DE862C - Verfahren zur Herstellung von Panzerplatten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Panzerplatten

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    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21DMODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D9/00Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor
    • C21D9/42Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor for armour plate

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Claims (1)

1877.
Klasse 18.
WADE HAMPTON SMITH in EDGBASTON, BIRMINGHAM. Verfahren zur Herstellung von Panzerplatten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. September 1877 ab.
Es ist durch die umfassendsten Versuche constatirt, dafs die Widerstandsfähigkeit von Panzern für Schiffe oder Batterien dadurch erhöht wird, dafs man Panzer aus Materialien zusammensetzt, deren Widerstandsfähigkeit wechselt. Aus solcher Erfahrung ist denn auch eine Reihe von Constructionen für Panzer hervorgegangen, in welchen Stahl- und Eisenplatten abwechseln, Holz, Stahl oder Eisen, oder diese drei zusammen, combinirt verwendet wurden.
Es sind ferner aus stabförmigem Eisen oder Stahl gewirkte Panzer dargestellt und endlich auch Ketten wegen ihrer günstigen Widerstandsfähigkeit zur Bepanzerung verwendet worden. Alle diese Methoden haben wenigstens den einen erheblichen Nachtheil, dafs ihre Anwendung schwierig und die Herstellung der Panzer an sich theuer wurde.
Mit der hier zu beschreibenden Erfindung wird beabsichtigt,, ohne die erwähnten Nachtheile denselben günstigen Effect zu erzielen, und das kann dadurch erreicht werden, dafs man das Material starker Panzerplatten schichtenweise so präparirt, dafs die Widerstandsfähigkeit der einzelnen Schichten eine wechselnde wird.
Zu diesem Behufe werden Panzerplatten aus Schmiedeisen oder Stähl nach der hier zu besprechenden neuen Methode und Panzerplatten aus Gufseisen, je nach ihrem Gehalte an Kohlenstoff, schichtenweise in diesem Gehalte an Kohlenstoff verändert, d. h. dem Gufseisen oder Stahl wird schichtenweise Kohlenstoff entzogen, dem Schmiedeisen umgekehrt Kohlenstoff schichtenweise zugeführt.
Zu diesem Ende werden schmiedeiserne oder Stahlplatten, die, um eine Grenze anzugeben, weniger als 0,3 pCt. Kohlenstoff enthalten, zwischen carbonisirende Materialien, vorzüglich z. B. Holzkohle, verpackt und in geeigneten. Oefen einer hohen Temperatur auf längere Zeit ausgesetzt. Stahl- oder gufseiserne Platten, die zwischen 0,3 bis . 2 pCt. Kohlenstoff enthalten, unterliegen einem gleichen Verfahren inmitten einer Verpackung von decarbonisirenden Materialien, z. B. geeigneten Metalloxyden.
Obschon der Erfinder im allgemeinen jede Art von Gufseisen, Stahl oder Schmiedeisen, auf Platten oder Blöcke in dieser Weise zu verarbeiten im Stande ist, sobald er deren Gehalt an Kohlenstoff kennt, so will er doch demjenigen Material den Vorzug geben, welches er nach einem Verfahren darstellt, das in englischen Patenten No. 2815 vom Jahre 1874 und No. 217 vom Jahre 1875 beschrieben wurde.
Zu dem Verfahren selbst sind bekannte Constructionen von Oefen anwendbar, sobald dafür gesorgt ist, dafs die Carbonisirung, bezw. Decarbonisirung durch die Heizmittel des Ofens selbst nicht beeinflufst werde.
Um einen bestimmteren Anhalt für das Verfahren des Erfinders zu geben, ist in der Zeichnung ein Ofen dargestellt, in welchem G möglichst dicht verschlossene . Kammern darstellt, um welche und zwischen denen die Heizgase, sei es aus Gas- oder anderen Feuerungsanlagen, behufs Erlangung der erforderlichen Temperatur, spielen. In den Kammern speciell' dieses Ofens stehen die zu carbonisirenden oder decarbonisirenden Panzermaterialien aufrecht. Eine andere Bauart des Ofens würde aber selbstverständlich auch die Verpackung der Panzermaterialien zwischen carbonisirende oder decarbonisirende Mittel in horizontaler Lage zulässig machen, sofern auch dabei Bedacht darauf genommen wird, dafs die Heizungsgase einen Einflufs auf den Inhalt der Kammern nicht anders ausüben können, als dadurch, dafs sie die Temperatur der Kammer mit deren Inhalt auf das geeignete Mafs erhöhen.
In der Zeichnung selbst stellt Fig. 1 einen Längendurchschnitt, Fig. 2 einen Querdurchschnitt dar, Fig. 3 einen Durchschnitt nach der Linie CD (vergl. Fig. 1), und Fig. 4 einen desgleichen nach der Linie EF (vergl. Fig. 1). Im übrigen ist die Zeichnung selbst nur als Illustration zu der Methode gegeben und für jeden Sachverständigen genügend.
Patent-Anspruch: Das Verfahren, Panzerplatten aus Gufseisen, Schmiedeisen oder Stahl so darzustellen, dafs dieselben schichtenweise in ihrer Widerstandsfähigkeit, obschon aus einem Stück dargestellt, wechseln.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE862DA 1877-09-26 1877-09-26 Verfahren zur Herstellung von Panzerplatten Expired - Lifetime DE862C (de)

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