DE85643C - - Google Patents

Info

Publication number
DE85643C
DE85643C DENDAT85643D DE85643DA DE85643C DE 85643 C DE85643 C DE 85643C DE NDAT85643 D DENDAT85643 D DE NDAT85643D DE 85643D A DE85643D A DE 85643DA DE 85643 C DE85643 C DE 85643C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chain
link
teeth
overlapping
wire
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT85643D
Other languages
English (en)
Publication of DE85643C publication Critical patent/DE85643C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Adornments (AREA)

Description

ι j#, ΐ!ϊν. 85 643. tSdjItepei: <& Stoffe, smetfipn.
TeO a. ■©/ —■ Rettenflfieb mit saBnartig in ein»
L an^er;M??leil^!IJ&?L^5?''b£n. 25om 4. 8. 95 aB
T.' 85Ί643. SeiienalteV mit
etnonber fltetfenben §ib^
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
643. geifsn & ©uiKertttwe, ■ 3KÜI'
^etm α. 3ΐ|. — ftettfmglteb mit äatjnariig in
&_ehianber ßtetfenben ^afenetiben.. 33pm4. 8.95 ob.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. August 1895 ab.
Die Erfindung betrifft ein Kettenglied, das aus einem Stabe oder Drahte gebogen wird und dessen freie Enden in eine sichere Verbindung mit einander gebracht sind. Bis jetzt kennt man nur zwei Arten von Kettengliedern, die in Hinsicht auf Zugfestigkeit den Anforderungen entsprechen. Es sind dies geschweifste Kettenglieder und solche Kettenglieder, bei welchen der Draht an den Enden mit einem Haken einen passenden Theil des Kettengliedes umfafst. Die Herstellung geschweifster Ketten ist indessen sehr kostspielig und nur in den Fällen zuverlässig, wenn die äufserste Sorgfalt darauf verwendet wird. Die Kettenglieder mit einem einen Theil " des Gliedes umfassenden Hakenende sind mehr oder weniger unansehnlich und erfordern überflüssiges Material.
Die Kette nach vorliegender Erfindung bildet das Ergebnifs langer und sorgfältiger Versuche nach der Richtung, um aus einem einzigen Stück Draht ein Kettenglied zu bilden, das im allgemeinen die Form eines geschweifsten Kettengliedes und die gleiche, wenn nicht gröfsere Zugfestigkeit hat. Des Weiteren sollen solche Kettenglieder oder eine Anzahl zu einer Kette vereinigter Glieder unmittelbar in kaltem Zustande, auf maschinellem Wege aus einem Drahte .herstellbar sein. Das gemä'fs der Erfindung hergestellte Kettenglied (bezw. Kette) entspricht allen daran zu stellenden Anforderungen und übertrifft die bisher gebräuchlichen Kettenglieder in vieler Beziehung, so dafs die Erfindung einen wesentlichen Fortschritt in der Herstellung von Kettengliedern und Ketten bildet. ...,■_:.
Das eine Ende des Kettengliedes wird von einander überlappenden und in einander hakenden Enden des Drahtes gebildet.
Anstatt ,einen Theil des Materials an den an einander liegenden Flächen der überlappenden Enden wegzuschneiden, wie dies bei ähnlichen älteren Konstruktionen der Fall ist, wird nach vorliegender Erfindung durch Druck oder sonstwie an den auf einander liegenden Seiten der Gliedenden ein Theil des Materials zu einem m'äfsig hohen, schrägen Haken oder Zahn ausgebildet. Diese Haken oder Zähne werden in der größtmöglichen Länge und Stärke ausgeführt und liegen zu diesem Zwecke in einer Linie, die quer über die Hakenenden des Kettengliedes führt; zugleich wird eine gröfsere Festigkeit dieses Theiles durch Schmieden in Gesenken in kaltem Zustande erreicht. Durch die besondere Anordnung dieser Griffzähne wird ihre Widerstandsfähigkeit in dem Mafse, wie auf die Kette Zug übertragen wird, erhöht; mit anderen Worten, je gröfser die Zugkraft ist, um so mehr Widerstand wird von diesen Zähnen vermöge ihrer eigenthümlichen Verbindung mit einander der Lösung entgegengesetzt, und kein kurzer Ruck, der genügen würde, um den Draht in vollem Material zu zerreifsen, reicht aus, um die hergestellte Verbindung zu zerstören.
Dieser feste Halt der auf einander liegenden Hakenenden der Glieder wird durch das um die Haken herumführende Ende des nächsten Gliedes bei Anspannung der Kette herbeigeführt.. Bei dieser Anspannung werden die gezahnten Hakenenden durch das folgende
Glied fest auf einander gezwängt und unverrückbar zusammengehalten.
Fig. ι und 2 sind Ansichten eines Theiles einer solchen Kette,
Fig. 3 zeigt besonders in gröfserem Mafsstabe das Griffende eines Kettengliedes,
Fig. 3 a ist ein Schnitt nach Linie x-x (Fig. 3) und zum Theil Ansicht,
