischen der Bedienungsstange 4 und der Bohrung S in der Welle geleitet
und das, Öl durch die genannte Bohrung 7, durch. die mit dieser kommunizierenden
Rillen 8., 9 in den Büchsen io@ bzw. i i in derWellenhülse (Stevenrohr) 12 und zu
einem Raum 13 zwischen; dem Ende der Hülse 12, und einem Dichtungsring 14 auf der
Welle fortgeleitet. Von hier strömt das ö1 durch einen Kontrollbehälter 15
zu einem ölbrunnen 17, aus welchem die Ölpumpe 16 saugt. Der Behälter 15
dient zum Ausscheiden von eventuell mit dem von der Nabe kommenden Öl mitgeführtem,
Seewasser, indem der Abfluß 18 für das. Öl verhältnismäßig hoch in dem Behälter
angeordnet und ein Abzapfhahn i9 für Seewasser nahe .dem. Boden des Behälters, angeordnet
ist.
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Bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform ist ein Rohr 2o um die
Bieidienungsstan:ge 4 angebracht, und das. Öl wird von der Pumpe durch den Zwischenraum
zwischen der Stange und dem genannten, Rohr zur Nabe geleitet und durch die Bohrung
7 und den mit dieser kommunizierenden Zwischenraum zwischen dem Rohr 2o und der
BohrUng 5 in der Welle fortgeführt und schließlich durch die Bohrung 21 in der Welle
und 22 in der Kupplung 3'2i zum- Ring 24 und zurück zum Brunnen 17, aus welchem
die Ölpumpe 16 saugt.
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Die Bohrung 33 ist in der Propellerwelle im vorderen Teil der Kupplungsmuffe,
3-2. angeordnet, wo die Welle selbst nicht oder nur sehr wenig auf Drehung beansprucht
wird.
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35 ist ein Gravitationstank (Schmieröltank) für Zufuhr von Schmieröl
zu den Stevenrahrbüchsjen der Welle.
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Die Zufuhr von Drucköl geschieht bei beiden Ausführungsformern von
der Pumpe 16 durch die Leitung 2-5 zum Oleinführungsring 26 auf der Zwischenwelle
2,7. Eine Erweiterung 28 auf dieser Welle bildet dien Zylinder des Servomotors für
die Bedienungsstange 2;o, Von dem. Einführungsring 26 wird das Öd durch Bohrungen
29 in der Zwischenwelle 27 und 30 in, der Wand des Servomotorzylinders und weiter
durch Bohrungen 31 in der mit dem Servomo-torzylinder verbundenen Kupplung 27 und
schräge Bohrungen 33 in der Schraubenwelle zu dem genannten Raum zwischen der Bedienungsstange
4 und deren: Bohrung 5 in, der Welle b@zw. zu dem Zwischenraum zwischen,der Bedienungsstange
und dem um diese angeordneten, Rohr 2o geleitet. In einer der Bohrungen in der Welle
2.7 oder Kupplung
32 kann, zweckmäßig ein Räckschla;gventil 34
für das Öl angeordnet sein, um Leckage von Öl durch den Öleinführungsring 26, wenn
die Anlage außer Betrieb, ist, zu verhüten.
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Der Öleinführungsring 26 isst vor der Kupplung 32, die entfernt werden
muß, wenn die Propellerwelle nach hinten herangezogen werden soll, angebracht. Folglich
braucht weder der Ring noch die Ölleitung zu demselben demontiert zu werden, wenn
die Welle herausgezogen werden soll.