DE869039C - Verfahren und Vorrichtung zur Beseitigung geruchsbelaestigender Abdaempfe - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Beseitigung geruchsbelaestigender AbdaempfeInfo
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- DE869039C DE869039C DEP22942D DEP0022942D DE869039C DE 869039 C DE869039 C DE 869039C DE P22942 D DEP22942 D DE P22942D DE P0022942 D DEP0022942 D DE P0022942D DE 869039 C DE869039 C DE 869039C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D46/00—Filters or filtering processes specially modified for separating dispersed particles from gases or vapours
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zur Beseitigung geruchsbelästigender Ab dämpfe Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Beseitigung geruchsbelästigender Abdämpfe. Bei Betrieben mit solchen Abdämpfen besteht der Nachteil, daß sie durch ihre Betriebsweise die Umgegend mit den Abdämpfen aus der Trocknung belästigen. Man hat bereits versucht, diese Abdämpfe durch Anwendung von Einspritz- oder Oberflächenkondensatoren mit Wasser niederzuschlagen und dabei auch die Gerüche zu hinden. Voraussetzung hierfür ist jedoch ein ausreichender Wasserspender und ein genügend großer Vorfluter oder Kanalisation zur Aufnahme des schlecht riechenden Kondensats. Diese Voraussetzungen sind aber nicht überall gegeben, insbesondere fehlt fast immer der große Vorfluter, so daß Belästigungen durch das Kondensat nicht zu vermeiden sind.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, die sich durch geringe Kosten für die Anlagen und die Wartung auszeichnen und dabei die Belästigung durch die Abdämpfe wirksam verhindern. Zu diesem Zweck besteht die Erfindung darin, daß die Ab--dämpfe durch geschlossene Rohrleitungen in unterirdisch verlegte Kondensationskanäle geleitet und von diesen in den Erdboden eingeführt werden. Die Vorrichtung nach der Erfindung ist gekennzeichnet dadurch, daß sie aus einer Anzahl von in Abstand zueïnander- verlegten, durch eine Verteilerleitung oder Grube gespeisten Kondensationskanälen besteht, die in Gräben in einer Bettung aus Kies, Schlacke, Steinschotter od. dgl. angeordnet sind, wobei oberhalb der Bettung eine Schicht Erdreich bis etwa Flurhöhe vorgesehen ist.
- Durch - die Erfindung wird also die Kühl- und Aufnahmefähigkeit des Erdreichs zur Beseitigung der Abdämpfe nutzbar gemacht. Ein besonderer Vorteil des neuen Verfahrens besteht darin, daß völlig ohne Wasser gearbeitet werden kann, wobei nicht nur die Abdämpfe wirksam beseitigt werden; sondern auch die Kosten für die große Wasserhaltung gespart werden.
- Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die Ab dämpfe durch geschlossene Rohrleitungen unmittelbar in eigens hergerichtete unterirdische Kondensationsl{anäle geleitet, Auf dem Wege in die Kondensationskanäle werden den Abdämpfen, welche zum Teil mit tSberdruck. einströmen, der Druck und damit die Dichte soweit wie möglich genommen. Die in das - Rohrsystem einströmenden Dämpfe dringen in kleinen- Mengen zwischen den Stößen der einzelnen Rohre in die aus grobem Kies bestehende Bettung der Rohre ein. In der Kiesbettung erfolgt die eigentliche Kondensation, indem sich der Dampf an den Flächen der groben Kieselsteine abkühlt. Die anfallende Feuchtigkeit wird vom Erdreich aufgenommen. Je nach Beschaffenheit des Erdreichs sickert sie teils nach unten weg, teils wird sie nach oben infolge Verdunstung abgegeben. Die den Abdämpfeu anhaftenden Gerüche werden von den Erdbakterien absorbiert. Durch das Verfahren gemäß der Erfindung ist es nicht mehr notwendig, neu zu errichtende Betriebe an verkehrsmäßig und geographisch ungünstige Plätze - zu legen, um die bisher erforderlichen Vorbedingungen für möglichst geruchfreies Arbeiten zu erfüllen. Auch werden die nicht unerheblichen Kosten der Wasserlieferung durch Pumpen usw. eingespart, auch die Wartung der sonst üblichen Kondensatoren entFällt: Letztere haben erfahrungsgemäß nur eine verhältnismäßig kurze Lebensdauer und müssen dementsprechend häufig erneuert werden.
