DE861998C - Verfahren und Ofen zur Herstellung von Karbiden des Bors, Siliciums, Titans oder Wolframs - Google Patents

Verfahren und Ofen zur Herstellung von Karbiden des Bors, Siliciums, Titans oder Wolframs

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DE861998C
DE861998C DED3837D DED0003837D DE861998C DE 861998 C DE861998 C DE 861998C DE D3837 D DED3837 D DE D3837D DE D0003837 D DED0003837 D DE D0003837D DE 861998 C DE861998 C DE 861998C
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DE
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Raymond Ronald Ridgway
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DEUTSCHE NORTON GmbH
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DEUTSCHE NORTON GmbH
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B32/00Carbon; Compounds thereof
    • C01B32/90Carbides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Furnace Details (AREA)

Description

  • Verfahren und Ofen zur Herstellung von Karbiden des Bors, Siliciums, Titans oder Wolframs Siliciumkarbid wurde bis jetzt in einem im wesentlichen offenen Widerstandsofen hergstellt. Bei solchen Ofen wird ein Gemisch von Kieselsäure und Kohlenstoff in einem Mauerwerk um einen Graphitwiderstand herum angeordnet und ein elektrischer Strom durch den Kern geführt, um die Beschickung auf Reaktions-Umperatur zu erhitzen. Da auf jede Tonne des erzeugten Siliciumkarbids 2 t Kohlenoxyd entwickelt werden, wurde es als notwindig erachtet, aus den Steinen der Ofenwände ein offenes Gefüge zu bilden, durch das die entwickelten Gase leicht entweichen können, um sie mit dem Sauerstoff der Atmosphäre zu verbrennen.
  • Nenn ein solcher Ofen für die Herstellung von Borkarbid aus einem Gemisch von Boroxyd und Kohlenstoff verwendet wird, entweicht Boroxyd aus dem Ofen in reichlicher Menge. Auch zeigt es sich, wenn der Ofen nach erfolgter Abkühlung geöffnet wird, daß das gebildete Borkarbid infolge Eintritts von Luft durch das Mauerwerk erheblich oxydiert ist. Aus diesem Grunde ist auch die Erzeugung von Borkarbid im offenen Lichtbogenofen wegen der gleichen Verluste nicht -möglich.
  • Es ist also notwendig, einerseits das flüchtige Bor während des Ofenganges in der Beschickung zurückzuhalten, andererseits insbesondere die Luft von der Berührung mit dem Borkarbid auszuschließen. Dasselbe gilt auch für die Herstellung der anderen Schleifmetallkarbide, die beim Erhitzen leicht oxydieren.
  • Zu dem angegebenen Zweck. wird für die Umsetzung ein bis auf einen Abzug für Abgase geschlossener Ofen verwendet, der im Verhältnis zur Reaktionszone stark überdimensioniert ist, wobei die Temperatur der zwischen der Reaktionszone und dem metallenen Ofenmantel liegenden, diesen zugleich vor Überhitzung schützenden starken Schicht des Reaktionsgemisches durch Kühlung so geregelt` wird, daß sich in ihr für die Reaktion erwünschte wertvolle flüchtige Stoffe niederschlagen, während die sie durchdringenden Abgase durch den: Abzug entweichen.
  • Die Herstellung der Ofenwand aus Metall, insbesondere Eisen, ist einer keramischen Wand vorzuziehen, weil z. B. Boroxyd auf keramische Stoffe als Flußmittel wirkt und daher eine keramische Wand angreift. Deshalb wird auch ein keramisches Futter zweckmäßig vermieden. Dagegen werden Metall-, insbesondere Eisenwände durch z. B. Boroxyddämpfe, zumal in C O-Atmosphäre nicht angegriffen. Außerdem ermöglichen Metallwände im Gegensatz zu Keramikwänden, die schlechte Wärmeleiter sind, eine intensive Kühlung der ihnen anliegenden Außenschicht der Ofenbeschickung. Dadurch wird einerseits dem Ofenmantel die Reaktionshitze ferngehalten, andererseits erreicht, daß die die Reaktionszone verlassenden Boroxyddämpfe sich in der gekühlten Schicht niederschlagen und den Ofen nicht verlassen. Das Reaktionsgemisch reichert sich durch die sich niederschlagenden Boroxyddämpfe . in der gekühlten Außenschicht mit Böroxyd an, das mit ihm bei einem späteren Ofengang in die Reaktionszone gelangt, in der stets zunächst das Gemisch untergebracht wird, das bereits frühere Ofengänge in der Außenschicht mitgemacht hat.