Fig. 4 und 5 sind Ansichten eines Theiles einer Abart der Kette,
Fig. 6 ist eine Ansicht eines Gliedes mit abgeänderten Griffenden,
Fig. 7 und 8 zeigen Gliedenden mit einer gröfseren Anzahl von Griffzähnen, und
Fig. 9 zeigt ein längliches Kettenglied nach vorliegender Erfindung.
Die Kettenglieder werden aus einem Draht A hergestellt, welcher auf der Mitte zu einer Schleife B, Seitenschenkeln CC und einander überlappenden Hakenenden D gebogen wird. Letztere ergeben durch ihr Aufeinanderliegen eine doppelte Dicke gegenüber dem einfach liegenden Gliedtheil und werden in der.Richtung des auf das Glied übertragenen Zuges durch schräge Zähne E im Eingriff mit einander gehalten. Diese Zähne werden an den zusammenzulegenden Flächen des Drahtes ohne Materialwegnahme durch Druck oder sonstwie gebildet.
Die Form des übrigen Theiles des Kettengliedes ist nicht wesentlich; das Glied kann eine längliche Schleife darstellen, wie in Fig. 9, so dafs die auf einander liegenden Griffhaken wesentlich in einer zu dem Schleifentheil B parallelen Ebene liegen, oder die in einander greifenden Gliedenden können verdreht bezw. in einer Ebene unter rechtem Winkel zum Schleifentheil B liegen, wie in Fig. 1 bis 5; die Griffzähne können ferner in irgend einem passenden Abstande von den Enden des Drahtes gebildet werden, wie es dem Zwecke am meisten entspricht. .
Die schrägen Zähne E, die an den zurückgebogenen, einander überlappenden Gliedenden sich befinden, können wie nach Fig. 1 bis 5, welche die zweckmäfsigste Ausführung zeigen, in der gröfstmöglichen Länge und Widerstandsfähigkeit hefgestellt werden, indem man sie auf einer Linie anbringt, die über die überlappenden Enden quer hinwegführt, wie dies in gröfserem Mafsstabe Fig. 3 besonders zeigt. Hier sind die schrägen Zähne an der inneren Fläche jeden Gliedes in einer Linie angeordnet, die über dieses Ende quer hinwegführt, also unter rechtem Winkel zur Länge des Gliedes derart, dafs die Länge der beiden Griffzähne, an den abgebogenen Gliedenden zusammengenommen, etwa gleich ist der vollen Weite des Gliedes. Die geraden Flächen e2 jeden Paares der Zähne E liegen auf derselben geraden Linie, die quer über das Hakenende des Gliedes führt; diese Flächen sind aber entgegengesetzten Richtungen zugekehrt, wie dargestellt, so dafs sie auf der vollen Breite des Gliedendes Eingriff herstellen. Diese Konstruktion giebt die gröfstmögliche Anlageflache, wenn die einander überlappenden Enden des Gliedes zusammengebracht werden, so dafs ein Zug an dem Kettengliede jene geraden Flächen der Griffzähne der überlappenden Enden um so fester zusammendrückt, je gröfser er ist.
Es ist ferner ersichtlich, dafs das einfache Schleifenende B eines jeden Gliedes bei diesen Ketten die einander überlappenden Hakenenden des nächsten Gliedes, durch welches es hindurchführt, bei einem Zuge an der Kette um so stärker gegen einander drückt, je gröfser der Zug ist, so dafs ein Trennen der hergestellten Verbindung ganz ausgeschlossen ist. Am äufseren Ende des Hakentheiles e liegt eine kleine Verstärkungsrippe EL, wodurch dieser Theil des Hakenendes des Gliedes stärker ausfällt und . wodurch die Griffstelle einigermafsen verdeckt wird, da das äufserste Ende des Gliedhakens hinter dieser Rippe zurück*- tritt, wodurch das Glied eine gefälligere Form erlangt.
Die Griffzähne können natürlich in der Form mancherlei Aenderungen erfahren, ebenso in der Anordnung und in der Anzahl, wie es dem Bedürfnifs entspricht. Man kann mehr Zähne wählen und dann ihre Höhe entsprechend kleiner halten, oder es können auch die Hakenenden des Gliedes gröfser gewählt werden, ohne dafs dieses am Wesen der Sache etwas ändert.
Im Beispiel Fig. 6 sind die kleinen Absteifrippen E1 nicht vorhanden. Im Beispiel Fig. 7 sind die Hakenenden mit einer gröfseren Anzahl von Griffzähnen versehen. Im Beispiel Fig. 8 sind Zähne gewählt, die nach der Richtung des Drahtes abgeschrägt sind, statt sich unter rechten Winkeln zur Gliedlänge zu erstrecken.
