DE86170C - - Google Patents

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DE86170C
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    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07FCOIN-FREED OR LIKE APPARATUS
    • G07F15/00Coin-freed apparatus with meter-controlled dispensing of liquid, gas or electricity
    • G07F15/08Coin-freed apparatus with meter-controlled dispensing of liquid, gas or electricity with means for varying the tariff or changing the price

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measuring Volume Flow (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
in LONDON.
Selbstkassirender Gasverkäufer.
Die vorliegende Erfindung besteht in der Anordnung einer kreisförmigen oder anders gestalteten Platte auf der Aufsenseite eines Gasmessers in solcher Weise, dafs sie gedreht und dann festgestellt werden kann. Je nach der Stellung dieser Platte kann der durch die Münze bethätigte Mechanismus eine gröfsere oder kleinere Strecke bewegt werden, so dafs an den Käufer eine gröfsere oder geringere Gasmenge abgegeben wird.
Die augenblickliche, von dem Apparat für eine bestimmte Münze abgegebene Gasmenge ist für den Käufer durch die äufsere Stellung der runden Platte, oder, wie dieselbe im Nachstehenden genannt werden soll, der »Taxplatte« kenntlich. Zu dem Zwecke ist die Taxplatte passend, z. B. in Kubikmeter und deren Bruchtheile getheilt.
Die Taxplatte sitzt auf einer senkrecht, waagrecht oder in irgend einer Richtung liegenden Welle aufserhalb des Gasmessergehäuses.
In die Platte ist ein Schlitz eingeschnitten, durch welchen eine Münze in eine unmittelbar hinter der Taxplatte angeordnete Münztasche oder ein Münzrohr eingeführt werden kann.
Die Tasche ist an dem Schild ' befestigt, welches den Schlitz bedeckt, wenn die das Schild tragende Welle mit Hülfe einer an ihrem äufseren Ende befestigten Kurbel oder eines Griffes gedreht wird, oder die Tasche bezw. das Rohr bildet einen Theil dieses Schildes.
Der Schlitz oder die Oeffhung der Münztasche mufs mit dem Schlitz in der gegenüber liegenden Taxplatte übereinstimmen, ehe eine Münze in den Apparat eingeführt werden kann. Um eine Drehung der Kurbel oder des Handgriffes nach Einführung einer Münze in falscher Richtung zu verhindern, ist auf der Innenseite der Taxplatte ein Anschlag befestigt, gegen den die Münztasche anstöfst, wenn sie zurückgedreht wird.
Die Vorderseite der Taxplatte ist passend getheilt, ausgehöhlt oder geschlitzt, um einen Feststellstift aufnehmen zu können, der, nachdem die Taxplatte in die gewünschte Lage eingestellt ist, unter ein Siegel gelegt wird. Nachdem man das Siegel erbrochen und den Feststellstift herausgezogen hat, kann die Taxplatte gedreht werden, um die Stellung-des Einwurfschlitzes und des Anschlages zu verändern und so der Münztasche und dem Schild zu gestatten, sich um eine längere oder kürzere Strecke zu bewegen, je nach den Umständen, bis die Münztasche mit einem anderen Anschlag in Berührung gelangt, der neben einer Oeffnung sitzt, durch welche hindurch die Münze in den Geldbehälter oder in die Kasse fällt.
Die erwähnte Münztasche kann mit einer mit Kerben versehenen Platte durch Einwurf einer Münze zwangläufig verbunden werden, um das Gasmessereinlafsventil um das gewünschte Stück zu öffnen.
In den beiliegenden Zeichnungen veranschaulicht
Fig. ι eine äufsere Ansicht des Apparates, seitlich an einem trockenen Gasmesser angeordnet. Fig. 2 ist eine ähnliche Ansicht, wie Fig. i, eines Theiles des Gasmessers, bei wel-
eher jedoch die äufsere Taxplatte entfernt ist, um das Schild mit dem Münzrohre zu zeigen. Fig. 3 ist eine Hinteransicht der Taxplatte und des. Schildes, aus welcher Ansicht besonders die Lage des Anschlages, gegen den das Münzrohr anschlägt, zu ersehen ist. Fig. 4 ist eine Endansicht der Taxplatte. Fig. 5 stellt einen Aufrifs, theilweise im Schnitt, des Geldbehälters oder der Kasse dar, sowie eine Ansicht der mit Einkerbungen oder Zähnen versehenen Platte nach Abnahme der Taxplatte und des das Münzrohr tragenden Schildes. Fig. 6 giebt eine Seitenansicht des seitlich an einem Gasmesser angebrachten Geldbehälters oder der Kasse, Fig. 7 eine Seitenansicht, theilweise im Schnitt, des Apparates. mit einer Münze, im Begriff, in die Kasse zu fallen.