  • Die Kühlung muß natürlich eine genügend intensive sein; um die Temperatur der Außenschicht unterhalb der Kondensationstemperatur des Boroxyds zu halten. Dies kann durch Wasserberieselung der Metallwände geschehen. Die an sich bekannte Kühlung hat also hier nicht nur den Zweck, eine Überhitzung der Ofenwand zu verhindern, sondern sie hat auch einen Einfluß auf einen sich im Ofen abspielenden wichtigen Vorgang.
  • Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung an zwei Ausführungsbeispielen. _ Fig. i ist ein senkrechter Längsschnitt durch einen Ofen der einen Ausführungsform; Fig. z ist ein Querschnitt nach der Linie 2-2 der Fig. i ; Fig.3 ist ein Schnitt durch eine wassergekühlte Elektrodenklemme ; Fig. 4 zeigt in einem vergrößerten Schnitt eine Verbindungsart für die Wandungen des Ofens; Fig 5 zeigt schematisch einen Borkarbidblock am Ende des Ofenganges; Fig. 6 zeigt einen senkrechten Längsschnitt durch einen Ofen etwas abweichender Ausführung.
  • Der Ofen wird mit einem Gemisch von körnigem Kohlenstoff und dem Oxyd des in Frage kommenden Metalls im. erforderlichen .Verhältnis beschickt und sodann die. Beschickung dadurch auf die erforderliche Temperatur gebracht, daß man einen Strom durch einen in der Mitte der Beschickung angeordneten elektrischen Widerstand schickt. Dabei wird, während um die Beschickung herum eine nicht oxydierende Atmosphäre aufrechterhalten wird, ein sich allmählich vergrößernder Block aus dem Metallkarbid gebildet, worauf der. Block indem Ofen unter Ausschluß von Luft und anderen schädlichen Gasen und Vermeidung einer Oxydation des Erzeugnisses gekühlt wird.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. i und 2 weist der Ofen ein Metallgehäuse mit einem zylindrischen Mantel =o aus Eisen, Aluminium oder einem anderen Metall und zwei ebenfalls aus Metall bestehende Stirnwände i2 auf. Im Zylinderraum ist ein elektrischer Widerstand 22 etwa in der Achse des Mantels angeordnet. Der Mantel =o kann natürlich z: B. auch als Parallelepiped gestaltet sein.
  • Zur Isolierung und Abdichtung der Stirnwände gegen den Mantel =o sind gasdichte Dichtungsringe 16 aus Asbest od. dgl. zwischen den Flanschen 14 und Stirnwänden 12 angeordnet. Zur Erleichterung des Zusammenbaues und des Beschickens des Ofens sind die Stirnwände leicht abnehmbar gemacht. Sie sind gemäß Fig. 4 durch Schraubenbolzen 18 befestigt. Die Bolzen und Muttern sind gleichfalls gegen die Metallteile durch isolierende Unterlegscheiben =g und Hülsen 2o, die z. B. aus Asbest bestehen können, isoliert..
