DE8616C - Oberläufige Schrotmühle mit radialen Stahlmessern und Siebeinsätzen - Google Patents

Oberläufige Schrotmühle mit radialen Stahlmessern und Siebeinsätzen

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Publication number
DE8616C
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DE
Germany
Prior art keywords
steel knives
rollers
radial steel
sieve inserts
grist mill
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Application number
DENDAT8616D
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English (en)
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J. RlTSCHLER in Augsburg, Wertachstrafse 13
Publication of DE8616C publication Critical patent/DE8616C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02C—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
    • B02C9/00—Other milling methods or mills specially adapted for grain
    • B02C9/02—Cutting or splitting grain
    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02C—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
    • B02C11/00—Other auxiliary devices or accessories specially adapted for grain mills
    • B02C11/08—Cooling, heating, ventilating, conditioning with respect to temperature or water content

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Crushing And Grinding (AREA)

Description

PATENTSCHRIFT
1879.
Klasse 5O.
JOSEPH RITSCHLER in AUGSBURG. Oberläufige Schrotmühle mit radialen Stahlmessern und Siebeinsätzen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom io. Juni 1879 ab.
Die Vortheile, welche diese Construction bietet, sind nach Angabe des Erfinders folgende'
1. Kann ein ganz gleichmäfsiges Fabrikat in jeder Gröfse hergestellt werden.
2. Ist die Möglichkeit gegeben, das Getreide ganz trocken verarbeiten zu können.
3. Wird weder Schrot noch Dunstmehl erzeugt.
4. Das Gries kann also von der Mühle direct auf die Lösewalzen gebracht werden.
5. Das Getreide wird geschnitten und nicht zerquetscht.
6. Reparaturen sind fast ganz ausgeschlossen, da es genügt, alljährlich die Stahlmesser einmal nachzuschärfen.
7. Ist ohne Anwendung besonderer Ventilationsvorrichtungen einer übermäfsigen Erhitzung vorgebeugt.
8. Ist die Leistungsfähigkeit der Maschine andern gegenüber eine sehr bedeutende, indem bei einem Mahlgangsdurchmesser von 1 m, einer Betriebskraft von 3 effectiven Pferdekräften in 24 Stunden 300 hl erzeugt werden können.
Die Schrotmühle ist nach dem System der oberläufigen Mühlen construirt.
Als Oberstem wirkt ein in einem eisernen Ring r eingesetztes System von vierundzwanzig Stahlmessern, welche zur Triebwelle w radial stehen.
Als Unterstem wirkt ein System von zwölf Stahlmessern, welche gleichfalls radial zur Triebwelle stellen und in den feststehenden Eisenring rl eingelassen sind.
Zwischen den Stahlmessern des Untertheiles sind Siebe oder Lochplatten eingesetzt, welche je nach der gewünschten Gröfse der zu erzielenden Griese herausgenommen und durch Siebe mit anderer Maschenweite ersetzt werden können.
Das Gries fällt, nachdem es von den Messern zur erforderlichen Gröfse geschnitten worden ist, durch die Siebe in den Raum a, in welchem sich die Ausräumer p p bewegen.
Die Ausräumer treiben das verarbeitete Gries durch den Auslauf e zur weiteren Verarbeitung auf die Lösewalzen.
Durch die Anwendung eines Systems von Stahlmessern in der Stärke von 20 mm mit dem Querschnitt q ist die Möglichkeit gegeben, das durch einen Centrifugalaufschütter bei -z einfallende Getreide zu zerschneiden.
Bei vielen anderen Systemen wird das Getreide zerquetscht und hierdurch Abfall erzeugt, was durch das Zerschneiden der einzelnen Getreidekörner gänzlich beseitigt ist.
Die Reibung, welche bei vielen anderen neueren und älteren Schrotmühlen eine sehr bedeutende ist, wird bei dieser neuen Mühle auf ein Minimum reducirt.
Ferner ist die Erhitzung der maschinellen Theile eine verhältnifsmäfsig geringe, wozu auch die wie Ventilatoren wirkenden Ausräumer p beitragen.
Durch die Einschaltung von· Drahtsieben oder Lochplatten zwischen die Messer des unteren Systems werden die Griese, welche noch nicht das gewünschte Caliber haben, am Auslauf verhindert. Auf diese Weise wird erreicht, dafs das Gries sich bereits in einem gereinigten Zustande befindet und die Anwendung von Schrotwalzen, durch welche das aus anderen Maschinen auslaufende Gries oft 3 bis 4 mal passiren mufs, entbehrlich wird.
Das Mahlgut kommt also hier, nachdem es einmal den Schrotgang durchlaufen hat, direct auf die Lösewalzen, was bei anderen Schrotmaschinen nicht möglich ist.
Alle bisherigen Schrotmaschinen folgen anderen Principien als die vorliegende.
1. Die ältesten Mühlen sind etweder ober- oder unterläufige Mühlen mit Mühlsteinen.
2. Es existiren Maschinen, bei denen das Princip der Mahlgänge vollständig acceptirt wurde, nur dafs man eiserne oder stählerne, mit feilenartigen Reifen versehene Scheiben anwendete.
3. Dann folgen die Maschinen mit Walzen aus Hartgufs oder Stahl, welche entweder vermittelst zwei sich in entgegengesetzter Richtung drehender Walzen arbeiten, oder das Getreide auf Walzen mit festen Widerlagern zerreiben.
Alle drei Systeme zerquetschen das Getreide.
4. Die neueren Maschinen arbeiten vermittelst Schneidewalzen.
Es sind die geriffelten Hartgufswalzen durch Schneidewalzen ersetzt.
Es geht aus unter 1. bis 4. angeführtem hervor, dafs man in neuerer Zeit das Princip des
Schneidens der Frucht acceptirt und das des ,Zerquetschens aufgegeben hat.
Es sind jedoch bei allen neueren Systemen die Walzen beibehalten.
Das vorliegende System greift auf die ältere Idee der Mahlgänge zurück, jedoch mit dem Unterschied, dafs das Getreide geschnitten und nicht zerquetscht wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Anordnung von radialen Schneiden, eingefügt in Ringen,- welche sich nach Art der oberläufigen Mahlgänge über einander bewegen, in Verbindung mit der Einfügung von Sieben bezw. Siebplatten in dem feststehenden unteren Ringe.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT8616D Oberläufige Schrotmühle mit radialen Stahlmessern und Siebeinsätzen Active DE8616C (de)

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