- Dagegen ist die Lebensdauer der Einrichtung nach der Erfindung fast unbegrenzt. Es ist lediglich notwendig, in größeren Zeitabständen die Bettung (je nach Beanspruchung 10 bis 20 Jahre) und das Bettungsmaterial auszuwaschen, was betriebsseitig ohne wesentliche Kosten geschehen kann. Ein weiterer, wenn auch geringerer Vorteil besteht in der Möglichkeit, die in das Erdreich gebrachte Abdampfwärme gärtnerisch auszunutzen. Es ist z. B. ohne weiteres möglich, über der Kondensationsanlage-nach der Erfindung Frühbeete, bei größeren, regelmäßig arbeitenden Betrieben auch Treibhäuser, mit gutem Erfolg anzulegen.
- Ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung nach der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt es zeigt Abb. I die Vorrichtung im Grundriß, Abb. 2 einen Schnitt nach Linie A-B in Abb. I, Abb. 3 einen Schnitt nach Linie C-D in Abb. I.
- An eine Grube I sind-entweder unmittelbar oder über Verteilerrohre 2 die eigentlichen Kondensationskanäle 3 angeschlossen. Diese Kanäle sind in einer Breite von etwa 8o cm und einer Höhe von etwa 50 cm mit sand- und lehmfreiem Kies in grober Körnung, Schlacke oder Steinschotter umgeben.
- Diese Bettung ist mit 5 bezeichnet. In dieser Bettung liegen Rohre 4 von etwa IO bis 15 cm lichter Weite zur Aufnahme und Durchleitung der Abdämpfe. über der Bettung 5 ist zwecks Abschirmung gegen nachsickernde Erdmassen eine etwa 5 cm starke Schutzschicht 6 aus Schlacke vorgesehen. Darüber liegt eine Schicht 7 aus etwa 40 bis 50 cm Erde, die mit der Erdoberfläche abschließt.
- Die Gesamtanlage ist somit in der Erde verlegt und ist von außen nicht erkennbar.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Beseitigung geruchsbelästigender Abdämpfe, dadurch gekennzeichnet, daß sie durch geschlossene Rohrleitungen in unterirdisch verlegte Kondensationskanäle geleitet und von diesen in den Erdboden eingeführt werden.
- 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einer Anzahl von in Abstand zueinander verlegten, durch Verteilerleitung oder Grube gespeisten Kondensationskanälen besteht, die in Gräben in einer Bettung aus Kies, Schlacke, Steinschotter od. dgl. angeordnet sind, wobei oberhalb der Bettung eine Schicht Erdreich bis etwa Flurhöhe vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP22942D DE869039C (de) | 1943-09-24 | 1943-09-24 | Verfahren und Vorrichtung zur Beseitigung geruchsbelaestigender Abdaempfe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP22942D DE869039C (de) | 1943-09-24 | 1943-09-24 | Verfahren und Vorrichtung zur Beseitigung geruchsbelaestigender Abdaempfe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE869039C true DE869039C (de) | 1953-03-02 |
Family
ID=7368960
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP22942D Expired DE869039C (de) | 1943-09-24 | 1943-09-24 | Verfahren und Vorrichtung zur Beseitigung geruchsbelaestigender Abdaempfe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE869039C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0329643A1 (de) * | 1988-02-15 | 1989-08-23 | VOEST-ALPINE STAHL LINZ Gesellschaft m.b.H. | Verfahren zum Desodorieren und Reinigen von Abluft und Abgasen |
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1943
- 1943-09-24 DE DEP22942D patent/DE869039C/de not_active Expired
Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| EP0329643A1 (de) * | 1988-02-15 | 1989-08-23 | VOEST-ALPINE STAHL LINZ Gesellschaft m.b.H. | Verfahren zum Desodorieren und Reinigen von Abluft und Abgasen |
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