DE855162C - Verfahren zur Herstellung hochmolekularer Kunststoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung hochmolekularer Kunststoffe

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DE855162C
DE855162C DEF2951D DEF0002951D DE855162C DE 855162 C DE855162 C DE 855162C DE F2951 D DEF2951 D DE F2951D DE F0002951 D DEF0002951 D DE F0002951D DE 855162 C DE855162 C DE 855162C
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DE
Germany
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high molecular
molecular weight
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polymerized
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Expired
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DEF2951D
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English (en)
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Walter Dr Bock
Hermann Dr Wolz
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Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G2/00Addition polymers of aldehydes or cyclic oligomers thereof or of ketones; Addition copolymers thereof with less than 50 molar percent of other substances
    • C08G2/18Copolymerisation of aldehydes or ketones
    • C08G2/26Copolymerisation of aldehydes or ketones with compounds containing carbon-to-carbon unsaturation
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G2/00Addition polymers of aldehydes or cyclic oligomers thereof or of ketones; Addition copolymers thereof with less than 50 molar percent of other substances

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Developing Agents For Electrophotography (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung hochmolekularer Kunststoffe Acrolein und ß-Homologe desselben, z. B. Crotonaldehyd, sind bereits als solche oder in Gegenwart von Olefinen polymerisiert worden. Hochmolekulare Produkte sind bisher hieraus nicht erhalten worden. Vermutlich lag,in den meisten Fällen eher eine Aldehydkondensation als eine echte Polymerisation vor.
  • Es wurde nun gefunden, daß Acrolein und ß-.Homologe desselben dadurch in hochmolekulare Polymeri,sate übergeführt werden können, .daß man sie in Gegenwart aktivierter Vinylverbindungen unter Zugabe von Polymerisationsaktivatoren und evtl. von Reglern Temperaturen unter ioo° aussetzt. Diese Reaktion kann in Substanz, in Emulsion oder in Lösung idurchgeführt werden. Unter dem Begriff aktivierte Vinylverbindungen werden solche verstanden, welche unter .dem Einfuß der üblichen Polymerisationsaktivatoren, wie Peroxyde, Persulfate u. dgl., ohne Wärmezufuhr polymerisieren. Geeignete Verbindungen dieser !Art sind Styrol, Acryl,säureester, Methacryl,säureester, die entsprechenden Nitri.le oder ungesättigte Ketone. Selbstverständlich können auch mehrere aktivierte Vinylverbindungen gleichzeitig angewandt werden. Die entstehenden Mischpolym@erisate stellen teilweise hochviskose öle dar, die direkt für die Lackindustrie anwendbar sind und zu elastischen Filmen auftrocknen. Andere fallen als weiße Pulver an, d iiesich thermisch plastizieren lassen und dann zu geformten Massen verarbeitet werden können. Den Polymerisaten ist, soweit sie noch löslich sind, die überraschende Eigenschaft gemeinsam, .daß sie noch alle Reaktionen ,der Aldehydgruppe zeigen und infolgedessen für vielseitige Umsetzungen herangezogen werden können.
