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Bodenschrubber mit Stiel Die Erfindung betrifft einen Bodenschrubber
mit Stiel, der trotz seiner Vorteile verhältnismäßig billig ist und verschiedene
Verwendungsmöglichkeiten Bieten. Er ist dadurch gekennzeichnet, daß er auf seiner
dem Stiel abgewandten Seite zwei Schrubberflächen aufweist, die miteinander einen
Außenwinkel von mehr als i8o' bilden. Vorzugsweise sind die beiden Schrubberflächen
mit Schrubbermaterial unterschiedlicher Beschaffenheit, insbesondere unterschiedlicher
Härte, besetzt, so daß in einem einzigen Gerät zwei verschiedene Schrubber ohne
nennenswerte Mehrkosten vereinigt sind.
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Die Erfindung sei an Hand der Zeichnung näher erläutert, und zwar
zeigt Pig. i einen Schrubber gemäß der Erfindung in räumlicher Darstellung, Fig.
2 in vereinfachter Darstellungsform einen Querschnitt durch einen Schrubber der
gebräuchlichen Art, Fig. 3 in der gleichen Darstellungsforin einen Querschnitt
durch einen Schrubber gemäß der Erfin, dung nach Fig. i und Fig. 4 einen Querschnitt
durchi eine andere Ausführungsform des Erfindungsgedankens.
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Der Körper i des in Fig. i gezeigten Schrubbers gemäß, der Erfindung
stellt ein Holzprisma mit dem Querschnitt in Form eines etwa rechtwinkligen, gleichschenkligen
Dreiecks dar. Der Außenwinkel
der beiden Schrubberflächen 2 und
3 beträgt also etwa 270'. Die obere Fläche 4 des Schrübberkörpers,
die der Grundlinie des Dreiecks entspricht, dient zum Befestigen des Stieles
5, der in diesem Falle senkrecht eingesetzt ist.
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Die Vorzüge des Schrubbers. gemäß der- Erfindung werden am besten
durch eine Gegenüberstellung mit den bekannten Ausführungsformen veranschaulicht,
wobei gleichzeitig auch auf andere Ausführungs-Möglichkeiten des Erfindungsgedankens
hingewiesen sei. Dieser Gegenüberstellung dienen die Fig. 2 bis 4, in denen verschiedene
Schrubberformen im Querschrätt in vereinfachter Form gezeichnet sind.
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Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch- die gebräuchliche Ausführungsform,
bei der dieser Querschnitt durch, den Schrubberkörper ebenfalls -etwa die Form eines
rechtwinkligen, gleichschenkligen Dreiecks aufweist, Als Schrubberfläche dient hier
aber die Grundfläche, während der Stiel etwa senkrecht in eine der beiden oberen
Flächen, eingesetzt ist, so daß er gegenüber der Schrilbberfläche eine Neigung von
etwa 45' aufweist.
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Vergleicht man damit, den in Fig. 3 dargestellten Querschnitt
des Schrubbers gemäß der Erfindung nach Fig. i, so sieht man, daß der Schrubberkörper
nach Form und Volumen. etwa demjenigen, nach Fig. 2 entspricht. Da er aber nicht
nur eine, sondern zwei Schrubberflächen trägt, ergibt sich, daß. der Holzbedarf
pro Schrubberfläche etwa die Hälfte desjenigen der gebräuchlichen Ausführungsformen
ausmacht. Dieses bedeutet eine wesentliche Ersparnis. Man kann also diesen doppelten,
Schrubber doppelt solange benutzen und erspart dadurch auch einmal die Arbeit des
Auswechselns. Diese muß also jeweils erst dann vorgenommen werden, wenn beide Schrubberflächen
abgenutzt sind.
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Außer der Holzersparnis, die etwa die Hälfte beträgt, spielt auch
die Ersparnis des Lohnanteiles für die Herstellung des Holzkörpers eine, Rolle,
und zwar beträgt diese Ersparnis, da ja etwa der gleiche Körper statt für einen
einzigen jetzt für zwei Schrubber verwandt wird, eben-falls etwa die Hälfte.