Es ist ersichtlich, dafs bei der Ausführung mit zwei Griffzähnen an jedem Hakenende des: Gliedes die Gesammtlänge des Zahneingriffes der vollen Weite des Kettengliedes nahezu entspricht. Durch diese Ausführung erlangt man die gröfstmögliche Zahnlänge; die wirksame Grifffläche. der Zähne ist zweimal so lang als die eines Zahnes, der unter rechten Winkeln zum Draht steht, und die zusammengedrückten Theile an den Vertiefungen fallen sehr breit aus. Aus diesen Verhältnissen ergeben sich nun einige Vortheile der betreffenden Anordnung der Zähne. Nicht nur sind die wirksamen Theile der Zähne an dem steifen, unnachgiebigen Hakentheil des Gliedes angebracht und die auf einander liegenden Hakentheile werden nicht nur durch den Schleifentheil B des
folgenden Gliedes in festem Eingriff gehalten, es ist auch noch der weitere Umstand hervorzuheben, dafs diese Zähne unter rechten Winkeln zur Längsrichtung des Gliedes liegen und dafs sie jedem Zuge, der auf das Glied übertragen wird, directen Widerstand leisten, und zwar derart, dafs keine Material Verdrängung oder Formänderung des Gliedes oder eines Theiles desselben zu fürchten ist, es sei denn, es fände eine übermäfsige Beanspruchung der Kette statt, die mit einem Zerreifsen des Drahtes selbst enden müfste.
Die einander überlappenden Hakenenden des Gliedes werden unverrückbar in derselben Lage und Form erhalten, bis das Glied gesprengt wird. Da die Zugspannung, wie grofs sie auch sein mag, die Wirkung hat, dafs ein directer Flächendruck auf die Flächen e2 übertragen wird, so kann nur der beschriebene Fall eintreten. Beide Endhaken des Gliedes besitzen diese EingrifFfläche e2, die durch die besondere Queranordnung der Zähne, wie dargestellt, erreicht wird.
Diese wesentlichen Stärkeverhältnisse sind bisher bei Kettengliedern, die nicht geschweifst, sondern aus einem gebogenen Drahtende gebildet worden sind, nicht entfernt erreicht worden. Ein weiterer Vortheil des vorliegenden Kettengliedes besteht darin', dafs bei der Herstellung kein Materialverlust und keine Verschwächung des Materials durch eine derartige Ausbildung und Anordnung der Griffzähne entsteht. Das kostspielige und lästige Schmieden, Schweifsen, Walzen oder Ausschneiden fällt im vorliegenden Falle fort und somit auch jeder lästige Abfall. Die Glieder werden in schnellster Weise durch Biegen und Eindrücken der Drähte in Gesenke hergestellt, und innerhalb einer einzigen Minute kann man eine Kette von einigen Metern Länge auf diese Weise herstellen. Eine solche Kette bietet erfahrungsgemäfs eine viel gröfsere Zugfestigkeit als die gewöhnliche geschweifste Kette von gleichem Gewicht, es können bei der Herstellung Glieder von ungenügender Widerstandsfähigkeit nicht entstehen.
Das wesentliche Merkmal des vorliegenden Kettengliedes bilden die Griffzähne von der beschriebenen Form und Anordnung an den inneren zusammenliegenden Flächen der Hakenenden. Die Vertiefungen, die zur Bildung dieser Zähne nöthig sind, werden ohne jedes Wegschneiden und ohne Materialverlust gewonnen, der überflüssige Materialtheil erleidet eine Verdrängung zur Bildung der tiefen Stellen, wodurch zufolge des Prefsdrucks in kaltem Zustande die Härte vermehrt wird, und dadurch wird das Glied bei Beanspruchung auf Zug an den Stellen der Materialverdrängung ebenso fest wie ein Draht, welcher vertiefte Stellen nicht aufweist.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Ein Kettenglied aus einem einzelnen Stück Draht, das auf seiner Mitte zu einer Schleife, Seitenschenkeln und einander überlappenden Hakenenden gebogen ist, und dessen überlappter Theil eine Doppellage Draht in unverminderter Stärke darstellt, dadurch gekennzeichnet, dafs Griffzähne (E) an den Hakenenden gebildet
    - sind, die an den auf einander liegenden Flächen der letzteren sich befinden und in gegenseitigem Eingriff stehen.
  2. 2. Eine Ausführungsform des zu i. bezeichneten Kettengliedes, bei welcher die überlappenden Hakenenden an den zusammenliegenden Flächen in einander greifende Griffzähne (E) und Absteifrippen (E1) besitzen, die ohne Wegnahme von Material durch Materialverdrängung mittels Druckes gebildet sind.
  3. 3. Eine aus den zu 1. bezeichneten Kettengliedern gebildete Kette, bei welcher die überlappenden Hakenenden des Gliedes von dem Schleifentheil (B) des folgenden Gliedes derart umschlossen werden, dafs beim Zuge an der Kette unter der Wirkung des Schleifentheiles (B) ein Zusammendrängen der überlappenden Hakentheile eintritt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT85643D Active DE85643C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE85643C true DE85643C (de)

