DE86348C - - Google Patents
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- DE86348C DE86348C DENDAT86348D DE86348DA DE86348C DE 86348 C DE86348 C DE 86348C DE NDAT86348 D DENDAT86348 D DE NDAT86348D DE 86348D A DE86348D A DE 86348DA DE 86348 C DE86348 C DE 86348C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60T—VEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
- B60T15/00—Construction arrangement, or operation of valves incorporated in power brake systems and not covered by groups B60T11/00 or B60T13/00
- B60T15/02—Application and release valves
- B60T15/04—Driver's valves
- B60T15/048—Controlling pressure brakes of railway vehicles
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- Transportation (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Safety Valves (AREA)
Description
KAISERLICHES Jk
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 30, April 1895 ab.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Vorrichtung zur beliebigen Einstellung bezw.
Verminderung des Druckes in der Leitung von Luftdruckbremsen, welche im wesentlichen aus
einem mit einer Anzahl in der Längsrichtung angeordneter Oeffnungen versehenen Cylinder
besteht, dessen unter Federdruck stehender Kolben durch hinter demselben in den Cylinder
eintretenden Druck so weit der Richtung der Federwirkung entgegen vorgeschoben wird, bis
der Druck durch eine der Oeffnungen, welche vorher vermittelst eines Drehschiebers freigelegt
werden kann, Austritt findet. Von den Oeffnungen kann nur eine freigelegt werden,
und es wird ersichtlich, dafs, wenn man die Druckluftleitung mit der Rückseife der Kolben in
Verbindung setzt, der Kolben mehr oder weniger je nach der Entfernung der freigelegten Austrittsöffnung von dem Druckeintrittsende des Cylinders
der Wirkung seiner Feder entgegen im Cylinder verschoben und der in der Leitung befindliche Druck, vorausgesetzt, dafs die Leitung
fortwährend von einer Druckquelle aus gespeist wird, 'höher oder niedriger gehalten
werden kann.
■ Auf den beiliegenden Zeichnungen ist:
■ Auf den beiliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι eine Vorderansicht eines nach Art der vorliegenden Erfindung eingerichteten Ventils,
Fig. 2 ein senkrechter Schnitt nach der Linie a-a in Fig. 3, wobei die Theile in der
beim Fahren eingenommenen Stellung gezeichnet sind;
Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie b-b der Fig. 1 und 2, von oben gesehen;
Fig. 4 ist ein ähnlicher Schnitt, wobei der Drehschieber sich in der Stellung befindet, bei
welcher der Leitungsdruck um den ersten Grad vermindert wird;
Fig. 5 ist eine Endansicht der Fig. 4, von rechts gesehen, mit abgenommenem Drehschiebergehäusedeckel
;
Fig. 6 ist ein senkrechter Schnitt nach der Linie g-g der Fig. 2, von links gesehen; neben
dieser Figur ist auch in vergröfsertem Mafsstabe eine Schnittansicht eines zwischen Druckbehälter
und Leitung befindlichen Rückschlagventils gezeichnet;
Fig. 7, 8 und g veranschaulichen Querschnitte durch den mit dem Drehschieber verbundenen
Stellhahnküken nach den Linien c-c, d-d und d'~d' der Fig. 6 und e-e der Fig. 3, sowie die
Fig. 10 einen Querschnitt durch den Drehschieber nach der Linie f-f der Fig. 3 , und
endlich zeigt
Fig. i ι einen Längsschnitt, theilweise in
Seitenansicht, einer abgeänderten Ausführungsform der Erfindung.