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Als brauchbare Abmessungen für den Schrubber gemäß. der Erfindung
haben sich bei einer Länge von etwa 22 CM eine Breite der Befestigungsfläche
von etwa 8 cm und eine Breite der beiden Schrubberflächen von je etwa
6 cm ergeben, wobei der Spitzenwinkel etwa go' und die Neigung des Stieles
gegen die Bodenfläche etwa 45' beträgt: Es ist nun aber nicht unbedingt erforderlich,
daß der Querschnitt des Holzkörpers ein gleichschenkliges, rechtwinkliges Dreieck
darstellt, in dessen durch, die Grundlinie bestimmte Fläche der Stiel senkrecht
eingesetzt ist. Der durch die beiden Schrubberflächen gebildete Kantenwinkel kann
auch ein anderer sein als go'. Insbesondere ist es-. auch nicht erforderlich, daß,
die beiden Schrubberflächen gleich groß sind. Zur Veranschaulichung ist eine solche
Abwandlungsmöglichkeit in Fig- 4 im Querschnitt gezeichnet. Dieser Querschnitt stellt
ein Dreieck mit verschieden langen Schenkeln, dar, wobei auch der Winkel an der
Spitze nlicht gol beträgt. Ferner ist -schließlich auch der Stiel schräg eingesetzt,
und zwar ist die Neigung der beiden Schrubb berflächen so gewählt, daß jede von
ihnen mit dem Stiel einen anderen Winkel bildet.
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Nach diesen allgemeinen Erläuterungen sei nunmehr die schon eingangs
hervorgehobene Möglichkeit behandelt, die den entscheidenden Vorteil des Schrubbers
gemäß der Erfindung bildet und den Hauptz-,veck, darstellt. Diese Möglichkeit besteht
darin, die beiden Schrtibberflächen mit Schrubbermaterial unterschiedlicher Beschaffenheit,
insbesondere unterschiedlicher Härte, zu besetzen. Auch kann der Doppelschrubber
in allen Ausführungs, formen mit einem Außenbart versehen werden, was beispielsweise
ein besseres Bearbeiten der Zimmerecken ermöglicht.
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Es genügt also für den Haushalt ein einziger solcher Doppelschrubber,
mit dem man sowohl harte als auch weiche Böden bearbeiten kann. Da bisher für diesen
Zweck zwei Schrubber vorhanden sein mußten, wird durch den neuen Doppelschrubber
auch ein Stiel eingespart. Wesentlich ist schließlich die Erleichterung im Gebrauch.
So kann in vielen Fällen der Fußboden normalerweise mit dem weicheren Schrubber
bearbeitet werden. Stößt manwährend der Arbeit auf eine Stelle mit besonders
festsitzenden Verunreinigungen, so braucht der Schrubber nur herumgedreht zu werden,
worauf man sofort diese eine Stelle mit der hart-en Schrubberfläche bearbeiten kann,
um anschließend ohne besondere Umstände die Arbeit wieder mit der normalen Schrubberfläche
fortzusetzen.
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Für die Besetzung der Schrubberflächen können die gebräuchlichen Materialien
verwandt, werden, wie, beispielsweise Wurzeln, Naturborsten, Fasern, Künstborsten
od. dgl., und zwar zur Erzielung unterschiedlicher Eigenschaften, gegebenenfalls
in unterschiedlicher Länge, Dicke und Dichte, und zwar mit und ohne Außenbart.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 wird man die größere Fläche mit
dem normalen Besatz versehen, während die kleinere Fläche den Schrubber größerer
Härte darstellen kann. Da diese kleinere Fläche bei gleichbleibendem Arbeitsdruck
einen höheren spezifischen Flächendruck ergibt, ist es mög" lich, mit Hilfe dieser
kleinen Fläche die Stellen mit festen und stark haftenden, Verunreinigungen zu säubern.
Man wird hier vorzugsweise also besonders harte Wurzeln geringer-er Länge verwenden.
Auch kann es- zweckmäßig sein, die Neigung der beiden Schrubberflächen und die Befestigungsrichtung
des Stieles, so zu wählen, daß beim Arbeiten mit der kleinen Schrubberfläche der
Stiel steiler steht als beim Arbeiten mit der großen Fläche, wie in Fig. 4 dargestellt.
Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, beim Arbeiten mit der klein-en Schrubberfläche
ohne größeren Kraftaufwand einen höheren Anpassungsdruck zu erzielen.