DE70710C - Zeit-Stromschlufsvorrichtung für elektrische Leitungen - Google Patents
Zeit-Stromschlufsvorrichtung für elektrische LeitungenInfo
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- G04F1/04—Apparatus which can be set and started to measure-off predetermined or adjustably-fixed time intervals without driving mechanisms, e.g. egg timers by movement or acceleration due to gravity
- G04F1/06—Apparatus which can be set and started to measure-off predetermined or adjustably-fixed time intervals without driving mechanisms, e.g. egg timers by movement or acceleration due to gravity by flowing-away of a prefixed quantity of fine-granular or liquid materials, e.g. sand-glass, water-clock
- G04F1/066—Apparatus which can be set and started to measure-off predetermined or adjustably-fixed time intervals without driving mechanisms, e.g. egg timers by movement or acceleration due to gravity by flowing-away of a prefixed quantity of fine-granular or liquid materials, e.g. sand-glass, water-clock using electrical contact device
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMTVS
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Schlufsvorrichtung für elektrische
Leitungen, bei welcher ein mit einer drehbaren Achse verbundener Schlufstift einer solchen
Leitung während eines gewissen Zeitraumes mittelst eines auf dieser Achse angebrachten Uebergewichtes
in Schlufsstellung gehalten wird und nach einem bestimmt verflossenen Zeitabschnitte
durch dasselbe Uebergewicht der Achse, welches inzwischen eine andere Lage eingenommen hat,
ausgelöst wird, und dadurch die Leitung des elektrischen Stromes alsdann unterbrochen ist.
Zu dem Ende sind auf der drehbaren Achse des Schlufsstiftes zwei sich gegenüber stehende
Gefäfse von entsprechender Form angeordnet, die durch zwei Rohrverbindungen mit einander
in Verbindung gebracht sind, so zwar, dafs eine in einem der Gefäfse untergebrachte Menge
flüssigen oder körnigen Stoffes, je nach Stellung der Gefäfse, ein Uebergewicht auf die Achse
des Schlufsstiftes ausübt und dadurch die elektrische Leitung geschlossen hält, jedoch nach
einer gewissen Zeit den Schlufs wieder freigiebt, sobald der flüssige bezw. körnige Stoff
von dem einen Gefäfs in das andere übergetreten ist. Solche für eine begrenzte Zeit
andauernde Stromschliefsungen einer elektrischen Leitung sind da besonders anwendbar, wo es
sich beispielsweise um zeitweise Erleuchtung eines Ortes für eine gewisse und begrenzte
Zeit handelt; indessen können diese Stromschlui'svorrichtungen auch jede andere Anwendung
finden, wenn es sich nur um elektrische Stromverwendung für eine bestimmte Zeitdauer
handelt.
Beiliegende Zeichnung veranschaulicht in Fig. 1 eine Vorderansicht und in Fig. 2 eine Seitenansicht
der Schlufsvorrichtung in geschlossenem Zustande, wobei die punktirt gezeichnete
Stellung der Vorrichtung die Seitenansicht derselben in geöffnetem Zustande wiedergiebt. In
Fig. 3 ist eine Einzelheit der Vorrichtung dargestellt.
Es bezeichnen α α1 zwei Ständer, zwischen
welchen eine drehbar gelagerte Achse b mit dem durch dieselbe hindurchgesteckten Schlufsstift
c angeordnet ist, und von denen der eine Ständer mit dem einen Ende einer elektrischen
Leitung mittelst Polklemme χ in Verbindung gebracht ist; und da die Achse b ebenfalls in
unmittelbarer Berührung mit den Ständern sich befindet, so steht auch der auf der Achse b
angeordnete Schlufsstift c mit diesem Ende der elektrischen Leitung in leitender Verbindung.
Das andere Ende der elektrischen Leitung befindet sich mit einer Polklemme y in Verbindung,
welche in einen federnden Arm endigt, und auf welchen letzteren sich der Stromschlufsstift
c bei bestimmter Stellung entweder auflegt und dadurch den Schlufs der elektrischen
Leitung bewerkstelligt, oder aber abhebt und dadurch den Schlufs der Leitung unterbricht,
Fig. 2 punktirt gezeichnete Stellung.
Diese verschiedenartige Stellung des Schlufsstiftes c wird nun durch ein auf der Achse b
angebrachtes Uebergewicht hervorgebracht, welches sich in verschiedene Lagen bringen läfst,
um das eine Mal den Schlufsstift c fest auf den federnden Arm d der elektrischen Polklemme
aufzudrücken und das andere Mal den Schlufsstift c von' dem federnden Arm d abzuheben,
in welch letzterem Falle dann eine Stromunterbrechung eintritt.