  • Der Widerstand 22 ist in der Achse des Mantels =o gelagert und so angeordnet, daß er durch dieBeschickung hindurchgeht und an jedem Ende aus dem Gehäuse herausragt. Zum Lagern des Widerstandes weist jede der ringförmigen Stirnwände 12 einen nabenartigen zylindrischen Ansatz 24 mit einem auswärts ragenden Flansch 26 auf. Diese Teile bilden eine ringförmige Rinne, durch die Kühlwasser fließen kann. In den zylindrischen Ansätzen 24 sind genau hineinpassende Graphithülsen 3o angeordnet, die einerseits den Durchtritt von Gasen, .verhindern, andererseits durch die Wände 24 Wärme an das Kühlwasser ableiten. Die Graphithülsen 30 tragen den Widerstandsstab 22. Der Widerstand besteht vorzugsweise aus Graphit, kann aber auch aus einem anderen stromleitenden Stoff bestehen, je nach der Art der zu behandelnden Beschickung. Der Graphitstab 22 paßt gasdicht in die Hülsen 30, in denen er gleiten kann. Da der Stab und die Hülse aus demselben Stoff bestehen, haben sie denselben Ausdehnungskoeffizienten, so daß die Fugen zwischen ihnen sich nicht weiten können, um den Durchtritt von Gas in die Kammer oder aus ihr zu gestatten.
  • Der Austritt von Reaktionsgasen aus dem Zylinder =o erfolgt durch drei angeschweißte Rohrstutzen 34. Pfropfen 38 aus Graphit oder einem anderen Stoff verschließen während der Kühlperiode diese Stutzen. Beim Ofengang können zwei von den Pfropfen lose in Stellung gelassen werden, um jedes Eindringen von Luft in das Gehäuse zu verhindern, während das erzeugte Kohlenoxydgas durch das dritte Rohr entweicht. Die eingesetzten Pfropfen bilden bei etwaigen Verstopfungen einen Sicherheitsauslaß für das gebildete Kohlenoxyd. Während der Kühlperiode werden alle Propfen eingesetzt, oder aber es kann einer von ihnen offen bleiben, während ein flüssiger Kohlenwasserstoff eingespritzt wird, um eine neutrale bis reduzierende Atmosphäre zu schaffen.
  • Gemäß Fig. i sind elektrische Verbindungen an den beiden Enden des Graphitwiderstandes 22 durch Klemmen gebildet, die gesondert in Fig. 3 dargestellt sind. Jede dieser Klemmen weist zwei hohle, durch Wasser kühlbare Gehäuse auf. Jedes dieser Gehäuse besteht aus zwei gleichachsigen halbzylindrischen Wänden 40 und 41, die durch die ,radialen Wände 42 und Stirnwände 43 unter Bildung einer geschlossenen Kammer verbunden sind und auf den. Widerstand 22 federnd angeklemmt werden können. 46 sind die Stromzuleitungen beliebiger bekannter Bauart.
  • Es ist bei dieser Ofenbauart erwünscht, den Graphitwiderstand im Verhältnis zur Größe des herzustellenden Blockes so groß zu nehmen, daß er nicht aufgezehrt wird oder bricht, bevor die Reaktion während einer genügenden Zeit fortgeschritten ist. Es ist zu bemerken, daß bei der Herstellung von Borkarbid der Stab in erheblichem Maße durch das um ihn herum gebildete Borkarbid geschützt ist, so daß das Boroxyd nur bei Beginn des Prozesses mit ihm in Berührung kommen kann.
  • 50, 5=, 52, 53, 55 sind die Rohre mit Ventilen für den Kühlwasserzu- und -ablauf, auch zur Kühlung des Zylindermantels io.
  • Im oberen Teil des Zylinders io ist eine gelochte Wand 54 angeordnet, die aus einem groben Metallsieb aus Eisen oder einem anderen Metall besteht. Dieses liegt unterhalb der Stutzen 34 mit Abstand vom oberen Teil der Gehäusewand io, so daß ein Sammelraum 56 für die in der Beschickung gebildeten Gase gebildet und ein Berühren der Beschickung mit den Öffnungen der Rohre 34 verhütet wird, damit diese nicht verstopft werden. Das Sieb 54 kann festgeschweißt oder verschiebbar mit Hilfe von Metallbändern 57 befestigt werden, die an die `Fand io angeschweißt sind. Das Austrittsrohr 34 kann an eine Rohrleitung angeschlossen werden, um das Gas aus dem Ofen für irgendwelche Zwecke fortzuleiten und insbesondere sein Entweichen in den Raum zu verhüten. Man kann das Gas auch ruhig am Ende des Austrittsrohres 34 verbrennen lassen.