Im allgemeinen ist zunächst mit Bezug auf die Fig. 1 und 2 zu erwähnen, dafs das Gehäuse
ι durch Stützen 4 mit der nach einem Druckbehälter führenden Leitung und der
Stützen 2 mit der Druckleitung des Zuges verbunden ist. Das Ventil hat unten den Auspuff
oder Auslafs 3, welcher durch den Nothbremsschieber 5 in Verbindung mit der Druckleitung
des Zuges gesetzt werden kann, um eine sofortige Bremsung des Zuges, welche im vorliegenden Falle durch Entlastung der Druck-
leitung geschieht, zu erzielen. Die Nothbremse wird jedoch nur in den seltensten Fällen angewendet,
während die Bremse beim Fahren, sowie auch beim Anhalten des Zuges für gewöhnlich
in variirendem Grade und allmälig stärker werdend bis zur höchsten Bremsstä'rke
angewendet wird. Dies geschieht nach vorliegender Erfindung in der Weise, dafs das in
der mit den Bremscylindern verbundenen Druckleitung befindliche Druckmittel nicht durch den
Nothbremsschieber 5 mit Kanal 6 unmittelbar nach dem Auspuff 3 gelangen kann, sondern
unter Vermittelung des Kükens 13 zunächst nach der Rückseite eines im Cylinder 26
(Fig. 2, 3 und 4) befindlichen Kolbens 27 geleitet wird, diesen entgegen der Wirkung seiner
Feder 28 verschiebt und bei einer der in der Cylinderwandung befindlichen Oeffhung 3 1 entweicht.
Letztere werden vorher mittelst des mit dem Küken verbundenen Drehschiebers 33 dadurch freigelegt, dafs eins der schraubengangartig
an der Mantelfläche des Schiebers angeordneten Löcher 32 sich mit der in gleicher
Ebene liegenden, in der Cylinderwandung befindlichen Oeffnung 31 deckt. Das Druckmittel
tritt sodann zunächst durch 31, 32 in den hohlen Drehschieber 33 ein und entweicht bei der in
dem Deckel des Schiebergehäuses befindlichen Oeffnung 37. Es wird hieraus ersichtlich, dafs
der in der Leitung erhaltene Druck von der Stärke der Feder und der Stellung der freigelegten
Oeffnung 31 der Cylinderwandung abhängig ist, da die Leitung von dem Hauptluftbehälter
und der selbstthätig arbeitenden Pumpe stets mit Druckmittel gespeist wird. Diese letztere Einrichtung bildet jedoch keinen
Theil der vorliegenden Erfindung und wird hier nicht weiter beschrieben.
Das Ventil wird mittelst Griffes 15 und
Zahnbogen eingestellt, und wird nun die Einrichtung des Hahnes kurz erläutert, welcher
die Bethatigung der Nothbremse, eine allmälige Bremsung, sowie auch die Verbindung der
Bremsleitung mit dem Druckbehälter behufs Aufhebung der Bremsung bewerkstelligt.
Der Nothbremsschieber 5 wird von dem im Cylinder 9 befindlichen Kolben 7 bethätigt,
indem man den über dem Kolben bei 10 befindlichen Druck dadurch zur Wirkung kommen
läfst, dafs man die untere Seite des Kolbens entlastet; dies geschieht durch Drehung des
Kükens 13 (Fig. 2) in der Weise, dafs der in demselben befindliche Ausschnitt 21 den Austrittskanal
22 des Cylinders 9 mit der Auslafsöffnung 23 verbindet. Hierdurch wird der
Kolben durch den aus seiner Bohrung 8 über ihn tretenden Druck nach unten bewegt und
verbindet dabei durch Schieber 5 die Leitungen 2 und 3. Stellt man den Druck im Raum 9 wieder her, so wird das Ventil wieder
geschlossen und findet bei II seine Anschlagfläche. Die schräge Anschlagfläche II hat den
Vortheil, dafs der Schieber stets gegen seine Gleitfläche angedrückt und somit einem Undichtwerden
vorgebeugt wird.
Die Wiederherstellung des Druckes in dem Raum 9 geschieht durch den Kanal 18 (Fig. 4
und 7), indem derselbe nach erfolgter Rückdrehung des Kükens die Durchlafsöffnung 19
mit einem nach dem Raum 9 führenden Kanal 20 verbindet.
Die Bremsleitung 2 wird mit dem von dem Behälter durch Leitung 4 hindurchströmenden
Druckmittel bei Nichtbethätigung der Bremse gespeist, indem dasselbe zunächst in die Durchlafsöffnung
19, alsdann durch das Kanälchen i6b
in dem mit Rückschlagventil i6a versehenen
Kanal 16 (Fig. 6), dann durch das Kanälchen i6c
und das im Küken befindliche Kanälchen i6d
(Fig. 8) nach dem Kanal 17 in. der Leitung 2 gelangt. Die Druckleitung 2 wird fortwährend
mit neuem Druckmittel von dem Behälter versehen, um die durch etwaige Undichtigkeiten
der Leitung entstehenden Druckverminderungen zu ersetzen. Die Anordnung der Kanäle 16,
i6b, i6c, i6d, sowie des Rückschlagventils i6a
sind aus dem vergröfserten Schnitt der Fig. 6, sowie aus den Fig. 2, 7 und 8 am besten ersichtlich.