Dieses verschiedene Stellungen einnehmende Gewicht besteht nun aus einer Menge flüssigen
oder körnigen Stoffes, welcher in zwei auf der Achse b entsprechend angebrachten Gefäfsen e
und e1 je nach Lage ein Uebergewicht auf die Stellung der Achse b auszuüben vermag, wodurch
der Stromschlufsstift c entweder einen Schlufs der elektrischen Leitung oder eine
Unterbrechung derselben möglich macht. Zu dem Ende sind die beiden Gefäfse e und el
gegenüberstehend auf der Achse b angeordnet, durch die beiden Rohrverbindungen g und gl
unter einander in Verbindung gebracht und je mit einer schrägen Bodenfläche ausgerüstet,
so dafs bei Lage des flüssigen oder körnigen Uebergewichtes in dem zu oberst gelegenen
Gefäfse ein Uebertreten nach dem zu Unterst
gelegenen Gefäfse durch die eine Rohrverbindung g gänzlich stattfinden kann, während
durch die andere Rohrverbindung gl alsdann ein Uebertreten der verdrängten Luft ermöglicht
ist. Während dieses Vorganges wird aber auch der Einflufs des Uebergewichtes auf die
Achse b ein anderer, und diese dreht sich nach einer bestimmten Richtung, wobei der Schlufsstift
c von der Polklemme y sich abhebt und die Leitung unterbricht, Fig. 2 punktirte Stellung.
Will man die Leitung wieder schliefsen, so dreht man an dem Knopf h die Achse b
sammt Gefäfsen e und e1 in Richtung des
Pfeiles um i8o° um, wodurch das Gefäfs mit dem Uebergewicht wieder in die höchste Lage
kommt und der Stromschlufsstift c sich wieder auf die Polklemme y auflegt. Und damit der
Stromschlufsstift c nur in seiner Endstellung die Leitung schliefst, ist die eine Seite des
federnden Armes d oben mit einem entsprechend grofsen Isolirplättchen dl ausgerüstet,
Fig. 2.
Damit ferner die Drehung der Achse b sammt Gefäfsen e und el nicht zu weit erfolgt, sind
aufserhalb des Gehäuses G auf der Achse b zwei Daumen i und i1 angeordnet, die bei einer
zu weiten Drehung von b gegen die am Gehäuse befestigte Feder k, Fig. 1 und 3, ansfofsen
und den Gefäfsen e e1 jedesmal ihre richtige Stellung anweisen. Statt der Feder und
Daumen liefse sich auch manche ähnliche Einrichtung anbringen.
Es dürfte einleuchtend sein, dafs die Stromschlufsvorrichtung für jede beliebige Zeitdauer
verwendbar gemacht werden kann, und dafs dieselbe unter allen Umständen ihrem Zwecke
entspricht, weil infolge der schrägen und spitzwinkligen Bodenfläche der Gefäfse e und el
der darin enthaltene körnige oder flüssige Stoff, welcher das für den drehbaren Stromschlufsstift
c in Anwendung kommende Uebergewicht abgiebt, allemal ganz zur Wirkung gelangen
kann. Der Stoff sammelt sich eben unter allen Umständen in dem untersten Theile des Gefäfses
an, sobald demselben eine solche Stellung gegeben worden ist, dafs ein Uebertreten des
das Uebergewicht herstellenden Stoffes von dem einen Gefäfse nach dem anderen vor sich gehen
kann.
Claims (3)
1. Eine Zeit-Stromschlufsvorrichtung für elektrische
Leitungen, bestehend in der Anordnung einer in einem Gehäuse in zwei
Ständern untergebrachten Achse (b), welche durch den einen Ständer (al) in leitender
Verbindung mit einer Polklemme (x) der Leitung steht und durch Drehung in solche
Stellung gebracht werden kann, dafs ein auf der Achse angeordneter Stift (c) entweder
in bestimmter Stellung den Stromschlufs auf eine zweite Polklemme (y) überträgt oder selbstthätig unterbricht zufolge
eines auf der Achse angeordneten, zwei Stellungen zur Achse einnehmenden Gewichtes, wobei dieses Gewicht bei Lage
oberhalb der Achse ein Uebergewicht auf die Drehung der Achse nach der einen Seite ausübt und die Schhefsung der Leitung
bewerkstelligt, nach und nach aber in die zweite Stellung unterhalb der Achse übergeht
und damit ein in entgegengesetztem Sinne wirkendes Uebergewicht auf die Achse ausübt und alsdann die Leitung
unterbrochen ist.
2. Bei einer Zeit-Stromschlufsvorrichtung nach Anspruch 1. die Anordnung von zwei
diametral auf der Achse (b) angeordneten, durch zwei Rohre (g und gl) in Verbindung
gebrachten Gefäfsen (e und e1) zur Aufnahme eines das Uebergewicht für die
Achse (b) bildenden körnigen oder flüssigen Stoffes, wobei das eine Rohr ein Uebertreten dieses Stoffes von dem einen Gefäfs
nach dem anderen ermöglicht, während durch das andere Röhr zugleich ein Entweichen
der Luft von dem einen Gefäfs in das andere stattfindet.
3. Bei einer Zeit-Stromschlufsvorrichtung nach Anspruch 1. die Anordnung von zwei auf
der Achse (b) angeordneten Daumen (i undiy in Verbindung mit einer Feder (k),
zum Zwecke der Begrenzung der Drehbewegung der Achse (b) von der einen Stellung in die andere.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE70710C true DE70710C (de) |
Family
ID=344070
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT70710D Expired - Lifetime DE70710C (de) | Zeit-Stromschlufsvorrichtung für elektrische Leitungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE70710C (de) |
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