  • Infolge der geschlossenen Bauart des Ofens wird auch ein erheblicher Verlust durch Verflüchtigung von Bor während der Reaktion des Boroxyds weitgehend verhütet, weil Sauerstoff keinen Zutritt zum Reaktionsraum hat, und weil das Gehäuse so bemessen und die äußere Schicht der Beschickung so kühl ist, daß in ihr der Bormetalldampf kondensiert und festgehalten wird. Infolge des im oberen Teil der Reaktionskammer vorhandenen großen Raumes 56 besteht wenig Gefahr eines Entweichens des Bors. Die Temperatur der Kammer 56 ist so niedrig, daß die Dämpfe in ihr kondensiert und in der Beschickung zurückgehalten werden.
  • Für die Karbidbildung sind sehr hohe Temperaturen erforderlich, und es gibt keinen feuerfesten Stoff, der für eine Ofenwand verwendet werden kann, die in unmittelbarer Berührung mit der Beschickung bei ihrer Reaktionstemperatur steht. Das gilt besonders bei Anwesenheit von Boroxyd, weil die heiße Reaktionsmasse auf keramische feuerfeste Stoffe als Flußmittel wirkt. Deshalb ist es wesentlich, daß die körnige Ofenbeschickung selbst den Behälter bildet, in dem der Metallkarbidblock sich bilden kann. Aus diesem Grunde wird die Ofenkammer genügend groß gemacht, um Raum für eine äußere gekühlte Beschickungszone zu schaffen, die ihrerseits die innere heiße Zone trägt. Dies ist aus Fig. 5 ersichtlich, in der der Borkarbidblock 6o denWiderstand 22 umgibt und selbst von Feuersand 61, d. h. teilweise umgewandeltem Gut umgeben ist, um das herum die nicht umgewandelte Beschickung 62 liegt, die durch verflüchtigte und darin kondensierte Produkte angereichert ist. Wird der Ofen genügend groß gemacht, so ist eine wassergekühlte äußere Eisenwand für diese Ofenbauart sehr geeignet. Die Beschickung dient selbst als Schutz für die gekühlte Eisenwand. Weder das Boroxyd noch ein Reaktionsprodukt greift Eisen an, auch hat Eisen auf das Endprodukt keine ungünstige Wirkung.
  • Die erzeugten Karbide sind bei den angewendeten hohen Temperaturen elektrische Leiter. Deshalb müssen die Metallwände so weit von ihnen entfernt sein, daß sie nicht mit dem heißen Gut in Berührung kommen. Beim Anlassen des Ofens ist der Widerstand zunächst hoch. Bei der hohen Anfangsspannung besteht daher die Gefahr des Stromübergangs von den Stirnwänden i2 auf den Mantel io. Dies verhindert der außerhalb der Hochtemperaturzone liegende Dichtungsring 16.
  • Zur weiteren Isolierung ist der Ofen mit einem Isolierstoff gefüttert, der die Beschickung von einer direkten Berührung mit den Metallwänden abhält. Es ist gefunden worden, daß sich dafür z. B. gewöhnliche Holzbretter 58, 59 eignen, da sie beim Ofengang zwar verkohlen, aber nicht verzehrt werden und somit ihre Schutzwirkung behalten. Bei der Herstellung von Siliciumkarbid kann man auch Kieselsäuresteine an Stelle von Holz verwenden. Titanoxyd ist selbst ein feuerfester Stoff, und es ist daher angängig, den wassergekühlten Mantel für die Beschickung von Titanoxyd und Kohlenstoff zu verwenden und den Ofen entweder mit Holz oder mit Titanoxydsteinen auszukleiden. Ähnliche Bedingungen gelten für die Herstellung von Wolframkarbid. Die Isolierung durch Holz eignet sich für die Herstellung dieses Stoffes am besten, was auch für die Herstellung der anderen Karbide gilt, weil Holz keine unerwünschten Verunreinigungen in die Reaktionsmasse bringt.
