DE865592C - Verfahren zur Veredlung von Fellen - Google Patents
Verfahren zur Veredlung von FellenInfo
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
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- D06Q—DECORATING TEXTILES
- D06Q1/00—Decorating textiles
- D06Q1/04—Decorating textiles by metallising
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Description
- Verfahren zur Veredlung von Fellen In der Pelzveredlungsbranche ist es gelungen, geringwertigen Fellen, wie Kaninfellen, durch entsprechendes Zurichten und Färben .das täuschend ähnliche Aussehen von hochwertigen Fellen, zu geben. Bisher sind aber alle Versuche gescheitert, den Fellen durch Färben einen metallischen Glanz zu verleihen, wie- ihn z. B. die Silberfüchse zeigen. Ebenso macht @es große Schwierigkeiten, Felle zu imitieren, deren Haare weiße Spitzen zeigen. Silberfuchsimitationen aus Kanin sind infolgedessen sofort als solche zu erkennen. Durch das den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren wird diese Aufgabe gelöst.
- Dass Verfahren besteht darin, @daß das Fell auf der Haarseite im luftverdünnten Raum der Einwirkung von zur Verdampfung gebrachten festen anorganischen Stoffen unterworfen wird. Im besonderen kommen dafür die Metalle und Metalloide sowie ihre Verbindungen in Betracht. Welche festen anorganischen Stoffe für die Verdampfung gewählt werden, hängt von dem jeweils durch den sich auf den Haaren bildenden Niederschlag zu erzieleud#-n Effekt ab. Wenn @es sch darum handelt, dem Fell -einen metallischen Glanz zu verleihen, werden solche Metalle, Metalloide oder .deren Verbindungen verdampft, welche einen silbrigen Niederschlag -ergeben, wie z. B. Wismut oder Antimon. Daneben kommt natürlich aber auch die Verdampfung von festen anorganischen Stoffen in Betracht, deren Dämpfe zwar keinen metallisch glänzenden, aber einen farbigen Niederschlag, insbesondere einen weißen Niederschlag, ergeben. Die Verwendung solcher Stoffe ist dann gegeben, wenn die Spitzen der Haare weiß -erscheinen sollen. Der Niederschlag bildet sich nämlich im wesentlichen an der Oberfläche der Haardecke, erstreckt sich also von der Haarspitze ,aus nur auf einen Teil der Haarlänge.
- Dier auf * der Haarseite des Pelzes entstehende Überzug hängt jie nach dem zur Verdampfung gebrachten Stoff mehr oder weniger zusammen und verklebt zunächst die Haare miteinander. Dias Fell muß deshalb nach der Behandlung gut gekämmt werden, ieipirnal um den Pelz wieder lockig und luftig zu machen und zumanderen, um den Niederschlag gleiclunäßig zu verteilen. Als besonders vorteilhaft hat ies sich für diesen Zweck erwiesen, -das nach dem beschriebenen Verfahren behandelte Fell in Streifen zu schneiden und ,diese Streifen wieder zu schmalen Platten oder Bahnen zusammenzunähen.
- Dias zur Verarbeitung kommende Fell bedarf keiner besonderen Vorbehandlung, wesentlich ist aber, daß das Haar völlig trocken ist, da nur in. diesem Fall Gewähr dafür besteht, daß der sich bildende Niederschlag der verdampften Stoffe auf dem Haar seinen festen dauerhaften Halt bekommt. Zweckmäßig wird ,aus diesem Grund die Behandlung der Felle im luftverdünnten Raum in Gegenwart von hygroskopischen Stoffen, wie Phosphorpentoxyd, vorgenommen. Die zu behandelnden Felle werden in dem zu ihrer Verarbeitung dienenden Rauar so aufgehängt, diaß .die Lederseite des einen Felles .auf die Lederseite des benachbarten Felles ,aufzuliegen kommt, so daß. sich die Lederseiten gegenseitig abdecken. Auf diese Weise wird erreicht, daß sich der Niederschlag im wesentlichen auf der Haarseite des Felles bildet.
- Die Verdampfung der zur Anwendung kommenden Stoffe im luftverdünnten Raum erfolgt zweckmäßig ,auf elektrischem Wege.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Veredlung von Fellen, dadurch gekennzeichnet, daß die Haarseiten der Felle im luftverdünnten Raum der Einwirkung von zur Verdampfung gebrachten festen an-,organischen Stoffen unterworfen und dadurch angefärbt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Verdampfung von Metallen.
- 3. Verfahren nach Anspruch i., gekennzeichnet durch die Verdampfung von Metalloiden. ¢. Verfahren nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung der Felle im luftverdünnten Raum in Gegenwart von hygroskopischen Stoffen erfolgt. Verfahren nach den Ansprüchen i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß das Fell nach der Behandlung in Streifen zerschnitten und aus den Streifen schmale Platten -oder Bahnen gebildet werden.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DED3680A DE865592C (de) | 1949-07-02 | 1949-07-02 | Verfahren zur Veredlung von Fellen |
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| DE865592C true DE865592C (de) | 1953-02-02 |
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| DED3680A Expired DE865592C (de) | 1949-07-02 | 1949-07-02 | Verfahren zur Veredlung von Fellen |
Country Status (1)
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1949
- 1949-07-02 DE DED3680A patent/DE865592C/de not_active Expired
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