Der ganze Apparat A wird vortheilhaft unmittelbar über einem Geldbehälter oder einer Kasse B angeordnet und mit letzterer seitlich an-dem Gasmessergehäuse ^l1 befestigt.
Die Taxplatte C (Fig. 1) des Apparates ist eine runde, flache, mit einem Schlitz D versehene Scheibe. Durch den Schlitz D kann eine Münze in den Apparat eingeworfen werden.
Der Umfang der Taxplatte ist ganz oder nur zum Theil getheilt und mit Löchern E oder gleichwerthigen Vorrichtungen versehen. Unter den Löchern E können Zahlen angebracht sein, .welche Kubikmeter Gas bedeuten, so dafs durch Aufhängen der Platte C mittelst eines bestimmten Loches, über den an dem Apparat befestigten Haken E1 der Schlitz C und der Anschlag F (Fig. 2) hinter der Taxplatte in einer bestimmten Lage festgestellt und die Gröfse der Bewegung des ganzen Mechanismus geregelt werden kann. Die von dem Gasmesser für eine bestimmte Münze abzugebende Gasmenge entspricht in Kubikmetern dann der Ordnungszahl jenes Loches, in welches der Haken E1 eingreift.
Die Taxplatte C kann so gedreht werden, dafs der Apparat irgend eine beliebige Gasmenge, vortheilhaft von 1 bis 50 cbm hindurchläfst. Jene Platte wird in der gewünschten Stellung durch eine um ein Scharnier drehbare Klammer oder ein Band G (Fig. 1) und eine durch ein Siegel / gesicherte Schraube H (Fig. 6) befestigt. Dadurch, dafs die Taxplatte aufserhalb des Apparates angeordnet ist, ist dem Käufer die Sicherheit gegeben, dafs der ■Apparat auch wirklich die Gasmenge abgiebt, die durch die Ordnungszahl des Loches, mittelst welches die Platte an dem Haken aufgehängt ist, angezeigt wird. Dadurch wird die Anordnung einer mit der Hand einstellbaren besonderen Anzeigescheibe erspart, welche leicht durch Unachtsamkeit so gestellt werden kann, dafs sie eine beliebige Gasmenge anzeigt, während die dazu gehörige, in dem Gasmesser eingeschlossene Taxplatte auf eine andere, gröfsere oder kleinere Gasmenge eingestellt ist. Die Mittelwelle J (Fig. 7) kann mit einem beliebigen bekannten Mechanismus zum Absperren des Gaszuflusses verbunden sein, z. B. mit dem in der Patentschrift Nr. 81944 derselben Erfinder beschriebenen Mechanismus. Die Welle J kann durch eine Platte K (Fig. 5) bewegt werden, welche auf dem aus dem Gasmessergehäuse A1 in das Gehäuse A des Apparates hineinragenden Ende der Welle mittelst eines Stiftes L oder einer anderen Vorrichtung be^· festigt ist. Die Platte K ist mit seitlichen Einkerbungen M (Fig. 5 und 7) versehen, die der Taxplatte gegenüber liegen.
Zwischen der Platte K und unmittelbar hinter der Taxplatte C befindet sich ein Schild JV (Fig. 2, 3 und 7), an welchem eine Münztasche oder ein Münzrohr P befestigt ist, in welches eine Münze durch den Schlitz D der Taxplatte eingesteckt wird. Die Münze lagert dann in einer der Einkerbungen M der Platte K und zwingt dadurch die Platte K und das Rohr P, sich gleichzeitig mit einander zu bewegen, sobald der Griff R gedreht wird. Der Griff R ist auf den in der Mitte des Apparates nach auswärts vorragenden Gewindebolzen Q. des Rohres P aufgeschraubt.
Das Schild JV und das Rohr P sitzen auf dem Ende der Welle J lose, so dafs sie, wenn keine Münze in den Apparat eingeworfen ist, gedreht werden können, ohne die Platte K zu beeinflussen. Die Drehbewegung des Rohres P und des Schildes JV in Richtung der in Fig. 5 gezeichneten Pfeile wird durch die Berührung mit dem neben der Oeffhung T im Boden des Gehäuses A angeordneten Anschlag begrenzt. Durch die Oeffhung T fällt eine in dem Rohre enthaltene Münze durch die eigene Schwere in den darunter befindlichen Geldbehälter oder in die Kasse B hinein.