  • Gegebenenfalls kann unmittelbar auf die Stirnwände Kühlwasser aufgespritzt werden. Nach der Darstellung in Fig. 2 wird der obere Teil des Gehäusemantels iö nicht durch den Wasserstrahl benetzt, indem dieser auf das Gehäuse an einer Stelle unterhalb des Siebes 54 gesprüht wird. Dadurch wird derRaum 56 im Gehäuse auf so hoher Temperatur gehalten, daß es in ihm zwar zu einer Kondensation der flüchtigen Boroxyddämpfe, nicht aber zu einem Übergang in den festen Zustand kommt, so daß das Kondensat in die Beschickung zurückgelangt und nicht den oberen Teil des Gehäuses verstopfen und das Entweichen des Kohlenoxydgases verhindern kann.
  • Wünscht man, daß der Ofen einen niedrigen Induktionsgrad aufweist, so kann man die Ausführung und Anordnung der elektrischen Teile nach Fig.6 treffen. Statt die Stromklemmen an den Enden des Widerstandsstabes 22 anzubringen, kann man sie, wie hier dargestellt, mittelbar mit ihm verbinden, indem man die Klemme 63 mit dem einen Flansch 14 des Mantels io und die Klemme 64 mit der Stirnwand 12 derselben Seite verbindet. Die Flansche und Stirnwände sind durch Isolierungen 16 an beiden Enden des Ofens getrennt, dessen Bauart im übrigen dieselbe ist wie bei Fig. i und 2. Zum Vollenden des Stromweges sind ein oder mehrere Verbindungsbügel 65 aus stromleitendem Metall an den linksseitigen Flansch 14 und die Stirnwand 12 desselben Ofenendes angeschweißt oder sonstwie damit verbunden. Es ergibt sich also ein Stromfluß von der Klemme 63 durch das äußere Eisengehäuse ro, die linke Stirnwand 12, die linke Hülse, den Widerstandsstab 22 und die rechte Hülse3o zur rechten- Stirnwand 12 und der Klemme 64. Für den Gehäusemantel kann man gegebenenfalls Aluminium nehmen, um das Auftreten magnetischer Wirkung zu verhindern.
  • Durch diese Anordnung sind die Stromrichtungen im Widerstandsstab und in irgendeinem dazu parallelen Teil des Gehäuses stets entgegengesetzt, so daß die Selbstinduktion- dieses Stromkreises und die der Hysteresis und den Wirbelströmen im Mantel ro zuzuschreibenden.Energieverluste auf ein Mindestmaß herabgesetzt werden. Im übrigen ist der Widerstand des äußeren Mantels sehr gering. Da somit ein Stromweg niedrigen Widerstandes geschaffen ist, kann man bei. diesem Ofen einen hohen Prozentsatz der hineingeschickten Energie nutzbar machen. Es ist daher bei einer Bauart, bei der ein mittlerer Widerstandsstab zentral oder in der Achsenrichtung des umgebenden Metallmantels angeordnet ist, erwünscht, das äußere Gehäuse als Teil des Stromkreises zu benutzen und so die Induktion auf einen unschädlichen Grad herabzudrücken. Zum Beispiel kann man mit einem 25periodigen Wechselstrom niedriger Spannung einen Wirkungsgrad von 97 oder 98 °/o erzielen. Diese Bauart ist besonders wichtig bei einem für die Herstellung eines Schleifmetallkarbids bestimmten Ofen, bei dem ein Graphitwiderstand von hoher Leitfähigkeit benutzt wird und die Beschickung eine große Menge leitenden Kohlenstoffs enthält, so daß wegen der Gefahr eines Kurzschlusses durch die Beschickung von den Metallstirnwänden zu dEm Mantel ro die Notwendigkeit besteht, den Ofen mit niedriger Spannung und hoher Stromstärke zu betreiben.