Family

ID=357764

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT85643D Active DE85643C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE85643C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP2693955A1 (de) Chirurgischer clip
DE102004023705B3 (de) Maschine zum Aufnehmen und Pressen von landwirtschaftlichem Erntegut
DE85643C (de)
DE2626443C3 (de) Befestigung von Plattenverbindern
EP0130138A1 (de) Bauteil für Rundgliederketten
DE1989717U (de) Ersatzglied fuer reifengleitschutzketten.
CH394029A (de) Band für Umreifungen von Packstücken
DE2246841C2 (de) Reifenkette, insbesondere Reifengleitschutzkette
DE86011C (de)
DE2535148C3 (de) Endloses Förderband
DE1509513A1 (de) Obere Rolladenendleiste
DE6926980U (de) Saegekette
DE841122C (de) Verschluss der Drahtumschnuerung von Ballen
DE3410368A1 (de) Werkzeug fuer kultivatoren
DE1187079B (de) Schlauchbinder und Werkzeug zum Spannen des Schlauchbinders
DE1586961C3 (de) Hülsenlos verschlossene Bandumreifung für Packstücke
EP0162360B1 (de) Kettenverbindungsglied für Rundstahlketten, insbesondere für im Bergbau einsetzbare Förder- oder Zugketten
DE908235C (de) Huelsenlose Verbindung der Enden einer Metallbandumreifung fuer Packstuecke
DE254536C (de)
DE1924969A1 (de) Kettenglied
DE620657C (de) Aus Blech gestanzter Riemenverbinder
DE99819C (de)
EP0478886A2 (de) Zugglied
DE599459C (de) Abstandsschelle zum Befestigen von Rohren und Kabeln mit drei die Rohre oder Kabel in Form eines Dreiecks tangierend umschliessenden Schenkeln
DE3937C (de) Treibriemen-Verbinder