DE86869C - - Google Patents
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21B—FIBROUS RAW MATERIALS OR THEIR MECHANICAL TREATMENT
- D21B1/00—Fibrous raw materials or their mechanical treatment
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Paper (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 55: Papierfabrikation.
Das bisher gebräuchliche Verfahren zur Erzeugung von braunem Holzstoff wird bekanntlich
in der Weise durchgeführt, dafs das durch gewisse Vorarbeiten (Schneiden, Schälen,
Bohren und Hacken) entsprechend vorbereitete Holz mittels gespannten Dampfes ausgelaugt
(gedämpft) wird, wobei das sich fortwährend bildende Wasser ununterbrochen weggeführt
wird, und sodann das derart behandelte Holz unter reichlichem Wasserzuflufs zerfasert (geschliffen)
wird.
Dieses Verfahren hat vielfache Nachtheile, welche im wesentlichen z. B. in dem grofsen
Kraft- und Wasserverbrauch bestehen.
Durch das den Gegenstand vorliegender Er-. findung bildende Verfahren wird bei gleichem
Kraftaufwand eine Mehrerzeugung von circa 80 pCt. an braunem Holzstoff und eine Ersparnifs
von etwa 60 pCt. an Fabrikationswasser ermöglicht, während gleichzeitig ein viel vollkommeneres Product mit geringem
Abfall erhalten wird, so dafs neben bedeutend erhöhter Leistung auch ein billigeres und
besseres Fabrikat zu gewärtigen ist.
Dieses Verfahren wird wie folgt durchgeführt :
Das durch gewisse Vorarbeiten (Schneiden, Schälen, Bohren und Hacken) entsprechend
vorbereitete Holz wird in rohem Zustande in Stücken von etwa 1J2 m Länge in einem
Kocher zunächst durch Dampf von ungefähr 4 bis 5 Atmosphären Spannung beiläufig 6 bis
10 Stunden hindurch ausgelaugt oder gedämpft; nach dem Dämpfen wird in den Kocher bei
voller Spannung desselben mittels eines geeigneten Rohrsystems vorgewärmtes Wasser
oder eine andere Flüssigkeit eingeprefst, bis der Kocher damit vollständig gefüllt ist. Durch
das Einpressen der Flüssigkeit, welche das Weichmachen des gedämpften Holzes zu bewirken
hat und von diesem gierig aufgenommen wird, darf jedoch die Spannung im Kocher nicht unter 2 Atmosphären herabgemindert
werden.
Das Kochen des gedämpften Holzes mit Druckwasser oder anderer Flüssigkeit wird nun
durch 3 bis 5 Stunden unter allmäliger Spannungsverminderung fortgesetzt und bewirkt das
Aufschliefsen aller Faserbündel in vollkommenster Weise. Spätestens 48 Stunden nach
Vollendung des Kochprocesses wird das Holz unter Zuführung von Wasser geschliffen. Zufolge
der erreichten vollkommenen Aufschliefsung des Holzes bedarf dasselbe jedoch nur etwa
40 pCt. der bis jetzt bei dem alten Verfahren nothwendigen Wassermenge.
Beim Schleifen entsteht nur äufserst wenig Abfall, da das Wasser alle Poren des Holzes
vollständig durchdrungen hat und letzteres daher auf das Feinste zerfasert wird.
Die Fasern selbst sind viel feiner und zarter als die nach dem bekannten Verfahren erhaltenen
, da die in den Kocher eingeprefste Flüssigkeit das sonst infolge des Eintrocknens
unvermeidliche Vereinigen einzelner Fasern zu Bündeln unmöglich macht.
Wie Versuche ergeben haben, werden beim Schleifen des nach diesem Verfahren behandelten
Holzes mit 1 Pferdekraft 31 bis 34V2 kg
trocken gedachten braunen Holzstoffes in
86&61
24 Stunden erzeugt, gegenüber 17 bis 19 kg
bei dem bisherigen Verfahren, was also einer Mehrerzeugung von 80 pCt. entspricht.
Auf die Farbe des Stoffes hat die beschriebene Behandlung mit Druckflüssigkeit keinerlei
Einflufs.
Der erhaltene Stoff wird, nachdem er einen Schlittenfä'nger . bekannter Einrichtung passirt
hat und hierbei entsprechend durchgemischt und verdünnt worden ist, gleichmä'fsig vertheilt
auf die Sortirmaschine gebracht und zu braunem Holzdeckel oder Holzpapier in bekannter Weise
weiter verarbeitet.
Die Anwendung derart hergestellten Holzstoffes hat auch eine gesteigerte Papierproduction
(bis zu 30 pCt.) zur Folge, da dieser Stoff von dem nach dem früheren Verfahren hergestellten
sich vortheilhaft dadurch unterscheidet, dafs er sich auf dem Sieb der Papierrnaschine in vollständigster
Weise entwässert, sich auf demselben sehr gut verfilzt und an den Nafspressen
nicht haften bleibt.
Claims (1)
- Pa tent-Anspruch:Bei der Fabrikation von braunem Holzschliff nach erfolgtem Dämpfen des Holzes das Einpumpen vorgewärmten Wassers in den mit Holz und hochgespanntem Dampf gefüllten Kocher und das Kochen bei beständig abnehmender. Spannung mit diesem'Wasser·.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE86869C true DE86869C (de) |
Family
ID=358878
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT86869D Active DE86869C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE86869C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1052796B (de) * | 1956-01-18 | 1959-03-12 | Pulp Paper Res Inst | Verfahren zur kontinuierlichen oder diskontinuierlichen Gewinnung von Zellstoff aus Holz |
-
0
- DE DENDAT86869D patent/DE86869C/de active Active
Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE1052796B (de) * | 1956-01-18 | 1959-03-12 | Pulp Paper Res Inst | Verfahren zur kontinuierlichen oder diskontinuierlichen Gewinnung von Zellstoff aus Holz |
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