  • Eventuelle Abänderungen dieser Ofenbauart sind leicht zu treffen. Zum Beispiel kann jeder Widerstandsofen, der einen äußeren Metallmantel und einen in der Mitte oder in der Achse angeordneten Widerstand hat, unireduktiv gemacht werden, indem man die Klemmen in der Weise verbindet, daß der Wechselstrom. durch das Gehäuse und den Widerstand in jedem Augenblick in entgegengesetzten Richtungen fließt. Hierfür sind nicht Metallstirnwände, sondern lediglich geeignete elektrische Verbindungen nötig, um einen Stromkreis zu erhalten, bei dem die Gehäuseklemme an demselben Ende des Ofens wie die unmittelbar oder mittelbar mit dem Widerstand verbundene andere. Klemme liegt. Zu einer unmittelbaren Verbindung gehört eine unmittelbare: Verbindung der Klemme 64 mit dem rechten Ende des Widerstandes durch einen Kupferstreifen, der vorzugsweise die Verbindung mit seiner Hauptstromschiene dicht bei der Hauptstromschiene der anderen - Klemme herstellt. Wo eine große Stromstärke in Anwendung kommt, ist es erwünscht, daß die Klemmen dicht beieinanderliegen, wie in Fig. 6 dargestellt. Bei der bevorzugten Anordnung werden Stirnwände aus Metall geringen Leitungswiderstandes verwendet und in den Stromkreis dadurch einbezogen, daß man den' Widerstand an den Wänden in leitender Verbindung mit ihnen lagert. Es ist wichtig, . Schleifen von Verbindungsdrähten und Anordnungen zu vermeiden, die die Induktion erhöhen.
  • Um den Ofen zu beschicken, kann man ihn auf die eine Stirnwand stellen und die andere Stirnwand abnehmen. Sodann wird, während das Sieb 54, die Holzbretter 58 und 59 und der Widerstandsstab 22 sich in Stellung befinden, die Beschickung um -den Widerstand herumgepackt. Hierauf werden die obere Stirnwand z2 und die Asbestringe 16 aufgeschraubt und die obere Hülse 3o auf den Widerstandsstab geschoben und in dem Ansatz 24 in Stellung gebracht. Nach dem Beschicken wird der Ofen in die waagerechte Lage gemäß Fig. i zurückgekippt. Bei der Benutzung des Ofens ist es gewöhnlich erwünscht, die beiden Endpfropfen 38 in Stellung zu halten (Fig. i), um jeden Durchgang von Luft' durch die betreffenden Durchlässe 34 zu verhindern. Die Wasserberieselung der zu kühlenden Teile wird unter Berücksichtigung der gewünschten Temperaturverhältnisse geregelt, und der Ofen wird in normaler Weise betrieben, wie es dem Spezialfachmann bekannt ist.
  • Stellt man in diesem Ofen Borkarbid her, so werden wasserfreies Boroxyd und körniger Kohlenstoff z. B. in Form von Petroleumkoks hoher Reinheit in dem gewünschten Verhältnis innig gemischt. Vorzugsweise werden etwa 2 Moleküle Boroxyd auf 7 Atome Kohlenstoff genommen. Auf Wünsch kann der Beschickung Sägemehl in kleiner Menge beigegeben werden, um während des Ofenganges eine genügende Porosität zu erreichen. Auch kann ein flüssiger Kohlenwasserstoff zugesetzt werden, der bei verhältnismäßig niedriger Temperatur verdampft und die Luft aus der Beschickung austreibt. und so die Oxydation des Borkarbids verhindert. Der Stromfluß wird so geregelt, daß eine genügend hohe Temperatur von etwa 2400° erreicht wird. Hat der Block eine genügende Größe erreicht, und ist der Stromfluß unterbrochen worden; so werden für den Kühlvorgang die Pfropfen 38 eingesetzt, um den Zutritt von Luft zu dem Erzeugnis zu verhüten.
