DE8618C - Entwässerungs-Vorrichtung an Hydranten - Google Patents
Entwässerungs-Vorrichtung an HydrantenInfo
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E03—WATER SUPPLY; SEWERAGE
- E03B—INSTALLATIONS OR METHODS FOR OBTAINING, COLLECTING, OR DISTRIBUTING WATER
- E03B9/00—Methods or installations for drawing-off water
- E03B9/02—Hydrants; Arrangements of valves therein; Keys for hydrants
- E03B9/14—Draining devices for hydrants
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Description
1879.
Klasse 85.
BOPP & REUTHER in MANNHEIM. Entwässerungsvorrichtung an Hydranten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5· August 1879 ab.
Die vorliegende Entwässerungsvorrichtung, welche für Hydranten, Schieber, Ventilbrunnen,
Wasserkrane u. dergl. anzuwenden ist, wirkt zwar automatisch, kann jedoch auch nach Belieben
von Hand stellbar eingerichtet werden.
Die Vorrichtung, welche in zwei Ausführungsformen in Fig. 1 und 2 dargestellt ist, besteht
imJFall der Herstellung nach Fig. 1 im wesentlichen
in einer aus zwei besonderen Theilen a und b zusammengesetzten dünnen sogenannten
»Entwässerungsstange«, welche an ihrem unteren etwas federnden Ende den kleinen Entwässerungsschieber e fafst; die ganze Vorrichtung ist mit
der Ventildruckstange ν in Verbindung, so dafs sich der Entwässerungsschieber gleichzeitig mit
dem Ventil w auf- und abbewegt und mithin die Entwässerung automatisch wirkt.
Der obere Theil α der Entwässerungsstange
geht durch den Hydranten deckel hindurch und ist daselbst mittelst Ledermanschette abgedichtet.
Am Kopf des Stangentheils α ist ein zeigerartig geformter Griff g angebracht, während
an dessen Fufs sich eine Hülse h befindet, in
welche ein stark steigendes flaches Gewinde eingeschnitten ist.
Der untere Theil b trägt oben einen vierkantig angesetzten und mit flachem Gewinde
versehenen Kopf k, und pafst dieses Gewinde leicht gehend in das Muttergewinde der Hülse h,
auf diese Weise die Verbindung der beiden Stangentheile α und b herstellend.
Die Hülse h findet ihren Platz in einem gabelförmigen Ansatz m der Druckstange v, und
besitzt einen Bund, welcher zwar eine Drehung, nicht aber eine Verschiebung in der Axenrichtung
zuläfst (Schnitt A-B).
Der untere Theil des Ansatzes m dient dem vierkantigen Kopf k als Führung und verhindert
dessen Drehung (Schnitt C-D). Unten ist die Entwässerungsstange nochmals in dem Ansatz η
geführt (Schnitt E-F). Die Drehung der Ventildruckstange selbst wird durch die aus Schnitt G-H
ersichtliche Führung verhindert.
Es ist nun klar, dafs eine Drehung des Stangentheils α mittelst des Griffes g zur Folge
hat, dafs der Stangentheil b und somit der Entwässenmgsschieber e, unabhängig von der
Bewegung der Ventildruckstange, eine Bewegung für sich machen kann. Die Steigung des Gewindes
ist so grofs bemessen, dafs eine Drehung des Griffes^ um i8o° hinreichend ist, um den
Entwässerungsschieber soweit aufwärts zu bewegen, dafs er die Oeffnung abschliefst.
Bringt man daher den Griff in die im Grundrifs punktirt angedeutete Stellung, so kommt der
Entwässerungsschieber in eine solche Stellung, dafs beim vollständigen Schlufs des Ventils die
Entwässerungsöffnung überdeckt bleibt und ein Entwässern nicht stattfinden kann, was jedoch
alsbald wieder geschieht, wenn man den Griff um i8o° dreht.
Für den Fall, dafs die Vorrichtung nach Fig. 2 ausgeführt wird, erhält der Stangentheil a
eine bewegliche Hülse h, welche darüber geschoben und mit dem Kopf k des Stangentheils
b verschraubt ist.
Der Entwässerungsschieber ist in der gleichen Weise wie in Fig. 1 angebracht; derselbe ist infolge
des Gewichtes des Stangentheils b stets bestrebt, nach unten zu sinken. Der Bund an
dem unteren Ende des Theiles a, welcher sich in der Hülse h befindet, begrenzt das Abwärtssinken
des Entwässerungsschiebers und bedingt je nach seiner relativen Lage gegen die Ventildruckstange
ν das Oeffnen bezw. Schliefsen der Entwässerung.
Der Stangentheil α besitzt gleichfalls oben
einen Griffe; unmittelbar darunter befindet sich
eine Nase β, welche sich auf einen Vorsprung q des Hydrantendeckels legen kann, wenn man
die Stange α nach aufwärts zieht und gleichzeitig etwas dreht. Hierdurch kommt der Bund
von a, Fig. 2, so weit nach oben, dafs der Entwässerungsschieber bei geschlossenem Ventil
die Entwässerungsöffnung noch überdeckt.
Wird die Ventildruckstange ν nunmehr aufwärts bewegt, so macht der Stangentheil b diese
Bewegung mit, sobald der Ansatz r den Vorsprung der Hülse erreicht hat; der Theil a
jedoch bleibt unbeweglich, indem sich der Bund in der Hülse verschiebt.
Um die Entwässerung wieder in Wirksamkeit zu setzen, hat man nur nöthig, den Griff g so
weit zu drehen, dafs die Nase ρ den Vorsprung verläfst, wodurch der Entwässerungsschieber tief
genug sinken kann, um bei geschlossenem "Ventil die Oeffnung frei zu machen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Die Entwässerungsstange, zusammengesetzt aus zwei Theilen α und b, welche auf die durch die Zeichnung veranschaulichte, nach Fig. ι oder 2 herzustellende Art und Weise mit einander sowohl als auch mit der Ventildruckstange, d. h. unmittelbar mit dem abschliefsenden Ventil w, in Verbindung sind und von welchen der durch den Deckel hindurchgehende Theil α mittelst eines Griffes g gedreht werden kann.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8618C true DE8618C (de) |
Family
ID=286092
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT8618D Active DE8618C (de) | Entwässerungs-Vorrichtung an Hydranten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8618C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1063866B (de) * | 1952-08-14 | 1959-08-20 | Richard Neumann | Entwaesserungsvorrichtung an Wasserfuehrungsrohren |
-
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- DE DENDAT8618D patent/DE8618C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1063866B (de) * | 1952-08-14 | 1959-08-20 | Richard Neumann | Entwaesserungsvorrichtung an Wasserfuehrungsrohren |
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