Die Ableitung des Druckmittels nach dem Cylinder 26 geschieht vermittelst des in dem
Küken 13 befindlichen Kanalchen 24 (Fig. 4
und 9), welche die Durchgangsöffnung 17 mit einem nach der Rückseite des Kolbens 27
führenden Kanal 25 verbindet (Fig. 3). Das Küken 13 wird durch einen Schlüssel 14 und
Griff 15 bethätigt und ist mittelst des in den Drehschieber 33 passenden Sechskants 34 (Fig· 3)
mit dem Drehschieber verbunden. Eine gegen den Deckel 35 des Drehschiebergehäuses sich
stützende Feder 36 bewirkt das Andrücken des Kükens. Das vordere Ende des Cylinders
26 steht vermittelst der Durchlaß öffnung 30 mit der äufseren Luft in Verbindung.
In der in Fig. 11 veranschaulichten abgeänderten Ausführungsform werden der Drehschieber,
sowie das Hahnküken unabhängig von einander bethätigt. Ein Kolbenschieber 38
ist im Cylinder 39 untergebracht, welcher längs des Cylinders 26 angeordnet ist, und mit Auslafsöffnungen
40 versehen, welche den Oeffnungen3i
entsprechen. Der Schieberkolben 38 ist bei 41 ausgespart, so dafs je nach der
Stellung des Kolbens eine beliebige Oeffnung 31 mit der entsprechenden Oeffnung 40 in Verbindung
gebracht werden kann. Der Kolben 38 wird durch federnden Ansatz 42 und Vertiefungen
43 der Platte 44 eingestellt.
Diese Ausführungsform hat den Vortheil, dafs der Kolben 38 von vornherein eingestellt
wird und in dieser Stellung verbleiben: kann,
während die Bethätigung des Hahnes 13 unabhängig von der stufenweisen Einstellung des
Druckes in der Leitung erfolgen kann.
Vorliegende Erfindung bietet den Vortheil, dafs die stufenweise Einstellung des Druckes
in der Bremsleitung stets in bestimmten, sich gleich bleibenden Mafsen erfolgen kann, wodurch
eine unbeabsichtigte Bethätigung der Nothbremse durch falsche Einstellung der Druckverminderungseinrichtung völlig vermieden
wird.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Eine Handsteuerung zur stufenweisen Einstellung des Leitungsdruckes bei Luftdruckbremsen, dadurch gekennzeichnet, dafs ein unter dem Druck einer Feder (28) stehender Kolben (27) von dem Druck in der Leitung (2) so lange verschoben wird, bis derselbe eine in ihrer Stellung längs des Cylinders dem zu erzielenden Druck entsprechende Auslafsöffnung (31) freigelegt hat. Eine Handsteuerung der durch Anspruch 1 geschützten Art, gekennzeichnet durch einen mittelst Handhebels einstellbaren Küken (13), dessen cylindrische Verlängerung mit schraubengangartig angeordneten Oeffnungen (32) versehen ist, von denen eine bei Einstellung des Kükens sich mit der entsprechenden Oeffnung (31) eines mit dem unter Federwirkung stehenden Kolben (27) versehenen Cylinders (26) deckt und dem hinter dem Kolben eintretenden Druckmittel nach Verschiebung des Kolbens Austritt gestattet.
Eine Handsteuerung der durch Anspruch 1 geschützten Art, bei welcher die Einstellung der betreffenden Austrittsöffnung unabhängig von derjenigen des Kükens unter Vermittelung eines einstellbaren Schieberkolbens (38) erfolgt.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE86348C true DE86348C (de) |
Family
ID=358407
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT86348D Active DE86348C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE86348C (de) |
-
0
- DE DENDAT86348D patent/DE86348C/de active Active
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