  • Die anderen Karbide werden in ähnlicher Weise aus den mit körnigem Kohlenstoff gemischten Oxyden der betreffenden Elemente hergestellt. Die Hauptbedingung ist in jedem Fall die Verhinderung des Zutritts von Luft zu der erhitzten Beschickung und dieRegelung des Abflusses von Gasen und flüchtigen Stoffen.
  • In gewissen Fällen ergeben sich Vorteile aus einer erheblichen Abweichung der Lage des Widerstandsstabes von der Mittellage. Zum Beispiel kann man den Widerstandsstab wesentlich unterhalb der Mittelachse anordnen, um einen größeren Teil der Beschickung über ihm unterbringen zu können. Immerhin ist es sehr empfehlenswert, den Stab in einem erheblichen Abstand von der Wand ro anzubringen.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Karbiden des Bors, Siliciums, Titans oder Wolframs, insbesondere für Schleifzwecke, aus einem das betreffende Oxyd und Kohlenstoff in dem für die Bildung des Karbides erforderlichen Verhältnis enthaltenden Gemisch in einem elektrischen Widerstandsofen mit zentral im Reaktionsgemisch angeordnetem Widerstand, dadurch gekennzeichnet, daß zur Aufrechterhaltung einer inerten Gassphäre und Vermeidung von Substanzverlusten die Umsetzung in einem bis auf einen Abzug für Abgase geschlossenen, im Verhältnis zur Reaktionszone stark überdimensionierten Ofen erfolgt, wobei die Temperatur der zwischen der Reaktionszone und dem metallenen Ofenmantel liegenden, zugleich diesen vor Überhitzung schützenden starken Schicht des Reaktionsgemisches durch Kühlung so geregelt wird, daß sich in ihr für die Reaktion erwünschte wertvolle flüchtige Stoffe niederschlagen, während die sie durchdringenden Abgase durch den Abzug entweichen.
  2. 2. Widerstandsofen zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i mit einem in der -Ofenmantelachse angeordneten Widerstandsheizkörper, um den die Reaktionsmischung gelagert ist, sowie einem das Ganze dicht umschließenden, die Außenluft abschließenden, am oberen Teil mit einem Gasauslaß sowie mit Kühlwasserberieselung versehenen Metallmantel, dadurch gekennzeichnet, daß im oberen Ofenteil mittels einer daselbst angeordneten gasdurchlässigen Wand eine mit dem Gasauslaß verbundene leere Kammer gebildet wird, in der die erzeugten Ofengase bzw. -dämpfe gekühlt bzw. niedergeschlagen werden.
  3. 3. Widerstandsofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Gasauslaß aus mehreren Ausgängen besteht, die teilweise nach Art von Rückschlagventilen ausgebildet sind, um den Eintritt von Außenluft zu verhindern.
  4. 4. Widerstandsofen nach Anspruch?" dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnwände gegen den Mantel elektrisch isoliert sind und mit dicht eingesetzten Traghülsen für die Aufnahme des Heizwiderstandsstabes versehen sind.
  5. 5. Widerstandsofen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Stromklemme mit dem einen Ende des Widerstandes und die andere Stromklemme mit dem gleichliegenden Ende des Gehäusemantels verbunden ist, dessen anderes Ende mit dem anderen Ende des Widerstandes in leitender Verbindung steht, derart, daß ein Stromfluß durch die Gehäusewand und den Widerstand in entgegengesetzten Richtungen stattfindet. Angezogene Druckschriften Naske, Die Portlandzementfabrikation, 4. Aufl., 1922, S.196, 197. Deutsche Patentschriften Nr. 15o 845, 310 070, 664 644, 6 go2, 6o6 987, 580 123; schweizerische Patentschriften Nr. 117 228, 124 o86, 126 493; USA.-Patentschriften Nr. 1 181 283, 1863 7o8.
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