  • Beispiel i 95 Teile Styrol und 5 Teile Acrolein werden in der Lösung von 4 Teilen eines Paraffinfettsäurediäthylaminoäthanolesters in 3oo Teilen Wasser mit der äquimolaren Menge Salzsäure oder Schwefelsäure emulgi@ert und nach Zusatz von 0,4 Teilen Kaliumpersulfat und o,i Teilen Diisopropylxanthogemdisulfid bei 8o° polymerisiert. Nach etwa 12 bis 15 Stunden ist ein Umsatz von ioo °/o erreicht. Das Mischpolymerisat ist ein in Benzol lösliches, weißes Pulver, das sich thermisch plastizieren läßt. Beispiel 2 8o Teile Styrol und 2o Teile Acrolein werden in der Lösung von 4 Teilen eines Emulgators, der durch Behandlung einer höheren Paraffinfraktion mit S 02 -l- C12 unter anschließender Alkalibehandlung hergestellt wurde, ,in 3oo Teilen Wasser emulgiert und nach Zusatz von 0,4 Teilen Kaliiumpersulfat bei 8o° auf iooo/o Umsatz polymerisiert. ,Das Mischpolymerisat )ist ein weißes, in Benzol nur noch quellbares Pulver, das sich jedoch thermisch plastivieren läßt.
  • Beispiel 3 9o Teile Styrol und io Teile Crotonaldehyd werden entsprechend Beispiel 2 emulgiert und nach Zusatz von 0,4 Teilen tKabiumpersulf@at bei 9o° auf ioo °/o Umsatz polymerisiert. Das Mischpolymerisat @i.st ein weißes, in Benzol lösliches, thermoplastisches Pulver.
  • Beispiel 4 75 Teile Styrol und 25 Teile Crotonaldehyd werden entsprechend Beispiel 2 emul.giert und nach Zusatz von 0,4 Teilen Kaliumpersulfat bei 9o° auf iooo/o Umsatz polymerisiert. Das Mi.schpolymeris-at iist ein gelbbraunes, ,hochviskoses 01, das zu elastischen Filmen .auftrocknet.
  • Be.i-spiel 5 85 Teile Methacrylsäuremethylester und 15 Teile Crotonal-dehyd werden entsprechend Beispiel 2 emulgiert und nach Zusatz von 0,4 Teilen Kaliumpersulfat bei 70° auf ioo °/o Umsatz polymerisiert. Das Mi.schpolymerisat )ist ein weißes, in Benzol lösliches, thermoplastisches Pulver. Beispiel 6 95 Teile Methacryl,säuremethylester und 5 Teile Acrolein werden entsprechend Beispiel i2 emulgiert ' und nach Zusatz von 0,4 Teilen Kaliumpersulfat und o,15 Teilen Diii.sopropylxanthogendi,sulfid bei 70° auf ioo °/o Umsatz polymerisiert. Das Mischpolymer.isat ist ein weißes, in Benzol lösliches, thermoplastisches Pulver.
  • Beispiel 7 9o Teile @Acrylsäuremethylester und io Teile Acralein werden entsprechend Beispiel 2 emulgiert und nach Zusatz von o,4 Teilen Kaliumpersulfat und o,i5 Teilen iD.iii,sopropylxanthogendi,sulfud bei 70° auf einen Umsatz von ioo °/o polymerisiert. Das Miischpolymerisat .ist ein Harz von niedrigem Erweichungspunkt, .das sich in Benzol löst.
  • Beispiel 8 9o Teile Acrylsäuremetliylester und io Teile Crotonaldehyd werden entsprechend Beispiel 2 emulgiert und nach Zusatz von o,4 Teilen Kaliumpersulfat auf ioo °/o Umsatz polymerisiert. ;Das Mischpolymerisat eist ein weiches, glasiges Produkt von niedrigem Erweichung@spunkt.
  • Beispiel 9o Teile Styrol und io Teile Acrolein werden in 3oo Teilen Benzol ein Gegenwart von o,5 Teilen Benzoylperoxyd und 0,5 Teilen Diisopropylxanthogendi.sulfid bei 8o° polymerisiert. Es wird eine hochvi,skose Lösung erhalten.
  • Beispiel 10 8o Teile Meth-acrylsäuremethylester und ;2o Teile Crotonaldehyd werden in 3oo Teilen Benzol in Gegenwart vom o,5 Teilen Benzoylperoxyd bei 8o° polymerisiert. Die erhaltene hochv i,skoseLösung des Mischpolymerisats kanndirekt als Lacklösung verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung hochmolekularer Kunststoffe, dadurch gekennzeichnet, daß man Acrolein oder ß-Homologe desselben in Substanz, Lösung oder Emulsion in Gegenwart voll aktivierten Vhnylverbindungen der Einwirkung von Polymeri,sationsaktivatoren bei Temperaturen unter ioo° evtl. unter Zugabe von Polymerisationsreglern aussetzt.
DEF2951D 1944-03-18 1944-03-18 Verfahren zur Herstellung hochmolekularer Kunststoffe Expired DE855162C (de)

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