Die Drehbewegung in entgegengesetzter Richtung ist natürlich, je nach der Stellung der Taxplatte, wie oben bereits erklärt, verschieden; welche Stellung die Taxplatte jedoch immer einnehmen möge, stets wird die Rückwärtsbewegung durch die Berührung mit dem Anschlag F begrenzt, gegen den der Arm des Rohres P anstöfst.
Die Entfernung zwischen dem Anschlag F und demjenigen S regelt deshalb, durch Bemessen der nach Einwerfen einer Münze der Welle / mitgetheilten Drehung, die Gröfse der Bewegung des das Ventil öffnenden Mechanismus, so dafs eine bestimmte Gasmenge durch dieses Ventil hindurchströmen kann, ehe es durch die Wirkung des Gasmessertriebwerkes geschlossen wird. Die Platte K ist auf ihrem Umfange noch mit Sperrzähnen U versehen, in die eine federnde Klinke V eingreift, um eine Rückwärtsdrehung der Platte K zu verhindern.
Will man die für eine bestimmte Münze ertheilte Gasmenge ändern, so hat man nur nöthig, das Siegel / zu vernichten, die Befestigungsschraube H herauszuziehen und das Band G um sein Scharnier zurückzuschwingen. Sodann hakt man die Taxplatte aus, dreht sie und hängt sie mit demjenigen Loche auf, dessen Ordnungszahl der für eine bestimmte Münze zu liefernden Kubikmeterzahl entspricht. Endlich befestigt man die Taxplatte wieder, indem man den Griff R wieder aufschraubt und das Band G wieder zurücklegt und an dem Gehäuse befestigt.
: Zwischen der Taxplatte C und dem Rohre P ist eine Feder α eingefügt, um jenes Rohr in jeder Lage fest zu halten. Der Arm b auf dem Rohre P verhindert, dafs die Münze nach abwärts fällt, wenn das Rohr senkrecht nach aufwärts gedreht wird.
Diese Vorrichtung ist nicht nur bei dem unter Nr. 81944 patentirten Gasverkäufer derselben Erfinder, sondern überhaupt bei jedem Apparat mit veränderlicher Drehbewegung anwendbar.
gedes

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Ein selbsteinkassirender Gasverkäufer,
    ■: kennzeichnet durch eine aufserhalb
    ■ Apparates angeordnete runde Platte (C), die nahe ihrem Umfange mit Löchern oder Schlitzen (E), einem Einwurfschlitze (D) für die Münzen und auf ihrer Innenseite mit einem Anschlag (F) versehen ist, in der Weise, dafs, je nach der abzugebenden verschiedenen Gasmenge, die Platte (C)'mit einem ihrer Löcher auf einem am Gasmessergehäuse befestigten Haken (E1) derart verschieden aufgehängt werden kann, dafs ihr Anschlag (F) von einem neben dem nach dem Geldbehälter führenden Schlitze angebrachten Anschlage (S) mehr oder weniger weit entfernt steht, wodurch einem zwischen diesen Anschlägen schwingenden Münzrohre (P) eine kleinere oder gröfsere Schwingung gestattet und somit unter Vermittelung einer Welle (J) dem Einströmungsventile des Gasmessers eine kleinere oder gröfsere Oeffnung ertheilt wird.
    Ein selbsteinkassirender Gasverkäufer nach Anspruch 1, bei welchem das Münzrohr (P) mit einem Schild (N) derart verbunden ist, dafs der Einwurfschlitz (D) der Taxplatte (C) offen steht, wenn das Münzrohr (P) gegen den Anschlag (F) der Taxplatte (C) anschlägt, während das Schild jenen Schlitz (D) abschliefst, wenn man das Münzrohr von jenem Anschlag hinwegdreht.
    Ein selbsteinkassirender Gasverkäufer nach Anspruch 1, bei welchem das Münzrohr (P) mit der Welle (J) durch eine mit Einkerbungen (M) versehene, auf der Welle festsitzende Scheibe (K) zwangläufig verbunden wird, indem die in das Münzrohr (P) eingeworfene Münze in eine der Einkerbungen der Scheibe (K) eingreift.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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